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Unterwegs nach Cold Mountain Gebundene Ausgabe – 1997

3.7 von 5 Sternen 18 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Charles Frazier, geboren 1950, studierte und lehrte Literaturwissenschaft, bevor er mit seiner Frau und seiner Tochter auf eine Farm in der Nähe von Raleigh, North Carolina, zog, wo er eine Pferdezucht betreibt. "Unterwegs nach Cold Mountain" war sein erster Roman und ein Überraschungserfolg auch in Deutschland. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der Schatten einer Krähe

Mit dem ersten Anflug des Morgens wurden die Fliegen munter. Inmans Augen und die lange Wunde an seinem Hals lockten sie an, und mit ihrem Flügelgeschwirr und ihrem Gekrabbel rissen sie einen Mann unbarmherziger aus dem Schlaf als ein Hof voller Hähne. So begann für ihn ein weiterer Tag im Krankensaal. Er schlug mit den Händen nach den Fliegen, um sie zu verscheuchen, und blickte über das Fußende seines Bettes hinweg zu einem geöffneten, an drei Angeln aufgehängten Fenster. Normalerweise konnte er die rote Straße mit dem Eichenbaum und der niedrigen Ziegelmauer sehen. Und dahinter die sich bis zum westlichen Horizont erstreckenden Felder und niedrigen Kiefernwälder. Das Land war so eben, daß man eine weite Sicht hatte, zumal das Krankenhaus auf der einzigen Anhöhe weit und breit errichtet worden war. Doch es war noch zu früh, um etwas erkennen zu können. Man hätte meinen können, das Fenster sei mit grauer Farbe zugestrichen.

Wäre es nicht zu dunkel gewesen, hätte Inman gelesen, um die Zeit bis zum Frühstück zu überbrücken, denn das Buch, das er gerade las, hatte eine beruhigende Wirkung auf sein Gemüt. Am Vorabend hatte er jedoch beim Lesen, um einschlafen zu können, die letzte Kerze aus seinem eigenen Vorrat aufgebraucht, und Petroleum war so knapp, daß er die Krankenhauslampen nicht zur bloßen Zerstreuung anzünden konnte. Also stand er auf, zog sich an und setzte sich auf einen Stuhl mit Sprossenlehne, so daß er dem düsteren Saal mit den Betten und den darin liegenden Kranken den Rücken zuwandte. Abermals schlug er nach den Fliegen und blickte beim ersten dunstigen Dämmerschein aus dem Fenster, darauf wartend, daß die Welt draußen allmählich Gestalt annahm.

Das Fenster war so hoch wie eine Tür, und er hatte sich viele Male vorgestellt, daß es sich zu einem anderen Ort hin öffnete und er nur hindurchzusteigen brauchte, um dort anzukommen. In den ersten Wochen im Krankenhaus hatte er seinen Kopf kaum bewegen können und sich allein dadurch Beschäftigung verschafft, daß er aus dem Fenster schaute und sich die alten, grünen Orte seiner Heimat in Erinnerung rief. Orte der Kindheit. Das feuchte Bachufer, an dem der Fichtenspargel wuchs. Ein im Herbst von braunschwarzen Raupen bevölkertes Wiesenstück. Der über einen Feldweg hängende Ast eines Walnußbaumes, von dem aus er seinen Vater oft beobachtet hatte, wie er in der Abenddämmerung die Kühe stallwärts trieb. Sie trotteten allabendlich unter ihm vorbei, und dann schloß er jedesmal die Augen und lauschte, wie der hohle Klang ihrer auf der Erde aufschlagenden Hufe schwächer und schwächer wurde, bis er sich in den Rufen von Laubheuschrecken und Grillenfröschen verlor. Das Fenster wollte seine Gedanken offenbar nur in die Vergangenheit lenken. Was ihm recht war, denn er hatte in das stählerne Antlitz seines Zeitalters geblickt und war von dem Anblick so erschüttert gewesen, daß er sich beim Gedanken an die Zukunft nur eine Welt vorstellen konnte, aus der alles, was er für wichtig hielt, verjagt worden oder freiwillig geflohen war.

