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Tripoli Charlie: Feuer der Hochfinanz in Afrika Gebundene Ausgabe – 7. November 2017
Drei Ereignisse hat er aus großer Nähe beobachtet und in diesem Buch zu einer auf Tatsachen beruhenden Romanhandlung verar-beitet, deren wahrer Kern sich ganz erheblich von dem unterscheidet, was uns die Medien darüber erzählt haben. Stumfall schildert, wie und mit welchem Deal Nelson Mandela in Südafrika von der US-Hochfinanz an die Macht gebracht wurde und wie der Energiekonzern SASOL in Mozambique wegen eines Gasfeldes einen Bürgerkrieg angezettelt hat. Er berichtet vom Krieg in Angola und beschreibt die Rolle, die das weltweite Oppenheimer Diamanten-Monopol gespielt hat, als Jonas Savimbi, der Anführer der antikolonialen UNITA, vom Westen fallen gelassen wurde.Schließlich deckt er auf Basis ihm zugespielter Dokumente die Hintergründe für den 2011 geführten Krieg gegen Gaddafi in Libyen auf.
- Seitenzahl der Print-Ausgabe422 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberEWK Verlag
- Erscheinungstermin7. November 2017
- LesealterAb 16 Jahren
- ISBN-103938175230
- ISBN-13978-3938175231
Produktinformation
- Herausgeber : EWK Verlag
- Erscheinungstermin : 7. November 2017
- Auflage : 1.,
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 422 Seiten
- ISBN-10 : 3938175230
- ISBN-13 : 978-3938175231
- Lesealter : Ab 16 Jahren
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 972.891 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 93.320 in Krimis & Thriller (Bücher)
- Nr. 233.109 in Unterhaltungsliteratur
- Kundenrezensionen:
Kundenrezensionen
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- Bewertet in Deutschland am 23. Februar 2024Das Buch ist sehr informativ und auch spannend bis fesselnd geschrieben, was eigentlich vier Sterne verdienen würde. Jedoch dürfte es von einem kürzlichen Ableger eines Berliner Abiturs redegiert worden sein, denn so viele Fehler sind einer gebundenen Buchausgabe unwürdig und finden sich normalerweise nur in schlechten Tageszeitungen.
- Bewertet in Deutschland am 1. September 2018Der spannend geschriebene, dreiteilige Roman gibt Einblicke in die schmutzige Arbeit der westlichen Geheimdienste und der dahinter stehenden Strippenzieher aus Hochfinanz, Wirtschaft und Politik. Der Autor, unzweifelhaft auch ein hervorragender Kenner afrikanischer Befindlichkeiten und politischer Zustände, beruft sich auf Insiderwissen. Nicht Wahlen, sondern der Counsil on Foreign Relationship bestimme, wer ein Land regiert. Zynisch, menschenverachtend und skrupellos gingen ihm dabei die Geheimdienste zur Hand, für die Öffentlichkeitsarbeit sorge eine der Macht hörige Medienlandschaft.
Der erste Teil des Romans mit dem Titel „Das große Geschäft“ spielt im Südafrika der Jahre 1990/2002, wo mörderische Geheimdienstoperationen Stammesrivalitäten durch sogenannte False-Flag-Überfälle hochkochen, um lokale Kämpfe auszulösen. So werden in Mozambique potentielle Mitkonkurrenten zur Ausbeutung eines riesigen Gasfeldes abgeschreckt und die Profite hochgehalten.
Eine besondere Rolle im „großen Geschäft“ spielen dabei die späteren Nachfolger Nelson Mandelas, Thabo Mbeki, und der erst dieses Jahr zum Präsidenten gekürte Cyril Ramaphosa.
Laut dem Romanhelden hat die westliche Hochfinanz nicht nur die südafrikanische Revolution und die gesamte Führungsriege des ANC mit US-$ gekauft, sondern auch Nelson Mandela zum Präsidenten erkoren und ihm den Friedensnobelpreis zugeschanzt.
Der Ort der Handlung im zweiten Teil des Buches mit dem Titel „Die Aktion Erongo“ ist Angola. Vordergründig geht es dabei um den militärischen Kampf zwischen den politischen Parteien MPLA, UNITA und SWAPO. Privatarmeen, deren Held überflüssiger Weise auch in eine Liebesgeschichte verwickelt ist, bieten ihre Dienste an, besorgen Waffen und Panzer in Osteuropa und kämpfen auf gefährlichem Terrain. Da hohe Diamantenpreise wichtiger sind als ideologische Differenzen, wechselt die Politik der USA, wo Henry Kissinger gemeinsam mit dem Diamantenkartell die Fäden ziehen, die Seiten.
