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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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am 21. Januar 2016
Zu ULYSSES kann man kaum etwas sagen, wer sich nicht an den Text traut, verpasst wahrlich ein Meisterwerk. Natürlich handelt es sich bei diesem Text nicht um leichte Unterhaltungslektüre, schon klar, dennoch kann ich nur allen raten dieses Buch zu lesen.

Ich war überrascht, wie gut diese Kindle-Version (auch eine schöne Aufmachung im Innenteil) sich lesen lässt.
Und zur Kritik der Übersetzung noch ein paar Worte. Meine Recherche hat ergeben, dass Goyert bei seiner in den 1920er-Jahren entstandenen Übersetzung eng mit James Joyce und dessen Mitarbeiter Stuart Gilbert zusammengearbeitethat, die Übersetzung wurde ausdrücklich von Joyce autorisiert, in den 50er-Jahren dann aber u.a. von Arno Schmidt heftig kritisiert. Die Übersetzung von Hans Wollschläger (1975) wird als wortgetreuer (Wikipedia) charakterisiert. Goyert hat diesen komplexen Text offenbar freier übersetzt – und dafür das Plazet des Autors erhalten.
Deswegen verstehe ich sicherlich die Bedenken, aber nicht die Kritik am vorliegenden Text. Für mich (ich habe sowohl das Original, als auch diese Übersetzung gelesen) ist diese Version eine sehr gelungene Übersetzung, die – ebenso wie der Text – glatte 5 Sterne verdient.
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am 24. Januar 2016
James Joyces 1922 veröffentlichtes Hauptwerk ULYSSES gilt es einer der Höhepunkte der literarischen Moderne. Hervorstechende Merkmale dieses Romans sind die Bewußtseinsstromtechnik sowie die merklich und unmerklich wechselnden Erzählperspektiven. Durch den exzessiven Gebrauch der beiden Stilmittel erschuf Joyce ein schwer zu überschauendes Wortgebirge und revolutionierte den Roman des 20. Jahrhunderts.

ULYSSES ist sicherlich eher ein schwer zu lesendes Buch. Hier wird nicht einfach eine Geschichte erzählt, Handlungen geschildert, usw., Joyce lässt den Leser an den Gedanken und Empfindungen der Personen dieses Buches unmittelbar teilhaben. Ein solcher Ansatz war damals in dieser extremen Form Neuland und ist auch heute noch alles andere als Usus. Da fällt der Einstieg nicht leicht. Ich habe einige Seiten benötigt um in das Buch einzutauchen. Zwischendurch muss man auch Durchhaltewillen haben, um den Zugang nicht zu verlieren. Dies mag für viele Leser ein nicht lohnendes Unterfangen sein. Findet man den Einstieg - und dies ist möglich und, wie ich finde, sehr lohnenswert ' und bleibt dabei, dann erlebt man den berühmten 16. Juni 1904, wie er für die verschiedenen fiktiven Protagonisten gewesen ist oder hätte sein können, wie Joyce ihn uns erleben lassen will.

Die Idee, die James Joyce in diesem Roman umsetzt finde ich grandios. ULYSSES ist sicher mehr gepriesen als gelesen worden. Dabei schafft der Roman durch seine Erzählweise eine nie zuvor vorhandene Nähe zu den Figuren des Romans und damit auch zum modernen Menschen. Im Gegensatz zu Homers listenreichen antiken Helden ist Joyces Odysseus in der Person des Leopold Bloom der Archetyp des kleinen Mannes, des Durchschnittsmenschen. Seine Gedanken sind wie unsere Gedanken, sie springen hin und her, laufen wild durcheinander, sind dann plötzlich wieder strukturiert, driften wieder ab und am Endes des Tages weiß man nicht mehr, was man alles im Kopf hatte. All dies hat Joyce in diesem wunderbaren Buch großartig be- und geschrieben. Und natürlich stockt man, wenn sich innerhalb eines Satzes plötzlich die Perspektive ändert, die Gedanken einer Person abbrechen und der Bewusstseinsstrom einer anderen Figur einsetzt. An manchen Tagen kann man viele Seiten flüssig lesen, manchmal sind es nur wenige Seiten oder vielleicht auch mal gar keine. Wenn man jedoch dran bleibt, kann die Lektüre aber lohnend sein. Das 14. Kapitel ist besonders schwer zu lesen. Im englischen Original entwickelt sich in diesem Kapitel die Sprache von Alt-Englisch bis zur damals zeitgenössischem Dubliner Umgangssprache. Diese Entwicklung ist auch in der deutschen Übersetzung von Hans Wollschläger zu finden. Ulysses ist auch eine Herausforderung. Das sind Kafkas SCHLOSS und Musils MANN OHNE EIGENSCHAFTEN auch und es lohnte und lohnt sich für mich allemal diese Bücher zu lesen.

