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Untersuchung über die Veränderungen in der Gestaltung von Magazinen durch den digitalen Wandel von [Stickel, Richard]

Untersuchung über die Veränderungen in der Gestaltung von Magazinen durch den digitalen Wandel Kindle Edition


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Länge: 148 Seiten Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert PageFlip: Aktiviert

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Digitale Magazine sind heute keine außergewöhnlichen Publikationen mehr. Sie haben sich in einer Vielzahl an Erscheinungsformen in der Medienlandschaft verbreitet, die allesamt eine spezifische Gestaltung verlangen. Umso größer werden die Anforderungen an Gestalter, lesbare und benutzbare Ergebnisse bei sich verändernden technischen Bedingungen zu schaffen. Dies erfordert eine permanente Weiterbildung und Spezialisierung des Gestalters, wie sie bisher aus dem Print nicht bekannt war.
Die Untersuchung von Richard Stickel zeigt, wie sich durch den digitalen Wandel gedruckte Magazine verändern und digitale Magazine entwickeln. Es werden Fragen zur Gestaltung von Magazinen für verschiedenste Geräte und Formate aufgeworfen und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Von technischen Grundlagen über Layout-Varianten und typografische Unzulänglichkeiten bis zum Interfacedesign werden alle wichtigen Parameter analysiert. Der Arbeit sind fünf Interviews mit Menschen beigefügt, die sich in technischer, inhaltlicher oder gestalterischer Weise mit Magazinen beschäftigen.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort

