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Verbrannte Erde: Stalins Herrschaft der Gewalt Gebundene Ausgabe – 30. März 2012
| Jörg Baberowski (Autor) Finden Sie alle Bücher, Informationen zum Autor und mehr. Siehe Suchergebnisse für diesen Autor |
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Wir gratulieren Jörg Baberowski sehr herzlich zum Preis der Leipziger Buchmessein der Kategorie Sachbuch/Essayistik!
Zur Begründung: "Verbrannte Erde" ist ein Buch, das den Leser von Anfang an in den Bann schlägt und nicht wieder loslässt. Es zwingt ihn, gleichermaßen durch Präzision der Argumente wie durch die Kraft der sprachlichen Vergegenwärtigung, auf eine Fahrt durch alle Kreise der Hölle. Und es erspart ihm nicht, genauer hinzusehen, den Tätern wie den Opfern ins Gesicht zu schauen. Hier handeln nicht Großmächte oder Begriffsgespenster - nicht der Kommunismus, nicht die Moderne, kein Eindeutigkeitswahn -, sondern Menschen. Das macht die Lektüre, sofern man nicht völlig abgestumpft ist, zu einer bedrückenden Erfahrung, zu einem kurzen Lehrgang in Trostlosigkeit. Aber das ist der Preis, der für historische Erkenntnis zu zahlen ist. Jörg Baberowski, der an dear Humboldt-Universität lehrt, widersteht der Versuchung, die Gewalt zu rationalisieren, ihr Gründe unterzuschieben. Aus der Verbindung von Quellennähe und kluger Kritik tradierter Deutungen gewinnt seine Darstellung ihre Wucht. Wenn in den kommenden Jahren einer fragt: Was war das, der Stalinismus, dann wird man zum Regal gehen und ihm dieses Buch geben: Nimm und lies!
Stalins Gewaltherrschaft fielen Millionen Menschen zum Opfer. Sie verhungerten, verschwanden im "Archipel Gulag" oder wurden im Laufe der "Säuberungen" von Partei, Staatsapparat und Militär ermordet. In seinem großen, berührenden Buch entwickelt Jörg Baberowski neue Perspektiven auf die stalinistischen Verbrechen und führt den Leser hinab in die paranoide Welt des sowjetischen Diktators.
Die Bolschewiki wollten eine neue Gesellschaft erschaffen und träumten vom neuen Menschen. Doch reicht es aus, auf das bolschewistische Projekt der Modernisierung zu verweisen, um die stalinistischen Gewaltexzesse zu erklären? War Stalins Terrorherrschaft eine notwendige Folge der kommunistischen Ideologie? Das bolschewistische Projekt, so die These des Buches, bot eine Rechtfertigung für den Massenmord. Aber es schrieb ihn nicht vor. Es war Stalin, ein Psychopath und passionierter Gewalttäter, der den Traum vom neuen Menschen im Blut der Millionen erstickte. Er war Urheber und Regisseur des Terrors, der erst mit seinem Tod aufhörte. Er errichtete eine Ordnung des Misstrauens und der Furcht, in der jedermann jederzeit zum Opfer werden konnte. Wer in dieser Weise den inneren Kitt einer Gesellschaft zerstört, der hinterlässt auch in den Seelen der Menschen verbrannte Erde. "Lasst, die ihr eingeht, jede Hoffnung fahren", steht über Dantes Höllentor. Dieser Satz hätte auch an den Grenzpfählen der Sowjetunion stehen können.
- Seitenzahl der Print-Ausgabe606 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberC.H.Beck
- Erscheinungstermin30. März 2012
- Abmessungen14.9 x 4.6 x 22.3 cm
- ISBN-103406632548
- ISBN-13978-3406632549
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Produktbeschreibungen
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Produktinformation
- Herausgeber : C.H.Beck; 3. Edition (30. März 2012)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 606 Seiten
- ISBN-10 : 3406632548
- ISBN-13 : 978-3406632549
- Abmessungen : 14.9 x 4.6 x 22.3 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 74,853 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 29 in Bürgerkriege (Bücher)
- Nr. 40 in Diktatur (Bücher)
- Nr. 186 in Russische Geschichte (Bücher)
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Inhaltlich sind da durchaus einige Korrekturen vorhanden, die Wichtigste, nämlich seine revidierte Ansicht darauf, ob Ideen nun töten oder nicht hat er bereits im Vorwort vorweg genommen.
