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Kundenrezensionen

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am 20. Januar 2009
Randolph Scott hat in seiner Filmkarriere wohl um die 60 Western gedreht. Aus dieser Vielzahl stechen aber die Western von Regisseur Bud Boetticher (hier vor allem Der Siebente ist dran) und Sacramento hervor. Randolph Scott ist auch hier wiederum der aufrechte aber verbitterte Held der mit den charismatischen Bösewichten aufräumt. Diese werden immerhin von Richard Boone und Henry Silva dargestellt. Maureen O'Sullivan obwohl Rothaarig sollte nicht mit Maureen O'Hara verwechselt werden, bekannt ist sie vor allem als Jane aus den Tarzan Filmen. Die karge Landschaft und die stimmungsvolle Musik tragen einiges zur Unterhaltung bei. Nach einer 15 Minuten-Einführung, die aber durchaus sehenswert ist, beginnt die eigentliche Handlung mit dem Auftauchen der rücksichtslosen Banditen. Die dreht sich dann um die Banditen und ihren Geiseln.

Wieder mal ein sehr gut gemachter und stimmungsvoller Western von Bud Boetticher mit einem gut gelaunten Randolph Scott in der Hauptrolle. Neben ihm dürfen auch Maureen O'Sullivan als frisch verheiratete Alte Jungfer" und Richard Boone als einprägsamer Bösewicht brillieren. Der Film dauert zwar nur knappe 74 Minuten aber keine Sekunde kann als verschwendet angesehen werden. Das Drehbuch wurde übrigens von Burt Kennedy (auch ein Westernveteran) nach einer Geschichte von Elmore Leonard (unter anderem Hombre, 3:10 to Yuma)geschrieben. Gute Westernunterhaltung ist daher garantiert.

