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Der Tod und das Mädchen [VHS]

4.7 von 5 Sternen 11 Kundenrezensionen


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Produktinformation

  • Darsteller: Sigourney Weaver, Sir Ben Kingsley, Stuart Wilson, Krystia Mova, Jonathan Vega
  • Regisseur(e): Roman Polanski
  • Format: PAL, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Erscheinungstermin: 6. November 2002
  • Spieldauer: 99 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen 11 Kundenrezensionen
  • ASIN: B00004RQS1
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.657 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Paulina Escobar lebt mit ihrem Ehemann in einem einsamen Haus an der Küste eines südamerikanischen Staates. Als eines Tages ein Fremder auftaucht, glaubt sie, in ihm ihren ehemaligen Folterer und Vergewaltiger zu erkennen und will jetzt ihrem damaligen Peiniger den " Prozeß machen". Eine lange Nacht in den Abgründen der menschlichen Seele beginnt- gnadenlos und unbarmherzig.

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Roman Polanskis Filmadaption des erschütternden Stücks von Ariel Dorfman über das Vermächtnis von Folter hat mehr mit dem ersten Film des Regisseurs, Das Messer im Wasser (mit all seinen aufreibenden Zweideutigkeiten über Macht, sexuelle Überschreitungen und verwirrte Bündnisse zwischen drei Menschen) gemeinsam, als eine offene politische Parabel.

Sigourney Weaver (nicht überwältigend, aber alles in allem doch gut) spielt eine ehemalige politische Gefangene in einem ungenannten südamerikanischen Staat, dessen Regierungsform zur Demokratie wurde. Sie ist mit einem Angestellten der Regierung verheiratet (gute Arbeit von Stuart Wilson), der Boss der Behörde ist, die sich mit offiziellen Anfragen über die Praxis der Folter unter dem ehemaligen Regime beschäftigt. Immer noch unter ihren Erlebnissen in der Vergangenheit leidend, sucht Weavers Charakter Zuflucht in den Wandschränken des hoch auf den Klippen gelegenen Hauses, das sie mit ihrem Mann bewohnt. Aber als dieser eines Tages einen dem Anschein nach netten Menschen (ein brillanter Ben Kingsley) nach Hause mitbringt, glaubt sie, in diesem Fremden denjenigen zu erkennen, der sie bei Verhören wiederholt vergewaltigt hat. Sie nimmt ihn gewaltsam zur Geisel, und was dann folgt, ist ein Wirbelsturm aus Raserei und Verwirrung, da Kingsleys Charakter alle Anschuldigungen ableugnet, Wilsons von Schuld geplagter Ehemann nicht weiß, wen er verteidigen soll und Weaver ihre psychosexuelle Wut in eine Waffe der Erniedrigung verwandelt.

Dorfman selbst hat sein Stück für den Film adaptiert, aber es besteht kein Zweifel darüber, dass Polanski, wie in seinen Filmen Rosemary's Baby, Ekel und Bitter Moon, den Zuschauer auf einen bekannten Pfad von menschlichem Betrug und Terror führt. Teilweise erschütternd in seiner Ehrlichkeit und überzeugend bis zum Letzten, führt uns Der Tod und das Mädchen buchstäblich bis zum Rande des Vergessens, wo -- in Polanskis Filmen -- die schwierigsten Wahrheiten immer in eine bis dahin unbekannte Perspektive fallen. --Tom Keogh -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

4.7 von 5 Sternen
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Top-Kundenrezensionen

Format: DVD Verifizierter Kauf
Daß dieser Film ein Meisterwerk der Regie- und Schauspielkunst ist, muß hier denke ich nicht gesagt werden. Leider ist diese DVD eine Beleidigung für Ohr und Auge. Die Bildqualität ist miserabel, der Ton ist mono und das schlimmste ist, daß man beim englischen Originalton die deutschen Untertitel nicht ausblenden kann (Es ist blasphemisch, wenn man sich Sigourney Weaver und vor allem Ben Kingsley in der Synchronisation anhört, weil beide ganz außergewöhnlich gute Stimmen haben). Das kommt besonders gut rüber, da die Bildqualität dermaßen armselig ist, daß jedesmal wenn die Untertitel erscheinen, sich die Helligkeit des Bildes drastisch ändert. Und gerade bei diesem Film, der zu 80% in der Dunkelheit spielt ist das besonders nervig. Tip an alle, die gute Filme lieber im Original sehen: Kaufen Sie sich die DVD in England.
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Format: DVD
Dem Film von Roman Polanski kann man nichts anderes als fünf Sterne geben: diesem brilliant gespielten und inszenierten Kammerspiel, welches die Frage nach dem Umgang mit dem - vermeintlichen oder tatsächlichen - Bösen so eindrucksvoll verdichtet.
Leider ist die Bildqualität dieser DVD nur auf dem Niveau eines Video-Mitschnitts, und eigenartigerweise kann man in der Originalversion (und nur sie sollte man anschauen!) die deutschen Untertitel nicht ausblenden. Da sie dick und grell und in einer häßlichen Schrift gemacht sind, stören sie das Bild doch erheblich; und in diesem Film sind nicht nur Handlung und Dialoge wichtig, sondern auch die Sprache der Bilder mit ihrem Spiel mit Hell und Dunkel.
Da die DVD preiswert ist, kann man sie trotzdem zum Kauf empfehlen. Aber Polanskis Meisterwerk hätte etwas Besseres verdient gehabt. Schade.
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Format: DVD
Regierungswechsel in einem südamerikanischem Land. Der neue Staat gibt sich demokratisch und will die Verbrechen unter der Vorgängerdiktatur untersuchen. Paulina's Mann soll die Untersuchungskommission leiten. Beide leben zurückgezogen in einem Haus nahe der Klippen am Meer. Sie war Studentin wie ihr Mann und verfolgte wie er umstürzlerische Ziele. Als sie verhaftet wurde, wollte man auch die Namen der Mitverschwörer von ihr erfahren. Es kam zur Folterung und Vergewaltigungen.

