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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
14
Vampire Cocktail - Geschichten aus der Vampirwelt
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:11,80 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 19. August 2012
Zunächst: Ich mag Anthologien und hatte schon unzählige in der Hand; man hat die Gelegenheit, viele Autoren kennenzulernen und stößt oft auf erfrischende, unverbrauchte Ideen. Die Mischung im vorliegenden Buch ist absolut gelungen, soviel sei gesagt.
Obwohl das Thema ganz klar eingeschränkt wurde – Vampire & Cocktail müssen vorkommen, wobei die Definition von Cocktail hier nicht immer ganz so akribisch eingehalten wurde – hat jede Geschichte ihren eigenen Charme und Charakter. Klar, es liegt in der Natur der Sache, dass mich nicht alle Stories auf ganzer Linie überzeugen, schließlich treffen hier viele verschiedene Stile und Ideen aufeinander, und nicht alles deckt sich mit meinem persönlichen Geschmack.

Aber es gibt sie in Vampire Cocktail in jedem Fall, diese heute im Beliebigkeitsdschungel leider recht schwer zu findenden Perlen der Erzählkunst, die den Schnitt ganz weit nach oben ziehen. Wie etwa die bereits in einer vorherigen Rezension erwähnten „Legenden“ und „Kleiner Zauber“, die jede auf ihre Art grandios sind. Mir gefallen aber auch „Unter dem Nebelmond“ (sehr atmosphärisch), „Auf dem Weg zum Mars“ (mal was ganz anderes) und „Blutcocktail“ (wunderschöne Auflösung!) ausgesprochen gut.
Einige ganz wenige Geschichten wie „Bittersüß wie Absinth“ oder „Fang mich, wenn du kannst“ haben mir nicht so gefallen, aber auch bei weitem nicht so, dass ich sie unerträglich fand. Eher so aus der Kategorie: Nichts besonderes, aber okay.

Positiv hervorheben muss ich an dieser Stelle auch noch die liebevolle Aufmachung des Buches. Optisch sehr gelungen, angenehm zu lesender Text im Innenteil, kreatives und ansprechendes „Drumherum“.

Fazit: Wer das Thema Vampire mag, kann mit dem Buch eigentlich nichts falsch machen. Ist auch gut als Einsteiger ins Thema geeignet. Ein schickes und äußerst kurzweiliges Erstlingswerk eines neuen Verlages, dem ich eine gute Zukunft prognostiziere, wenn er so weiter macht. Ich jedenfalls gebe hier gern meine uneingeschränkte Kauf-Empfehlung!
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am 19. März 2015
Aufmachung des Buches

Das rosa Cover und die Illustration eines Cocktails auf dem Cover täuschen über den Inhalt dieser blutigen Anthologie. Den rosa und lieblich sind in dieser Anthologie nur die wenigsten Kurzgeschichten. Dennoch besticht das Cover durch seine Schlichtheit und bringt gleich das wesentliche der Anthologie zur Geltung. Einen Cocktail. Nach dem Inhaltsverzeichnis, der einen guten ersten Überblick über die Kurzgeschichten liefert, meldet sich die Verlegerin mit ihren eigenen Gedanken zum Verlag und der ersten Anthologie des Verlages zu Wort. Nach der letzten Kurzgeschichte haben die Autoren der Anthologie die Möglichkeit sich selbst vorzustellen. Als kleine Überraschung bietet diese Anthologie zusätzlich noch das Rezept und die Geschichte des Bloody Mary, der in dieser Anthologie immer wieder auftaucht. Zum Schluss wird noch auf andere Bücher des Verlages hingewiesen.

Meine Meinung

Die Anthologie beschäftigt sich mit Vampiren und Cocktails. Gleich zu beginn wird es mit der ersten Kurzgeschichte düster und bittersüß. Doch nicht alle Kurzgeschichten sind so düster. Es gibt viel zu lachen in lustigen und skurrilen Geschichten. Viel Spannung in Wendungsreichen Geschichten. Eine gute Portion Leidenschaft und natürlich auch Gerechtigkeit. Die bunte Mischung dieser Anthologie lässt keine Langeweile aufkommen. Diese fünf Kurzgeschichten haben mir dabei am meisten gefallen.

Kleiner Zauber

Die Geschichte vom “Kleinen Zauber” erzählt die Leidensgeschichte des Vampirs Jakub, der seine liebste auf tragische und unglückliche Weise verloren hat. Mit dem Mojito, oder kleinen Zauber, versucht er seine Liebste wieder zum Leben zu erwecken. Doch er muss feststellen, dass man sich doch immer genau an das Rezept halten sollte. Auf lustige und skurrile Art erzählt die Autorin die Geschichte des sympathischen und leicht schusseligen Vampirs. Jakub ist wahrhaftig ein Vampir zum Liebhaben, dessen Leidensweg mich auch am Ende sehr berührt hat.

Bloody Brain

Halgar ist eine Vampirin, die nach Zitat des Autors „nicht der hellste Stern am Firmament ist“. Aufgrund eines Plakates geht Halgar zu einer Party, auf der sie andere Vampire vermutet, doch es kommt anders, als sie denkt. Um sich aus der neuen Patsche zu retten, geht sie hinter die Bar und mischt einen Cocktail, den die Gäste nie vergessen werden. Mit eigenwilligem Charme beschreibt der Autor Halgars kleines Abenteuer und ihre Geschichte, die voller misslicher Lagen steckt. Doch Halgar ist eine starke Frau, auf ihre ganz eigene Weise, die es geschafft hat, mich für sich zu begeistern.

