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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
54
3,6 von 5 Sternen
Unterm Birnbaum
Format: Audio CD|Ändern
Preis:7,20 €+ Versandkostenfrei


am 11. März 2017
Spannend und in schöner Sprache gibt es hier einen Krimi der besonderen Art.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen und habe mir gleich den nächsten Krimi von Fontane geschnappt: Grete Minde.
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am 7. August 2017
was bitte soll man weiterhin hier schreiben, wenn man ein Buch gekauft hat. Warum reicht es nicht einen Stern anzuklicken. Bei soviel Hantier hat man doch keinen Bock zu bewerten.
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am 16. September 2008
Wer glaubt, dass auf dem Land keine Verbrechen geschehen, wird in Theodor Fontanes Novelle eines besseren belehrt. Wer Schulden hat, am Kartenspiel hängt, nicht weiß, wie er das Geld zurückbezahlen soll, muss sich etwas einfallen lassen, will er sich nicht der Schande aussetzen. Und sei es ein Mord. Der geschieht früh in der Geschichte und im Verlauf handelt Unter dem Birnbaum vor allem von der Gerechtigkeit. Kommt ein Mörder mit seiner Tat davon? Schafft man es, indem man sich verstellt, dass alle einen für unschuldig erklären? Fontane besaß den Blick und die Sprache, um mit spitzer Feder von dem Geschehen um Abel Hradschek und seine Frau zu berichten. Er besaß auch jenen feinen Humor, der sich am Ende zeigt, wenn es darum geht, wo man den Mörder begräbt, und man sich einig ist, dass die Seele der Kirche gehört, aber man den Menschen nicht verwehren kann, dass Kreuz mit dem Namen umzuwerfen, um eine späte Genugtuung zu erringen. Lug und Trug, ein Franzos, statt eines Polen unter einem Birnbaum, ein Freispruch und eine späte Gerechtigkeit, Theodor Fontane beschreibt seinen Kriminalfall variantenreich. Nicht von außen, indem er über das Dorf schreibt, vielmehr von innen, indem er die Bewohner zu Wort kommen läßt.
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am 20. Juli 2017
Das wurde Taschenbuch für die Schule bestellt und es war alles tipptopp!!
Empfehle ich gerne weiter, da nichts zu beanstanden.
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am 3. September 2017
Um 1832 in einem Dorf am Oderbruch: Die Eheleute Hradschek betreiben einen Kramladen nebst Gasthaus. Sie stecken in Geldschwierigkeiten – ein Mord soll die Probleme beiseiteschaffen.
Erst nach der Bluttat beginnt der kleine Roman so richtig. Den Täter kennen wir. Die Frage bleibt, ob oder wie lange er seine Schuld vor dem Dorf verbirgt und was genau in der Mordnacht geschah – ein bisschen wie bei Patricia Highsmith.
Theodor Fontane macht das einigermaßen spannend, die Eindrücke gehen hin und her, naheliegende Vermutungen bewahrheiten sich letztlich nicht. Die Dorfszene mit ihren Wichtigtuern und Hauptamtlichen wird sehr lebendig. Viele Dialoge erklingen in starkem Platt.
Gelegentlich aber reden die Figuren auch überdeutlich prophetisch. Eine Zeugin hält ein wichtiges Detail monatelang zurück – das ergibt keinen Sinn, außer dass die Spannung oben bleibt. Gelegentlich überlagern religiöse Schwingungen das Geschehen. Insgesamt eine angenehme, kurze Lektüre.
Ich hatte den Roman in einer Ausgabe der Klett-Lesehefte. Wie immer bei Fontane gab es viele Ausdrücke und Anspielungen, zu denen ich mir eine Erklärung wünschte. Doch die Klett-Lesehefte erklären zu wenig und wenn, dann nur mit zwei Worten, ohne den Bezug einer Anspielung zum Roman zu erklären. Immer wieder werden geläufige Begriffe erläutert, seltene Ausdrücke jedoch nicht. Ein Beispiel von Seite 76: Das Wort Reputation wird behandelt, das Wort Fouragierung nicht.
Medienkommentare, Links und Vergleiche m.a. Fontane-Romanen i.m.Blog.
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am 13. Oktober 2013
Der Titel von Theodor Fontanes Novelle ‚Unterm Birnbaum’ lässt den Leser nicht erahnen, dass es sich um eine mit Lokalkolorit und Mundart gewürzte Kriminalgeschichte handelt, die auch Platz lässt für Spukgeschichten und ländlichen Aberglauben.