Er starrte nun schon einen ganzen Sommer lang zu dem Fenster hin, ein Sommer, der so heiß und so schwül war, daß sich die Luft Tag und Nacht anfühlte, als atmete man durch ein Spültuch, und der so feucht war, daß frische Laken unter ihm einen säuerlichen Geruch annahmen und die schlaffen Seiten des Buches auf seinem Nachttisch über Nacht von winzigen schwarzen Pilzen überzogen wurden. Inman vermutete, daß das graue Fenster nach einer so langen Befragung allmählich alles gesagt haben mußte, was es zu sagen hatte. An jenem Morgen jedoch überraschte es ihn, denn es rief eine seinem Gedächtnis entfallene Erinnerung aus der Schulzeit zurück, wie er im Klassenzimmer neben einem ähnlich hohen Fenster saß, das einen Ausschnitt mit Weideland und niedrigen grünen Hügelketten einrahmte, die stufenförmig zum mächtigen Buckel des Cold Mountain anstiegen. Es war September. Das Gras auf der Wiese jenseits der festgetretenen Erde des Schulhofes stand hüfthoch, und die Rispen waren überreif und gelb, weil die Mahd längst überfällig war. Der Lehrer war ein rundlicher, kleiner Mann, mit kahlem Schädel und rosigem Gesicht. Er besaß nur eine einzige Garnitur Kleider aus schwarzem, verschossenem Stoff sowie ein Paar alter, übergroßer Paradestiefel, die sich an den Spitzen hochbogen und so abgetreten waren, daß die Absätze wie Keile aussahen. Er stand vorne im Klassenzimmer und wippte auf den Zehenspitzen. Er verbreitete sich den ganzen Vormittag lang über nichts als Geschichte, indem er den älteren Schülern von grandiosen, im alten England ausgetragenen Kriegen erzählte.

(...) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Ich kann mich den vorangegangenen Rezensionen nicht anschließen, habe das Buch allerdings im Original gelesen. Vielleicht liegt es daran, daß es unserer Sprache nur unter der Feder wirklicher Genies gelingt, Komplexes und Tiefergehendes auch fließend und spannend zu erzählen, der Rest ist meist -wahrscheinlich so wie das meine Vor-RezensentInnen empfunden haben- klischeehaft, holprig und kompliziert was in der Summe Langeweile verursacht.
Nicht dieses Buch jedoch, aber wahrscheinlich ist es eben schlecht übersetzt.
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Format: Taschenbuch
Nach der Lektüre dieses Buchs fiel es mir sehr schwer, mich festzulegen, ob ich es sehr gut oder sehr schlecht fand. Denn es war beides. Ich musste lange überlegen, bis ich herausfand, was mich so an diesem Buch gestört hat. Schließlich erkannte ich: Es war die Attitüde des Autors.

Er kann wirklich sehr gut schreiben, und er ist sich auch dessen bewusst. So vertändelt er mehrere Seiten mit der Beschreibung eines amerikanischen Waldes. Alles sehr poetisch, sehr sinnlich und bildhaft, sehr klar beobachtet; bla bla bla, wunderschön. Aber damit setzt sich der Autor selbst in Szene, als würde er rufen: "Seht her wie talentiert ich bin! Ich bin der neue Walt Whitman! Ich singe Amerika herbei!" Zum Buch im Original ist weiterhin zu sagen, dass Frazier Satzzeichen und Groß-/ Kleinschreibung auf sehr eigenwillige, sehr irritierende Weise anwendet.

