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TOP 1000 REZENSENTam 20. Februar 2014
"If You want to be a photographer, first leave home." (Steve McCurry)

Steve McCurry ist ein Fotograf, den ich bewundere und fast verehre. Er hat einen großartigen Blick für Farben, Kompositionen und Strukturen und einen verblüffenden Sinn für das Timing. Und vor allem hat er einen unglaublichen Zugang zu Menschen. Ich habe ihn (leider) nie getroffen. Aber ich stelle mir vor, dass er im persönlichen Umgang eine freundliche, geduldige und angenehme Ausstrahlung haben muss. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass sich die unterschiedlichsten Menschen aus den verschiedensten Kulturen vor ihm und seiner Kamera in eigentümlicher und einfach einzigartiger Weise wohl zu fühlen scheinen, so dass er Zeit hat, nicht nur Brennweite, Belichtung und Fokus korrekt einzustellen, sondern auch noch auf die Komposition, vor allem den Hintergrund und den perfekten Moment (Timing) zu achten. Manchmal ist es geradezu beeindruckend, was dieser Könner alles gesehen hat, als er mit der Aufnahme beschäftigt war.

Sie merken, wie viele Dinge dieser Meister gleichzeitig leisten konnte? Es ist (für mich) kaum beschreiblich und noch viel weniger erklärlich.

Henri Cartier-Bresson sagte einmal: “Fotografieren bedeutet den Kopf, das Auge und das Herz auf dieselbe Visierlinie zu bringen. Es ist eine Art zu leben.”

Dieses Zitat passt zu dem, was ich bei der Betrachtung der Fotokunst von Steve McCurry empfinde.

Noch ein Zitat: "Die Arbeit als Zeitungsfotograf ist gut, weil sie einen viel über Journalismus und Termindruck, über Geschichten und Bilder lehrt. Der einzige Nachteil ist der, dass es beim Fotojournalismus eine ganz bestimmte Art gibt, in der mit den Motiven umgegangen wird. Alles wird auf den Aspekt der Wirkung verkürzt, und dabei kommt das Mysteriöse, das Zweideutige, das bei der Fotografie eine so wunderbare Rolle spielt, weil es ganz verschiedene persönliche Interpretationen eines Fotos erlaubt, einfach zu kurz. Diese Zweideutigkeit hat in der Welt des Journalismus keinen Platz."

Steve McCurry ist nicht nur ein großartiger Portraitfotograf, sondern nach seinem Selbstverständnis vor allem auch Journalist. Übrigens: Henri Cartier-Bresson AUCH! Bei Letzterem droht ab und zu auch in Vergessenheit zu geraten, dass er bei einer verblüffenden Anzahl an historischen Ereignissen dabei oder in der Nähe war und unvergleichliche Fotos gemacht hat.

Das Werk von Steve McCurry verfolgt mich seit ca. 3 Jahrzehnten. Regelmäßig fallen mir seine Bilder auf. Seit dem Aufkommen der Zeitschrift GEO, in der einige seiner Reportagen erschienen, beeindruckten mit immer wieder seine wunderbaren Bilder.

Immer mal wieder stolpere ich auch über eines der wenigen von ihm angefertigten Portrait-Fotos. Meistens mit einem Fotoapparat in der Hand blick Steve McCurry auf diesen Fotos mit einem stets stoischen und undurchschaubarem dabei freundlichen und unendlich entspannten Blick in die Kamera.

In dem Buch "Untold:..." kommen wir dem wirklich einzigartigen Zauber seiner Arbeit etwas näher. Steve McCurry lässt uns daran teilhaben, wie er zu dem Ausnahmefotografen geworden ist, dessen Bilder heute fast jeder kennt. Am Anfang stand eine Situation , die durchaus eine gewisse Lebenskrise gewesen sein dürfte. Steve McCurry, geboren 1950, war Ende der 70er Jahre Ende 20. Er arbeitete festangestellt als "staff photographer" bei einer Zeitung in Philadelphia (Today's Post in King of Prussia, Pennsylvania) und dürfte sich gelangweilt oder fehl am Platze gefühlt haben. Jedenfalls schmiss er alles hin. Er kündigte, kaufte sich einige hundert Rollen Film und ein Flugticket nach Indien und geriet in einer mehrmonatigen Reise über Pakistan nach Afghanistan, wo er den Widerstand gegen die russische Invasion als erster Reporter in Bilder umsetzte.

Das Buch "Untold: The Stories Behind the Photographs" lässt einen teilhaben, wie er in den ersten Jahren noch ausschließlich schwarz/weiß fotografierte und erst mit den Jahren auf Farbe umstieg. Man bemerkt verblüfft, dass er damals vor allem Reportagefotograf war - seinen damaligen SW-Bildern fehlt weitgehend das Künstlerische. Erst später kam das Künstlerische hinzu - allerdings ohne das Journalistische in den Hintegrund zu drängen.