Die DVD kann auch als gelungen angesehen werden. Obwohl Specials sind halt keine oben aber Bild/Ton kann als gut bis sehr gut eingestuft werden. Sieht man das Cover könnte man glauben der Film ist S/W, nein "The Tall T" (so der OT) ist in Farbe und die strahlen ganz schön passend zur kargen Westernlandschaft. Als Westernfan hofft man natürlich auf weitere Veröffentlichungen der Randolph Scott/Budd Boetticher Western.
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TOP 1000 REZENSENTam 17. Januar 2009
"Um Kopf um Kragen" ist einer der Filme, die von Filmhistorikern als sogenannter "Ranown-Zyklus" zusammengefasst wird. Es handelt sich um die Budd Boetticher B-Western mit Randolph Scott in der Hauptrolle. Zu den insgesamt 7 Western gehören auch "Der Siebente ist dran", "Fahrkarte ins Jenseits", "Sein Colt war schneller", "Auf eigene Faust", "Messer an der Kehle" und "Einer gibt nicht auf". Scott spielt immer den gealterten Westernhelden, etwas zynisch, stark desillusioniert, verhärtet, enttäuscht, verbittert, nicht näher beschriebene Ereignisse haben ihn zu einem Einzelgänger werden lassen und reitend wird er zum tragischen Helden. Boettichers Kunst war ein perfekt inszenierter Minimalismus. Kein Wort zuviel, keine Szene unnötig. Alles auf den Punkt gebracht und dennoch so vielschichtig, teilweise sogar poetisch, dass sich auch die Liebhaber des Autorenkinos für sein Werk zu interessieren begannen und es in den späten 70er und 80er zu einer Wiederentdeckung seiner Werke kam.
Es sind die einfachen, linear strukturierten Storys mit klaren Konflikten die er in seinen Filmen aufgreift.
Der stoische Cowboy Pat Brennan hat sich eine kleine Farm gekauft und möchte einen Zuchtbullen kaufen. Großrancher Tervoorde, bei dem er früher Vormann war und der ihn nicht gerne gehen liess, überredet ihn zu einer unvernünftigen Wette, bei der Brennan sein Pferd verwettet und den Weg nach Hause zu Fuss antreten muss. Unterwegs nimmt ihn die Postkutsche eines alten Freundes mit. Eine extra von einen frisch vermählten Brautpaar gemietete Kutsche. Die altjüngferliche Doretta (Maureen O'Sullivan) ist zudem Tochter eines reichen Minenbesitzers. Die Kutsche macht Halt bei der nächsten Poststation und da wartet auch schon der alternde Outlaw Frank Usher (Richard Boone) mit seinen beiden, schiesswütigen jungen Haudegen Billy Jack und Chink....
"Um Kopf und Kragen" dauert kurzweilige 78 Minuten, Boetticher braucht eine ca. 15 minütige Einleitung mit sehr idyllischen und familienfreundlichen Impressionen, fast schon ein bisschen "Shane" parodistisch, bis sich die Tür plötzlich zur Gewaltorgie öffnet...
Wer Boettichers erste Zusammenarbeit mit Scott "Der Siebente ist dran" (auch auf DVD erhältlich) gut fand, der wird auch an "Um Kopf und Kragen" Gefallen finden.
Bild und Ton sind für einen ca. 50 Jahre alten Film sehr gut restauriert.
Ein Western, der vielleicht nicht ganz zu den grössten klassischen Meistererken des Genres, gezählt wird, der aber richtig grosses Sehvergnügen liefert.
11 Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Auch um einige Menschen kann man schwerlich herumreiten, und Budd Boetticher ist meiner Meinung nach so ein Mensch. Obwohl es ihn in seinem von tragischen Unglücksfällen gezeichneten Leben nicht vergönnt war, viele Filme zu drehen, ist sein Beitrag für den Western - durch den Ranown-Zyklus, eine Reihe von Western, produziert von Randolph Scott und Harry Joe Brown - kaum zu überschätzen. Die meisten dieser Western, allesamt in den 50er Jahren veröffentlicht, zeichnen sich durch eine minimalistische, auf den Showdown zulaufende Handlung und durch psychologische Tiefe der Charaktere aus. Es ist mir eigentlich unverständlich, warum diese Westernperlen auch heute noch im Schatten vieler anderer Genrebeiträge stehen und warum sie - meines Wissens - noch nicht alle in würdiger Ausstattung als DVDs auf den Markt gekommen sind.

"The Tall T" wurde 1957 als dritter Film des Zyklus gedreht und zeigt, wie alle anderen, Randolph Scott in der Rolle des Helden. In allen diesen Western ist der Held ein verbitterter, von allen gesellschaftlichen Banden abgeschnittener Mann, der nur noch für seine Rache lebt, darin dem Helden, den Jimmy Stewart für Anthony Mann spielte, oftmals nicht unähnlich. Was aber Boetticher von Mann unterscheidet, ist, daß Boettichers Schurken bei all ihren Verbrechen oft einen guten Kern zu haben scheinen, der nur durch falsche Entscheidungen oder widrige Umstände verschüttgegangen ist.

In "The Tall T" spielt Scott einen Mann namens Pat Brennan, der seine Stellung als Verwalter einer Ranch an den Nagel gehängt hat, um sich selbständig zu machen. Als er bei seinem ehemaligen Boß einen Zuchtbullen kaufen will, schlägt ihm dieser eine Wette vor: Sollte es ihm gelingen, auf einem Bullen zu reiten und diesen zum Stehen zu bringen, gehört der Bulle ihm. Sollte er abgeworfen werden, muß er sein Pferd dem Rancher - der durch diese Spielchen bezweckt, Pat wieder zu seinem Verwalter zu machen - überlassen. Pat verliert diese Wette und macht sich zu Fuß zu seiner Farm auf. Unterwegs gelingt es ihm, eine Kutsche anzuhalten, in der ein frischvermähltes, aber ältliches Paar in die Flitterwochen fährt. Als die Kutsche bei einer Relaisstation Halt macht, werden die Reisenden von Frank Usher (Richard Boone) und zwei jungen Revolverhelden (Henry Silva, Skip Homeier) überfallen. Nachdem die Banditen den Kutscher erschossen haben, erfährt Pat, daß auch der Postmeister und sein kleiner Sohn, mit denen er befreundet war, kaltblütig von den Gesetzlosen ermordet wurden. Um seine Haut zu retten, verrät der Bräutigam, Willard Mims (John Hubbard), daß seine Frau Doretta (Maureen O'Sullivan) die Tochter eines reichen Minenbesitzers ist und daß die Banditen sie gegen ein Lösegeld eintauschen könnten. Usher beschließt, die drei Gefangenen noch nicht zu töten, sondern erst das Lösegeld einzuheimsen. Für Pat bedeutet dies eine Galgenfrist, während der er Zwietracht unter den Banditen säen und sie ausschalten könnte, um sein und Dorettas Leben zu retten.