Fontane führt den Leser an den Oderbruch, genauer gesagt in das „große und reiche Oderbruchdorf Tschechin“. Hier macht ihn der Autor mit dem Besitzer des „Gasthaus und Materialwarengeschäfts“ Abel Hradscheck und seiner Frau Ursel bekannt. Wir schreiben den Spätsommer 1831 und der Gastwirt spaziert nachdenklich durch seinen Garten, in dessen Mitte ein alter Birnbaum mit reifen Früchten, Malvesierbirnen, steht, „… als er, am Ende des Gartens angekommen, sich umsah und nun die Rückseite seines Hauses vor sich hatte. Da lag es, sauber und freundlich … Der kaum vom Wind bewegte Rauch stieg sonnenbeschienen auf und gab ein Bild von Glück und Frieden. Und das war alles sein! Aber wie lange noch?“.

Das Bild ist trügerisch, denn den Gastwirt belasten finanzielle Sorgen. Seiner Frau gesteht er: „Ich weiß nicht aus noch ein und habe Sorgen über Sorgen“. Ursel, eine vornehme, hochmütige, aber auch sehr gläubige Frau, fürchtet sich nur vor einem: „Armut ist das Schlimmste, schlimmer als der Tod, schlimmer als …“. Damals, als Ursel allein gelassen mit einem Kind, vom Vater nicht aufgenommen wurde, rettete sie Abel aus der misslichen Notlage: „… weil ich Mitleid mit dir hatte … weil ich dich liebte …“. Eine Parallele zu Fontanes Werk ‚Frau Jenny Treibel’ ist erkennbar: Beide Frauen stammen aus einfachen Verhältnissen und haben Angst vor dem Rückfall (“Ich bin jetzt aus dem Jammer heraus, Gott sei dank, und ich will nicht wieder hinein“) bzw. schauen herablassend auf rangniedrigere Personen (im Falle von Jenny Treibel). Doch der Liebeszauber ist verfolgen; die (Stief-)Kinder sind gestorben und zurück bleibt eine frustrierte Frau und ein trunksüchtiger Wirt, der sein Geld verspielt.

In dieser Notlage findet Abel Hradscheck unter dem Birnbaum seines Gartens das Skelett eines vor langer Zeit Verstorbenen und hat den zündenden Einfall. Dass ein unschuldiger Mensch für Abels Rettung mit dem Leben zahlen muss, stört ihn zunächst nicht: „Ich denke, leben ist leben, und tot ist tot. Und wir sind Erde, und wird wieder Erde. Das andere haben die Pfaffen sich ausgedacht. Spiegelfechterei, sag ich, weiter nichts. Glaube mir, die toten haben Ruhe.“ Doch die Tat liegt wie ein Fluch über dem Hause der Hradschecks. Die Frau stirbt. Als sich die Hausangestellten weigern, in den Keller zu gehen („Et spökt – Es spunkt“) und auch Nachbarin Jeschke, der man Zauberkünste nachsagt, Spukgeschichten verbreitet („De Franzos is rutscht - Der Franzose, d.h. das Skelett ist in den Keller gerutscht“), befällt den „beständig zwischen Aber- und Unglauben“ schwankenden Abel Hradscheck die Angst: Die Leiche muss aus dem Keller. Doch Fontane lässt Gerechtigkeit walten und der Herrgott ruft seinen Sünder zu sich. Der Tote wird „ohne Sang und Klang“ auf dem Gottesacker verscharrt und teilt das Schicksal des Ermordeten und des „Franzosen“ unter dem Birnbaum.