Nicht zu überlesen ist, dass Joyce in diesem Buch auch parodistische Töne anschlägt und man auch bei diesem für die Meisten Leser eher schwierigen Buch schmunzeln und lachen kann. Daneben spielt auch das irische Dilemma, zwischen Großbritannien und der katholischen Kirche zu stehen, hier eine Rolle. Für die Lektüre des Romans kann es hilfreich sein, sich bei Wikipedia über ULYSSES im Allgemeinen und über die Kapitel im Besonderen zu informieren. Die Verbindung zu Homers ODYSSEE und auch die ein oder andere Idee des jeweiligen Kapitels werden dann klarer.

Wer lineare Erzählstile bevorzugt, leichter zugängliche Literatur genießen möchte oder weder Zeit noch Interesse hat, sich mit einem Buch auch etwas Mühe zu machen ' und das alles ist okay ' sollte die Finger von diesem Buch lassen. Wer dazu bereit ist, sollte es mit ULYSSES versuchen
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am 30. März 2017
Dieses Buch selbst noch zu loben, scheint geradezu überflüssig. Allein die Sprache, die Joyce/Wollschläger hier verwendet, ist einfach phänomenal, von der Welthaltigkeit und der Einblicke in das jeweilige Bewusstsein und die Psyche der Figuren ganz zu schweigen.