Dem gegenüber steht die überaus karge Beschreibung seiner Figuren. Von Inman und Ada erfahren wir nicht, wie alt sie sind, wie dick oder dünn sie sind, welche Haarfarbe sie haben, etc (was, wie ich meine, zur Basisinformationen der Figurengestaltung gehört). Über Ruby erfahren wir nur einen einzigen Satz: "Sie war ein sehr dunkles Mädchen" - dies führt zum Missverständnis, sie sei Afroamerikanerin. Viel später stellt sich heraus, sie ist in einem Indianerdorf aufgewachsen; somit ist sie wohl keine in Freiheit aufgewachsene Sklaventochter im vorkriegsbürgerlichen Süden der USA, was historisch verwunderlich wäre. Diese Informationen bleibt der Autor aber seinen Lesern schuldig.
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Format: Gebundene Ausgabe
Wer dieses Buch genießen möchet, sollte bereit sein, sich fallen zu lassen und sich der eindringlichen Stimmung, die Charles Frazier hier beschreibt hingeben - dann ist dieses Buch einfach faszinierend. Selten in letzter Zeit war ich so gefesselt von einer brillant erzählten Geschichte. Lange danach konnte ich zunächst kein anderes Buch aufschlagen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Viele Autoren haben versucht, über die Zeiten während und nach dem amerikanischen Bürgerkrieg zu schreiben -mancher besser, manche weniger gut. Frazier beschreibt die Wanderung und die Erlebnisse seiner Hauptfigur, als ob er es selbst gewesen oder er mitgereist wäre. Selten habe ich eine solch einfühlsame und detaillierte Beschreibung über den kurzen Abschnitt aus dem Leben eines unbedeutenden Mannes und seiner Leiden gelesen. Wie unglaublich schön sind des Autors minutiösen Darstellungen der unterschiedlichen Charaktere, der Tiere und der Pflanzen und der Bergwelt im Südosten Amerikas! Wer die Muße hat, sich an dieses Buch zu wagen und es ganz lesen, wird etwas ganz Besonderes erleben.
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Format: Gebundene Ausgabe
Charles Frazier kann das, was viele deutschsprachige Autoren so gerne können wollen: Er kann erzählen. Gut erzählen. Und mehr als das. Mit seiner ganz eigenen Stilistik baut er eine ebenfalls ganz eigene Atmosphäre auf, die den Leser schon nach wenigen Seiten vollkommen in den Bann zieht. Zwei Erzählstränge bestimmen die Handlung, doch über beiden Episoden hängt von Beginn an eine nicht zu definierende, doch stets vorhandene Bedrohung. Diese Bedrohung, das ständige Gefühl von Gefahr, das Wissen, das irgendetwas Schicksalhaftes im Verlauf der Handlung passieren wird, bestimmt das gesamte Buch, verleiht ihm Spannung und den Wunsch die Geschichte möge doch bitte niemals enden. Natürlich hat der Roman ein Ende, ein tragisches Ende, vielleicht sogar für manche Leser ein unerwartetes Ende. Doch wer nur ein wenig anspruchsvoll ist in der Wahl seiner Lektüre, der findet in Cold Mountain ein großes und bemerkenswertes Leseereignis.
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Von Stephan Seither VINE-PRODUKTTESTER am 28. März 2016
Format: Gebundene Ausgabe
Dieser Roman beschreibt ein vom Amerikanischen Bürgerkrieg zerrissenes Land und dessen getriebene Bevölkerung.
Am Beispiel von Inman und Ada verdeutlicht der Autor wofür es sich zu leben, zu überleben lohnt.

Inman hat genug vom Krieg - er liegt gezeichnet im Lazarett und hat nur noch ein Ziel; er möchte in die friedliche Heimat zurück.
Der junge Mann entfernt sich unerlaubt von der Truppe - setzt damit sein Leben aufs Spiel, denn nach Deserteuren wird überall gesucht.
Die sog. Heimatmiliz fahndet nach kriegsmüden Männern und macht bei deren Ergreifung mitunter kurzen Prozess.

Ada ist mehr oder weniger in der von Inman ersehnten Heimat gestrandet.
Lange Zeit auf sich allein gestellt, lebt die junge Frau in den Tag hinein, der sich vor ihr auftürmende Berg der unbekannten Farmarbeit blockiert die junge Frau.

So sind es in der Hauptsache die beiden eben genannten Figuren, an deren Seite man die Zeit der 1860Jahre erlebt.

Inman begleitet man bei seiner gefährlichen und beschwerlichen Reise durch unbekanntes Gebiet, man bangt und hofft mit dem jungen Mann.
Er begegnet immer wieder den unterschiedlichsten Menschen, nimmt für kurze Zeit Anteil an deren Schicksal, erfährt Nächstenliebe und wird durch Verrat bedroht.

An der Seite von Ada erfährt man sehr viel über die Schwierigkeiten alleinstehender Frauen in jenen Tagen.
Auf der Farm taucht eines Tages Ruby auf - das heimatlose Mädchen erleichtert nicht nur das Leben von Ada, diese Figur bereichert die Geschichte ungemein.
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