Kommunikationsdesigner sind abhängig von den Medien, in denen kommuniziert wird, denn mit ihnen verändert sich die Kommunikation selbst. Man kann wenigstens drei Wege einschlagen: Man kann neue Medienentwicklungen ignorieren, man kann die Kommunikationsangebote der Medientechnik unterwerfen, oder man kann die Technik auf ihre noch unbekannten Kommunikationsmöglichkeiten befragen, auf die Vorteile, aber auch die möglichen Verluste, die Kommunikation mit diesem neuen Medium haben kann. Vorteile und Verluste stehen dabei nicht fest, sind nicht mit der Existenz des neuen Mediums offensichtlich, sondern müssen entdeckt werden. Neugier ist also nötig und Forschungsarbeit, doppelte: Forschung über das neue Medium und Forschung im Medium selbst.
Richard Stickel ist sehr neugierig und mindestens von drei Dingen begeistert: von gleichzeitig substanzieller, erhellender und unterhaltsamer Kommunikation in Magazinen und Zeitschriften - er hat an der Hochschule Wismar, an der er studierte, zwei solcher Magazine, das Studentenmagazin „Grüne Wiese" und das Fakultätsmagazin „norte" in seiner ersten Nummer, als Chefredakteur betreut -, er ist begeistert von der am Leser ausgerichteten Gestaltung solcher Magazine und von den neuen Kommunikationstechniken. Deswegen hat er selbstredend den dritten Weg gewählt, deswegen konnte er diesen Weg wählen, und das ist auch der Grund, aus dem nun dieses Buch erscheinen kann, das auf seiner Diplomarbeit basiert.
Richard Stickel folgt dabei einem Grundsatz, der, wie seine Arbeit zeigt, alles andere als banal ist: „Die größte Chance für Magazine, seien sie gedruckt oder digital, liegt in ihrem Inhalt." Dieser Inhalt kann aber nur Wirkung entfalten, wenn er mit dem Medium korrespondiert, in dem er übermittelt werden soll, wenn er also gestaltet worden ist. Natürlich von einem Profi. Denn Gestaltung ist für Stickel nicht etwas, das als Ornament hinzukommt, wenn alles andere bereits fertig ist, sondern Gestaltung ist die Gestaltung eines Inhalts so, dass er als Inhalt überhaupt wahr-und aufgenommen werden kann. Gleichzeitig wird durch seine Arbeit deutlich, dass man eine Trennlinie zwischen gedruckten und digitalen Magazinen nicht in der Weise ziehen kann, dass der eine Gestalter sich um das Gedruckte, der andere um das Digitale kümmert. Das führt zu Quälereien des Lesers, die Stickel in seinem Buch vorführen kann. Vielmehr sollte sich der Gestalter digitaler Magazine am bisherigen Niveau der gedruckten orientieren, damit es nicht unterschritten wird, und der Gestalter gedruckter Magazine wird Gefahr laufen, die Leser zu verlieren, wenn er nicht weiß, was die neuen Kommunikationstechniken vermögen. Es gilt stattdessen nach neuen Chancen für gedruckte Magazine zu suchen - nicht als Vorgang der Nachahmung, sondern wiederum als Entdeckung. Das Digitale wird das Gedruckte nicht vernichten, aber verändern schon - und dies ist für Leute wie Stickel kein bedauerlicher, sondern ein spannender Vorgang. Das Digitale wiederum hat sich zu messen an dem, was gedruckte Magazine oder Zeitschriften geleistet haben und noch leisten werden. Auch das wird hier als Herausforderung begriffen, damit Leser mehr von dem bekommen können, wonach sie suchen: nicht alleine Informationen oder Wissen oder Amüsement, sondern Anlässe für die Bildung der eigenen Meinung.
Was in diesem Buch zu lesen ist, dürfte für beide Seiten interessant sein: für die Leser von Magazinen, damit sie wissen, was alles möglich ist, und für Gestalter aus demselben Grund. Was Stickel bietet, ist für Gestalter so etwas wie ein Kompendium: Zuerst werden die technischen Veränderungen beschrieben, vom Desktop-Publishing über Redaktionssysteme, Database-Publishing und Personalisierung bis hin zur digitalen Erweiterung gedruckter Magazine. Anschließend folgen die Abschnitte, in denen die Gestaltungsmöglichkeiten untersucht werden, von den Formaten über die Typographie, das Layout, die Farben bis hin zum Interfacedesign. Man erfährt hier wohl so gut wie alles, was von Bedeutung ist hinsichtlich der technischen und der gestalterischen Seite digitaler Magazine. Die Texte sind mit erläuternden Abbildungen versehen, und im Anhang folgen noch fünf ausführliche und aufschlussreiche Interviews mit Leuten, die sich entweder gestalterisch oder wissenschaftlich oder als Herausgeber mit Magazinen beschäftigen. Auch ein Glossar fehlt nicht.
Der Ausgangspunkt bei alldem ist die Betonung der Verantwortung des Gestalters für die Qualität von Magazinen. Denn die technischen Möglichkeiten geben zwar einen Rahmen für die Gestaltungsarbeit vor, aber sie determinieren sie nicht; der gestalterische Spielraum bleibt groß, so groß wie der Unterschied zwischen guten und schlechten Magazinen. Deswegen ist das Buch von Richard Stickel ein Plädoyer für gestalterische Arbeit angesichts der Tendenz, sie durch automatisierte Prozesse ersetzen zu wollen. Sie ist nicht ersetzbar, und das wird nicht nur behauptet, sondern ist das Ergebnis empirischer Analyse. Allerdings erhöhen sich die Anforderungen an den Gestalter: „Die Schnelllebigkeit der digitalen Formate und Verbreitungsformen macht eine permanente Weiterbildung und Spezialisierung des Gestalters notwendig, wie sie bisher aus dem Print nicht bekannt war." Das gilt nicht nur in technischer, sondern auch in ästhetischer Hinsicht.
Zu lesen ist ein Buch, das man als gedrucktes oder digitales Exemplar erwerben kann, das als e-book erscheinen soll und als pdf-Datei verfügbar sein wird - natürlich je anders gestaltet. Möge das erste Buch von Richard Stickel viele Leser finden und bei ihnen Wirkung zeigen. Der Kommunikationskultur in unserem Lande käme es sehr zugute.

Achim Trebeß

Dr. Achim Trebeß ist als Professor für Kulturwissenschaft an der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar tätig.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 9498 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 148 Seiten
  • Verlag: Schibri-Verlag (9. November 2012)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00A53L51U
  • Text-to-Speech (Vorlesemodus): Aktiviert
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Screenreader: Unterstützt
  • Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: Schreiben Sie die erste Bewertung
  • Amazon Bestseller-Rang: #925.518 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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