Man muss freilich erwähnen, dass es kein ganz voraussetzungsloses Buch ist. Es empfiehlt sich definitiv, gleichzeitig einen Kommentar zu verwenden und zu googeln. So enthüllt sich die Reichhaltigkeit und Tiefe deises Werkes erst wirklich.
Wer diesen Aufwand nicht leisten möchte und sich nicht als allwissend bezeichnen kann, dem sei jedoch von der Lektüre abgeraten.
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am 16. Oktober 2011
Das Buch ist in jeder Hinsicht eine extreme Herausforderung. Es hat was von einem sehr komplexen Spiel. Ohne umfassende Anleitung ist dieses "Spiel" nicht spielbar. Aus der eigentlichen Lektüre erfährt man nicht einmal (oder habe ich nicht erfahren), dass die Handlung den 16. Juni 1904 abdeckt und es morgens um 8 Uhr an zwei unterschiedlichen Standorten, mit dem ersten Teil des Buches im Martello Tower von Sandycove, und dann, mit dem zweiten Teil, in Dublin, in der Eccles Street 7, beginnt. Selbst für seine engen Freunde hat Joyce ein Schema, das "Gorman-Gilbert-Schema" angefertigt, um denen das Lesen zu erleichtern. Hierin ordnet er den Kapiteln Organe, wissenschaftliche Disziplinen, Farben, Symbole sowie Techniken zu, und bringt all das in Zusammenhang mit den handelnden Personen.
Ja wirklich in jeder Hinsicht weicht der Roman von einer klassischen Erzählung ab. Es geht um die Abbildung einer Realität, die wahrscheinlich mehr mit der Person James Joyce zu tun hat, als mit der Stadt Dublin und dem zeitlichen Rahmen in dem sie angesiedelt ist. Der schlecht sehende, zeitweilige sogar blinde Joyce orientiert sich in Dublin über Empfindungen, Gedankenfetzen des Augenblicks und über die Sprache. Und gerade die verwendete Sprache, macht es eher nur für den englischsprachigen Raum verständlich. Selbst da muss man wohl noch mit der irischen Idiomatik vertraut sein, um vollends einzutauchen, denke ich. Der Roman spiegelt wider, was sich in der Wahrnehmung, in den Köpfen, im Denken der Hauptdarsteller abspielt. Das Denken ist begrifflich sehr einfach und vor allem sehr schnell. So ist der Text nicht wirklich schwierig, aber hoffnungslos vielfältig und verworren. Hinter diesen Beobachtungen und Gedankenfetzen sind dann Analysen der Sprache, der geschichtlichen Begebenheiten der Zeit, der Religionen und Politik, des menschlichen Verhaltens und zwischenmenschlicher Beziehungen verborgen. Er schildert selten Beobachtungen, alles läuft scheinbar im gelesenen Moment ab. Der Leser ist unmittelbar dabei. Er könnte mitdenken und mithandeln, wenn er sich dazu in der Lage fühlt. Am Ende des Buches wird man dann belohnt, dass man diese "abstruse Denksportaufgaben", wie Joyce seinen Roman selbst bezeichnete, wahrscheinlich nach Wochen und vielen Unterbrechungen (bei mir war jedenfalls so) irgendwie bewältigt hat. Sozusagen im "höchsten Level" angekommen entsteht beim berühmten "inneren Monolog" dann doch noch eine Art Lesegenuss.
Aber, ich gebe ganz ehrlich zu, ich habe diese Denksportaufgabe nicht wirklich bewältigt, ich bin doch eher an ihr gescheitert. Nachdem ich zum Anfang vieles doppelt und nach Internet Recherche dann manchmal auch dreimal gelesen habe, habe ich nach drei-vierhundert Seiten, dann immer öfter nicht mehr zurückgeblättert, um dann sogar einiges zu überspringen.
Zweifellos hat Joyce hier ein literarisches Meisterwerk geschaffen, mit dem er sich, wohl auch verdient, seine erträumte Unsterblichkeit gesichert hat. Zumindest sind wir ihm gehörig auf den Leim gegangen, könnte man mit einem Schmunzeln sagen. Jedenfalls scheint es ein hervorragendes Übungsfeld für Studenten der Literaturwissenschaften, sicher auch noch für andere Wissenschaftsdisziplinen zu sein. Aber, so merkwürdig wie sich das jetzt vielleicht auch anhört, es ist kein gutes Buch, denn man erfährt durch Internet und Sekundärliteratur wesentlich mehr darüber, als durch Lesen des Textes selbst. Auch darüber, welches Potential in diesem Text eigentlich steckt. Und vor allem ist das gesamte Drumherum wesentlich interessanter, als der eigentliche Roman, denn die Struktur ist bekanntermaßen "abgekupfert", wenn auch genial, und die eigentliche Geschichte beschreibt lediglich den banalen Alltag an exakt abgebildeten real existierenden Standorten. Mir fehlt, was die Verbindung zwischen Autor und Leser herstellt. Bezeichnen wir es ruhig gemeinhin als Phantasie. Ich pralle von diesem Buch ab. Vielleicht lassen sich in dieser Abgrenzung ein paar Schlüpflöcher erahnen, aber ich kann nicht eindringen. Auch Joyce' Wunsch: "Wenn nur jemand mal sagen würde, dass das Buch so verdammt lustig ist." bringt mir persönlich keine anderen Erkenntnisse.
Größte Hochachtung habe ich vor dem Übersetzer. Ich denke, das war eine fast nicht zu bewältigende Aufgabe. Wenn es nur darum gehen würde, hätte diese, so weit ich das überhaupt beurteilen kann, wohl fünf Sterne verdient. Es gibt viele Gründe, die sicher meinen Horizont bei weitem übersteigen, warum man wahrscheinlich erstrecht dem Roman fünf Sterne geben müsste. Aus meiner subjektiven Sicht allerdings sind es höchstens drei Sterne, aber meine Beschränktheit sollte keine Maßgabe sein.
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am 7. April 2015
Hallo zusammen,

… eines der schwierigsten / kompliziertesten / sehr… extrem… Bücher der Literatur. So könnte man ein Puzzle mit 1 MIO. Teilen auch beschreiben, wenn es kein Motiv besäße. Was der Autor hier umsetzte ist nichts anderes als das, was jeder schon tat. Hier geniest der Leser in Zeilen, wie es sich darstellt, würde man es jedesmal aufschreiben. Ein phantastisches Buch. Anders, gewagt aber mitreißend.

