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TOP 500 REZENSENTam 1. September 2015
Anfangs möchte ich jedem raten mit den Bänden 1,2 und 3 dieser Serie zu starten, bevor er sich auf dieses Buch einläßt.
Es handelt sich zwar jeweils um abgeschlossne Geschichten, doch um die Gründung des Sonderdezernates und viele andere Dinge besser zu verstehen, würde ich es so empfehlen.
Doch nun zu diesem Buch, dem 4. Fall:
Zum näheren Inhalt äußere ich mich bewußt nicht näher, da dies bereits ausgiebig an anderer Stelle gemacht wurde.
Wie in den vorherigen Fällen auch wird eine bereits geschlossene Akte erneut geöffnet und die Ermittlungen vom Ermittlerteam Carl, Rose und Assad aufgenommen.
Dass die Geschichte, an welcher sich der Autor orientiert hat authentisch ist, hat mich sehr schockiert.
Die Thematik geschlossene Anstalt und Zwangssterilisation ist schaurig, das Buch spannend wie immer.
Dennoch gehört es für mich nicht zu den besten Büchern dieser Reihe.
Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass ich eine Kaufempfehlung ausspreche.
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Rose ist schuld. Sie hat einen Riesenstapel Akten angeschleppt und lässt, tatkräftig unterstützt von Assad, nicht locker, bis Carl ziemlich widerwillig einen neuen Fall übernimmt.
Die Prostituierte Rita Nielsen wird seit September 1987 vermisst. Ihr Fall wurde zu den Akten gelegt, weil man von einem Selbstmord ausging. Aber es gibt in der Akte eine ganze Reihe Unstimmigkeiten. Vor allem aber sind im gleichen Monat noch fünf andere Personen verschwunden. Zufall? Oder verbindet etwas diese Leute?
Die Spuren führen zur Insel Sprogø, wo von 1923 bis 1961 vermeintlich unmoralische oder debile Frauen interniert und sterilisiert wurden. Welche Rolle spielt der Gynäkologe und ultrarechte Politiker Curt Wad?
Leider muss Carl sich nicht nur mit dem Fall herumschlagen, sondern hat auch privat einen Haufen Probleme. Die Schwester eines Kollegen wird mit Säure angegriffen, in einem Fall werden unerklärliche Spuren gefunden, die Carl belasten, sein Bruder Ronny verbreitet gefährliche Lügen, und Carls Noch-Ehefrau will die Scheidung und viel Geld. Carl hätte gern ein zweites Sonderdezernat, eines, das nur dafür da ist, seine zahlreichen Privatprobleme zu lösen.
Diese treten allerdings schnell in den Hintergrund, denn sein Fall wird lebensgefährlich für ihn selbst und sein Team. Sie haben sich mit einem äußerst skrupellosen Gegner angelegt, das bekommt besonders Assad zu spüren.
Mir hat sehr gut gefallen, dass dieses Buch sich mit einem unbekannten und dunklen Kapitel der dänischen Geschichte beschäftigt. „Wir sind nicht besser als die Anderen“, stellt Rose fest. Und damit hat sie Recht: Bis heute hat die dänische Regierung sich nicht bei den Betroffenen entschuldigt.
Diese Serie sticht durch ihre ganz besonderen Charaktere heraus. Ein eigenartiger Ort ist dieses Sonderdezernat, besetzt mit ungewöhnlichen und eigenwilligen Menschen, die zusammen aber sehr erfolgreich ihre Fälle lösen und sich auch weiterentwickeln. Ich habe sie alle ins Herz geschlossen.
Einmal mehr hat Jussi Adler-Olsen es geschafft, dafür zu sorgen, dass ich sein Buch nicht aus der Hand legen konnte. Denn es ist wirklich spannend, hervorragend geschrieben, enthält eine politisch brisante Geschichte und hat ein sehr überraschendes Ende. Kurz gesagt, ein perfekter Krimi.
Und jetzt heißt es leider wieder, ein Jahr lang ungeduldig auf den nächsten Band zu warten.
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am 4. Dezember 2015
In Band 4 der Thrillerreihe um Carl Mørck und sein Team, hat es das Sonderdezernat Q mit einem fanatischen, alten Arzt zu tun, der sich vor vielen Jahren in den Kopf gesetzt hat, die dänische Bevölkerung zu "reinigen". Was für ihn soviel bedeutet wie: Ausländer, Dunkelhäutige, Sozialschmarotzer, geistig Minderbemittelte und dergleichen, die in seinen Augen sogenannte Untermenschen sind, zu sterilisieren, bzw. gegebenenfalls zur Abtreibung zu zwingen, damit sie sich nicht mehr vermehren können.
Mich persönlich hat das ganze Vorhaben von diesem wahnsinnigen Arzt ein wenig an die zweite Weltkriegszeit denken lassen, denn gewisse Ähnlichkeiten zwischen dem Denken von Adolf Hitler und unserem Arzt hier, sind wirklich nicht zu überlesen ...

