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Der Tote von Passy Gebundene Ausgabe – 1. Februar 2007

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Pressestimmen

Eine namenlose Ich-Erzählerin erhält eines Tages einen versiegelten Brief, in dem ihr mitgeteilt wird, dass ihr eigentlicher, leiblicher Vater in wenigen Tagen auf dem Friedhof von Passy in Paris beerdigt wird. Nur kurz zögert sie, und begibt sich dann auf den Weg nach Frankreich. Damit beginnt eine aufregende Suche nach den eigenen Wurzeln, nach einer neuen Identität. Immer wieder nimmt die Geschichte für die Protagonistin - und für den Leser - eine unvorhergesehene Wendung. Immer vielspuriger führt der Weg in die Vergangenheit. In schnörkelloser Sprache gelang Barbara Bongartz ein eindringlicher Roman über die Frage nach der eigenen Identität. Die Autorin gilt in der Literatur-Szene als Geheimtipp. (Felicitas von Lovenberg, FAZ)

Der erste Satz ist skandalös und weckt gerade deshalb das Interesse des Lesers: „Lange Zeit wünschte ich den Tod meiner Eltern.“ So etwas spricht man nicht aus. Nicht in der Ich-Form. So etwas bedarf der Erläuterung. So beginnt der neue Roman von Barbara Bongartz, deren Bedeutung, durch zahlreiche Bücher belegt, zu den bestgehüteten Geheimnissen eines maßstablos gewordenen Literaturbetriebs gehört. Die Erzählerin heißt, wie die Autorin, Barbara Bongartz. Ein autobiografischer Roman also? Das ist von Belang allenfalls für jene Teilnehmer der Mediengesellschaft, die Meldungen über Britney Spears oder Angelina Jolie für Nachrichten halten. Die Erzählerin erfährt, daß ihr vermeintlicher Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Der aber wird am kommenden Freitag in Paris begraben. Die Mitteilung setzt die Erzählerin auf eine Spur. Das Thema hat in Romanen und Filmen der vergangenen Jahre eine Renaissance erlebt: Es geht um die Suche nach der eigenen Identität, die man in der Entdeckung des Vaters zu finden hofft. Offenbar erschöpft sich dieses Thema nicht. Es läßt so viele Varianten zu, wie es Individuen gibt. Barbara Bongartz durchbricht die Chronologie. In immer neuen Anläufen blickt sie zurück auf die Zeit, die jener Gegenwart vorausging, in der sie ihrem toten Vater begegnen soll, in der sie dann recherchiert. Das ist virtuos gemacht. Die Kinospezialistin Barbara Bongartz hat ihren „Citizen Kane“ studiert. Der Roman ist nicht auf Spannung angelegt, aber es gibt Passagen, in denen die Rekonstruktion der verborgenen Geschichte den Charakter eines Detektivromans annimmt oder einer romantischen Erzählung mit mystischen Andeutungen. „Der Tote von Passy“ ist auch ein Paris-Roman, dann ein Roman über Frankreich, über das Verhältnis von Franzosen und Deutschen. Die Erzählerin hat ein paar Jahre in Paris gelebt, die Stadt ist ihr vertraut. Sie ist freilich auch dem Leser vertraut., sie droht an ihren eigenen Klischees zu ersticken. Wie soll man über Paris schreiben, ohne epigonal zu erscheinen, aber auch ohne diese Stadt ihrer Magie zu berauben? Barbara Bongartz schafft genau diese Gratwanderung. Sie skizziert ein bekanntes und zugleich fremdes Paris, einen Ort, der zur erzählten Geschichte gehört und zugleich über diese hinausweist. Barbara Bongartz bevorzugt in dem vergleichsweise schmalen Roman kurze Sätze. Sie verleihen dem Text einen sachlichen Charakter und der Sprache eine Melodie, deren Zäsuren auch beim Leser ein Atemholen provozieren. Diese Sprache ist auf eine fast altmodische Weise elegant. Und es erweist sich, daß auch ein gegenwärtiges Ambiente durch die Differenz von Gegenstand und literarischem Stil gewinnt. Barbara Bongartz strebt offenbar mehr an als ein Wiedererkennen. Vielleicht auch, um der Falle des Autobiografischen zu entgehen. Die Stilisierung ist hier ein Akt der Diskretion sich selbst gegenüber. Gegen Ende nennt die Erzählerin ein paar Autoren. Otto Weininger zum Beispiel und Julia Kristeva. Die Besorgnis aber, es könnte jetzt zu einem bildungsprotzerischen Theorieüberbau kommen, wird zerstreut. Da ist von dem französischen Schauspieler Daniel Gélin die Rede, dem wunderbaren „jungen Herrn“ aus der „Reigen“-Verfilmung von Max Ophüls. So soll der Vater der Erzählerin ausgesehen haben. Gratulation! (Thomas Rothschild, STUTTGARTER ZEITUNG)