Pisco Sour, Pishtaco Sour

In dieser Kurzgeschichte geht es um die Vampire Grace und Cole, die in Südamerika auf etwas ganz unglaubliches stoßen. Die Verbindung mit den uns bekannten Vampiren und neuen (alten) Wesen der Nacht, die man in Südamerika so gut kennt, machen aus dieser Kurzgeschichte etwas Besonderes. Vor allem die Verbindung mit dem Cocktail Pisco Sour hat mich begeistert. Die Atmosphäre des Zuges wurde fantastisch eingefangen. Auch das Ende hat mich sehr überrascht. Ein wahrer Genuss in dieser Anthologie.

Miami Nights

Eine klassische Geschichte von Rache durch einen komplizierten und perfiden Plan. In der Hauptrolle ist Marianna, eine Jägerin aus der Vampir Familie deClermont und sie hasst den Cocktail Bloody Mary, weil er nach ihr benannt wurde. Dieser Kurzkrimi mit Vampiren und Werwölfen erinnert mich an einen der frühen Anita Blake Romanen, nur eben nicht ganz so blutrünstig. Eine gute Mischung aus Aktion, Intrigen und Rache, verbunden mit einem süßen Cocktail, haben mich diese Kurzgeschichte regelrecht verschlingen lassen.

Der perfekte Cocktail

In dieser Kurzgeschichte geht es um den Barbesitzer Harry, der in Frankfurt eine Cocktailbar für Vampire besitzt. An diesem Abend freut er sich über die gerade bekommene Auszeichnung für seine Cocktailbar, als die ersten schlechten Nachrichten eintreffen. Die Krönung der Schwierigkeiten trifft ein in Form der Lebensmittelkontrolleurin Madeleine Hoffmann. Ein unkomplizierter Schreibstil und unvergleichlicher Humor (z. B. an der Stelle als Frau Hoffmann nach den Leichen im Keller fragt) machen diese Kurzgeschichte zu einem wahren Lesevergnügen.

Schlusswort

Von bittersüß und schaurig, bis zu blutig und romantisch ist alles vertreten. Düstere und depressive Kurzgeschichten wechseln sich ab mit lustigen und urkomischen Gesichten. Es gibt arrogante Egomanen und knallharte Frauen, die sich durch die Nacht und unzählige Cocktails kämpfen. Neben Spielsucht, Einfältigkeit, fatalen Begegnungen und absoluten Whiskey Kennern wird dem Leser viel geboten. Eine durch und durch gelungene Mischung von talentierten Autoren. Absolut empfehlenswert.
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am 24. April 2016
Rezension zu „Vampire Cocktail“ – Geschichten aus der Vampirwelt
Wieder einmal eine wunderbare Geschichtensammlung aus dem Art Skript Phantastik Verlag und sogar die allererste Anthologie, die veröffentlicht wurde !
In „Vampire Cocktail“ handelt es sich um Kurzgeschichten rund ums Thema Vampire – wie der Titel schon erahnen lässt.
Auch wenn es nicht der Hauptinhalt der Stories ist, sind doch in jeder Geschichte Cocktails oder andere Getränke mit im Spiel und Bars oder ähnliche Lokalitäten einer der Hauptspielorte, womit wir auch schon die Begründung für die Titelzusammensetzung hätten 
Auch wenn ich kein Vampirfan bin weiß ich mittlerweile, dass dieser Verlag wirklich nur erstklassige Geschichten auswählt, egal um welches Thema es sich dreht, und habe somit auch diese Zusammenstellung wieder mit Begeisterung verschlungen. Manche Vampirmythen werden bestätigt, manche wiederlegt, neue kommen hinzu, und die unterschiedlichsten Situationen werden dargestellt, und zwar in den meisten Fällen aus Sicht des Vampirs bzw. der Vampirin, so dass diese regelrecht sympathisch werden, trotz der unangenehmen Nahrungsgrundlage 
Wie immer gilt, liebe Autoren – jede Geschichte zu rezensieren würde den Rahmen meiner Rezension sprengen, aber es gab auch hier wieder einige Geschichten, die mir besonders gut gefallen haben, und die ich deswegen noch besonders hervorheben möchte, auch wenn mir alles gut gefallen hat.
Sehr beeindruckt hat mich zum Beispiel „Garvamore, der beste Single Malt der Welt“ von Nina Sträter. An einem Ort, der angeblich verflucht sein soll, weil dort vor langer Zeit ein Vampir gelyncht wurde, stand einmal eine Destillerie. Diese gab, vom Fluch verfolgt, bald auf. Und nun sind einige 1000 Flaschen des damals abgefüllten Whisky aufgetaucht – und der Verkaufsstart wird nun einer illustren Gesellschaft von Reichen und Reportern in einem besonderen Verkostungsevent verkündet. Der Event verläuft für die 2 Reporter, aus deren Sicht die Story spielt, nicht ganz so wie erwartet.
Sehr spannend geschrieben und mit vielen kleinen humoristischen Elementen schön ausgeschmückt.
Auch als positiv aus dem Rahmen fallend empfunden habe ich „Pisco Sour, Pishtaco Sour“ von Sabrina Zelezny – weil diese kleine Geschichte sich nicht nur um Vampire, sondern auch noch andere mystische Gestalten dreht, in einer urtümlichen Umgebung spielt und trotz der Kürze der 16 Seiten doch sehr viel Atmosphäre aufbaut und unerwartete Wendungen nimmt.
Ebenso bietet „Spielhölle“ von Olaf Lahayne eine Abwechslung zu den üblichen Blut trinkenden Übeltätern, denn hier hat der Unsterbliche eine Gabe, die er – ganz ohne Blut zu trinken – weitergeben kann.
Als letztes hervorheben möchte ich hier auch noch „der perfekte Cocktail“ von Jana Oltersdorff – eine gelungene Verknüpfung der Möglichkeiten der modernen Welt mit der jahrtausendealten Tradition des Bluttrinkens und ein findiger vampirischer Barbesitzer, der die Lebensmittelkontrolleurin optimal einzusetzen weiß…;-) Eine Zapfstation an den Blutspender zu hängen, auf die Idee muss man auch erst einmal kommen.
Generell ist auffallend in diesen Geschichten, dass des Öfteren die Autoren Gnade vor Klischee haben ergehen lassen und einige der Vampire doch in der Lage sind, ihre Opfer lebend und bei guter Gesundheit zu hinterlassen, immerhin !
Wie schon gesagt kann ich hier leider nicht jede Geschichte im Detail ansprechen – ich kann jedoch nur allen Autoren, die hier ausgewählt wurden, mein Lob aussprechen : Generell ist es, könnte ich mir vorstellen, nie leicht, auf so wenig Seiten eine vollständige Geschichte zu entwickeln, die trotz der Kürze nicht abgeschnitten und oberflächlich daherkommt, sondern Tiefe besitzt und Spannung sowie Stimmung erzeugt. Das haben hier eindeutig alle geschafft.
Und ganz nebenbei bekommt man beim Lesen wirklich Lust, auf den einen oder anderen Cocktail – vor allem den Pisco Sour muss ich glaube ich wirklich mal selbst probieren, die Beschreibungen in den Geschichten machen manchmal echt Durst 
Für alle, die es nach dem Lesen gar nicht mehr aushalten, enthält das Büchlein am Ende noch das vollständige Rezept für eine perfekte Bloody Mary, eine Kurzvorstellung aller Autoren inklusive deren Homepages, so dass man sich bei denen, die einem besonders gefallen, auch direkt nach weiteren Werken erkundigen kann.
Vielen Dank liebe Grit Richter für diese weitere wundervolle Zusammenstellung und ich hoffe, es werden noch viele, viele Weitere folgen !
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am 12. August 2012
Wer Cocktails und Vampire liebt, wird um dieses Buch nicht herumkommen. In 16 fantastisch-blutigen Geschichten taucht man in die Welt der Vampire ein und lernt nebenbei noch einiges über Cocktails und deren Herkunft.

