Lade die kostenlose Kindle-App herunter und lese deine Kindle-Bücher sofort auf deinem Smartphone, Tablet oder Computer – kein Kindle-Gerät erforderlich.
Mit Kindle für Web kannst du sofort in deinem Browser lesen.
Scanne den folgenden Code mit deiner Mobiltelefonkamera und lade die Kindle-App herunter.
Bild nicht verfügbar
Farbe:
-
-
-
- Herunterladen, um dieses Videos wiederzugeben Flash Player
Dem Autor folgen
OK
Unberührt: Menschen ohne Beziehungserfahrung - Wege zu erfüllter Liebe und Sexualität Broschiert – 13. Januar 2006
- Seitenzahl der Print-Ausgabe238 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberKreuz
- Erscheinungstermin13. Januar 2006
- Abmessungen13.4 x 2.5 x 21.6 cm
- ISBN-10378312705X
- ISBN-13978-3783127058
Beliebte Titel dieses Autors
Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : Kreuz; 1. Edition (13. Januar 2006)
- Sprache : Deutsch
- Broschiert : 238 Seiten
- ISBN-10 : 378312705X
- ISBN-13 : 978-3783127058
- Abmessungen : 13.4 x 2.5 x 21.6 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1,128,330 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 3,243 in Alles über Sex
- Nr. 72,630 in Lebensführung (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Geboren 1969 in Wiesbaden. 1996 Einser-Examen in Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaft. Autor von über 50 Büchern, darunter mehrere Bestseller. Titelgeschichten in den verschiedensten Zeitschriften von Focus bis Playboy. Hoffmanns Blog "Genderama" hat mehrere tausend Leser pro Tag.
Hoffmann wurde vor allem durch sein Engagement für sexuelle Minderheiten sowie die Begründung der Männerrechtsbewegung ("Maskulismus") in Deutschland bekannt, deren engeren Kern eine Studie des Familienministeriums mit inzwischen 400.000 Menschen angibt. Hoffmanns Buch "Plädoyer für eine linke Männerpolitik" definiert diese Bewegung so: "Maskulisten geht es darum, Benachteiligungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen in Bezug auf alle Menschen einschließlich der Männer zu erforschen, herauszufinden, was die möglicherweise vielfältigen Ursachen dafür sind, und realistische Lösungsstrategien zu entwickeln." Hoffmann fordert die Bekämpfung von Sexismus gegen beide Geschlechter statt von Frauenfeindlichkeit allein.
Neben Professor Gerhard Amendt, Professor Klaus Hurrelmann und anderen Autoren wirkte Hoffmann an dem Fachbuch "Befreiungsbewegung für Männer" mit (Psychosozialverlag 2009).
Kundenrezensionen
Kundenbewertungen, einschließlich Produkt-Sternebewertungen, helfen Kunden, mehr über das Produkt zu erfahren und zu entscheiden, ob es das richtige Produkt für sie ist.
Um die Gesamtbewertung der Sterne und die prozentuale Aufschlüsselung nach Sternen zu berechnen, verwenden wir keinen einfachen Durchschnitt. Stattdessen berücksichtigt unser System beispielsweise, wie aktuell eine Bewertung ist und ob der Prüfer den Artikel bei Amazon gekauft hat. Es wurden auch Bewertungen analysiert, um die Vertrauenswürdigkeit zu überprüfen.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Kundenbewertungen bei Amazon funktionieren.-
Spitzenrezensionen
Spitzenbewertungen aus Deutschland
Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuche es später erneut.
10 Prozent reichem dem Autor, um die Erkenntnisse aus seiner Recherche darzulegen und Denkanstöße und Lösungsmöglichkeiten zu präsentieren.
Gerade aber die letzten 25 Seiten ruinieren den vorhergehenden positiven Gesamteindruck des Buches, der eigentlich 4 Sterne verdient gehabt hätte. Die Betrachtungen des Autors sind so trivial und banalisieren das ganze Thema dermaßen, dass man fast glauben könnte, der Autor hätte sein eigenes Buch überhaupt nicht gelesen.