Es ist mit Hinblick auf die übrigen Rezensionen bereits einiges an dem Buch gelobt worden, daher möchte ich an dieser Stelle mit den Punkten beginnen, die mir weniger gut gefallen haben:
Das größte Manko dieses Buchs und auch das des Vorgängers ist aus meiner Sicht eine nur burchstückhafte Reflektion der Vorgeschichte, also der Verhältnisse unter dem späten zarischen Regime, die spezifischen Problemtiken Russlands während des ersten Weltkriegs und auch eine tiefergehende Reflektion der inneren Verhältnisse innerhalb der Sowjetunion vor 1928. Das wird angeschnitten, mMn aber nicht stark genug dargestellt, was die beabsichtigte Wirkung des Buchs und seine argumentative Stärke sicherlich unnötig schwächt.
Ein konkretes Problem habe ich mit Barberowskis Postulat, dass die Bolschewiki im Zuge des Bürgerkrieges die Lebensmittelknappheit in den Städten massiv verschuldet hätten, in dem sie dazu übergegangen seien den Bauern das Getreide abzupressen, die daraufhin unterschlugen, was sie konnten.
Tatsache ist jedoch, und hier ist sich die Geschichtsschreibung zum Thema Russland einig, dass Mangel an Lebensmitteln in den Städten bereits die Hauptursache für die Februarrevolution 1917, also den Sturz des Zarenregimes und die Installation der provisorischen Regierung gewesen ist, ferner verschärfte sich die Lage natürlich dadurch, dass nachdem die Bolschweiki den Frieden von Brest-Litowsk schlossen und Russland aus dem Krieg ausschied auch die finanziellen und materiellen Unterstützungen aus dem Ausland versiegten und darüber hinaus die Ukraine mindestens zeitweilig verloren ging.
Der Dritte Punkt ist der Aufstand der "weißen" Bewegungen gegen das neue Regime, dass in den Bürgerkrieg mündete, wobei der Umstand in Rechnung zu stellen ist, dass die großen Städte, vor allem eben Petersburg und Moskau von den Bolschewisten beherrscht wurden, die agrarischen Gebiete im Süden und Osten aber von den "Weißen", was die Versorgung der Großstädte aus dem Land heraus auch nicht unwesentlich erschwert haben dürfte.
Das alles hatte sich vollständig oder teilweise schon entwickelt bevor die Bolschewiki anfingen ihre Requirierungskommandos ins Land zu entsenden.
Vor diesem Hintergrund müsste der Autor sein Postulat mindestens mal etwas näher erläutern und entsprechende Quellen dafür anführen. Es ist sicher nicht zu bestreiten, dass die Terrorisierung der Landbevölkerung einen negativen Impact auf die Produktionsmenge insgesammt hatte, wenn man aber postuliert das der Ruin der Lebensmittelversorgung allein auf das Konto der Bolschewiki ginge und durch rein ideologisch motivierten Terror verursacht worden sei, dann sollte man das an der Stelle beweisen können.
Die Machtübernahme der Lenin-Partei alleine hatte sicherlich schon negative Auswirkungen auf Grund der Tatsache, dass man im Ausland dieses Regime nicht so gerne sah und demnach wahrscheinlich auch weit weniger bereit war Hilfe zu leisten als gegenüber einem bürgerlichen Regime. Aus meiner sicht kann aus solchen Dingen aber nicht geschlossen werden, dass das allein auf das konto der Roten geht, sondern hier müssten die Auswirkungen der unverantwortlichen Politik sowohl der zarischen, als auch der provisorischen Regierung und der Anteil der weißen Bewegungen an der Entstehung des Bürgerkriegs ebenfalls in anderer Weise gewürdigt werden, zumal bei den Requirierungen auf dem Land noch in Rechnung gestellt werden müsste, dass bereits die provisorische Regierung schon durch den Krieg überlastet finanziell völlig vom Ausland abhängig war und das war vor Brest-Litowsk.