Mit Theodor Fontane verbindet man liebevoll detaillierte Beschreibungen seiner norddeutschen Heimat. Die Novelle ‚Unterm Birnbaum’ bietet hierfür nur selten Platz, doch hin und wieder schiebt der Dichter retardierende Momente ein, um dem Leser eine willkommene Pause zu gönnen: „Das alles war Mitte März gewesen, und vier Wochen später, als die Schwalben zum ersten Male wieder durch die Dorfgasse hinschossen, um sich anzumelden und zugleich Umschau nach den alten Menschen und Plätzen zu halten …“. Andererseits bricht Fontane in seinen Schilderungen oft kurz vor dem entscheidenden Moment ab und hält dadurch den Spannungsbogen aufrecht und gibt dem Leser Raum für eigene Interpretationen (z.B. beim Tod des Protagonisten).

Auch wenn die Novelle nicht zum Hauptwerk Fontanes zählt, lohnt die Lektüre.
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am 23. Juli 2009
Im Gegensatz zu Fontanes größeren Romanen, in denen es meist um Gesellschaftskritik und Frauengestalten geht, ist es hier ein Mord, der im bäuerlichen Milieu des Oderbruchs geschieht, unter Bauern nach den napoleonischen Kriegen. Unterm Birnbaum wird eine Leiche ausgegraben, die Dorfbevölkerung macht sich ihre Gedanken, die Bediensteten glauben, daß es spuke und eine alte Frau versteht sich auf die Stimmen der Geister. Prachtvolle Dialoge zeigen das Leben und Denken der Landleute. Fontane ist in seinem Element, wenn er Menschen und Landschaft schildert. Wer Fontanes größere Werke schätzt, sollte sich diese kleinere Arbeit nicht entgehen lassen, weil sie den Dichter von einer anderen Seite zeigt.

Ein Genuß für sich ist der Sprecher Gert Westphal, der glänzend plattdeutsch spricht, jeder Person ihren eigenen Ton gibt und es fertigbringt, ein Gespräch im Dorfgasthaus zwischen fünf oder mehr Personen so zu gestalten, als sprächen alle diese Personen zugleich und durcheinander.

Für Westphal 5 Sterne, für die Geschichte 4 Sterne
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am 5. Januar 2000
Fontanes Sprache und detaillierte Schilderungen sind ohnehin ein Genuss. Vorgelesen lässt sich das besonders angenehm aufnehmen. Ernst Bloch nannte ihn einen "halben Detektivroman" - Theodor Fontanes "Unterm Birnbaum". Akribische Milieuschilderungen, eine detailgetreue Psychologie, der unentschiedene Kampf zwischen Aberglauben, Religion und Aufklärung sowie eben der spannende kriminalistische Handlungsablauf - das sind die Hauptelemente und literarischen Vorzüge des Buches. Nicht vergessen sollte werden, dass Fontane auch ein Kindheitstrauma, den von einem Ehepaar geplanten Raubmord, mit in diese Geschichte integriert hat. Trotz all der genannten Vorzüge ist die Geschichte von der Literaturkritik seiner Zeit mehr getadelt als gelobt worden. Man war der Gattung Kriminalroman gegenüber allgemein kritisch eingestellt. Unstrittig ist, dass das Buch kein Hauptwerk Fontanes ist - wenn es auch zu seinen bekanntesten Schriften gehört. Wie so viele seiner Erzählungen, so beruht auch "Unterm Birnbaum", die Geschichte vom verscharrten Soldaten auf einer wahren Begebenheit, die T.F. ca. 12 Jahre vorher auf einer Reise, die er zusammen mit seiner Schwester unternommen hatte. Zunächst erschien die Geschichte - wie üblich - in der "Gartenlaube" vom Herbst 1885. Es erfuhr zahlreiche Bearbeitungen für Film und Hörspiel und gehört zum klassischen Kanon der Schullektüre. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 24. April 2010
Einige bezeichnen dieses Buch als Krininal- oder Detektivroman. Zwar kommt ein Polizist vor, der führt aber keine eigentlichen Ermittlungen durch. Ich würde es schlicht als Novelle bezeichnen, die mich vom Stil her an Gottfried Keller erinnert mit ausgezeichneten, brillianten Beschreibungen von Personen, Gegenständen und Handlungen. Der Leser erhält einen Eindruck vom Leben im 19. Jahrhundert in einem Dorf am Oderbruch an der deutsch-polnischen Grenze. Die damalige Denkweise der Leute, ihr Respekt vor der Obrigkeit, das Kastendenken wonach ein Bauer mehr wert ist als ein Krämer werden präzise geschildert. Die Religionen, zuvorderst der Protestantismus, der als gereinigte Lehre gilt, der Katholizismus, aber auch Hexenglauben beanspruchen ihren Platz im Leben der Dorfbewohner.
Vor diesem Hintergrund begeht einer, zusammen mit seiner Frau als Helferin und Mitwisserin eine Gewalttat, um einer materiellen Notsituation zu entgehen. Das Verbrechen, gut geplant und raffiniert durchgeführt, wird zwar nicht direkt geschildert aber aus den einzelnen, geschickt eingeflochtenen Hinweisen erschliesst sich dem Leser der Tathergang. Der Verdächtige wird vorübergehend festgenommen, nur beweisen lässt sich das Verbrechen nicht. Im Gegenteil: der Täter versteht es sich den Dorfmitbewohnern als Mann von höchsten Tugenden darzustellen. Die Männer am Stammtisch in seiner Weinstube hält er mit allerlei Erzählungen bei Laune. Doch die böse Tat ist damit natürlich nicht ungeschehen gemacht. Hin und wieder treten hässliche Hinweise zu Tage, die sich gegen aussen zwar noch erklären lassen aber das vermeintlich ruhige Gewissen halt doch belasten. Schliesslich wird das Verbrechen nach Jahren aufgeklärt. Die beiden Täter stellen sich zwar nicht selbst, können aber den Folgen ihrer Tat nicht entkommen, werden von ihr eingeholt und decken das Verbrechen sozusagen selbst auf.
Fontane zeigt in dieser Novelle, dass sich ein Verbrechen wohl planen und entsprechend ausführen lässt, die Folgen auf das eigene Gewissen und Schicksal aber unabsehbar sind, ja das es nicht so einfach ist in ständiger Angst vor Entdeckung leben zu müssen und dauernd Vorkehrungen zu treffen um nicht überführt zu werden. Wenn dann noch Hexenglauben hineinspielt, man glaubt zwar nicht daran, aber wann weiss ja nie.