Den Autoren ist es gelungen, einen abwechslungsreichen Mix aus blutig-schaurigen und romantisch-traurigen Geschichten zu kreieren.

Von Bloody Mary, dem eindeutig vorherrschenden Cocktail bis hin zu Absinth und Long Island Icetea ist vieles vertreten. Genauso auch von den Geschichten. Traurig, bissig, sinnlich, verführerisch, tödlich und sogar lustig.

Die Geschichten sind mal kurz, mal lang, aber haben alle eins gemeinsam: die Vermittlung einer bestimmten Botschaft, die auch fast immer gut gelungen ist.

Es waren zwei Geschichten dabei, die mir nicht besonders gefallen haben („Miami Nights“ und „Der Gast ist König“). Dies lag jedoch aber am Thema und nicht an der Schreibweise.

Zwei Geschichten finde ich besonders gut gelungen. „Legenden“ erzählt von zwei John und Harold, die sich in einer Bar treffen und sich zu kennen scheinen. Als sie miteinander ins Gespräch kommen, merken sie, dass sie sich schon mal getroffen haben, das war jedoch schon vor langer Zeit. Nur komisch, dass keiner von beiden gealtert zu sein scheint.

Die zweite Geschichte „Kleiner Zauber“, die von der Autorin Sabine Frambach geschrieben wurde, hat mehr den lustigen Effekt und handelt von dem Cocktail Mojito, der Tote zum Leben erwecken kann. Allerdings sollte man sich schon genauestens an das Rezept halten, sonst treten unerwünschte Nebeneffekte auf. Diese Story ist mein persönlicher Liebling, was aber wohl auch daran liegt, dass die Autorin den selben Nachnamen trägt, wie ich ;-)

Die Geschichten sind sehr unterhaltsam und lassen sich alle wunderbar lesen.

Am Ende des Buches erfährt man noch einiges über den Cocktail „Bloody Mary“ und dessen Geschichte.

Fazit:
Ein gelungener Mix unterhaltsamer und kurzweiliger Geschichten.
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am 28. Mai 2013
Klappentext
Diese Autoren haben einen bunten Mix an Vampir-Geschichten geschrieben, der es an geschmacklicher Vielfalt hervorragend mit der Cocktail-Welt aufnehmen kann.