Wer war er, dass er es wagte, sich zum Richter über Leben und Tod aufzuschwingen?
(S. 153)

Mittendrin in diesem unglaublichen Wahnsinn ist eine unserer Hauptprotagonistinnen Nete Hermansen. Wir lernen sie schon von klein auf kennen und erfahren allerhand, was ihr in ihren jungen Jahren widerfahren ist, was sie sich alles gefallen hat lassen müssen und verstehen dadurch dann auch recht bald, warum Nete zu so einem abgestumpften, gefühlskalten Wesen, das auf Rache sinnt, geworden ist.
Nete war mir eine der liebsten Charaktere in diesem Buch, ständig habe ich mit ihr mitgelitten und mich gefragt, womit sie diese Ungerechtigkeit in ihrem Leben nur verdient hat. Und obwohl ich von Rache absolut nichts halte, kann ich sie dennoch verstehen, weshalb sie vergelten wollte. Netes Schicksal fand ich einfach nur traurig und unfair, man hat ihr so viel Leid und Unrecht angetan und mir als einfühlsamer Mensch hat das Mit-ihr-Mitfühlen richtig weh getan ...

"Du bist gut genug, Nete. Vergiss das niemals: Du bist gut genug."
(S. 494)

In diesem Buch gibt es meines Erachtens wieder sehr viele verschiedene erzählende Zeitebenen und Namen, die es sich zu merken galt, und für mich war es nicht immer leicht, mich schnell auf die dauernd wechselnden Erzählstränge einzustellen.
Erzählt wird das Ganze wieder sehr rasant, flüssig und durchaus spannend. Je höher die Seitenzahl wurde, desto gefesselter war ich und am Ende des Buches bin ich nur noch an den Seiten gehangen. Der Schluss ist wirklich erwähnenswert: spannend, gefährlich, ekelhaft, abartig und absolut irre! (Lasst euch das auf keinen Fall entgehen!)

Und unsere drei Ermittler Carl, Assad und Rose haben mir diesmal mehr denn je gefallen. Besonders Carl hat für mich in diesem Fall "den Vogel abgeschossen". - So wie in diesem Buch habe ich ihn bisher noch nicht erlebt: mit Problemen bombardiert (beruflich und privat) mit denen er auf eine für uns Leser witzige Art und Weise umgeht.
Auch mein Lieblingssyrier Assad ist wieder einmalig. Die Geheimnisse, die sich um seine Person ranken, verdichten sich sogar noch ein wenig, aber durch seine unschuldige, gutmütige und engagierte Art hat er sich einfach in mein Leserherz geschlichen. Von ihm zu lesen ist jedes Mal ein besonderes Highlight!
Und was soll ich zu unserer eigensinnigen Rose sagen? Diese Frau ist äußerst unterhaltsam. In meinen (und ich glaube auch in Carls und Assads) Augen hat die Gute eindeutig einen Sprung in der Schüssel ...

"Ich sag nur, dass es in ihr irgendetwas gibt, das wie ein Stein im Schuh scheuert."
(S. 168)

Ein im wahrsten Sinne des Wortes unglaublich trauriger und wahnsinniger Fall in dem sich Carl und sein Team hier wiederfinden. Die Spannung baut sich nach und nach auf und gipfelt dann am Ende in einem irren Abschluss, den es sich absolut zu lesen lohnt.
Lasst euch "Verachtung" bitte auf keinen Fall entgehen, dieser Fall ist nämlich grandiose Unterhaltung, wie man sie selten in Thrillern findet!
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am 26. Januar 2016
Jussi Adler-Olsen - mit Verachtung ist ihm ein Meisterwerk gelungen. Man mag gar nicht mehr aufhören, zu "lauschen", das Hörbuch ist spannender als mancher Fernseh Thriller. Allein diese abstrusen Ideen (für die Toten eine Tischgesellschaft einzurichten) sind Gold wert. An Spannung ist dieses Hörbuch nicht mehr zu überbieten und man ist nach jedem Kapitel aufs neue gespannt, wie es weiter geht. Wolfram Koch ist als Sprecher der Jussi Adler-Olsen Krimis nicht mehr weg zu denken. Die Charaktere sind glaubhaft, aber auch die Sprüche (eine 3/4 Klopapierrolle später) sind so etwas von einfallsreich, dass man auch sehr viel zu lachen hat.
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am 3. März 2015
Der Schreibstil von Jussi Adler-Olsen gefältt mir. Es ist nicht der erste Roman den ich von ihm lese und es wird sicher auch nicht der letzte sein.
Die Fälle von Carl Morck sind immer sehr spannend geschrieben, zudem hat er seinen Helfer Assad der immer seine Vergleiche zu seiner Kultur sowie seinem neuen Heimatland macht. Diese Kommentare sind dann immer richtig erfrischend und bringen einen so richtig zum Lachen, was aber dem ernst der zu behandelnden Fälle keinen Abbruch macht.
Wenn man den Schreibstil des Autors mag (ist ja nicht jederman's Sache), hat man eine spannende Lektüre vor sich.
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am 16. August 2015
Nach den ersten drei Bänden habe ich mich sehr auf den vierten der Reihe gefreut und musste ihn nach der Hälfte abbrechen.
Unerträgliche Sprache, die sich in Witzigkeit versucht, das will aber leider selten gelingen.
Die Geschichte kam auch nach der Hälfte des Buches nicht in Gang, Schwerpunkt ist keineswegs der Fall, sondern die Befindlichkeiten der Protagonisten Carl, Rose und Assad - unspannend und für den Verlauf der Geschichte nicht wirklich wichtig.
Scheinbar neue Spuren verlaufen im Sande, andere alte Fälle werden angerissen, ohne weiter verfolgt zu werden, vermutlich schon die Brücke für die nächsten Bände.
Dem Autoren ist offenbar die Luft ausgegangen, schade.
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am 18. Januar 2016
Wie die ganze Reihe: packend und immer auch ei Stück weit schockierend. Mørck und sein Team arbeitet sich langsam in die Abgründe menschlichen Seins vor.

