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Totenstarre: Roman Taschenbuch – 12. März 2007
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- Seitenzahl der Print-Ausgabe432 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberBlanvalet Taschenbuch Verlag
- Erscheinungstermin12. März 2007
- Abmessungen11.6 x 3.4 x 18.5 cm
- ISBN-103442366240
- ISBN-13978-3442366248
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
"Wer Hannibal Lecter mag, wird ihn lieben: Stassler ist der charismatischste Killer seit Jahren!" (TV Movie)
"Ganz oben auf dem Einkaufszettel steht der Thriller `Totenstarre´ von Mark Nykanen." (Süddeutsche Zeitung Magazin)
"Ein schonungsloses und verstörendes Porträt eines kunstsinnigen Killers. Seit Hannibal Lecter gab es keinen kaltblütigeren Killer als Ashley Stassler: gleichermaßen faszinierend wie abstoßend." (Rhein-Neckar-Zeitung)
Klappentext
Bild am Sonntag
"Nykanen hat einen atemberaubenden Psychothriller in der Tradition von `Schweigen der Lämmer' geschrieben, der seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann zieht."
Nordkurier
"Einen Psychothriller der ganz harten Sorte hat Mark Nykanen geschrieben: `Totenstarre' spielt mit den Angst- und Ekelgefühlen seiner Leser, ist zugleich aber auch das faszinierende Psychogramm zweier Menschen, die ein perfides Katz-und-Maus-Spiel miteinander treiben."
Mannheimer Morgen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Für seinen Debütroman „Hush“ wurde er mit dem Edgar-Allan-Poe-Award ausgezeichnet. "Der Fallensteller" knüpft nahtlos an seinen großen Thriller-Erfolg "Totenstarre" an. Mark Nykanen lebt an der Westküste der Vereinigten Staaten.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Tra-raaa-traa-ra. Die Trompetenstöße stiegen über Bhaktapur auf, der rußigen Schwesterstadt Katmandus. Ich hörte ihren schrillen Ruf, als ich zum hinteren Ende der Gießerei ging, vorbei an dem primitiven Schmelzofen und den geschwärzten Ziegeln, auf denen die Flammen einst ihre federähnlichen Schatten eingebrannt hatten.
Mein Führer dirigierte mich einen Gang entlang, dessen Decke so niedrig war, dass ich mich bücken musste. Seine Haut war dunkel und glänzte wie eine harte braune Nuss, und seine Nägel sahen aus wie Krallen, sie waren zu grotesker Länge angewachsen und drehten sich ein, so wie die Nägel der Toten angeblich in der Abgeschiedenheit des Grabes wachsen. Er war Hindu, in einem Land, in das Tibeter geflohen waren und in das sie ihre hellere Haut und eine gottlose Gottheit mitgebracht hatten. Ein Hindu, der alle möglichen Wesen verehrte.
Eine einzige Glühbirne beleuchtete unseren Weg, schmucklos wie die Sonne und ebenso schmerzhaft für die Augen. Die Lehmwände des Gangs wirkten kahl und spröde wie alles in diesem unwegsamen Land.
Ich hörte ein Kratzen und passte auf, wohin ich trat. Dann stimmte mein Führer sein mangelhaftes Englisch an: »No ladies. No ladies«, obwohl uns gar keine begleiteten. Ich war allein nach Nepal gekommen, zuerst in den Bergen gewandert, mit ihren seltsamen Klöstern, Sprechgesängen und Liedern, und nun hatte ich in den letzten Tagen meiner Reise zu dieser Gießerei gefunden.
»No ladies«, wiederholte er, und diesmal kicherte er dazu. Ich spürte die Unaufrichtigkeit sofort, Gelächter, das mit einer gänzlich anderen Bedeutung befrachtet war, in diesem Fall ihr düsteres Gegenteil, denn er führte mich aus dem engen Gang in einen höhlenartigen Raum, angefüllt mit unverhüllten weiblichen Formen, voller Regale, aus denen polierte Bronzefiguren funkelten, die in einer großen Vielfalt an Stellungen darin hockten. Eine kühne, unerhörte Aufstellung. Und dann sah ich an der Wand direkt links von mir, vielleicht einen Meter über meinem Kopf, Bronzefrauen, die so gierig aussahen wie die hungrigen Heiden in einem mittelalterlichen Mosaik, Raubtiere, die nicht auf Fleisch, sondern auf Seelen aus waren, die Beine gespreizt, das Geschlecht schamlos offen zur Schau gestellt.