Die Tipps und Anregungen, die Arne Hoffmann gibt, finden die Betroffenen auch in den gängigen Flirt-Ratgebern. Doch genau solche Standard-Lösungsansätze wie etwa >Psychotherapie<, >Sport treiben< >Attraktivität steigern< >Freundeskreis aufbauen< haben die Betroffenen bereits x-mal gehört und gelesen, sie gehen am Kern des Problems deutlich vorbei. Aus den Erfahrungsberichten der Betroffenen geht eindeutig hervor, dass dies und vieles andere bereits ohne Erfolg ausprobiert worden ist und nur sehr selten eine Veränderung der persönlichen Situation herbeigeführt hat. Gerade solche pauschalierten Standard-Lösungen helfen vielleicht denjenigen, die besserwertige Beziehungen suchen aber nicht denjenigen, die ohne jegliche Erfahrung Beziehungen erst erlernen müssen. Die Betroffenen haben durchaus keine Probleme, Kontakte herzustellen. Die scheinbar unüberwindbare Mauer besteht in der Phase zwischen Kontaktaufnahme und erster Intimität, in der die so genannten ABs (Absolute Beginner) eine große Unsicherheit und Unerfahrenheit ausstrahlen, die der potentielle Partner wahrnimmt und deswegen, weil Unsicherheit in unserer Kultur als Schwäche und Minderwertigkeit angesehen wird, mit Zurückweisung reagiert.
Diesem unüberwindbaren Hindernis schenkt der Autor aber keine Aufmerksamkeit, anstatt dessen glänzt er durch banale Plattheiten: "Egal ob sie einen Partner suchen oder Freunde. Es wird am besten funktionieren, indem sie neue Leute kennen lernen"
Auf dem Buchdeckel steht: "...zeigt Lösungen auf und macht Mut, doch an das Glück in der Liebe zu glauben"
Doch im Buch drücken Kommentare und Stellungnahmen ein total entgegen gesetztes Bild aus "...Die Folgen dieser Lebenssituation sind Unzufriedenheit, Frust, Zorn und Traurigkeit - was den glücklichen Aufbau neuer Beziehungen fast unmöglich macht." "Man muß den beschriebenen Teufelskreislauf (Keine Erfolge, kein Selbstwertgefühl, weniger Erfolge, weniger Selbstwertgefühl) irgendwie durchbrechen, aber das ist leichter gesagt als getan." usw.
Was besonders auffällt ist das Hierarchiedenken, dem sich der Autor sowie die Betroffenen selbst, in hohem Maße unterwerfen. Es wird eine scharfe Trennlinie gezogen zwischen ABs (Menschen ohne Beziehungserfahrung) und den so genannten Normalos. Die Betroffenen zeichnen das Bild eines Kastensystems, in dem sie die unterste Stufe darstellen, aus der es keinen Aufstieg zu geben scheint. Sobald sie sich als ABs outen, werden sie von den "Normalos" ausgegrenzt, gedemütigt und abgewertet. Arne Hoffmann führt mit seinem Buch wohl nicht ganz zufällig den Begriff "unberührt" ein, der damit dieses Bild der untersten Kaste bestätigen und noch verstärken soll. (Indien: die Unberührbaren).
Anstatt dass der Autor hilft, die Betroffenen von ihrem angeblichen Stigma zu befreien und dieses Kastensystem als künstlich und hinderlich zu entlarven, schaut er selbst herablassend auf die ABs hinunter, wahrscheinlich um sich selbst damit aufwerten zu wollen.
In einem an Schmalzigkeit kaum zu überbietenden Schlussabsatz "das erste Mal" fordert er die Normalos auf, bestimmte Regeln (Rücksichtnahme) einzuhalten was die "Entjungferung" der ABs betrifft. Das liest sich in etwa wie eine Gebrauchsanleitung; seinen Hamster möglichst pfleglich und fürsorglich zu behandeln, damit ihm auch kein Schaden entstehe.
Dieses Kastensystem ist deswegen künstlich, weil vieles was in der so genannten Beziehungswelt stattfindet, gefälscht und geheuchelt ist. Oftmals geben Menschen nur vor, in glücklichen Beziehungen zu leben oder befriedigenden Sex zu haben. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Status über alles geht. Das Vorheucheln von Normalität ist die Regel, weil der Status bestimmt den Wert in unserer Gesellschaft, und nicht unser wahres Erleben.