Entsprechend wird man behaupten können, dass ein Unterlassen von Requirierungen auf Grund der enormen Teuerungsraten durch den Krieg und die nicht vorhandenen staatlichen finanziellen Reserven kaum Möglichkeiten hatte die Versorgung der städtischen Unterschichten sicherzustellen, ohne sich des Mittels der Enteignung von Privatvermögen zu bedienen, in welch exzessivem Ausmaß dass dann ausartete ist eine andere Sache.
Prinzipiell stehen die Bolschewiki 1917 aber vor in der sache ähnlichen, qualitativ aber wesentlich schärferen Problemen, wie die Provisorische Regierung Deutschlands ein Jahr später nach dem Waffenstillstand von Compiengne und dass wird mMn zu wenig gewürdigt.
Dieser Punkt ist für mich insofern sehr entscheidend, als dass Barberowski die Gewalt der Bolschewiki als eine von Beginn an ideologisch motivierte Gewalt betrachtet und darauf mehr oder weniger die These konstruiert, dass diese Gewalt Gewaltmenschen wie Stalin ganz logisch nach oben bringen musste und damit, dass der Satlinismus zwar nicht mehr durch die ideologischen Diktionen der Bolschewiki erzwungen, dafür aber von diesen und durch die Gewalterfahrungen des Bürgerkrieges entschieden angestoßen wurde.
Nun sich die "Dekrete über den Terror" und die sehr bewusste Förderung des Terrors durch die Bolschewiki während des Bürgerkrieges überhaupt nicht infrage zu stellen, auch nicht, dass sie bereits weit vor dem Höhepunkt des Bürgerkrieges ergingen. Genauer zu belegen wäre seitens Barberowski dann allerdings, dass diese Verordnungen als pures Machtmittel ersonnen wurden und nicht als vorgreifende Maßnahme auf die sich abzeichnenden Erhebungen der "weißen Warlords" und einer möglichen ausländischen Intervention, denn für die innre Zerrissenheit Russlands gab es schon vor der Machtübernahme der Bolschewiki sehr deutliche Anzeichen, zu verweisen währe hier etwa auf die "Kornilov-Affäre", die nicht von unwesentlicher Bedeutung dafür ist, dass die Lenin-Partei die Macht überhaupt im Oktober/November 1917 ergreifen konnte, anstatt in den Gefängnissen von Petrograd zu versauern.
Wenn man das einmal in Rechnung stellt, dann muss man die von Barberowski sehr stark postulierte determinierte Kausalkette 1. Machtergreifung und Terrorverordnung der Bolschewiki 2. Maßgeblich durch die Bolschewiki verschuldeter Bürgerkrieg und wirtschaftliches Chaos 3. Terror als Mittel der Bekämpfung dieses Chaos 4. Gewaltspirale in dieser Form doch anzweifeln.
Gegen diese Argumentation spricht dann auch das Zurückfahren der Repressionspolitik nach Beendigung des Bürgerkrieges. Die Sowjetunion wurde auch dadurch kein Rechtsstaat oder gar gewaltfrei, was aber in dem Buch viel zu kurz kommt ist der eigentlich interessante Aspekt, dass zwischen dem Ende des Bürgerkrieges 1921/1922 und dem Beginn der Zwangskollektivierung und der großen stalinistischen Verbrechen 1928 die staatliche Gewaltanwendung sehr stark zurück gefarhen wurde.
Barberowski führt das maßgeblich auf die NEP zurück und damit nur auf einen taktischen Rückzug des Regimes Lenin-Trotzki, dass sich die Revidierung dieses Schrittes vorbehielt.
Das ist auch für sich genommen sicherlich korrekt, die Frage ist nur ob die Revision dieses Schrittes zwangsweise eine Wideraufnahme des Terrors determinieren musste oder nicht, dass hängt nämlich möglicherweise mit den Möglichkeiten zusammen die der Staat hatte. 1917 hatte er keine, weil im Kriegszustand befindlich, bankrott und innerlich politisch vollkomen zerrissen, 1928 hätte das möglicherweise anders ausgesehen.
Was Barberowski sehr schön herusstellt ist die Paranoia, die sich innerhalb der bolschewistischen Führungselite breit machte, der Zusammenhng zwischen Paranoia und dem Bedürfniss zu Industrialisierung und Aufrüstung speziell bei Stalin kommt mir aber etwas zu dünn weg, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Getreideexporte die durch die Zwangskollektivierung stabilgehalten und ausgebaut werden sollten mittel primär für diese Sektoren generieren sollte.