Bizarr? Ja, keine Frage, aber auch verlockend. Ich konnte es nicht leugnen, nicht einmal damals, obwohl ich verstand, dass es von größter Wichtigkeit gewesen wäre, diese Anziehungskraft zu leugnen und sich abzuwenden. Doch ich konnte mich ihr nicht entziehen, weil die Bronzen echt wie das Leben selbst aussahen und der bloße Blick auf sie den schrecklichen Aufruhr verstehen ließ, der mich bis zu den Haarwurzeln elektrisierte.
Hätte sich eine von ihnen bewegt, einen Schritt auf mich zugemacht, um mich zu umarmen, ich wäre nicht überraschter gewesen als eine Katze, wenn der Schatten in der Ecke zum Leben erwacht und auf eine Brotkrume zuhuscht. Genau so empfand ich mich, als ich dort stand, nicht bedeutender als ein bisschen Mehl und Fett, Salz und Zucker: die Brotkrume, die auf Entdeckung wartet.
Ich fühlte mich wie ein Mann, der zum ersten Mal einen verstörenden Geschlechtsakt sieht, der die sexuellen Raubzüge in einer Spelunke in Bangkok erlebt oder in einem Fenster an einer der engen, berüchtigten Straßen Amsterdams. Oder der im Internet auf eine völlig neue Welt stößt, eine fremdartige, wechselnde Gemeinschaft des Fleisches, die ihn von einem Augenblick auf den anderen verändert, die ihn zwingt, sich auf den Akt zu fixieren, den er gerade zum ersten Mal gesehen hat, und der fiebernd und sich der Gefahr bewusst feststellt, dass er es wieder und wieder haben muss. Ich hatte das neue Feuer entdeckt, das alle anderen aufzehrt und nichts als Asche in seiner Spur zurücklässt.
Hier war ein Wissen, das all die Jahre auf der Lauer gelegen hatte. Es hatte mich mit einer Plötzlichkeit auserkoren, die schockierte und mich unter Qualen flüstern ließ: »Ich war das, aber nun bin ich dies.« Es war ein Wissen, das sich als äußerst beunruhigend erwies, denn es strafte alles Lügen, was ich gewesen war, alles, wofür ich mich gehalten hatte. Ich erkannte in jenem Moment, der mich für immer zeichnete, dass Freundlichkeit, Anstand und auch nur jedes Minimum an schicklichem Benehmen uns im Nu entgleiten können, und was dann von uns bleibt, haben wir nicht selbst gewählt, sondern wir wurden dazu auserwählt.
Ich führe meinen neuesten besten Freund am nördlichen Rand der Wohnsiedlung entlang, bleibe stehen, während er sein Geschäft verrichtet, und streiche an den hohen Bäumen vorüber, die dicht gedrängt zu beiden Seiten der wild überwucherten Staubpiste stehen. Der Weg könnte noch von den Zement und Bauholzlastern stammen, die ihre Fracht vor mehr als vierzig Jahren hier heraufschleppten. Ich rate nur, was das Alter dieser Häuser angeht, aber ich beherrsche das mittlerweile ganz gut und gründe meine Schätzungen auf die Größe der Bäume und Sträucher sowie auf den Baustil. Das hier ist purer Sechzigerjahre-Ranchstil. Einige Häuser weisen Anbauten, einen zweiten Stock oder eine neue Fassade auf, dazu den einen oder anderen architektonischen Schnörkel; aber sie lassen sich im Grunde nicht maskieren, und meiner Ansicht nach wären sie weit attraktiver, wenn sie ehrlich ihren Originalanblick bewahrt hätten, wie schadhaft er inzwischen auch sein mag. Das Alter lässt sich sowieso nicht verbergen; genau wie Menschen zeigen auch Wohnsiedlungen eindeutige Spuren des Verfalls. Diese hier steht jedoch in voller Blüte, und sie ist alt genug, dass jedes Haus bereits ein halbes Dutzend oder mehr Besitzer gehabt haben könnte. Viele Familien. Das ist wichtig für mich.