Ein Blick in die Beziehungs-Literatur gibt ein recht ernüchterndes Bild wieder; da geht es um vergiftete und destruktive Beziehungen, um Mobbing in der Partnerschaft, um passiv-aggressives Vermeidungsverhalten, um Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit, um Symbiosen, die von gegenseitigem Hass geprägt sind, um Gewalt und Ausbeutung usw.
Früher hieß es mal, nur die Hälfte aller Frauen hätten jemals einen Orgasmus erlebt, auch der vorgeheuchelte Orgasmus ist auch oft thematisiert worden.
Viele der nur den ABs zugeschriebenen Eigenschaften wie z.B. Verlassensängste betreffen auch die "Normalos". Es gibt Leute, die fast ununterbrochen mit Partnern zusammen lebten und trotzdem panische Ängste vorm Verlassenwerden haben, die dies aber manchmal besser verdrängen können, in dem sie z.B. den Partner zwanghaft an sich binden
Hier werden vom Autor falsche Kausalketten geschmiedet, die nur einen einzigen Sinn haben; nämlich diejenigen als höherwertig hinzustellen, denen es besser gelingt, Normalität vorzuheucheln. In diesem künstlichen Wettbewerb werden diejenigen, die sich in dieser von Lüge durchtränkten Welt ertappen lassen (z.B. geoutete ABs), besonders hart bestraft, nämlich mit Ausgrenzung und Abwertung.
Der Autor gibt in seinem Buch nicht den leisesten Wink, diese Lügenwelt zu durchschauen und damit den einzig gangbaren Weg zu gehen, nämlich Selbstvertrauen in sich selbst zu finden und sich so anzunehmen wie man ist - was die einzige wirkliche Chance darstellt, einen Partner auf ähnlicher Reifestufe wie man selbst zu finden. Auch viele, die Jahrzehnte in toten Ehen vergeudeten, sind genauso wenig wirklich beziehungsfähig wie die ABs.
Stattdessen huldigt Arne Hoffmann dem Mythos, dass Partnerschafts-Symbiosen und Abhängigkeiten automatisch auch Beziehung, Liebe und lustvollen Sex bedeuten. Damit schafft er die Überlegenheit der eigenen Kaste und beutet die Unerfahrenheit der ABs aus, um sich selbst aufzuwerten, in dem er diese abwertet.
Warum finden Körperbehinderte Partner, die nicht behindert sind? Vielleicht weil diese Behinderte sich nicht wertloser fühlen als die Nicht-Behinderten.
Partnerschaft entscheidet sich nicht nur auf der körperlichen Ebene. Wem es gelingt zum anderen auf der geistigen, seelischen oder spirituellen Ebene eine tragfähige Beziehung aufzubauen, wird viel weniger Gefahr laufen, vom Partner wegen anfänglicher emotionaler Unsicherheit abgelehnt zu werden. In unserer Fast-Food-Gesellschaft ist es allerdings schwer, Menschen zu finden, die an tiefer gehenden und reichhaltigeren Beziehungen interessiert sind.
Partnerschaften werden leider auch wegen ihrer Zweckdienlichkeit eingegangen, um emotionale und finanzielle Sicherheit, einen besseren Status zu erreichen oder dem "ich kann mit mir selbst nichts anfangen" zu entkommen.
ABs, die hoffen von den über ihr stehenden Kaste Absolution, Gnade und Aufnahme zu erhalten, die an ein Bild wie im Abschnitt "das erste Mal" glauben, gehen von vorneherein in ein totes Rennen, dass sie nicht gewinnen können. Wer sich immer nur durch die Augen anderer betrachtet, wird ein Leben lang auf der Stelle treten.
Arne Hoffmanns verkitschte Welt -"Was für viele Menschen fast wie von selbst stattfindet, körperliche Zärtlichkeiten mit einem geliebten und begehrten Menschen, ist für andere ein Lebensthema, ein Lebenswunsch geworden. Jahre, ganze Jahrzehnte, in denen dieser Wunsch nicht in Erfüllung ging, werden innerlich häufig als verlorene Jahrzehnte abgebucht "- ist nur ein kleiner und sehr verzehrter Ausschnitt der Realität. Ein großer Teil unserer Innersten Sehnsüchte erfüllen sich auch oft durch die Zweisamkeit nicht. Unsere Ängste und Defizite nehmen wir in die Partnerschaft mit. Die Beziehung befreit uns nicht davon, sie kann allenfalls helfen, besser und bewusster damit umzugehen. Beziehung ist gleichsam auch harte Arbeit.