Vielfältig und aufregend präsentiert sich die Welt der Cocktails, von Cosmopolitan bis Bloody Mary ist für jeden Geschmack etwas dabei. Um einige dieser Mix-Getränke ranken sich Legenden und Erzählungen, andere haben es sogar schon auf die große Leinwand geschafft. Ein Cocktail kann zu Begegnungen führen und der Beginn eines Gespräches sein. Nur was passiert, wenn der Gesprächspartner ein Vampir ist?
Genießen Sie die Abwechslung.

Autoren
1. Stefanie Mühlsteph – Bittersüß wie Absinth
2. Denise Mildes – Legenden
3. Michael Zandt – Unter dem Nebelmond
4. Diana Scott – Fang mich, wenn du kannst
5. Sabine Frambach – Kleiner Zauber
6. Bianka Brack – Auf dem Weg zum Mars trink ich nie Bloody Mary
7. Markus Heitkamp – Bloody Brain
8. Alessandra Reß – Neonnacht
9. Sabrina Zelezný – Pisco Sour, Pishtaco Sour
10. Stefanie Bender – Blutcocktail
11. Sigrid A. Urban – Insiderwissen inclusive
12. Nina Sträter – Garvamore, der beste Single Malt der Welt
13. Olaf Lahayne – Spielhölle
14. Leonie Sielska - Miami Nights
15. Jana Oltersdorff – Der perfekte Cocktail
16. Sven Linnartz – Der Gast ist König

Cover/Gestaltung
Das Cover ist hervorragend auf den Inhalt der Geschichten abgestimmt und harmonisiert farblich miteinander. Nicht zu Übertrieben, aber dennoch eindeutigen Bezug nehmend zum Titel, ist es das perfekte Coverbild. Die Seitengestaltung auf den folgenden zwei Seiten ist mir persönlich zu viel und hätte meines Erachtens bei der Inhaltsangabe ruhig weggelassen werden können. Unaufdringliche Highlights bei den Seitenzahlen, die kleinen Absatzcocktailgläser und Geschichtenüberschrift orientieren sich allesamt am Cover und runden das Gesamtbild illustratorisch in meinen Augen gut ab.

Inhalt
Ich möchte hier nicht auf jede einzelne Geschichte eingehen, das könnte etwas den Rahmen sprengen. Und wenn sie nicht gut wären, hätte die Herausgeberin sie wohl kaum ausgewählt.
Eine Anthologie zu rezensieren ist schwer, denn die Geschmäcker sind verschieden. Aber es sei gesagt, dass für jeden Vampirliebhaber und Cocktailtrinker ein Schluck dabei ist und alle auf ihren Genuss kommen. Diese Anthologie lässt niemanden auf dem Trockenen sitzen. Von wirklich blutigem Nass, über dezent gesetzte Rätsel gepaart mit dem richtigen Spritzer Humor, bis hin zu prickelnder Erotik ist alles dabei.
Ich will wirklich nicht zu viel verraten.
Dennoch werde ich einige Worte zu meinen persönlichen Favoriten abgeben:

1. Stefanie Mühlsteph – Bittersüß wie Absinth
Eine gelungene Geschichte, die ein anderes Bild auf die Vampire wirft. Es müssen nicht immer vor Blutdurst wahnsinnige Vampire sein, die ihren Opfern die Kehle aufreißen und nicht ein einziges Mal mit ihrer Existenz hadern. Leise tropft Melancholie durch die Zeilen und lässt den Leser am Ende traurig aufseufzen. Wundervoll und erfrischend.

2. Denise Mildes – Legenden
Fantastisch. Meiner Meinung nach die beste Geschichte von allen. Man wird gekonnt auf eine falsche Fährte gelenkt. Informationen werden dem Leser zugespielt, die so undurchsichtig sind wie der Side Car. Erst wenn das Glas leer ist, erkennt man die einzelnen Zusammenhänge und bleibt erstaunt berauscht zurück. Die Autorin lässt Humor durch die Geschichte rieseln, wie Zucker von einem Gläserrand. Wirklich hervorragend

5. Sabine Frambach – Kleiner Zauber
Wer Vampire mit Witz gern hat, wird diese Geschichte lieben. Die Empfindung von Mitleid wäre am Ende vielleicht möglich gewesen, wenn ich nicht herzlich hätte lachen müssen. Dem Leser werden auf eine gelungene Art und Weise die verheerenden Folgen des falschen Cocktailmixens vor Augen geführt, wenn man eben dies nicht richtig macht. Gepaart mit den alltäglichen Vampirproblemen ist die Geschichte genau richtig für einen kleinen Schluck zwischendurch.

12. Nina Sträter – Garvamore, der beste Single Malt der Welt
Es ist natürlich eine Untat, irgendetwas zusammen führen zu wollen, was nicht zusammen gehört. Hier riecht man förmlich den Vampir, der zwischen den Zeilen auf seinen Auftritt wartet. Mit wenigen Zutaten wird dem Leser ein eindrucksvoller Wortcocktail serviert, der mir noch lange in Gedanken gebrannt hat.

15. Jana Oltersdorff – Der perfekte Cocktail
Tja, man hat schon so seine Problemchen, wenn man ordentlich und für jeden den perfekten Cocktail servieren möchte. Obwohl ich das Ende etwas vorhersehbar fand, hat mir die Geschichte gleich gemundet. Ein kleines bisschen Blut, genau richtig am Rand drapiert, hat den Geschmack perfekt abgerundet. Den heimlichen Star des Geschehens, den Tequila Sunrise, werde ich wohl dennoch nie wieder trinken können.