Die Staubpiste ist gut eineinhalb Kilometer lang, eine Kloake für alle Hunde in der Gegend. So ziemlich jedes Wohngebiet hat seine Gassiallee. Deshalb habe ich den Hund, eine Sie, »adoptiert« – um mich so unauffällig ins Bild zu fügen wie einer der Bäume hier, wie eine Pappel oder ein Ahorn. Hätte man mich allein gehen sehen, würde es heißen: Wer ist der Kerl, der sich draußen im Wald herumtreibt? Aber mit einem Hund bin ich so natürlich wie ein Windhauch.
Sie ist eine richtige Schönheit, ein Border Collie. Schwarz, grau und weiß, wie die Welpen, die sie im Verschlag zurückgelassen hat. Die haben heute alle mit der Nadel Bekanntschaft gemacht. Sie ist die Sorte Hund, bei der die Leute dahinschmelzen. Ihr Leben an meiner Seite wird kurz sein, nur einige Stunden, dann werde ich sie von allen künftigen Verpflichtungen entbinden. Sie sollte sich glücklich schätzen, und wenn es meine Art wäre, mich mit solchen Banalitäten aufzuhalten, würde ich sie Lucky nennen.
Wir haben sogar einige körperliche Merkmale gemeinsam – das graue Haar und die scharf geschnittenen Gesichtszüge, das mittlere Alter – und wir sind beide nach außen hin freundlich, schmeichlerisch sogar. Während ich auf das Haus zugehe, denke ich daran, wie oft sich Hunde und ihre Besitzer doch tatsächlich ähneln.
Ich habe sie am Montag einziehen sehen, und bis heute, dem Tag der Müllabfuhr, hatten sie bereits alle Kartons flach zusammengelegt und zur Altpapierabholung gestapelt. Ich bewundere ihr anspruchsvolles Wesen und ihre Entschlossenheit, sich häuslich niederzulassen; mehr als sie ahnen können, dient ein aufgeräumtes Zuhause meinen Zwecken weitaus besser als eine wahllose Ansammlung von Besitztümern, von denen sich jedes zum gewalttätigen Widerstand ergreifen ließe. Ich stelle mir auch vor, wie ihre Kunstwerke bereits saubere Rechtecke gedeckter Farben an den Wänden bilden. Manchmal respektiere ich ihre Sammlungen, aber das ist selten. Über Geschmack lässt sich nicht streiten, und meist sehe ich nicht viel davon, nicht in Häusern wie diesen und auch nicht an den Wänden der Reichen....
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Produktinformation
- Herausgeber : Blanvalet Taschenbuch Verlag; Taschenbuchausgabe, 1. Auflage 2007, (12. März 2007)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 432 Seiten
- ISBN-10 : 3442366240
- ISBN-13 : 978-3442366248
- Abmessungen : 11.6 x 3.4 x 18.5 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 289,035 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 19,788 in Belletristik - Action & Abenteuer
- Nr. 46,209 in Krimis & Thriller (Bücher)
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Spitzenrezensionen
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Natürlich ist das Buch sehr gut geschrieben und spannend aber so extrem schockierend, dass man es nicht aus der Hand legen kann, ist es leider bei weitem nicht.
Es gibt gewiss zwei bis drei Stellen die für Zartbeseitete nicht gerade geeignet sind, aber das ist leider auch schon alles.
Also wer etwas spannenderes als Tess Gerritsen sucht ist leider bei dem Buch an der falschen Adresse.
lg
man kann nämlich nur die geraden Kapitel lesen und bekommt den Plot fein säuberlich und nett serviert und die ungeraden Kapitel sind die Kapitel in denen der Täter aus seiner Sicht heraus erzählt, wie genial er doch ist und leider erkennt die Welt seine Genialität gar nicht in den Modellen die er ausstellt und hier ist die ganze Grausamkeit seiner Taten zu lesen.