Unterm Strich wiedespricht sich Barberowski auch darin, den Terror allgemein als Herrschaftsinstrument zu klassifizieren. Für das Leninregime war es ein Herrschaftsinstrument, das bei Bedarf angewendet, siehe NEP allerdings auch stark zurückgefahren werden konnte.
Bei Stalin scheint es aber eher so, als dass Terror mehr als nur ein taktisches Mittel gewesen sein dürfte, wobei das zu spezifizieren sicherlich eine komplexe Angelegenheit ist. Wäre für Stalin Terror nur ein handwerkliches Mittel zur Herrschaftsausübung gewesen, wie er das für Lenin war, hätte Stalin als die Zwangskollektivierung nach hinten los ging wie Lening im Zug der NEP einen Rückzug hinlegen müssen, offensichtlich tat er aber das Gegenteil nach dem Motto "jetzt erst recht", demnach stellt sich die Frage ob die Klassifizierung als Mittel der Herrschaft alleine auf die Zeit der Herrschaft Stalins zutrifft.
Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Barberowski in Unterscheidung zum Vorgängerwerk in diesem Buch eine Determinierung des Terrors durch die bolschewistische Ideologie doch stärker ablehnt.
Das ist für die Art und das Ausmaß des Terrors vielleicht nicht so unbedingt interessant, auch nicht für die Person Stalins alleine, für eine differenzierte Betrachtung der Sowjetunion und gerde ihrer Frühphase über die wir wenig wissen, ein doch sehr wichtiger Befund.
Was ihm ähnlich gut gelingt ist die Darstellung des "Janusgesichts" der Bolschewistischen Partei und die Ausdifferenzierung der verschiedenen Hintergründe der theoretisch bewanderten und europäisch gebildeten ehemaligen Emigrantenszene, welche für die Herrschaftsperiode Lenins noch von starker Bedeutung ist und der Leute aus der zweiten Reihe aus den Provinzen, im Gefolge dann auch das durch den Führungswechsel bedingte vollkommen Aushölen der politischen Theorien der ehemaligen Elite der Lenin-Partei und die daraus resultierenden Grotesken, die sich bis 1990 hielten.
Auch das ist für den Terror allein weniger interessant, hingegen aber eine durchaus nützliche Darstellung, wenn man sich für eine Diskussion um die Ableger des Marxismus, ihre Genese und Evolution interessiert, weil es zu einem guten Teil die Haarstäubenden Differenzen zwischen marxscher Theorie und den Vorstellungen innhalb des Ostblocks erklärt.
Ebenfalls sehr wertvoll ist die Herausstellung der strukturellen Schwäche des Staates innerhalb des ehemaligen zarischen und des sowjetischen Imperiums überhaupt und die Diskussion der Gewalt als selbstverstndlichem Mittel der Machtpolitik in Staatsfernen Räumen, in dieser Hinsicht aber wohl für die vorstalinistische Zeit interessanter als für die stalinistische, wenn man darüber nachdenken muss ob für Stalin Gewalt überhaupt noch das Mittel zum Zweck war oder viel mehr schon der Zweck an sich.
Auch sehr wertvoll sind sicherlich die Miniaturen, hinsichtlich der Folgen des stalinistischen Terrors und seiner Grotesken, gerade auch vor dem hintergrund dass Stalin teilweise heute von politisch extremen Elementen immer noch verklärt wird. Auch sehr wertvoll sind diese Darstellungen um die Außenwirkung der Sowjetunion in den 1930er und 1940er Jahre einornen zu können.
Man muss hier natürlich vorsichtig sein und darf dass in keinfam Fall zu einer monokausalen Ursache stilisieren, aber der Gedanke daran, dass der Rechtsruck, den Europa während der 1930er Jahre insgesammt hinlegt, möglicherweise nicht nur dem wirtschaftlichen Gesichtspunkt und der rechtsradikalen Agitation geschuldet ist, sondern möglicherweise auch durch ein Bedürfnis zur Distanzierung vor den Schrecknissen innerhalb der Sowjetuinin, die ja durchaus international publik wurden mit beeinflusst wurde.