Es gibt vier Geschichten, die mir von ihrem Schreibstil her und/oder durch fehlende Informationen nicht geschmeckt haben, wobei wir aber wieder beim Geschmack und dessen Verschiedenheiten wären.

3. Michael Zandt – Unter dem Nebelmond
Die Geschichte und auch die Idee haben mir gefallen. Auch der Schreibstil war flüssig. Nachdem lesen war ich aber dennoch leicht unbefriedigt. Die Wirkung hatte nicht richtig eingesetzt. In mir blieb das Gefühl, als hätte ich etwas übersehen, als fehlte eine wichtige Zutat, die alles abrunden würde.

6. Bianka Brack – Auf dem Weg zum Mars trink ich nie Bloody Mary
Vampire und Science Fiktion, das ist eine interessante Mixtur. Dennoch hat mir auch hier das gewisse etwas gefehlt, die Frucht auf dem Glas, sozusagen.

11. Sigrid A. Urban – Insiderwissen inclusive
Nach dieser Geschichte wird wohl niemand mehr selbst Vampirgeschichten schreiben wollen. Man weiß nie, wie man die Recherche dafür dann durchführen muss. Alles in allem eine nette Idee, aber auch hier hat der besondere Spritzer gefehlt. Außerdem hätte ich mehr Informationen gewünscht.

16. Sven Linnartz – Der Gast ist König
Mit dieser Geschichte bin ich persönlich überhaupt nicht warm geworden, was einzig und allein am Schreibstil lag. Es wird mir auch innerhalb der Geschichte zwischen den Ereignissen zu viel hin und her gesprungen.

Fazit
Glitzervampire und Safttrinker werden in dieser Sammlung vergeblich gesucht.
Wer ein paar Minuten seiner Lesezeit abfüllen kann, findet zwischen den Seiten eine andere Art von Rausch, denn einige Geschichten machen durchaus süchtig und man kommt nicht mehr von ihnen los. Was für mich Grund genug war, über die kleinen fehlenden Buchstaben hier und da hinwegzusehen.
„Vampire Cocktail“ beherbergt eine wirklich abwechslungsreiche Geschichtenauswahl aus dem Vampirgenre. Die Autoren zeigen den Lesern verschiedene Seiten des Vampirismus und lassen ganz natürlich die Welt der Cocktails einfließen. Die Geschichten sind durchweg auf ihre eigene Art geschrieben, obwohl ich mir hier und da etwas mehr Informationen gewünscht hätte. Was den Lesegenuss aber trotzdem nicht gemindert hat.

Ich kann diese Sammlung unterhaltsamer und kurzweiliger Geschichten nur weiter empfehlen!

Viel Spaß beim Lesen
Eure Inflagranticrew
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am 5. September 2012
Vampire Cocktail” ist eine Anthologie mit 16 Kurzgeschichten, die nicht unbedingt wonnig sonnig sind, sondern eher von der düsteren Art. Wo wir schon bei Art sind: Erschienen ist diese Kurzgeschichtensammlung beim Art Skript Phantastik Verlag, dessen Slogan schon darauf hinweist: Der Verlag für die dunkle Seite der Phantastik.

Teilweise vom gängigen “Happy End” weg, dann wieder mit “Happy End” ist für den Geschmack der dem Vampir geneigten Leserschaft einiges geboten. So dürfen wir uns z.B. in “Kleiner Zauber” von Sabine Frambach über einen gut gemixten Mojito freuen, dessen Tücke definitiv im Detail liegt. Wohingegen uns der “Sidecar” in der Kurzgeschichte “Legenden” von Denise Mildes dem Tod ein bisschen näher bringt. Hier kann man gar sagen: Joe Black lässt schön grüßen!

Futuristisch wird es in “Auf dem Weg zum Mars trink ich nie Bloody Mary” von Bianca Brack. Denn der Leser wird in das Jahr 2500 entführt und wir begleiten die Vampirin Tanja bis zum “Snack zwischendurch” und weiter. Einen “Blutcocktail” der besonderen Art kredenzt uns die Autorin Stefanie Bender und flüstert der Barkeeperin Lara eine geheimnisvolle Zutat für einen besonderen Cocktail zu.

“Vampir Cocktail” bietet für jeden Geschmack etwas. Egal ob abgefahren, blutrünstig, mörderisch, futuristisch, makaber, melancholisch, dramatisch, mal mit, mal ohne Happy End, es ist für jeden Lesergeschmack etwas dabei. Da wird schon mal das Blut nicht nur von den Lippen geleckt, oder es wird sich gütlich an Gedärmen getan. Und die Entsorgung einer ausgesaugten Leichte geht zudem wirklich flott vonstatten, inklusive Enthauptung. ^^

Im Großen und Ganzen haben mir die Geschichten gefallen und man hatte die Möglichkeit, diverse Autoren und deren Schreibe kennen zu lernen. Gerne vergebe ich daher summa summarum 4 Lesepunkte.