So wird ein Buch zum Klassiker.

lG
Lutz Spilker
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am 2. Dezember 1999
James Joyce's last novel, and incidentally the one his wife considered his best, is, as they say, unreadable, in that if you sit down and go through the book from cover to cover (as I have done) you'll only get the vaguest idea of what was going on. So if that's your idea of the all-time downer reading experience then spend your money on something else, because this is one of those books that is liable not only to change the way you look at life, but the way you read and think. Joyce called it a night book - the "action", such as there is any (and the action comprises pretty much all of human history and civilisation) takes place while the characters (a Dublin pub owner, his wife and family and sundry other unsavoury types) are asleep. But you'd never know that if I hadn't told you, because the language is a punster's dream (literally), a braided and twisted weave of most of the various tongues in the world, based on an idea by the English language, all to be spoken with a fairly strong Irish accent. (Non-Irish people often don't notice this, but the rest of us can hear it.) It's not a book to while away a plane trip. It's a book to spend a few dollars on and then spend the rest of your life dipping in and out of it for profit and pleasure. Some of it is pretty straightforward, such as the visit to the Willingdone museyroom or the episode about the chicken scratching around in the rubbish heap (a lot more gripping than it sounds), while other bits are maddeningly opaque. But if they read novels in heaven they probably read this one. The best way to get the most out of it is to have read every book ever written, but failing that, an open mind, an active imagination, and a sensitivity to the buried layers of meaning in words will get you through. Frank Zappa fans ought to love it; this is conceptual continuity with a vengeance. (Wow. I never thought the day would come when I'd get to review a novel by James Joyce.)
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am 5. März 2000
No, Finnegan's Wake isn't written in a drab, unambiguous way, and that's a darn good thing. Unthinking directness is great for cafeteria lunch menus, but fortunately great works like FW allow us to explore ideas and language in a new way.
Imagine how dull life would be if everything were always written in a way to satisfy a high school English department's style book. But I suppose some people won't be satisfied until we drop the balcony scene in "Romeo and Juliet" and instead Romeo just walks in and says "I know our families hate one another, but I've really got the hots for you." Of course, that doesn't even begin to cover what goes on in that scene, but maybe that's because some ideas are so hard to grasp that the only way to explain them is to use obscure, incomprensible, and elusive words and phrases. Like FW.
(On the other hand, don't throw your TV out after reading FW, because TV is totally awesome, no matter what self-righteous, emaciated, turleneck-wearing pointyheaded longhairs think.)
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am 21. November 2016
Einleitung und Kommentare des Herausgebers dieser Edition sind das Törichtste, was ich seit langem gelesen habe, die Erläuterungen nehmen sich aus wie eine Karikatur schechter psychoanalytischer Deutungen der 50er Jahre (nur thematisch ein wenig aktualisiert), und in der Einleitung gewinnt man den Eindruck, dass Iren ihre Finger besser von irischen Autoren nehmen und deren Edition und Auslegung in den Händen der meist amerikanischen Kollegen belassen sollten. Als kommentierte Ausgabe ist die von Jeri Johnson bei Oxford UP um viele Klassen besser.
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am 5. November 2015
Die Bestellung kam sehr zügig und das Produkt war sehr zurfrieden stellend und wie ich es erwartet hatte. Vielen Dank.
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am 6. Dezember 1997
The last work of his that Joyce ever saw published--the work he labored on for 17 years--is Finnegans Wake and easily one of the oddest books ever. Some people do get hostile towards the book, because it IS odd, but you have to appreciate Joyce's OTHER works the way I do to even want to read it. I can honestly say I don't get all of it--no one ever will. I don't think it's a book intended to be read just once.
The one problem is that Joyce maybe got a tad out of hand. Okay, it was the book he probably wanted to be remembered for (although "A Portrait of the Artist as a Young Man" and maybe "Ulysses" are more accessible and therefore get more readers today), but I think maybe he was showing off a bit. Not that he didn't have the right to.
The first time I read a work by Joyce I figured I was going to hate him. When I hate an author, I really hate one. But somehow Joyce grew on me. That was pretty strange. And although I haven't read most of Joyce's stuff, I like to get in over my head--hence, reading Finnegans Wake.
This is not a beginner's book, that's for sure. If you've heard of Joyce and want to explore his works, start with "A Portrait of the Artist as a Young Man", because that is a classic all its own and also much easier to follow. Actually, I'd build even more than that before Finnegans Wake, but that's up to you.
In all, I strongly suggest Finnegans Wake for people who like interesting literature.
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