Als letztes möchte ich noch etwas hinzusetzen, was mir bei der Lektüre anderer Kommentare zu diesem Buch aufgefallen ist:
Der Vorwurf der "Propaganda" ist hier meiner Meinung nach sehr unangebracht. Das Buch hat seine Schwächen, von denen ich im Vorhinen einige benannt habe, aber es ist durchaus nicht so, als würde es einer kohärenten Logik und einer fachlich handwerklichen Grundlage insgesammt entbehren.
Man kann die sache sicherlich sowjetfreundlicher sehen als Barberowski und gewisse Kontinuitätslinien anzweifeln. Andere Historiker tun das, aber die eine "Wahrheit" lässt sich in der Geschichtsschreibung selten ausmachen, so dass mehrere Deutungshypothesen möglich und gängig sind.
Herr Barberowski gehört da ganz offensichtlich einer Richtung an, die dass eher determiniert sieht, eine Auffassung, die ich von meinem Kenntnisstand aus so nicht ganz teilen kann, deswegen ist seine Ansicht aber noch lange nicht illegitim oder gar Propaganda.
Seine Absicht bestand darin Kontinuitätslinien aufzuzeigen demnach ist dann auch die Auswahl das Materials und dessen Deutung, das heißt aber nicht, dass keine anderen Deutungen des Materials möglich sind und einen Anspruch darauf eine historische Wahrheit zu verkünden stellt Barberowski nicht.
Insofern ist das Werk sicherlich eine lesenswerte Darstellung und begründet eine Hypothese, der man sich, wenn man sich mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzen mag auch überhaup nicht entziehen kann, schon deswegen nicht, weil Geschichtsschreibung eben eine diskursive Disziplin ist, die von der Gegenüberstellung verschiedener Ansichten lebt und so lange das keine offensichtlichen Fälschungen oder eine allzu einseitige Auswahl des Quellenmaterials enthällt, was dieses Buch mMn nicht tut, ist genau das völlig legitim.
Wer absolute Wahrheiten sucht, darf keine Geschichtswerke lesen, es sei denn es handelt sich um rein ereignishistorische Phänomene wie etwa die stalinistische Gewalt und ihre Auswüchse an sich.
Geschichtswerke sind keine Lexika, die versuchen einen isolierten Begriff im lauftleeren Raum exakt zu definieren, sondern einen komplexen Gesammtprozes zu erfassen und zu deuten.
Nun ist es aber eben nicht möglich auch nur einen einzigen Menschen völlig zu erfassen und sein Denken und seine Handlungen zu deuten, man vergleiche einfach mal 3-4 verschiedene Biographien einer einzigen Persönlichkeit. Wie also soll es dann möglich sein die Gedanken und Handlungen von aber Millionen Menschen über den Zeitraum ganzer Epochen hinweg exakt zu deuten?
Ein solcher Ansatz wäre weltfremd.
Die Geschichtsschreibung kann im Bezug auf Gesamtzusammenhnge nur versuchen in sich logische Erkärungsansätze für bestimmte Begebenheiten zu liedern und das ist eine Aufgabe, die dieses Buch über weite Strecken ganz ordentlich leistet, somit hat es seine legitime Darseinsberechtigung.
Die wiederrum verlang mitnichten in absoluter Weise übernommen, sondern sinnvoller Weise lediglich diskutiert zu werden, schon aus dem Grund heraus kann es sich nicht um Propaganda handeln, denn Propaganda beansprucht eo ipso für sich selbst und nur für sich universelle Geltung.
Bei vielen Artikeln sind jedoch weit längere Bewertungen zu finden. Zensur?
Bei Büchern reicht es nicht: "Verpackung und Lieferzeit sehr gut"
Besonders beeindruckend, aber nur als Anmerkung am Rande zu verstehen, ist, dass Herr Baberowski seine eigenen Thesen revidiert hat, weil sie ihm nicht mehr plausibel erschienen, weil letztlich die Gewaltexzesse des Stalinismus nicht erklärend. Das kommt nicht oft vor, Hut ab.
Spitzenrezensionen aus anderen Ländern
The book was recommended to me by a German friend in August during my visit to Bavaria.
I was however charged Postage when it clearly stated there would be no postage charge.







