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La Traviata Original Recording Remastered, Doppel-CD

4.8 von 5 Sternen 11 Kundenrezensionen

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Verdi: La Traviata
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Audio-CD, Original Recording Remastered, Doppel-CD, 24. März 2006
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Produktinformation

  • Komponist: Giuseppe Verdi
  • Audio CD (24. März 2006)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Original Recording Remastered, Doppel-CD
  • Label: Rca Red Seal (Sony Music)
  • ASIN: B000B5Y00U
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen 11 Kundenrezensionen
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Format: Audio CD
Wenn ich Freunden, die bisher noch nicht viel mit Opern zu tun hatten, nun jedoch einen Einstig suchen, eine Oper empfehle, so ist das in der Regel Verdis "La Traviata". Und wenn ich ihnen dann auch noch eine Aufnahme empfehlen soll, dann ist es in der Regel die vorliegende Einspielung unter Georges Prêtre aus dem Jahre 1967. Bei dem breiten Angebot an neuen Einspielungen kommt da natürlich die Frage auf: Wiese gerade diese?
Nun - das liegt daran, dass ich bis heute keine bessere gehört habe, sei es was die Gesamtanlage angeht, sei es die Leistungen des Ensembles betreffend.
Da ist zuerst einmal die traumhafte Montserrat Caballé, die hier als noch verhältnismäßig junge Sopranistin glänzt und dabei so ziemlich alle Konkurrentinnen - von der Callas bis zur Gruberova - weit hinter sich lässt. Bei ihr herrscht eine Leichtigkeit in der Gestaltung der Partie, eine Stimmbeherrschung, eine Klangästhetik, die ihresgleichen sucht. Man denke nur an die unwiederbringliche Interpretation des Brindisi ("Libiamo ne'lieti calici") oder an das Finales des ersten Aktes ("È strano, è strano! Ah forse lui" / "Follie! Follie!" / "Sempre libera"). Hier erlebt man die Caballé auf der Höhe ihrer Kunst. Da sitzt jedes Pianissimo, auch und gerade in den Spitzenlagen, da perlen die Koloraturen nur so dahin, jeder einzelne Ton ist plastisch gestaltet, einzeln erfassbar und nicht so breeig wie bei vielen der berühmtsten Primadonnen - Maria Callas sei hier nicht ausgeschlossen. Doch ist es nicht nur der champagnerlaunige Ton, der von Montserrat Caballé vorbildlich getroffen wird. Auch die ernsten, tragischen Szenen ("Ah, dite alla giovine") bis hin zum Tod der Violetta sind voller Tiefgang und rühren wahrhaftig an.
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Format: Audio CD
Vor nun vierzig Jahren wurde diese Aufnahme der Traviata gemacht und das Solistentrio ist auch nach dieser Zeit immer noch in die erste Reihe einzuordnen:

Montserrat Caballé, damals 34 Jahre, hatte alle stimmlichen Voraussetzungen für diese Partie. Die Virtuosität stand ihr zu Gebote,am meisten beeindrucken allerdings ihre zarten Töne. Violetta stirbt immerhin vorzeitig an Schwäche. Der gesamte dritte Akt ist gekennzeichnet von einer moribunden Violetta. Das will man hören, und Montserrat Caballé bringt uns die gebrochene und zerbrechliche Violetta nah.Perfekter Gesang.

Carlo Bergonzi hat den unschätzbaren Vorteil, ein Tenor mit unbestechlichem Geschmack zu sein. Da hört man niemals Schluchzer und Drücker von Tenören, die meinen, sie müssten die Noten von Verdi " anreichern", dieses Werk in Wirklichkeit verkitschen, nicht an die Kraft der Musik glauben. Nichts dergleichen bei Bergonzi.Zitat:Bergonzi verfügte über eine ausgefeilte Atemtechnik und eine vokale Farbpalette, die es ihm ermöglichte, sehr unterschiedliche Charaktere dazustellen." Sein Alfredo ist gerade in der Nüchternheit der Darstellung beispielgebend.