Kurz gefasst: Ein abwechslungsreicher, dunkler Vampire-Cocktail, der nicht ohne ist!
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am 6. September 2013
Vampire Cocktail ist die erste Anthologie des 2012 neugegründeten Art Skript Phantastik Verlags. Wie der Titel nahelegt, haben die in dem Buch enthaltenen 16 Geschichten zwei Vorgaben gehabt: Vampire sollen darin vorkommen und Getränke, im besten Fall Cocktails, sollen auch eine Rolle spielen.

Nach dem Twilight-Boom der letzten Jahre habe ich persönlich immer ein wenig Angst, wenn ich ein Buch mit Vampirgeschichten in die Hand nehme. Dieser romantisierende Quatsch, der mit den Geschöpfen der Nacht dort betrieben wurde, ist mir nämlich arg zuwider. Für mich sollte ein Vampir böse sein. Ich weiß heute noch, wie ich Nächte lang nicht vernünftig schlafen konnte, nachdem ich in jungen Jahren das erste Mal Polanskis Tanz der Vampire gesehen hatte. Das ist zwar ein eher lustiger Film. Aber Graf Krolock hat meinem jugendlichen Ich richtig Angst eingeflößt.

Also habe ich die Furcht bekämpft und begonnen zu lesen. Die meisten der Autoren haben mir vom Namen her erst einmal nichts gesagt. Nur von dreien hatte ich schon mal etwas gelesen. Die Herausgeberin verspricht Abwechslung. Das hört sich schon mal gut an. Und neugierig auf (mir) unbekannte deutsche Autorinnen und Autoren bin ich allemal. Also los gehts:

Stephanie Mühlsteph: Bittersüß wie Absinth

Die erste Geschichte versetzt uns ins London des ausgehenden 19. Jahrhunderts. In einer typischen Opiumhöhle der Zeit überbringt eine Vampirin einem anderen Vampir, der sich eines Vergehens schuldig gemacht hat, bei einem Glas Absinth das Urteil der Vampirgemeinschaft. Das ganze ist okay, aber gerade zum Ende fehlt ein wenig das Überraschungsmoment. Ein durchschnittlicher Auftakt der Anthologie der Luft nach oben lässt.

Denise Mildes: Legenden

Legenden spielt in einer heruntergekommenen New Yorker Bar. Ein Mann trinkt dort ein Bier und kommt mit einem anderen Mann ins Gespräch, von dem er das glaubt, dass er ihn vor sehr langer Zeit schon einmal begegnet ist. Auch das ist eine ordentliche Geschichte, mit einer zwar vorhersehbaren, aber dennoch guten Schlusspointe.

Michael Zandt: Unter dem Nebelmond

Im Stuttgart einer Parallelwelt (wo zum Teil auch Zandts zwei bisher erschienene Romane spielen) wird eine Lamia von einem Ordnungshüter nach einer Gesetzesübertretung erpresst, seiner Tochter zu helfen. Das ist von mir jetzt etwas kryptisch formuliert. Aber ich will nicht zu viel verraten. Das erste Highlight des Bandes. Eine großartige Geschichte, die auch noch toll erzählt wird. Das untrüglichste Zeichen übrigens, dass man sich nicht in der realen Welt befindet, sind meines Erachtens aber nicht die Lamia und ähnliche Wesen, sondern die Tatsache, dass die Stuttgarter Kickers hier eine Spitzenmannschaft sind.

Diana Scott: Fang mich, wenn du kannst

Das ist so eine Geschichte vor der ich mich gefürchtet hatte. Eine geschiedene, sexuell ausgehungerte Frau wird während ihres Urlaubs vom Hotelbesitzer (offensichtlich ein Vampir) angegraben und verfällt dem unheimlichen Fremden, obwohl sie sich vor ihm fürchtet. Grässliche Schmonzette auf Dr.-Stefan-Frank-Niveau.

Sabine Frambach: Kleiner Zauber

Sabine Frambach ist eine sehr amüsante, aber auch sehr kurze Geschichte geglückt, in der ein Vampir seine, durch einen tragischen Unfall verstorbene Gefährtin, mittels eines Mojitos wieder zum untoten Leben erwecken will. Ob Niederländer die Geschichte auch so lustig finden werden wie ich, ist eher fraglich.

Bianka Brack: Auf dem Weg zum Mars trinke ich nie Bloody Mary

Geschichte Nummer Sechs ist eine SF-Vampir-Story. Eine Vampirin, die sich als Auftragskillerin verdingt hat, trifft auf einem Flug zu einem Job auf den Mars einen Vampirjäger, der zu Zeitreisen in der Lage ist. Bei einem Gespräch an der Bar bringt sie ihn zum Nachdenken über seine bisherigen Taten. Das Science-Fiction-Setting ist eine nette Abwechslung, aber die Geschichte als solche kommt nicht über den Durchschnitt hinaus.

Markus Heitkamp: Bloody Brain

Eine Vampirin verirrt sich auf einer Nordsee(?)-Insel in eine Bar, wo gerade eine Vampir-Kostüm-Party läuft, in deren Verlauf sie einige Cocktails mixt und das Herz der Barbesitzerin erobert. Das alles ist bemüht auf witzig getrimmt und noch gespickt mit pubertären männlichen Sexphantasien. Und dazu lässt auch der Stil des Autors zu wünschen übrig.