Aber abgesehen davon bekommt das Buch von mir die volle Punktzahl, weil mir andere Dinge gefallen haben.
Neben der Idee eines Bildhauers der die Echtheit des Grauens an "lebenden" Modellen einfangen will und diese dazu nicht direkt abschlachtet, sondern über Wochen noch trainiert, damit sich bestimmte Muskeln auch schön abzeichnen und weil die Zeit das Grauen um ein Vielfaches multipliziert, weil in den Köpfen der Opfer viel Zeit ist sich vorzustellen, wie der Tod aussehen wird, neben all dem faszinierte mich die Rolle der Tochter der Opferfamilie.
Vom ersten Moment an in dem die Familie gekidnappt wurde läßt diese sich auf den Entführer und, wie ihr später klar ist auch Mörder, ein. Man denkt als Leser, daß sie das doch alles nur macht, weil sie hofft ihn damit für sich zu gewinnen, damit er sie am Leben läßt, aber schon sehr früh bekommt man als Leser Zweifel und fragt sich ob es möglich ist, daß ein pubertierendes Kind so abgebröht sein kann. In diesem Fall bekommt man eine Auflösung und obwohl ich ein Fan von offenen Enden bin, hat mir diesmal die Auflösung gefallen.
Für die Freunde der Serientäter-Krimis würde ich diesen hier empfehlen.
die tatsache mit den familien, die namen der "projekte".. alles hat schön zusammengepaßt und das gefühl, dass nur der killer, die opfer und der leser darüber bescheid wissen, was "family planning #xy" bedeutet - nicht jedoch die kritiker und bestauner dieser werke - ist am anfang schon ziemlich prickelnd und man schüttelt sich innerlich, wenn sich sogenannte experten darüber auslassen, dass das ein oder andere gesicht evtl nicht "menschlich" genug rüberkommt... in dem wissen, dass es menschlicher gar nicht sein könnte...
jedoch wird es dann doch recht schnell ziemlich langweilig und platt, da es irgenwie ermüdend ist ständig darüber zu lesen, wie sich die neue familie fürchtet, wie der killer sie demütigt und er sich - natürlich - in einen sproß der familie verguckt.
die beschreibung dessen, was er den menschen angetan hat, die vor der familie nummer 9 in seinem bunker waren, ist nur mäßit spannend und hat meine erwartung absolut enttäuscht, da man daraus hätte wesentlich mehr machen können.
sicher ist es grausam jemanden ersticken zu lassen, jedoch war es das dann aber auch schon und als leser erwartet man entweder bei den morden ein bißchen mehr action oder aber bei der restlichen handlung.
die ist jedoch aber auch eher zäh und die ständigen schauplatzwechsel sind mit der zeit ziemlich lästig und sind dem spannungsaufbau eher abträglich.
ich würde das buch nicht guten gewissens empfehlen können. fängt spannend an, läßt stark nach, der showdown ist einfach nur lächerlich, lediglich der schluß schafft es nochmal einen zu überraschen (mit überraschen meine ich aber, dass man nicht erwartet, dass der schluß nochmal gut wird. denn was am schluß passiert läßt sich ab dem moment der flucht der vom killer begünstigten "opfertochter" erahnen...) und da denkt man sich dann doch: wer gut anfängt und gut aufhört, sollte sein buch nicht mit solch einem einschläfernden mittelteil versauen.
Das Treiben eines kranken Künstlers, und das meist erzählt aus der Perspektive des Hauptdarstellers selber.
Ein gnadenloser Psychopath auf der Jagd nach neuen Modellen für seine Bronzestatuen läßt einen beim lesen einen Schauer nach dem anderen den Rücken runter laufen. Toll und sehr ausführlich erzählt vom Autor, sodas man sich schon fragt wie krank dieser wohl selbst ist. Im Vergleich mit anderen Büchern dieses Genres (Thomas Harris, Patterson, Narsaw, Katzenbach), die ich schon gelesen habe, gehört Totenstarre zu besten.
Es ist ein sehr spannendes Buch und ich bin froh es wieder in meiner Sammlung haben zu können!!