Die Story basiert auf der Erzählung "The Captives" von Elmore Leonard und wurde von Burt Kennedy für den Film adaptiert. Sie zeichnet sich durch eine differenzierte Darstellung der Hauptcharaktere aus. Pat scheint am Anfang ein unbeschwerter Mann zu sein, der - vielleicht ein wenig zu sehr - von seinen eigenen Fähigkeiten überzeugt ist und damit die Idee verkörpert, daß jeder Mensch selbst für sein Schicksal verantwortlich ist. Diesen Glauben hält er auch Usher entgegen, der sich paradoxerweise immer mehr freundschaftlich zu ihm hingezogen fühlt und ihm von seinem Traum berichtet, eines Tages selbst eine Farm zu haben. Ushers Worte "A man should have something of his own, something to belong to, to be proud of" appellieren dabei so sehr an unser aller Traum von einem kleinen Glück, daß sie schwerlich aus dem Textrepertoire eines typischen Westernbösewichts stammen zu können scheinen, doch Pats "And you think you'll get it this way" holt uns schnell auf den Boden der Tatsachen zurück und macht deutlich, daß der Zweck eben nicht die Mittel heiligt. Auch mit Doretta geht Pat nicht eben schonend um, wenn er ihr verdeutlicht, daß es zum Teil ihrem mangelnden Glauben an sich selbst und ihre Attraktivität geschuldet ist, daß sie zur "alten Jungfer" wurde und schließlich einen Mann wie Mims geheiratet hat, von dem sie wußte, daß er sie nur ihres Geldes wegen nahm.

Überraschend gewieft kann dieser gradlinige Mann allerdings werden, wenn es darum geht, Mißtrauen unter den Banditen zu säen, nur um sie desto leichter einen nach dem anderen unschädlich zu machen. Bezeichnenderweise gehen zwei von den Schüssen, die Pats Widersacher töten, direkt in ihre Gesichter, was darauf hindeutet, daß es Pat um die völlige Auslöschung der Identität der Männer geht, die den Postmeister und seinen kleinen Sohn ermordet haben. Warum ist Pat diese Abrechnung so wichtig? Er selbst fegt weitergehende Fragen mit dem Hinweis auf unumreitbare Dinge im Leben eines Mannes zur Seite, doch vielleicht hat der alleinstehende Mann in dem ermordeten Vater sich selbst gesehen. Immerhin gibt uns die Kamera viele Einstellungen mit den Zuckerstangen, die Pat in Contention für den Jungen kauft und die schließlich von seinen Mördern gegessen werden. Am Ende bleibt Pat denn auch nicht ganz einsam, denn es zeichnet sich durchaus ab, daß er seine Zukunft zusammen mit Doretta verbringen wird.