Alessandra Reß: Neonnacht

Hier bekommt eine junge Dame, die gerade von ihrem Freund verlassen wurde, in einer Shisha-Bar von einer Vampirin ein verlockendes Angebot. Durchschnittliche Geschichte, die ein bisschen bieder und überraschungsarm daherkommt.

Sabrina Zelezný: Pisco Sour, Pishtaco Sour

Eine Vampirin ist im peruanischen Hochland per Zug auf dem Weg zu ihrem Gefährten. Beide suchen sich vor ihrem Treffen noch ein Opfer aus. Doch beide Opfer sind nicht das, was sie zu sein scheinen. Interessant und geschickt werden hier drei verschiedene Mythen zu einer stimmigen Geschichte verwebt. Klasse.

Stefanie Bender: Blutcocktail

Eine Barkeeperin lässt sich auf ein Spiel mit einer Vampirin ein, um das Leben ihres Freundes und sich vor einer Zukunft als Vampir zu retten. Krude Story, der es an allem, vor allem aber an Logik, fehlt.

Sigrid A. Urban: Insiderwissen inklusive

Einem etwas arroganten Horrorautor bekommt in einer Gothic-Disco auf unliebsame Weise seine Recherchen zu einem Vampirroman vertieft. Die Geschichte ist okay, aber zu kurz um wirklich zu überzeugen.

Nina Sträter: Garvamore, der beste Single Malt Whisky der Welt

Bei der Verkostung eines wegen einer Vampirlegende besonders seltenen Single Malts kommt es zu einem fiesen Finale. Besonders durch zwei wunderbar kauzige Journalisten bekommt diese Geschichte etwas vom Charme alter Heftromanklassiker aus den 1970er Jahren. Sehr, sehr gute Hommage an trashige Vampirgeschichten.

Olaf Lahayne: Spielhölle

Eine offensichtlich spielsüchtige Frau erhält von einem Mann die Gabe weitergegeben, jedes Glücksspiel zu gewinnen. Diese Geschichte mag alles sein, nur eines ist sie nicht: eine Vampirgeschichte. Thema verfehlt und dazu auch noch langweilig.

Leonie Sielska: Miami Nights

Die Friedensverhandlungen einer Vampir- und einer Werwolffamilie in Miami werden durch den Rachefeldzug einer einzelnen Vampirin sabotiert. Ein an den Film Underworld erinnerndes Szenario, das eine gut erzählte und spannend konstruierte Geschichte liefert. Noch ein Highlight der Anthologie.

Jana Oltersdorff: Der perfekte Cocktail

Der Vampir Harry Petersen ist der Besitzer einer Vampir-Bar in Frankfurt. Kurz vor der großen monatlichen Vampir-Party bekommt er unerwarteten Besuch von der neuen städtischen Lebensmittelkontrolleurin. Lustige Geschichte, die es durch einige sehr gute Pointen schafft, dem Leser die Mundwinkel in Höhe zu ziehen.

Sven Linnartz: Der Gast ist König

Die abschließende Geschichte des Buches ist der Monolog eines Discobesitzers, der parallel zu einer Disco für die junge und solvente akademische Elite auch noch einen Club für die noch betuchtere Vampirkaste führt. Uninteressant und langweilig.

Fazit: Der Klappentext hat nicht gelogen. Abwechslung wird geboten. Trotz der relativ engen Vorgaben ist es den Autoren gelungen recht unterschiedliche Storys abzuliefern. Aber nicht nur von der Handlung her, sondern auch von der Qualität. Ein gutes Drittel der Kurzgeschichten sind in meinen Augen sehr gut, ein Drittel eher durchschnittlich und ein Drittel hätte für mich nicht gedruckt werden müssen. Also komme ich alles in allem zu einem durchschnittlichen Fazit. Trotzdem hat sich die Lektüre für mich gelohnt. Und zwar, um sie nochmal explizit zu nennen, wegen der Geschichten von Michael Zandt, Sabine Frambach, Sabrina Zelezný, Nina Sträter, Leonie Sielska und Jana Oltersdorff.

Die Originalrezension befindet sich auf meinem Blog (siehe Profilname)
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Hier wird dem Leser eine bunte Fantasy-Mischung geboten, die facettenreicher nicht sein könnte. Die Geschichten sind überwiegend eher düsterer Natur und zielen nicht immer zwangsläufig auf ein Happy End ab, was ich recht positiv zur Kenntnis nahm. Der Inhalt der Geschichten ist makaber, abstrus, melancholisch, teilweise auch erotisch, blutrünstig und vieles mehr. Die AutorInnen haben sich hier Einiges einfallen lassen.
In den 16 Kurzgeschichten haben es die Autoren verstanden, das Thema Cocktails gekonnt in die Handlung einzubauen, wobei das Wort Cocktail auch mal mit Alkoholika im Allgemeinen gleichgesetzt wurde. Doch das störte mich persönlich nicht, das läuft unter künstlerischer Freiheit.
Auch wenn einige Geschichten nicht so ganz meinem Geschmack entsprachen, konnte mich jeder Autor einfangen und mein Kopfkino starten. Die Schreibstile waren recht unterschiedlich, aber von kleinen Holprigkeiten abgesehen, überzeugend. Ebenso erging es mir mit den Protagonisten, die ich in der Mehrzahl ausreichend gut dargestellt fand. Was mich außerdem positiv überraschte waren viele frische Ideen und ungewöhnliche Szenarien. Das hatte ich mir zwar erhofft, ist aber trotzdem nicht unbedingt die Regel.

