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Kommentar: Taschenbuch Adac Kartografie, 2003. 198 Seiten leichte Gebrauchs- und Lesespuren
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Venetien, Friaul Taschenbuch – 2003


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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Reisen mit Lust und Laune. Das ADAC reisemagazin erscheint alle zwei Monate. In jeder Ausgabe wird ein Land oder auch eine Region mit aufregenden und ungewöhnlichen Reisezielen vorgestellt. Für das ADAC reisemagazin arbeiten die besten Reporter und Fotografen der Welt. Durchschnittlich sind mehr als 20 Journalisten für ein Heft unterwegs - allesamt Spezialisten und Kenner der Region.

Jede Geschichte, jede der etwa 300 Adressen wird exklusiv vor Ort recherchiert. Mit 12 bis 14 Reportagen, vielen kurzen Geschichten und ausführlichen Infoteilen sind die ADAC reisemagazine nicht nur spannende Lektüre für alle, die vom Reisen träumen möchten, sondern auch Ratgeber und Anleitung für einen gelungenen Urlaub. In jeder Ausgabe finden Sie auch zahlreiche Karten und viele nützliche Hinweise zu Restaurants, Hotels, Sport- und Freizeitvergnügen.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Auszug aus der Reportage "Nichts bewegt sie wie das Meer" über Venedig aus dem ADAC reisemagazin
Venetien/Friaul, ein Text von Christiane Zander:

Wovon träumt er wohl unter seiner Mütze, der alte Mann? Zugedeckt bis zur Nasenspitze, hat er sich auf der kurzen
Bank zusammengerollt, zu seinen Füßen steht ein ergrauter Koffer, ganz ohne Aufsicht. Obwohl er wahrscheinlich alles
enthält, was der alte Mann besitzt. Vielleicht auch Erinnerungen aus Kindertagen. Tacco haben die Jungs damals
gespielt, die gassentaugliche Venedig-Variante von Boccia: Statt Kugeln flitzten Schuhabsätze übers Pflaster. Oder sie
jagten sich in wilder Verfolgung über wacklige Holzstege - bis in die zwanziger Jahre besaß Venedig nur wenige
Brücken.
Heute kommt man beim Zählen auf mehr als 400; deshalb gehen die Leute auch häufiger zu Fuß als früher. Ob der Alte
Gummistiefel im Koffer mit sich trägt? So wie sie jeder Venezianer zwischen September und April in Griffnähe rückt?
Acqua alta kam früh in dieser Saison. Zum September-Mondwechsel hat der Schirokko die Adria über Venedigs Ufer
gespült.
Ein prägnanter Ton dringt durch das Dunkel über dem Canal Grande: das sonore Brummen des ersten Vaporetto der
Linie 1 an diesem Morgen. Es ist fünf Uhr, und die Inselstadt öffnet allmählich ihre Sinne für den neuen Tag.
Schwungvoll nimmt der bauchige Dampfer (Vapore heißt Dampf; auch wenn die Linienboote längst mit Diesel fahren,
hat sie niemand umgetauft) den sanften Bogen des Kanals und steuert die Haltestelle San Marcuola an. Rums! Unsanft
versetzt das Vaporetto dem schwimmenden Anleger einen Stoß, der die beiden wartenden Fahrgäste allerdings kaum
erschüttert. Wer sein Leben auf dem Wasser verbringt, weiß, wie er Halt findet. Selbst der alte Mann auf der
schwankenden Bank schläft weiter, geübt sperren seine Träume die wirkliche Welt aus.
Nicola La Forgia ist das Bild vertraut. "Der Alte schläft immer unter dem Dach dieses Anlegers." Vielleicht fühlt er sich
beschützt durch die Anwesenheit der Kirche San Marcuola. Nur wenige Obdachlose, sagt Nicola, verbrächten ihr Leben
in den Gassen von Venedig, sie seien eher in Mestre zu finden, auf dem Festland. Als ließe die Schönheit dieser Stadt
ihnen ihr Los noch trauriger erscheinen.
Nicola La Forgia ist Comandante beim Actv, dem venezianischen Verkehrsverbund. An diesem Morgen ist er jedoch als
Pilota unterwegs, so heißen die Kapitäne der kleineren Passagierboote, der Vaporetti, die auf dem Canal Grande fahren,
und der Motoscafi, die Venedig umrunden. Ein Kommandant besitzt das große Patent, denn er steuert auch die
Motobarconi zu den Inseln und die Autofähren zwischen Tronchetto und dem Lido.
Nicola liebt diese horizontale Lagunenwelt weit mehr als die senkrechte Enge, die den großen Kanal begrenzt, beruflich
jedenfalls. Bevor er nach Venedig kam, fuhr er fünf Jahre über die Weltmeere. "Manchmal", meint er, "wird mir die
Lagune zu eng. Dann gehe ich für ein paar Wochen auf Karibik-Kreuzfahrt." Als Kapitän, versteht sich. Und immer
wenn er zurückkehrt, umgarnt ihn diese "unwahrscheinlichste aller Städte" ein weiteres Mal. "Sie begeistert, sie nervt,
sie weckt in mir immer wieder neue Emotionen." Was soll erst ein Fremder empfinden?
Ein Fremder muss sich treiben lassen. Durch seine Gefühlswelt, durch Gerüche und Geräusche, durch die Lichtspiele im
Labyrinth der Gassen und Kanäle. Er muss sich aussetzen dieser endlosen Folge von Widerhall und Widerspiegeln. Aber
zuallererst, um vertraut zu werden, muss er sich treiben lassen auf den Wellen des Canal Grande: Venedigs
Hauptschlagader, Prachtboulevard und Rückgrat, das sich im alten Lauf der Brenta wie ein auf den Kopf gestelltes S
durch die Stadt windet. Ist es Zufall, dass sie die Gestalt eines Fisches angenommen hat? Wer von der urzeitlichen
Vermählung der Venezianer mit dem Meer weiß, wird niemals daran zweifeln, dass die Ordnung der 120 Inseln, auf
denen Venedigs Mauern ruhen, dem Wesen des Ozeans entsprechen soll.
Kaum hat man die Plattform des Vaporetto betreten, spürt man das Element, das Venedig bewegt, unter den Füßen. Um
diese frühe Stunde sorgen die Frachtboote, die vom Großmarkt kommen, für den Wellenschlag im Canal Grande:
Gemüseschiffe, beladen mit Kisten voll bunter Salatköpfe; Kühlboote, die den frischen Fisch in ihrem Bauch tragen.
Wäscherei-Boten mit sauberen Handtüchern für die Pensionen, Lieferanten mit dem Allerlei für die Regale der kleinen
Supermärkte. Und die Boote mit den eingeschweißten Paletten der Morgenzeitungen an Deck. Alles, was auch in jeder
anderen Stadt ausgeliefert wird. In Venedig aber fährt das gesamte Leben samt Zubehör wie auf dem Präsentierteller am
Publikum vorbei.
Morgens um fünf steht man auf der Plattform des Vaporetto noch ganz allein mit dem Bootsmann, der für das An- und
Ablegen zuständig ist, den Strom der ein- und aussteigenden Passagiere dirigiert und manchmal auch nach den
Fahrkarten fragt (wenn man keine hat, kann man bei ihm, allerdings bevor er fragt, schnell noch eine kaufen; so spart
man 23 Euro). Touristen füllen, etwa ab neun Uhr, auch gern stehend die Plattform, was zu permanenten Engpässen
beim Ein- und Aussteigen führt. Die Venezianer nehmen's gelassen. Sie wissen natürlich, ohne aufzuschauen, dass sich
von hier der beste Blick bietet auf die Perlen, mit denen sich ihr großer Kanal zu beiden Ufern schmückt.
Wie eitle Diven spiegeln sich fast 200 Palazzi in seinem 3,8 Kilometer langen Wasserlauf, jeder einzelne ein Abbild 1000-
jähriger venezianischer Geschichte, jeder von ihnen ein Ausdruck fantastischer Baukunst, kolossalen Reichtums und
politischer Macht. Zweifel an seiner Schönheit hat nicht einmal der mitgenommenste Palast, abgeblättert und vernagelt
bis zum Piano nobile, seiner edlen Wohnetage. Wie sollte er auch zweifeln. Jedes noch so verwitterte und gebrochene
Detail ist ein Mosaiksteinchen im Gesamtkunstwerk Venedig - und hat das Recht, für immer bewahrt zu werden. Leisten
können sich das nur noch wenige. Die Mieten sind so teuer (Restaurierungen sowieso), dass immer mehr Venezianer auf
das Festland ziehen und nur zum Arbeiten in ihre Stadt zurückkehren. ...

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