Das Spiel mit dem eigenen Autorennamen wie auch mit Identitäten der eigenen – in einem Fall auch der angeeigneten – fremden ist in Bongartz’ literarischem Werk nicht neu. ... Wer bin ich? Jeder moderne Roman – zumal wenn er die Erzählhaltung eines Ich wählt – beruht auf dieser Frage. Selten aber wird sie – in der sogenannten hohen Literatur – so direkt gestellt wie in Barbara Bongartz’ Roman Der Tote von Passy. Selten mündet sie so umstandslos in das Thema der Suche nach den leiblichen Eltern. Doch, was in der Zusammenfassung wie ein trivialer Plot erscheinen mag, ist in diesem Fall Anlass für eine Suchbewegung, die den Leser in ein Spiegelkabinett lenkt. Jenen Raum unendlicher Möglichkeiten, in den man sich nicht ohne Gefahr begibt, denn einen Ausweg bietet er nicht. ... Hier wird – zugleich mit der Eröffnung eines halb kriminalistischen halb thrillerhaften, dabei aber völlig unaufgeregt erzählten Irrgangs – ein weiterer, rätselhafter Impuls gegeben – die Identität des Autornamens mit dem der Erzählung. Man erinnere sich an Flauberts Dictum Madame Bovary, das bin ich. Wo gemeinhin die Fiktion ein Alter-Ego behauptet, etabliert dieser Roman unverhohlen eine autobiografische Wertung. Das überrascht um so mehr, als sich allmählich eine Kette unerhörter Begebenheiten entrollt. ... Selten drängt sich die Frage nach dem Wahrheitsgehalt so auf wie bei diesem Buch. ... Bewusst hat also die Autorin bei der Bearbeitung eines biografischen Themas die klassischen Indikatoren der Identität ins fiktionale Spiel hineingenommen. Ein ernstes Spiel, das eine entscheidende Wendung erfährt, als sich herausstellt, dass die Protagonistin in der Tat ein Adoptivkind ist und vor Jahrzehnten ihre leibliche Mutter nicht aber den leiblichen Vater kennenlernte. ... Der berühmte Kreislauf des Begehrens drängt sich auf, der von Buddha bis Lacan die Gemüter bewegte. Ein unabschließbarer Enthüllungsprozess, der im Text indirekt zu Wort kommt. ... Wer die früheren Werke von Barbara Bongartz kennt, ... den opulenten Roman Örtliche Leidenschaften, den New-York-Roman Die amerikanische Katze oder ihren im Schreibheft veröffentlichten Briefwechsel mit Alban Nicolai Herbst, der wird seinen Augen nicht trauen, nach dem dort etablierten ornamentalen, bewusst manirierten, labyrinthischen und theorielastigen Stil nun eine außergewöhnlich schlichte und schmucklose Erzählweise anzutreffen. Besonders aber fällt der unpathetische, fast unterkühlte Ton auf, der dem Identitätsthema die Gefühlslast nimmt und jeden emotionalen Betroffenheitstenor vermeidet. ... Der Tote von Passy ist zugleich ein kluges, sorgfältig kontrolliertes Experiment in Sachen biografischer Selbsterfindung und ein spannungsreicher Roman der Selbstfindung. Das unscheinbare Leitmotiv dieses Buches findet sich in einem kindlichen Spiel, das die Frage nach Herkunft und Selbstsein mit jenem dunklen Schrecken verbindet, der unser aller wer? und woher? begleitet. (Dorothea Dieckmann, DLF BÜCHERMARKT)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Barbara Bongartz, 1957 in Köln geboren. Studium der Theater- und Filmwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie in Paris, München, Köln. Lebte in Düsseldorf und New York, seit 2003 in Berlin. Veröffentlichungen: Von Caligari zu Hitler - von Hitler zu Dr. Mabuse, Eine psychologische Geschichte des Deutschen Films von 1948-62, 1990. Das Böse möglicherweise, Erzählungen, 1994. Stücke fürs Herz, Erzählungen, 1995. Eine der Geschichten aus Donner & Sturm, 1997. Örtliche Leidenschaften - Compilationes, 1997. Herzbrand - Der Fall Cordelia Richter, 1999. Die Amerikanische Katze, 2001. Inzest oder Die Entstehung der Welt, Roman in Briefen von Barbara Bongartz und Alban Nikolai Herbst, 2002. Auszeichnungen u.a.: Förderpreis und Arbeitsstipendium der Stadt Düsseldorf 1998. Akademie Schloß Solitude 1999/2000. Arbeitsstipendium Künstlerhaus Lucas, Ahrenshoop 2001.

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Format: Gebundene Ausgabe
Natürlich kennt man die Autorin noch von der "Amerikanischen Katze" oder den herrlich verstiegenen "Compilationes". Doch diesmal übertrifft Bongartz sich selbst. Ihre kunstvoll angelegte Geschichte "Der Tote von Passy" enthält Geschichte, Leben, Geist, Sinn, Sehnsucht, das Leben, das Sein und den ganzen Rest. Wie Bongartz das alles verschwurbelt, das ist göttlich und gelungen. Ein Lesevergnügen, wenn auch kein einfaches. Mäandrierend reißt es den Leser in einen Kosmos, in dem Manierismus Pflicht ist. Nichts ist hier, wie es scheint, dafür scheint vieles so, wie es nicht ist. Das Buch ist ganz große Kunst wie sie künstlicher nicht sein kann. Unbedingt auch die letzte Seite lesen, denn da gelingt der Autorin eine Wendung, die allgemein verblüfft. Mehr davon, denn Literatur war gestern. Heute ist Bongartz.
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