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Ulysses, Jubiläumsausgabe Broschiert – 2004

3.3 von 5 Sternen 3 Kundenrezensionen

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Ulysses, Jubiläumsausgabe James Joyce Suhrkamp


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Top-Kundenrezensionen

... geht man als Literaturliebhaber an die Lektüre und wird zunächst wohl enttäuscht. Was soll das ganze ? Mir erschien das Buch langatmig, langweilig, unklar und irgendwie seltsam. 5mal hab ich gebraucht um überhaupt über die ersten 5 Kapital zu kommen. Aber danach hat man sich an Joyce Stil gewöhnt und hat beim lesen seinen eigenen Rhytmus gefunden. Mein Tipp: das ganze nicht soo bierernst nehmen. Bei der Schwere des Text nicht die Leichtigkeit des Lesens verlieren. Und nicht kapitulieren, wenn man nicht jede Anspielung von Joyce auf Anhieb versteht. Lassen sie sich nicht blenden vom Skandal. Das ist kein Buch, das sie in den nächsten 2 Wochen mal eben so zu Ende lesen. Aber eins was sie wohl nie loslassen wird. Ich freue mich, das jetzt zum 100. Geburtstag des Bloomsday soviel darüber geschrieben wird, denn dieses Meisterwerk hat es nicht verdient, nicht gelesen zu werden. Also: keine Angst!
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Joyce "Ulysses", ein von der Fachkritik hochgelobtes Werk, verdächtig nur, daß es kaum Äußerungen von Lesern gibt. Dies könnte zwei Gründe haben: Positives ist nicht zu vermelden oder kaum jemand hat das Buch (zu Ende) gelesen.
Ich habe den 100. Bloomsday zum Anlaß genommen, das seit Jahren in meinem Bücherregal schon leicht angestaubte voluminöse Werk mit dem Vorsatz hervorzu-holen, mich trotz der abschreckenden Informationen über die Machart und den Inhalt, in einer Art Lesemasochismus bis zur letzten Seite durchzukämpfen. Dabei hoffte ich im Stillen, vielleicht doch irgendwann auf den bevorstehenden 1000 Seiten auf den Geschmack zu kommen. Doch was soll ich sagen. Beide haben recht, die professionellen Literaturkritiker bzw. -päpste und die (wohl wenigen) Leser als Adressaten der Publikation.
Es stimmt alles, was über das Buch von ersteren gesagt und geschrieben wurde. Die Parallelstruktur mit der Odysee, die sprachlichen Eigenheiten der einzelnen Kapitel, die tausend Anspielungen auf fast alle Werke der Weltliteratur, die unglaubliche Phantasieleistung über Alles und Nichts sich seitenlang zu ergehen, das Groteske und Unverständliche, kurz die Aussage des Schriftstellers Arnold Bennett: "Ich habe nichts gelesen, das es übertrifft und bezweifle, je wieder etwas zu lesen, das ihm gleichkäme." Ich kann nur sagen "Gott sei Dank".
Wie gesagt, alle Lobpreisungen über das Buch treffen mehr oder weniger zu, aber ein nicht unwesentliches Kriterium wird nie genannt: das Buch zu lesen verlangt eine Höchstleistung an Selbstquälerei, da es sich um eines bzw. das Stinklangweiligste der Weltliteratur handeln dürfte.
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Während Thomas Mann zur gleichen Zeit in "schöner" Sprache schrieb, eröffnete Joyce eine neue Dimension des Schreibens:Gedachtes und gesprochenes der Personen verschmieren, und das ist sehr reizvoll. Erstaunlich, wie modern das Werk wirkt. Außerdem hatte Joyce Humor. Mit der neuen kommentierten Ausgabe entdeckt man erst, wieviel an klassischer Bildung in das Werk hineingepackt wurde, und so ist ein erneutes Lesen überhaupt nicht langweilig.
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