Der Moment seines Lebens als journalistischer Fotograf war wohl der Anschlag auf die Zwillingstürme in New York ("Nine-Eleven" 2001). Steve McCurry fotografierte zunächst vom Dach seines Hauses aus großer Distanz bis zum Zusammenbruch der Türme. Dann machte er sich zu Fuß auf zum Ort des Geschehens und fertigte die aus meiner Sicht bedeutsamsten Bilder an, die von diesem katastrophalen Anschlag gemacht wurden. "Untold..." erzählt, wie er sich zwischen Rettungskräften hindurch schlich und unfassbare Fotos von einem unfassbaren Verbrechen machte. Mir ist es ein Rätsel, wie er es geschafft hat, auch bei diesem Ereignis immer auch noch darauf zu warten, dass die Sonne aufging und in der für seine Bilder eigentümlichen Magie ein paar Strahlen von der Seite in das Bild fallen ließ. Immer muss man genau hinschauen - irgendwo steht immer jemand oder ist sonst etwas zu bemerken, das das Bild aus der Masse der Bilder heraushebt.

Ein Zitat von Steve McCurry: "Most of my images are grounded in people. I look for the unguarded moment, the essential soul peeking out, experience etched on a person’s face. I try to convey what it is like to be that person, a person caught in a broader landscape, that you could call the human condition."
Quelle: wikipedia

Ich versuche mal zu übersetzen (im Sinne eines Nachdichtens): "Die meisten meiner Bilder sind im Menschen verwurzelt. Ich warte auf den unbewachten Moment, in dem die Seele heraus späht, die Lebenserfahrung sich im Gesicht wiederspiegelt. Ich versuche dem Betrachter zu vermitteln, wie es ist, diese abgebildete Person zu sein, eine Person, die auch durch ihre Umgebung und Lebensumstände geprägt ist mit ihrer gesamten Lebens-Befindlichkeit."

Durch dieses Buch erfahren Sie als Leser viel über das Entstehen einiger der bekanntesten Bilder von Steve McCurry. Darunter vor allem das berühmte Portrait "Das Afghanische Mädchen", das zu den bekanntesten Fotos aller Zeiten gehört und das im Juni 1985 auf dem Cover von National Geographic erschien. Erzählt wird auch die Geschichte der fast zwanzig Jahre später durchgeführten Suche nach Sharbat Gula, die McCurry damals als etwa 12-jähriges Mädchen fotografiert hatte und die er nach einer langen Suche als mittlerweile ca. 30jährige verheiratete Frau und dreifache Mutter wieder traf und porträtierte.

Trotz des Blicks in die "Werkstatt" des Fotografen: Die Magie bleibt trotzdem. Ich werde nie wirklich verstehen, wie einige der Meisterwerke des Steve McCurry entstanden sind. Die allermeisten auf analogem Filmmaterial. Ohne Photoshop-Dichterei und Manipulationen. Ohne die fast lächerliche Schärfe, die manch ein Pixel-Peeper zu schätzen scheint - immer mal wieder sogar mit ganz kleinen technischen Fehlern (mal ein Fokus ein bisschen falsch und Ähnliches). Dem Mann ging es immer um "ehrliche" Arbeit. Das Rätsel bleibt. Aber immerhin eine Ahnung bekommt man durch dieses Buch.

In tiefer Verehrung: Fünf Punkte für das Lebenswerk des (nach meiner unmaßgeblichen Meinung) größten lebenden Reportage-Fotografen und Fotokünstlers. Weil leider sechs nicht zu vergeben sind...
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am 14. Januar 2014
Fotos von Steve McCurry hat wohl jeder schon gesehen, nicht nur in National Geographic. Neben den Fotos gibt es hier noch Infos über deren Entstehen - eine gelungene Kombination. Wer sich für den typischen Look der Farbfotos begeistert, dem sei auch Steve McCurry's Web Site mit den Fotos des letzten Kodachrome-Films empfohlen.
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am 31. März 2014
Stunning pictures and great quality. This is a great photo book to look at from time to time.
I would def. buy it again.
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am 9. April 2015
Habe es als Weihnachtsgeschenk an meinem Fotografen-Freund gegeben. Er hat sich sehr gefreut. Die Bilder sind echt sehr schön und von höchster Qualität.
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am 10. Februar 2015
Sehr tolles Buch - hatte es als Geschenk bestellt und kam sehr gut an. Wundervolle Bilder! Ich würde es wieder kaufen.
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am 6. Januar 2014
Its great to know the stories behind the stories of his fantastic photos. Just wish it were even more inclusive!
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