Sherill Milnes,Zitat:One of the most thrilling voices to be heard" gibt einen eindrücklichen Vater Germont.

In der Zeiten der Hype um Netrebko und Villazon sollte man sich dieser Schätze erinnern !
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Die im Juni 1967 von Georges Pretre eingespielte Traviata ist ein Musterbeispiel für Musikalität und Ensemblegeschlossenheit. In das ansonsten nicht prominent besetzte Ensemble fügen sich die drei Protagonisten Caballe, Bergonzi und Milnes nämlich wirklich ein und stechen nicht aus sängerischem Selbstzweck daraus hervor.
Pretre lotet und leuchtet die Partitur am Pult des RCA Opern Orchesters formidabel aus, lässt der Musik Zeit sich natürlich zu entwickeln, kann aber auch - wo notwendig - musikalische Akzente setzen.
Die junge Montserrat Caballe ist eine hervorragende Violetta, die mit ihrer berühmten Piano- und Legatokultur die verletzliche Seite der Kurtisane etwas in den Vordergrund stellt; ebenso kann sie hingegen mit perlenden Koloraturläufen in ihrer großen Szene des ersten Akts glänzen.
Carlo Bergonzi beeindruckt mit im Kern kräftigem lyrisch strahlenden Tenor; er war im Gegensatz z. B. zu Giuseppe di Stefano nie ein Sänger, der große Experimente gewagt hat, was ihm allerdings auch eine länger andauernde Karriere bescherte. Das Stilgefühl, dass er zudem hier an den Tag legt, lässt keine Wünsche offen.
Sherril Milnes klingt hier als Père Germont nicht ganz so distinguiert wie unter Kleiber, er gibt mit seinem Kavalierbariton ein farbiges Portrait der Vaterfigur.
Das restliche Ensemble kann ebenfalls überzeugen, eine musikalische Offenbarung und Referenz ist diese Aufnahme allemal.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Es gibt unendlich viele Aufnahmen von La Traviata - da kann man leicht eine übersehen. Das wäre bei dieser Einspielung von 1967 sehr schade - ist sie doch m. E. eine der, wenn nicht die insgesamt überzeugendste Gesamtaufnahme der Traviata überhaupt:

Als Maria Callas einmal gefragt wurde, wen sie als ihre Nachfolgerinnen betrachte, antwortete sie: "Caballé! Nur Caballé!" Wenn man eine Aufnahme als Beleg für diese Auffassung sucht, bitte, hier ist sie: Montserrat Caballé war immer eine technisch brillante Sängerin, beschränkte sich aber in vielen ihrer späteren Aufnahmen häufig darauf, ihre Virtuosität und ihre schwebenden Pianissimi in höchster Lage zur Schau zu stellen. Hier dagegen bietet sie eine herzzerreißende Darstellerung der liebenden und sterbenden Frau - und zeigt sich deshalb wirklich als legitime Callas-Nachfolgerin.

Ihr Alfredo ist Carlo Bergonzi, der anerkannt eleganteste und stilsicherste Verdi-Tenor der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wie in nahezu allen seinen Aufnahmen erweist er sich auch hier als Idealbesetzung.

Der Amerikaner Sherrill Milnes schließlich singt den Georges Germont gewohnt ausdrucksvoll und trotzdem mit feiner Phrasierung. Allerdings fehlt seinem jugendlich-hellen Timbre noch etwas das dunkel-autoritäre Element, dass diese Vaterfigur auch braucht, um zu überzeugen, besonders in den Dialogszenen mit seinem "Sohn" - Bergonzi war zum Zeitpunkt der Aufnahme 43, Milnes erst 32. Musikalisch ist es ein Genuss, ihm zuzuhören.

Die Nebenrollen sind ausgezeichnet besetzt, Chor und Orchester der RCA Italiana musizieren präzise und klangschön.
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