Wer die anderen Teile kennt und gut fand, wird nicht enttäuscht werden.
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am 16. März 2015
ich will jetzt gar nicht grossartig auf den inhalt eingehen- aber für mich ist es mit eines der spannendsten bücher in diesem genre! ich bin fan geworden und habe mir gleich die ganze reihe bestellt! wer gerne jeffrey deaver liest ist hier auf alle fälle richtig! die charaktere schliesst man gleich ins herz auch wenn sie sonderlich sind. absoluter turnpager und nichts für schwache gemüter!
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am 12. Oktober 2015
Wie immer ist auch dieses Buch spannend bis zur letzten Seite... aber auch die private Nebenhandlung rund um den Ermittler ist eigentlich sehr gut erzählt und hat einen bewissen Reiz bzw Einfluss auf die ganze Geschichte... bzw auf die folgenden Romane...
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. September 2012
Krimi-Serien wecken Erwartungen, vor allem, wenn eine Serie so furios wie Adler OlsenŽs "Carl Morck" Serie beginnt; "Erbarmen" ist nach wie vor einer der spannensten Krimis, die ich seit langer Zeit gelesen habe.
In Band 4 kehrt Adler Olsen nun sozusagen zu seinen Wurzeln, und zu einem Thema, welches ihm scheinbar sehr am Herzen liegt, zurück: pyschatrische Anstalten, die Zustände und Mißhandlungen, denen die Insassen dort ausgesetzt sind, und die Auswirkungen auf die Gegenwart. Adler Olsen ist ja als Sohn eines Arztes selber in so einer Anstalt aufgewachsen, nicht als Insasse versteht sich, und er hat dieses Thema auch in Büchern außerhalb der Serie behandelt.

Der Inhalt des Buches wurde hier ja schon mehrfach abgehandelt und muss daher nicht in epischer Breits wiederholt werden. Mich persönlich hat das Buch nicht so begeistert wie die Vorgänger. Das Thema ist tragisch, und Alder Olsen gibt sich redlich Mühe, die Person der Nele, deren tragische Jugend ein roter Faden des Buches ist, mit viel Sympathie zu gestalten. Dies gelingt. Neben ihrem Schicksal wirken aber die Sprüche und Witzeleien, die in den anderen Krimis für eine Auflockerung der Atmosphäre gesorgt haben, eher flapsig und zum Teil sogar fehl am Platze. Die menschenverachtende Grundidee eines anderes Erzählstranges des Romanes lässt die Verbrechen aber sozusagen über einen normalen Krimi hinauswachsen, zumal es hier ja auch nicht um die Lösung eines Falles an sich geht - dem Leser ist der Mörder ja die ganze Zeit bekannt-, daher baut sich die Spannung eher zögerlich auf. Die Bedrohungen gegen Morck selber sind natürlich auch nur lauwarm, schließlich wird Adler Olsen seinen Helden nicht schon in Band 4 sterben lassen. Zum Ende ist wohl auch dem Autoren aufgefallen, dass noch die eine oder andere Überraschung eingebaut werden muss; aber ehrlich gesagt hatte man etwas ähnliches durchaus erwartet, und der richtige Knalleffekt bleibt leider aus.

Das Buch ist als solches gut geschrieben, und liest sich flüssig. Er kann auch ohne Vorkenntnis der vorherigen Fälle gut gelesen werden, aber, wie gesagt, wer einen richtig schönen düsteren Krimi erwartet, wird leider enttäuscht. Das Buch macht betroffen, und hat auch seine eigene Qualität, aber dann sollte es lieber eine Sozialkritik denn ein Krimi sein. Für mich nach "Erbarmen" und "Erlösung" das "3.Beste" Buch der Serie. Die 3 Sterne sprechen Bände für die Qualität dieser beiden Bücher.
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