Was diesen Western für mich so interessant macht, ist die Tatsache, daß Boetticher sich einer einfachen Schwarzweißdarstellung verweigert. Vergleicht man Boettichers Usher etwa mit Manns Vandergroet in "The Naked Spur", so sieht man auf der einen Seite einen in die Jahre gekommenen Gesetzlosen, der von einer eigenen Farm träumt und dabei irgendwann einmal vom rechten Weg abgekommen ist. Aus aufrechter Sympathie für Pat, in dem er anscheinend den Mann sieht, der er selbst gern geworden wäre, verschont er seinen Gefangenen zunächst, wohlwissend, daß er ihn am Ende doch wird töten müssen, um weiterer Verfolgung zu entgehen. Usher lügt sich ein wenig in die Tasche, wenn er darauf beharrt, nie selbst getötet zu haben, sondern dies seinen zwei jugendlichen Begleitern zu überlassen, denn klar ist doch, daß Usher diese zwei vom Weg abgekommenen Burschen für seine Zwecke ausnutzt. Bezeichnend ist aber auch, daß Usher, der allein losgeritten ist, um das Lösegeld zu holen, so loyal ist, zu seinen Leuten zurückzukehren, um zu teilen. Mit Manns Vandergroat hingegen haben wir einen weit weniger ambivalenten, wenngleich durch Robert Ryan meisterhaft charismatisch gespielten Schurken vor uns. Es ist diese Fähigkeit Boettichers, seine Schufte so facettenreich darzustellen, die einen Teil des Reizes seiner Filme ausmacht.

Boettichers Charaktere sind so groß, daß sie jede Minute seiner zeitlich knapp bemessenen Filme vollkommen ausfüllen und den Zuschauer ratlos darüber zurücklassen, ob er wirklich gerade Zeuge eines Happy Ends geworden ist.
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am 6. März 2015
Die alten Western kennen ich in der Regel schon immer bevor ich sie mir kaufe, somit auch diesen. Ein typischer Randolph Scott Western dem man nur weiterempfehlen kann !
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am 23. Juni 2009
Randolph Scott als looser/winner, trocken, cool und schnörkellos. Western der klassischen B-Machart: die Kulisse liefert das Land, Pferde und Schießeisen sind die einzigen wichtigen Requisiten. Die Geschichte ist zwar einfach und vorhersehbar, dennoch kurzweilig angelegt - weil der Held eigentlich hoffnungslos in der Klemme steckt und auf den Zufall hoffen muss (der natürlich zu seinen Gunsten eintritt).
Western echter US-Machart und bestimmte Schauspieler darin sind einfach Klassiker.
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am 21. Februar 2009
Der Film "The Tall T(error)"- Um Kopf und Kragen ist ein klassisches Juwel, das z.B. Martin Scorsese in seiner "Reise durch das amerikanische Kino" besonders würdigt.
Während die deutsche Ausgabe von
Boetticher's "Der Siebte ist dran" geradezu vorbildlich mit Extras ausgestattet ist,
wurden hier leider die schönen Extras der amerikanischen Ausgabe
( Einführung von
Martin Scorsese, Audiokommentar von Jeanine Basinger, Dokumentarfilm über Werk und Leben von Boetticher mit Tarantino, Eastwood, Hackford etc.) nicht übernommen.
Bleibt ein ausgesprochen sehenswerter Film in guter Aufbereitung.
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am 27. September 2009
Wonderful Randolph Scott western in CinemaScope and Technicolor

THE TALL T. Great print Widescreen 16.9 - 2.35.1

HIGHLY RECOMMENDED.
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am 9. Dezember 2008
Endlich erscheint dieser großartige Western auf DVD. Kurz und knackig. Interessante Charaktere. Besonders Boone ist richtig gut in der Rolle des Bösewichts. Wie so oft bei den Boetticher- Western, ist der Böse nicht so eindimensional, wie man es in einem Western dieser Zeit erwartet. Auch Randolph Scott ist kein Überheld, sondern eher ein alternder Cowboy, der seine letzte Chance auf Veränderung sucht. Unbedingt zugreifen!
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am 13. März 2009
Leider wurde auch hier das Bild von 4 : 3 auf 16 : 9 zusammengeschnitten !
Eine traurige Unart der Bildverstümmelung !
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