Ich persönlich fand alle Geschichten sehr kurzweilig und lesenswert, meinen persönlichen Geschmack lasse ich mal außen vor. Es hat mich sehr gefreut, dass ich auf diese Weise zahlreiche neue AutorInnen kennen gelernt habe, die noch mit frischen Ideen zu glänzen wissen.
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am 12. Dezember 2012
Vampire Cocktail ist die erste Anthologie des Art Skript Phantastik Verlags. 16 Geschichten rund um Vampire sowie das Rezept und die Geschichte des Cocktails "Bloody Mary" werden in diesem Buch vereint.

Fazit: "Vampire Cocktail - Geschichten aus der Vampirwelt" war die erste Anthologie, die mein Interesse geweckt hat.
Vielleicht komme ich zuerst zur Aufmachung. Das Cover des Buches gefällt mir wirklich gut, da es einfach mal etwas Anderes ist. Auch innen hat mal wohl versucht, das Buch schön zu gestalten, aber mir persönlich gefällt das Design einfach nicht. Der Text wirkt schon auf den ersten Seiten (inkl. Impressum, Inhalt & Co) "zusammengequetscht", was sich leider auch nicht bei den eigentlichen Geschichten ändert. Dadurch, dass das Format relativ groß (und breit) ist, die Schrift aber klein und der Abstand zwischen den Zeilen wirklich eng ist, hat sich das Buch für mich schwerer als gewöhnliche Bücher lesen lassen, was mir auch ein wenig den Lesespaß genommen hat.
Die Kurzgeschichten sind abwechslungsreich und die Schreibstile der Autoren natürlich ebenso unterschiedlich. Hier scheint für jeden Geschmack etwas dabei zu sein, denn auch mir haben einige Kurzgeschichten gut, andere überhaupt nicht gefallen. Das macht es natürlich nicht leicht, das Buch zu "bewerten". Ich fand es in Ordnung, hätte aber auch nichts verpasst, hätte ich es nicht gelesen. Also einfach eine unterhaltsame Lektüre für "Zwischendurch". Schön ist natürlich, dass man auch mal ein Buch dazwischenschieben kann, nachdem eine Geschichte abgeschlossen ist oder man eben eine kleine Geschichte lesen kann, wenn man mal Abwechslung von seinem "Lesealltag" sucht.

Also eindeutig ein Buch für Vampirfans, die zwischendurch gerne mal eine kleine Geschichte lesen möchten.
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am 17. September 2014
„Vampire Cocktail“ aus dem Art Skript Phantastik Verlag war die erste Anthologie, die ich gelesen habe. Während einer Zeit, in der ich nur sporadisch zum Lesen gekommen bin, hat sich der Nutzen/Vorteil eines Buches mit jeder Menge in sich geschlossener Kurzgeschichten schnell gezeigt: Man kann sich hier und da eine kleine Lesepraline gönnen :-)

Die Anthologie enthält sechzehn Geschichten, von sechzehn Autoren mit unterschiedlichen Ideen, Schreibstilen und Blickwinkeln rund um das Thema Vampire & Cocktails. Ein paar Namen kannte ich bereits vom hören/sagen, von anderen hatte ich bis dato noch nichts gehört, dennoch habe ich mich von allen überraschen lassen. Dass einem nicht jede Geschichte zu hundert Prozent zusagen kann, ist normal, denke ich. Eben weil man sich nicht nur auf einen Autor, sondern auf eine bunte Mischung einlässt. Zum anderen ist das Thema Vampire in letzter Zeit sehr auseinander genommen und erschöpft worden, weswegen es schwer ist, mit neuen/frischen Ideen zu punkten und sich abzuheben.

Zu meinen Favoriten zählen die Geschichten:

„Legenden“ von Denise Mildes - die Autorin hat sich stark auf die Details/Stimmung konzentriert, sodass eine fesselnde Atmosphäre entstanden ist; der Schluss birgt eine Überraschung

„Kleiner Zauber“ von Sabine Frambach - ganz nach dem Motto „klein (bzw. kurz) aber fein“; am Ende bleibt ein amüsiertes Grinsen zurück

„Auf dem Weg zum Mars trink ich nie Bloody Mary“ von Bianka Brach - Vampire meets Science-Fiction; für mich eine besonders frische und andersartige Idee

„Blutcocktail“ von Stefanie Bender - hier wird das Thema Vampire & Cocktails perfekt in Szene gesetzt/umgesetzt

„Insiderwissen inklusive“ von Sigrid. A. Urban - ein Autor auf vampirischer Recherche; sehr amüsant ;)

„Garvamore, der beste Single Malt der Welt“ von Nina Sträter - vollmundig, dunkel und bittersüß im Abgang; klasse!

„Der perfekte Cocktail“ von Jana Oltersdorff - wie schon bei Blutcocktail wird das Anthologie-Thema super und mit viel Humor umgesetzt

FAZIT

„Vampire Cocktail“ enthält Geschichten, die mich mit frischen Ideen überraschen konnten, einige, die toll zu lesen waren und ein paar, mit denen ich persönlich nichts anfangen konnte. Aufgrund der bunten Mischung ist aber für jeden etwas dabei.

In Summe vergebe ich deshalb gute 4 Sterne.
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