Der dritte Teil, „Tripoli Charlie“, der dem gesamten Thriller seinen Namen gab, ist am aktuellsten. Der Autor wechselt in der Beschreibung der Kriegsvorbereitungen und der Interessenlagen der beteiligten Nato-Staaten und des Kriegsverlaufs ständig die Schauplätze und pendelt zwischen dem Hauptquartier der CIA in den USA, einem elitären Klub in London, der libyschen Wüste und Hinterhöfen in Libyens Hauptstadt Tripolis, Schweizer Banken, Regierungskreisen in Paris, Söldneragenturen in Johannesburg und einem Militärflughafen in Namibia hin und her. Wie in den beiden anderen Teilen ziehen hinter den Kulissen heimliche Kräfte die Fäden.
Florian Stumfall verarbeitet und verdichtet in "Tripoli Charlie" bekannte Fakten zu Kriegsgründen, zum Einsatz von al-Kaida als westliche Proxykämpfer, zur Bombardierung Libyens und zu Völkerrechtsverstößen der Nato-Staaten mit einer politischen Gemengelage, in der der britische Geheimdienst MI6 gegen den britischen Verteidigungsminister arbeitet, der Muammar al-Gaddafi und seine Familie mit Hilfe des Einsatzes von südafrikanischen Söldnern retten und aus Libyen herausholen will. Das geheime Unternehmen trägt den Code-Namen „Tripoli Charlie“. Allerdings hat nicht nur der französische Präsident ein persönliches Interesse daran, Gaddafi aus dem Weg zu räumen, sondern auch Wasser- und Ölkonzerne sowie die Firma Monsanto, die zum einen seine Lebensmittelgeschäfte durch die Bewässerungsprojekte des Great-Man-Made-Rivers bedroht sieht, zum anderen gerüchteweise die Söldnerfirma Blackwater aufgekauft hat.
Den Söldnern gelingt es, Gaddafis Frau und drei seiner Kinder aus Libyen herauszuholen. Anschließend soll Gaddafi, der sich in Sirte aufhält, gerettet werden. Im Roman besteigt Gaddafi in Begleitung einiger Söldner einen Geländewagen, der vier voraus fahrenden MAN-Lastwagen folgt. Als die LKWs genügend weit entfernt sind, eröffnen Leute der französischen Division Action das Feuer auf den Geländewagen. Gaddafi wird aus dem Auto gezerrt und auf die abscheulichste Weise ermordet, während die LKWs mit Libyens gesamten Gold-, Silber- und Diamantenschatz in Richtung Niger das Weite suchen.
In Stumfalls Thriller aus dem Jahre 2017 besticht der Mix aus genauer Kenntnis der tatsächlichen und überprüfbaren Faktenlage mit dem vermeintlichen Offenlegen geheimer Vorgänge und Absprachen der verborgenen Strippenzieher. Was ist an diesen Hintergründen Fiktion? Was ist Wahrheit? Könnte es wirklich so gelaufen sein? Oder zumindest so ähnlich?
In Libyen kursiert über den Tod von Muammar al-Gaddafi allerdings noch eine andere Version als die vom Romanautor Florian Stumfall vorgeschlagene. Dort heißt es, Gaddafi wäre niemals so dumm gewesen, sich in Sirte aufzuhalten, also genau dem Ort, wo ihn jeder vermutet habe. Es sei nicht Gaddafi gewesen, der in dem Geländewagen saß und zu Tode gequält wurde, sondern dessen Cousin. Die dem Leichnam entnommene DNA habe bei der Prüfung in einem osteuropäischen Land nicht als diejenige von Muammar al-Gaddafi identifiziert werden können. Im Gegensatz zu der DNA seines Sohnes, Mutasim Billah Gaddafi, der ebenfalls am 20. Oktober 2011 gefangengenommen und getötet worden war. Um ihn weiteren Überprüfungen zu entziehen, sei der angebliche Leichnam Gaddafis an einem unbekannten Ort in der Wüste verscharrt worden. Allerdings sei es unwahrscheinlich, dass Muammar al-Gaddafi, der 2011 bereits 69 Jahre alt und seit einigen Jahren gesundheitlich angeschlagen war, heute noch am Leben ist. Den Aufregungen und der Sorge um Libyen habe sein schwaches Herz nicht mehr standhalten können.
Die Wahrheit hinter der Wahrheit, hinter der Wahrheit...
- Bewertet in Deutschland am 10. April 2020Formatieren: Gebundenes BuchVerifizierter KaufEin sehr gutes Geschichtsbuch in Romanform: so las ich die Umstände des Machtverlustes der UNITA und Savimbi sowie von Qadhdhafi als auch des zweiten Bürgerkriegs in Moçambique noch nie.
Ich las das Buch binnen zweier Tage durch.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.