Einzelnen Personen belässt Fontane in seiner Novelle den nicht immer leicht verständlichen niederdeutschen Dialekt. Hier wären wohl ein paar Anmerkungen mehr oder ein Glossar mit Dialektausdrücken am Platz.
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am 3. Oktober 2012
Diese Hörbuchfassung von "Unterm Birnbaum" umfasst drei CDs und wird vom unvergesslichen Meister Gert Westphal gelesen. Der Mann hat seine Kunst mehr als beherrscht und bietet einen großen Hörgenuss. Selbst die plattdeutschen Stellen gibt er authentisch wider. Leider ändert das nichts an der Tatsache, dass Menschen, die des Plattdeutschen nicht mächtig sind, von Zeit zu Zeit Verständnisprobleme bekommen. Hinzu kommt ein kleines Tonproblem. Gert Westphal wird manchmal sehr leise beim Lesen, wenn er beispielsweise zu verheimlichende Gedanken liest. Wenn man die verstehen möchte, werden viele andere Stellen viel zu laut. Man muss also konzentriert zuhören.

Was die Geschichte angeht, so nimmt sie sich wirklich Zeit. Es braucht erstmal eine ganze CD, bis man überhaupt eine Ahnung davon bekommt, dass es sich um eine Kriminalgeschichte handelt, wie der Untertitel es verspricht. In der Zwischenzeit lernt man Land und Leute kennen und hört so manche sympathische Geschichte über sie. Und dann verunglückt plötzlich ein Geldeintreiber auf dem Rückweg nach Polen. In die Oder soll er gefallen sein, aber außer einem Teil seiner Kleidung findet man nichts. Es dauert nicht lange, bis das kleine Dorf an Sabotage glaubt und einen Schuldigen zu finden meint. Dorfklatsch und Rufmord breiten sich aus, Freunde werden zu Verrätern, aber wer zu letzt lacht, lacht am besten, denkt sich der Beschuldigte ganz ruhig. Mehr sollte man hier gar nicht verraten.

"Unterm Birnbaum" ist eine kleine, nette Geschichte mit vielen kauzigen Figuren. Sprachlich ist sie äußerst gelungen. Zu Fontanes Meistererzählungen gehört sie aber nicht.
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