Paulina hat das alles überlebt. Viele Verhaltensspuren lassen erkennen, das das Erlebte niemals sie in Ruhe lassen wird. Misstrauen gegen jedermann und panische Angstattacken sind ihre ständigen Begleiter.

Als ihr Mann nach einer Panne von einem hilfsbereiten Autofahrer nach Hause gebracht wird, ist sie zu der üblichen Gastfreundschaft nicht fähig. Aus dem Nebenraum glaubt sie die Stimme eines ihren früheren Peinigern wieder zu erkennen. Bei nächster Gelegenheit überwältigt sie den Mann und will ihn in einem persönlichen Verfahren aburteilen und auch richten. Ihr Mann als Anwalt gerät in eine schwierige Situation. Es folgt eine lange verbale Auseinandersetzung.

Der Film ist durchgehend spannend erzählt. Handlungen und Dialoge sind ausgewogen und spielen sich die Bälle zu. Die ernste Thematik wird filigran abgearbeitet und legt die menschlichen Problemfelder frei. Täter und Opfer treten in eine neue Denk-Dimension. Hervorragendes Kino.
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Format: DVD
Schuberts 'Der Tod und das Mädchen' als schöne Hintergrundsmusik für Folter und Vergewaltigung, das ist eine sehr ausgefallene Idee. Sie stammt aus dem
Drama von Ariel Dorfmann, der sich in seinem Werk mit den Grausamkeiten in lateinamerikanischen (Chile!) Diktaturen auseinandersetzt.
Zum Inhalt des Films nur soviel: ein Opfer der Diktatur und Folter glaubt in einem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, nimmt ihn gefangen und will ihn
durch Quälereien dazu bringen, seine Schuld einzugestehen. Möglicherweise könnte sie dann ihre traumatische Vergangenheit bewältigen. Der Film spielt an
einem eng begrenzten Schauplatz, was das Geschehen noch intensiver macht. Die schauspielerischen Leistungen von Sigourney Weaver und Ben Kingsley sind un-
übertrefflich.
Zwar habe ich 5 Sterne gegeben, doch das gilt nur für Polanskis Film, die DVD ist grottenschlecht. Bild und Ton sind teilweise unterirdisch, das Bonusma-
terial lachhaft. Man fragt sich, wieso ein Film wie 300 mit Ausstattung der Extraklasse daher kommt, Polanskis Film aber so stiefmütterlich behandelt wird. Ein großer Film, der aber an den Nerven zehrt.
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Format: DVD
Dieser Film gehört zweifellos zu den Besten des polnischen Regisseurs Roman Polanski (Der Pianospieler, Tanz der Vampire, Rosemarys Baby...etc.)!
Der Meister des subtilen Psychogrusels versuchte sich hier an einer politischen Parabel:
Eine Frau, gefangen und gefoltert, glaubt nach Ende der Diktatur, ihren Peiniger wiedererkannt zu haben. Nun ist die Rache an ihr...
Dichtes, auf drei Personen konzentriertes Kammerspiel mit einer unglaublich wandlungsfähigen Sigouney Weaver und einem wie stets bestechenden Ben Kingsley...
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Format: DVD
"Es ist so leicht jemanden zu demütigen" sagt das Opfer zu ihrem ehemaligen Vergewaltiger, als es seiner habhaft wird und ihn mit Waffengewalt in Schach hält.

Im Laufe des Films erfährt man über die Greueltaten, die der Frau angetan wurden und versteht, warum sie plötzlich wie eine Verrückte auf den neuen Freund ihres Mannes reagiert hat.

Sigourney Weaver überzeugt hundertprozentig in dieser schwierigen Rolle, in der ich mir auch Jodie Foster sehr gut vorstellen könnte, da beide diese unnahbare Kühle hervorragend darstellen können, die eine unfaßbare Verletztheit verbergen soll.

Ben Kingsley als Widerling, der es genossen hat, wehrlose Opfer zu vergewaltigen, ist ebenfalls optimal besetzt.
Hat man ihn in Gandhi bewundert und geliebt, so fängt man hier an, ihn wirklich zu verachten.

Ein Film, der wehtut und zum Nachdenken anregt.
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