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Kundenrezensionen

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am 16. Februar 2006
Es wird definitiv Batya Gurs letzter Roman um Inspektor Michael Ochajon sein, den ich hier in meinen Händen halte, denn die israelische Schriftstellerin verstarb im Alter von nur 57 Jahren im Mai 2005. Ein wenig Wehmut begleitet daher die Lektüre des Buches „Und Feuer fiel vom Himmel“. Sie war bekannt dafür, dass sie nicht nur hintergründige und ausgefeilte Kriminalromane schrieb, sondern auch die Probleme und Konflikte innerhalb Israels als zentrales Thema in ihren Geschichten verarbeitete. In jedem ihrer Bücher hat sie einen anderen Hintergrund gewählt, mal die Psychoanalyse, die mir besonders im Gedächtnis haften geblieben ist, mal die Musikszene oder das Leben in einem Kibbuz, oder hier die Arbeit in einem Fernsehsender.
Auf die Beschreibung des Inhalts will ich aus zwei Gründen nicht allzu viele Worte verwenden: Zuviel würde offenbart, wenn man stärker in die Geschichte einsteigen würde, zu viele Details müsste man beschreiben, um die komplexen Zusammenhänge zu erläutern.
Im Gebäude des Fernsehsenders Kanals 1 des israelischen Fernsehens wird die Leiche von Tirza Rubin gefunden, erschlagen von einer Marmorsäule, die sie selbst für die Kulisse eines Films herrichten hatte lassen. Produktionsleiter Matti Cohen hatte sie als letztes in der Nacht lebend gesehen, als er auf dem Weg war, die Aufnahmen für einen Film zu stoppen, der ein zu großes Budget verschlang, der jedoch dem Regisseur Benni Mejuchas, Tirzas Lebensgefährte, alles bedeutete. Bei der Zeugenvernehmung im Polizeipräsidium bricht Matti Cohen zusammen und stirbt kurze Zeit darauf im Krankenhaus - an einer Überdosis Digoxin, wie sich später herausstellt. Das lässt den Unfall, als der Tirzas Tod zunächst eingestuft wurde, in einem ganz anderen Licht erscheinen.
Der Einstieg in die Geschichte fällt sehr schwer. Man wird als Leser mitten in das Geschehen geworfen, das mit Tirza Rubins Tod beginnt, der jedoch schnell vom sehr turbulenten Fernsehalltag im Sender verdrängt wird. Jeder Charakter wird insgesamt ausführlich dargestellt, auch wenn es am Anfang extrem verwirrend ist, mit den vielen Personen zurechtzukommen, doch nach und nach kann man ihre Rolle im Fernsehsender einordnen. Die Schilderung des Beziehungsgeflechts der Personen untereinander war schon immer die große Stärke der Autorin, die sie auch hier wieder ausgespielt hat. Man hätte sich zu Beginn dennoch einige Erklärungen mehr gewünscht. Im Vorwort schreibt sie, dass das Buch auf einer Vorlage für ein Drehbuch basiert, was vielleicht erklärt, warum diese fehlen.
Auch wenn in den vorherigen Büchern immer andere Personen als der Ermittler im Vordergrund standen, so hat man ihn dennoch ganz gut kennengelernt. Hier hat sie die Präsenz von Michael Ochajon noch etwas mehr zurückgenommen, insbesondere im Vergleich zu „Das Lied der Könige“ und „Denn die Seele ist in Deiner Hand“ (den beiden Vorgängern), wo er deutlich mehr involviert war.
Obwohl einige Personen im Ablauf der Handlung ihr Leben lassen müssen und das Fernsehgeschäft, insbesondere bei den Nachrichten, ein sehr schnelllebiges ist, schafft es Batya Gur, diese Geschwindigkeit und das Auftreten mehrerer Todesfälle mit einer Langsamkeit zu verbinden, die verblüffend ist. Nur wenigen Autoren gelingt es, so viele Seiten auf detaillierte Beschreibungen zu verwenden, ohne zu langweilen. Das Motiv bleibt bis zum Ende im Dunkeln, man ahnt bis kurz vor Schluss nicht im Entferntesten, wer der Mörder sein könnte und doch glaubt man zumindest zu wissen, dass nur wenige Personen dafür in Frage kommen und dass die Ursachen in der Vergangenheit liegen müssen. Batya Gurs Abrechnung mit der Geschichte findet dieses Mal erst ganz am Ende statt.
Prädikat unterhaltend? Ja, aber das mit einer Tiefgründigkeit, die man nur selten in der Krimilandschaft findet. Es überkommt mich fast Trauer, wenn mir bewusst wird, dass dies das letzte Buch israelischen Autorin ist. Die breite Masse der Leser wird sicherlich Action und Thrill vermissen, aber wer anspruchsvoll unterhalten werden möchte, der sollte an Batya Gur nicht vorbeigehen.
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am 3. Januar 2007
Batya Gurs letzter Krimi verlangt einige Geduld bei der Lektüre: Mit geradezu epischer Breite werden die Figuren eingeführt, und mit teils recht ermüdenden Details der hektische Fernsehalltag in Israel, dem Land der Nachrichten-Junkies, geschildert. Nach zwei Dritteln des Buches gibt es für Batya Gur-geschulte Leserinnen und Leser eigentlich nur einen möglichen Täter -- dass man sich dessen nicht hundertprozentig sicher ist, liegt nur daran, dass das Motiv wirklich sehr konstruiert wirkt. Fazit: Als Krimi eher mangelhaft, als Beschreibung israelischen (Fernseh-) Alltags trotzdem lesenswert.
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am 24. April 2014
Ich habe diesen Roman richtig aufgesaugt! Wichtig war mir auch, dass das Buch gebunden war und kein Taschenbuch, da man es so beim Lesen besser handhaben kann und es nicht verknittert wird. Den Roman "Und Feuer fiel vom Himmel" fand ich sogar noch gelungener als "Denn am Sabbat sollst du ruhen". Der flüssigste Roman von Gur auf jeden Fall! Wirklich ein Muss für jeden Gur-Fan!
Ich wünsche jedem Leser, er solle die gleich Leidenschaft wie ich empfinden! Denn Schluss verrate ich natürlich nicht! ;-)
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am 19. November 2011
Obwohl doch so einige Personen in diesem Buch ihr Leben lassen müssen, würde ich "Und Feuer fiel vom Himmel" nicht als Krimi bezeichnen, da es hauptsächlich darum geht, die Fernsehlandschaft und die sozialen Probleme Israels zu beschreiben. Die Todesfälle sind schon alleine deshalb Nebenhandlung, weil vom Ermittlerteam lange nicht ermittelt wird, sondern nur zugeschaut wird, und das mindestens 300 Seiten lang.
Ochajon kommt in diesem Buch leider viel zu kurz. Man erfährt nichts mehr von seiner neuen Beziehung aus "Denn die Seele ist in deiner Hand", was ich sehr schade finde.
Fazit: Sicherlich nimmt in der Ochajon-Reihe diese Buch mMn eines der letzten Plätze ein. Ein wenig mehr Krimihandlung und weniger Dialoge (wie z. B. das Verhör mit der Sekretärin) hätten es schon sein dürfen.
Aber da ich die Art, wie man mit Batya Gur in das Leben in Israel eintauchen kann, sehr gern habe, sei ihr das verziehen. Traurig, dass es keine weiteren Romane mehr von ihr geben wird.
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am 23. Mai 2006
Lange habe ich gewartet und ich wurde nicht enttäuscht. Kriminalromane aus dem Fernsehmilieu gibt es einige, z.B. von Liza Marklund oder Dick Francis, aber dieser ist etwas Besonderes. Er ist schlüssig aufgebaut, bleibt spannend und man glaubt immer wieder den oder die Täter zu erkennen. Bis 10 Seiten vor Schluss, wusste ich die Lösung nicht. Dies ist sicherlich ein gutes Zeichen und dennoch war mir die Lösung nicht schlüssig genug und für einen so langen Aufbau zu plötzlich, darum nur 4 Sterne.
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am 9. April 2008
Ich habe alle Michael-Ochajon-Romane gelesen und bin auch von diesem nicht enttäuscht worden. Spannend; man legt das Buch nicht aus der Hand. Wie kann man sonst - wenn man keine Bekannten in Israel hat - Einblicke in die gesellschaftliche Wirklichkeit des Landes gewinnen?