Man spürt in keiner Zeile des Buches, dass dem Autor dies bewusst wäre. Den Stellenwert eines Menschen nur anhand seines Status bewerten zu wollen, ist zutiefst menschenunwürdig und zeugt von einer hierarchisch abwertenden Einstellung des Autors. Und solch eine Geisteshaltung mag den ABs sicherlich keine Hilfe sein.
Obwohl Deutschland weltweit zu den Ländern mit einer liberalen Sexualmoral zählt, scheint es immer mehr Menschen zu geben, die in Sachen Sexualität und Beziehungen auf der Verliererseite stehen und aus der es kein Entkommen zu geben scheint - trotz nahezu inflationär vorhandener Single-Ratgeber aller Couleur: sei es in Buchform, als Film oder auf diversen Internetseiten.
Wie hoch die Dunkelziffer der Betroffenen ist und wie ansteigend die Zahl derjenigen ist, die es nicht in die Gruppe der Gewinner mit einem abwechslungsreichen und erregenden Beziehungsleben schafften, sei es - werteneutral beurteilt - mit wechselnden Partnern oder in einer festen Beziehung oder Ehe, kann nur vermutet werden.
Über die Ursachen kann ebenfalls vermutlich nur spekuliert werden, sei es , dass im Zusammenhang des Wertewandels in den letzten Generationen sich Attraktivität zu einem knallharten Geschäft gewandelt hat oder dass die Anforderungen an den/die potentielle(n) Partner(in) mittlerweile derart utopisch geworden sind, dass sie in der Realität faktisch durch die breite Masse kaum zu erfüllen sind.
Erschreckend ist bei den im Buch dargestellten Betroffenen, dass es sich vornehmlich um durchaus beruflich erfolgreiche und scheinbar körperlich normal entwickelte Männer handelt - was eigentlich eine solide Basis für Aussicht auf Erfolg bei der Partnersuche sein sollte. Weit gefehlt, wie es scheint.
Zu den wesentlichen Aspekten des Buches wurde hier schon praktisch alles gesagt. Deshalb nur ein Punkt: Verständlich ist es sicher, wenn sich Leserinnen wünschen, noch mehr über weibliche Betroffene zu erfahren. Allerdings ist dieses Ungleichgewicht nicht Hoffmann anzulasten. Wenn keine weiteren Frauen zu einem Interview bereit waren, kann er wohl kaum einfach welche erfinden. In der von ihm zitierten Fachliteratur (Brian Gilmartin, Eva Margolies etc.) wird die Unberührtheit fast ausschließlich als Männerproblem gesehen. Das bricht Hoffmann immerhin in seinen Interviews mit Frauen und mit seinen Analysen auf. Es ist insofern unfair und auch nicht wirklich logisch, ihm hier Einseitigkeit zu unterstellen, nur weil er sich in anderen Veröffentlichungen mit häuslicher Gewalt gegen Männer, sexuellem Missbrauch von Jungen und anderen zu kurz gekommenen Themen beschäftigt hat. Hoffmann engagiert sich beispielsweise auch gegen Zwangsprostitution, hat also gerade keine Geschlechterschere im Kopf.
Darüber hinaus hat jede weibliche Betroffene die Möglichkeit, an einer stärkeren Ausgewogenheit in der öffentlichen Wahrnehmung mitzuwirken. Derzeit werden die von Hoffmann in seinem Buch erwähnten Internetforen der Betroffenen geradezu geflutet von Medienanfragen nach Interviewpartnern (Hessischer Rundfunk, Pro 7, 3-sat-Kulturzeit, RTL ...) Die Teilnahmebereitschaft der Angefragten ist bisher sehr zurückhaltend, und auch für den "Polylux"-Beitrag Ende letzten Jahres meldeten sich lediglich zwei Männer. Wie in vielen anderen Bereichen liegt es an den Frauen selbst, ob sie sich entsprechend engagieren möchten oder nicht.





