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Untergetaucht: Eine junge Frau überlebt in Berlin 1940 - 1945 Hörbuch-Download – Gekürzte Ausgabe

4.8 von 5 Sternen 39 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 8 Stunden und 15 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Gekürzte Ausgabe
  • Verlag: Argon Verlag
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 6. März 2014
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00I8RJ8IM
  • Amazon Bestseller-Rang:
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Kundenrezensionen

4.8 von 5 Sternen
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Top-Kundenrezensionen

Von Jouvancourt HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENT am 5. März 2014
Format: Gebundene Ausgabe
*
Die Deutsch-Jüdin Marie Jalowitz ist beim Tode ihres Vaters 1941 gerade 19 Jahre alt geworden, lebt in der Reichshauptstadt und lehnt es nach reiflicher Überlegung ab, den Judenstern zu tragen und irgendwann in ein Lager abtransportiert zu werden. Die selbstbewusste, hübsche Frau beschließt in den Untergrund zu gehen, entzieht sich der Zwangsarbeit bei Siemens in Spandau und kommt bei den seltsamsten Menschen in Berlin unter. Sie wird an einen alten Macho verkauft, der unter Syphilis leidet, aber zu keiner Beziehung mehr fähig war, was sie sehr begrüßt hatte. Dann wollte sie unbedingt einen Chinesen heiraten oder gar über Bulgarien nach Palästina fliehen. Immer wieder überlebte sie durch die Hilfe von Künstlern oder lebte auch mit einem holländischen Fremdarbeiter zusammen. Vier furchtbare Jahre voller Angst überlebte sie versteckt im Machtzentrum des politischen Apparates und nur ihr außergewöhnlicher Mut und ihre Schlagfertigkeit retten ihr das Leben. Freunde und Feinde, Vertraute und Verräter gab es um sie herum und nur ihr feines psychologisches Gespür halfen ihr, diese Menschen um sie herum zu unterscheiden und mit dem Leben davon zu kommen.

Marie wuchs in einer jüdischen Familie in Berlin auf, ihr Vater war Anwalt. Nach der Befreiung 1945 blieb sie in Berlin und wurde Professorin für Antike Literaturgeschichte an der Humboldt-Universität. Sie starb 1998 in Berlin. Vor ihrem Tode besprach sie für ihren Sohn, der heutige Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin, 77 Tonbänder mit ihrer Lebensgeschichte.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Schon immer hat mich die Frage bewegt, wie Menschen den Nationalsozialismus konkret erlebt haben. Die geschichtlichen Eckdaten kennen wir alle, aber wie gestaltete sich das Leben unserer Großeltern im Detail?

Dieses Buch schildert in beeindruckender Weise wie sich eine junge Frau, Jüdin noch dazu, im nationalsozialistischen Berlin behauptet und überlebt. Neben der Bewunderung für ihren Lebenswillen und die Kraft, die sie immer wieder aufgebracht hat, hat mich eins besonders gefesselt: die bizarre Mischung, einen wehrlosen untergetauchten Menschen auszubeuten, während man ihn zugleich unter Gefahr für das eigene Leben vor der Gestapo versteckt und versorgt. Zugleich überzeugter Nazi und Unterschlupfgeber für eine "illegale" Jüdin zu sein, das muss man erstmal unter einen Hut kriegen... Und die Protagonistin kämpft somit nicht nur gegen das politische System, das sie und ihresgleichen vernichtet, sondern auch mit den Marotten und Unverständlichkeiten des persönlichen Umfelds.

Es ist ein ganz wertvolles Buch mit interessanten Erkenntnissen, die ich so anderswo noch nie gefunden haben. Ich konnte nicht auf hören zu lesen und kann das Buch nur wärmstens empfehlen.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Die Zeitzeugen aus dem abgründigsten, schlimmsten, katastrophalsten und abscheulichsten Abschnitt deutscher Geschichte sterben aus. Schon bald wird niemand mehr aus eigenem Erleben von dieser Katastrophe berichten können. Weder Opfer noch Täter. Dieses Buch wird einen wichtigen Beitrag leisten diese Schrecken nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Heute vergeht kaum ein Jahr ohne Wahlen.
2014 wird es vor allem die Europawahl sein, die uns beschäftigt und uns leider auch Wahlplakate mit üblen, primitiven
Nazi-Parolen beschert.
Wer auch nur eine Millisekunde Freude, Sympathie oder gar Zustimmung beim lesen derartiger Parolen empfindet, sollte schnellstens dieses Buch zur Hand nehmen und sich in seinen Gedanken und Gefühlen gemeinsam mit Marie Jalowicz auf den Überlebenskampf durch die Jahre der Nazi-Dikatur begeben.
Es ist erschütternd zu lesen, wie viele Leben am seinen Faden hingen, wie die absolute Mehrheit der Deutschen bereitwillig dem Krieg und der Massenvernichtung Folge leisteten, bereitwillig und ohne jeglichen Gewissens dienten. Umso wertvoller erscheint der Lichtblick, dass es wenige Menschen gab, die trotz aller Gefahren für die eigene Familie und das eigene Leben den Mut aufbrachten Menschen wir Marie Jalowicz zu helfen.
Ich bin mir sicher, das wird helfen niemals, niemals, niemals in die Falle dieser braunen Rattenfängern zu tappen.
Diese Buch ist sehr empfehlenswert!
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Format: Gebundene Ausgabe
Marie Jalowicz Simon (1922-1998) wurde als Tochter eines jüdischen Anwalts in Berlin geboren. Auf der Flucht vor der Gestapo war sie gezwungen, unterzutauchen. Als eine von 1.500 Berliner Juden (von insgesamt 160.000) konnte sie sich vor der Deportation retten und überlebte. Nach der Befreiung 1945 blieb sie in Berlin und wurde Professorin für Antike Literatur- und Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität. Kurz vor ihrem Tod gab sie der Bitte ihres Sohnes Hermann Simon, Historiker, nach und sprach die Geschichte ihres Überlebens auf 77 Kassetten, die für dieses Buch transkribiert wurden.

Meine Meinung:

Was für eine ungewöhnliche, mutige, ehrliche, ungeschönte Geschichte! Ich habe Marie Jalowicz’ Erinnerungen mit Staunen, Faszination und immer unterschwelligem Grauen vor der Zeit, in der sie untertauchen musste, gelesen. In ihrem Buch gibt sie auch Einblicke in ihre Kindheit inmitten einer großen jüdischen Familie im Berliner Stadtzentrum, von ersten überstürzten Auswanderungen vieler Verwandter und Bekannter und ihre Zeit als Zwangsarbeiterin bei Siemens, bis sie schließlich keinen anderen Ausweg mehr sieht als die Flucht in den Untergrund.

Ihrem unerschütterlichen Überlebenswillen, ihrem Mut, ihrer Findigkeit und Anpassungsfähigkeit ist es ebenso wie der Hilfe zahlreicher Personen zu verdanken, dass sie das Nazi-Regime überleben konnte. Und nicht zuletzt einer großen Portion Glück, das vielen anderen untergetauchten Juden nicht beschieden war.

Fazit:

Jeder weiß, dass es versteckt lebende Juden gab, wer aber wissen will, wie das Leben der jüdischen Untergetauchten, genannt “U-Boote”, wirklich aussah, sollte Marie Jalowicz Simons’ Erinnerungen lesen. Ein eindrückliches, spannendes, erschreckendes Zeitdokument.
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