Aber: In der wörtlichen Rede ständig nur Satzfragmente. Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen allenthalben. Das nervt. Eine Person mag in höchster Aufregung vielleicht so reden - aber alle und in jeder Lebenslage? Die Figur des Chefez ist satirisch angelegt - allein die Redeweise mit den ständigen rhetorischen Fragen und selbst gegebenen Antworten - sobald aber Chefez zum Intendanten aufgestiegen ist, redet er plötzlich ganz anders. Ich glaube nicht, dass das gewollt ist, um etwa eine innere Entwicklung der Figur zu skizzieren. Chefez hat keine innere Entwicklung. Es ist einfach ein Schnitzer, und der Lektor hat's nicht gemerkt.

Ein weiteres Manko: Nicht alle Handlungsfäden werden am Ende zufriedenstellend verknüpft. Es wäre dem Buch gut bekommen, wenn die Autorin das Personal und die Vielzahl der Nebenhandlungen ein wenig begrenzt hätte.

Ochajon ist zu schön und zu gut, um wahr zu sein.

Daher nur drei Sterne.

Trotzdem: Es ist sehr traurig, dass es keine weiteren Batya-Gur-Romane mehr geben wird. Die Krimi-Landschaft (besser: die Landschaft der Kriminalromane mit Anspruch) ist ärmer ohne diese Autorin, die leider in noch recht jungen Jahren gestorben ist.
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am 2. Dezember 2014
Bin mit dem Service sehr zufrieden und kann den Händler sehr empfehlen.
Habe dort schon öfters gekauft und war jedesmal nicht enttäuscht.
Würde dort jederzeit wieder bestellen.
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