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Triumphgemüse: Geschichten Gebundene Ausgabe – 16. August 2000

4.3 von 5 Sternen 4 Kundenrezensionen

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Chaussee Enthusiastow
Was für ein Jahr: Im Herbst 1999 heimste Jochen Schmidt für seine Geschichte "Harnusch mäht als wärs ein Tanz" einen ersten Preis beim Berliner Open-Mike-Literaturwettbewerb ein, kurz darauf verpasste ihm der Spiegel in einer investigativen Reportage über die literarische Subkultur der Boomtown Berlin das Echtheitszertifikat des "Jungen Wilden". Dabei schaut der Mann so nett vom Klappentextfoto, als wolle er sich bei seiner Schwiegermutter zum Five o'clock tea vorstellen.

Die Geschichten in Schmidts Debüt-Band mit dem wunderbaren Titel Triumphgemüse weisen den Autor eher als Schlitzohr mit Hang zur Melancholie aus. Da sind die elegischen Oderbruch-Erzählungen, die scheinbar aus der Zeit gefallene Landschaften und skurrile Charaktere beschreiben, nur auf den ersten Blick putzige Alte wie den Sensenbauer Harnusch und den ewig grantelnden Herrn Tatziet. Die Geschichten um den Jungschriftsteller Jürgen Riep, eine Friedrichshainer Woody-Allen-Ausgabe, führen uns von den Rändern des neuen Deutschlands in den Berliner Osten. Von Schmidts kometenhaftem Aufstieg in den Literaturbetrieb kann sein literarisches alter ego allerdings nur träumen.

Entsprechend grimmig fallen dessen Witze über die Konkurrenz aus -- neben "Stoffels Terrorbuch" bekommt vor allem die Verfasserin von "Datsche, demnächst", nur halbherzig als "Julia Lehmann" kostümiert, ihr Fett weg. Neid? "Ich bin nicht neidisch, ich bin Jesus Christus, und ich will, dass ihr euch zur Poesie bekehrt: zu Thomas Mann, Thomas Bernhard, Beckett und all den anderen." Schmidt bekennt sich zu seinen Vorbildern, deren Tonfälle er sich scheinbar mühelos anverwandeln kann, ohne die eigene Stimme darüber zu verlieren. Die Schnoddrigkeit des Vortrags ist an den Erfahrungen auf Ostberliner Lesebühnen geschult, wo Schmidt regelmäßig mit seinen Kollegen von der "Chaussee der Enthusiasten" auftritt. Die Kunst, mündliche Sprache, Dialekt und Slang so ins Schriftliche herüberzuholen, dass sie ihren Charme nicht verlieren, versteht Schmidt meisterhaft.

Von der Super-Illu-Ostalgie organisierter Honecker-Lookalike-Partys oder bierseeliger Puhdys-Schunkeleien sind Schmidts traurige Helden meilenweit entfernt -- dennoch bleiben sie eigentümlich fixiert auf jene Ost-Vergangenheit, die, als sie noch graue Wirklichkeit war, niemanden hinter dem Ofen hervorgelockt hätte. Die inzwischen zur Folklore geronnene, ferne Welt ist plötzlich Ziel einer vagen Sehnsucht. Konsequenterweise reist Jürgen Reip in der letzten Geschichte des Bandes nach Moskau, das zerfledderte Russisch-Lehrbuch der siebten Klasse im Gepäck. Dort, zwischen Studentenwohnheim, bröckelnder stalinistischer Zuckerbäckerarchitektur und Gagarin-Denkmal wird ihm bewusst, "dass er inzwischen auf der anderen Seite steht, und nichts dafür geleistet hat".

In Schmidts lässig, wie von einem guten Freund nebenhin erzählten simplen Alltags-Stories erfahren wir mehr über die Brüche des letzten Jahrzehnts als aus einem Regalmeter historischer Monografien. Auf den von der Kritik hartnäckig geforderten ultimativen Wende-Roman können wir, Triumphgemüse lesend, gut und gern verzichten. --Niklas Feldtkamp

Pressestimmen

"Knorke - wie man in Berlin sagt." (Rainer Klis in der "Freien Presse") -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 29. November 2000
Format: Gebundene Ausgabe
Erzählungen sind ein schweres Genre, jedes Wort muß stimmen und der Autor ist gefordert mit wenigen Sätzen Figuren und Geschichten entstehen zu lassen. Jochen Schmidt beherrscht diese Kunst. Dabei werden seine Geschichten vom genauen Blick auf alltägliche Skurrilitäten bestimmt, das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Mentalitäten der Generationen wie auch der Ost- und Westdeutschen ist ein wiederkehrendes Motiv. Manchmal fehlt - trotz wunderbar dargestellter Szenen - ein wenig die zusammenhaltende Dramaturgie. Dennoch ein unbedingt lesenswertes Buch.
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Format: Gebundene Ausgabe
Wenn man Triumphgemüse gelesen hat, fragt man sich, warum alle Welt den Roman als die große Form der Literatur bezeichnet. Jochen Schmidt ermisst hier neue Dimensionen des Formats Erzählung. Was Schmidt vor allen gleichaltrigen Mitbewerbern seiner Zunft auszeichnet ist einerseits das Fehlen des Zwanges die Welt in cool und uncool einteilen zu müssen, andererseits beherrscht er die deutsche Sprache, was in der heutigen jungen Literatur nicht selbstverständlich ist. Angenehm, dass diese Meisterschaft so schön unaufdringlich daherkommt. Ob in Moskau, im Oderbruch oder in Berlin, die Tragödien von Schmidts Helden erscheinen klein und handlich, und doch tut sich eine Welt des Schmerzes und der Freude auf, die man in der neuen deutschen Literatur oft vermisst. Die Übersetzung von "Triumphgemüse" ins Polnische, Englische und vor allem Niederländische dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Es scheint noch nicht überall angekommen zu sein, aber was Schmidt hier vorgelegt hat, ist Weltliteratur.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ich gestehe, kein Freund von Geschichten zu sein, aber was Jochen Schmidt hier in Triumphgemüse bietet, ist wirklich grandios! Virtuoser Sprachwitz, dabei gar nicht so überzogen und krampfhaft bemüht wie etwa Stuckradt-Barre sondern herrlich, nur scheinbar obenhin erzählt. Bei einigen der Erzählungen wünschte man sich, sie mögen niemals enden. Wann schreibt Jochen Schmidt seinen ersten Roman????
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Format: Taschenbuch
Aufgrund der guten Empfehlungen habe ich mir das Buch gekauft. Die Geschichten sind teilweise witzig, interessant und amüsant.

Allerdings habe ich es nicht geschafft das Buch zu Ende zu lesen. Nach zwei Dritteln hatte ich kein Interesse mehr, obwohl ich im gleichen Zeitraum parallel viele andere Bücher gelesen habe. Der Anreiz das Buch erneut aufzuschlagen, und eine weitere Geschichte zu lesen war zu gering.

Der Autor schreibt zu langatmig und verdirbt damit den eigentlich interessanten Inhalt.

Als Alternative kann ich die Geschichten von "Horst Evers" empfehlen. Er schafft es im Gegensatz zu Jochen Schmidt eine Kurzgeschichte auch kurz und prägnant zu schreiben.
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