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Tom Jones: Die Geschichte eines Findelkindes. Roman (insel taschenbuch) Taschenbuch – 18. Dezember 2006

4.7 von 5 Sternen 20 Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 3. November 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Fangen wir damit an, daß dieses Buch seinen Preis wirklich wert ist: wunderschön gebunden liegt es in den Händen, auf elfenbeinfarbigem Dünndruckpapier durchwandern wir die Geschichte des Findelkindes Tom Jones. "Die kraftvolle Derbheit der Handlung, die humorvolle und lustspielhaft pointierende Darstellung sowie der hinreißende erzählerische Schwung werden in den Einleitungskapiteln der 18 Bücher des Romans kontrapunktisch abgelöst durch theoretische Exkurse, in denen der Autor über die Kunst und die Technik des Schreibens brillant meditiert." Treffender kann man es wirklich nicht ausdrücken. Man bekommt sogleich zu Beginn den Eindruck in der Stube des Erzählers zu sitzen und ein Gespräch mit ihm zu führen ÜBER seine Geschichte - er stellt Fragen, gibt Hinweise, klagt an und beschwichtigt. All das in einer durchaus verständlichen Sprache, wenn auch der Zeit angepasst. Die kurzen Kapitel wirken wie Gemälde, detailliert beschrieben, fließend und mitreißend.
Für Liebhaber schöner Bücher mehr als empfehlenswert und insbesondere als Geschenk eine wirklich gute Idee.
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Format: Gebundene Ausgabe
Tom Jones steht mit seinem Erscheinen im 18. Jahrhundert in der Tradition der großen erzählerischen Beiträge Englands zur Weltliteratur. Fieldings Werk steht auf der Höhe derer von Swift, Defoe sowie später Thackeray und Dickens und ist aus drei Gründen beachtenswürdig:
1. Vordergründig ist Tom Jones die abwechslungsreiche und trotz der unglaublichen Länge von nahezu 1000 Seiten nie langweilige Geschichte eines Findelkinds, das gegen alle Widerstände der Verwandten und der Gesellschaft am Ende die Tochter eines reichen Landjunkers heiratet.
Im Rahmen dieser Erzählung blättert Fielding aber die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts mit einer Präzision auf, dass dem Roman eine verblüffende Zeitlosigkeit zugestanden werden muss. Die Freiheiten des Adels, das Elend der Armen, aber auch die relativ wohlgeordnete Struktur eines trotz aller politischen Unwägbarkeiten funktionierenden Gemeinwesens werden dem Auge des Lesers dargeboten.
Der Autor kombiniert mühelos satirisch-derbe Züge mit Gesellschaftsanalyse und philosophischen Ausführungen und gibt seinen Figuren eine psychologische Tiefe, wie sie in der Weltliteratur nur selten zu finden ist.
Thackerays Romanuntertitel "Roman ohne Helden" würde auch auf diesen Roman passen, ist doch Fielding ein viel zu genauer Beobachter, als dass er seinen Protagonisten irgend etwas Heldenhaftes lassen würde. Er verstrickt sie meisterhaft in Intrigen, Verwicklungen und Abenteuer, die äußerst temporeich und wohl in erster Linie dem Unterhaltungswert geschuldet sind. Dabei bleibt keiner moralisch völlig sauber, aber dafür sind Fieldings Personen um so glaubwürdiger und tiefer.
2.
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Von Tanja Heckendorn TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 13. November 2007
Format: Taschenbuch
In Henry Fieldings Roman entführt uns der Autor in die dekadente Welt des 18. Jahrhunderts.

Dem Gutsherrn Allwerth wird ein Säugling auf die Schwelle gelegt. Der großmütige Mann nimmt den Jungen auf und gibt ihm den Namen Tom Jones. Der Junge gedeiht prächtig mit seinem dankbaren Herzen. So stellt der Auto schließlich fest, dass Tom so liebenswert war und daher keine Feinde haben konnte, außer sich selbst. Doch die höchst menschlichen Schwächen des Helden nutzt der eifersüchtige Cousin für seine Zwecke und die Dummheit des jungen Jones tut das Übrige. Tom Jones verliert die Gunst seines Ziehvaters und zieht auch noch den Zorn des Nachbars auf sich, als er sich unsterblich in dessen Tochter verliebt.
So wird Tom Jones zu einem Heimatlosen. Bei seinem Ziel, die Gunst der Gesellschaft wieder zu erlangen, macht er so manche Bekanntschaft und gerät in delikate Situationen. Schließlich wird er sogar des Mordes beschuldigt und kommt ins Gefängnis. Doch endlich beginnen die Ereignisse eine höchst unerwartete und befriedigende Wendung zu nehmen.

Die Geschichte des jungen Findlings mit dem großen Herzen und der naiven Gesinnung wird mit großer Leichtigkeit und der nötigen Brise Ironie erzählt. Der Autor bringt seine eigene Person mit vielen Kommentaren ein. Er tritt für die Schwachen ein, entschärft kritische Momente, deckt Bosheiten auf und macht menschliche Stärke sichtbar.
Die menschliche Neigung vorschnell zu urteilen und Vorurteile zu pflegen wird ebenso offen dargestellt, wie klar gemacht wird, dass Tugendhaftigkeit mehr Schein als Sein ist. Vielleicht hat er deshalb eine so offensichtliche Vorliebe für seine Hauptperson. Er gönnt Tom Jones am Ende ein vollgeschütteltes Maß an Glück.
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Format: Taschenbuch
I am tempted to say that just as Marlowe paved the way for Shakespeare, Fielding paved the way for Dickens. I do not have one single complaint about this book. The images are wonderfully portrayed. The main character Tom has many dimensions. He is a rogue, a bumbler, and a womanizer. But at the same time he is heroic, brave, and honorable. Mr. Allworthy is memorable as the virtuous guardian of Tom. Sophia is memorable as a woman with a mind of her own. One of the greatest things about this book is that even though it is over 800 pages long, it is NEVER boring. We are either in suspense, feeling pity, feeling sorrow, or trying to control our laughter. This was the 3rd book I read in History of the Novel. While I did not like the first 2 at all, I REALLY liked this one. It is interesting that Charles Dickens mentions this book in his "David Copperfield" (1850). If you like this book, you MUST see the movie where Albert Finney plays Tom.
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