Facebook Twitter Pinterest
Möchten Sie verkaufen? Bei Amazon verkaufen

Tod in Venedig [VHS]

4.2 von 5 Sternen 33 Kundenrezensionen


Hinweise und Aktionen

  • Entdecken Sie hier reduzierte Filme und Serien auf DVD oder Blu-ray.


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Produktinformation

  • Darsteller: Dirk Bogarde, Silvana Mangano, Björn Andrésen, Romolo Valli, Mark Burns
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video
  • Spieldauer: 131 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen 33 Kundenrezensionen
  • ASIN: B00004RLVH
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.792 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)
  •  Möchten Sie die Produktinformationen aktualisieren, Feedback zu Bildern geben oder uns über einen günstigeren Preis informieren?
     Ist der Verkauf dieses Produkts für Sie nicht akzeptabel?

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Auf der Suche nach seiner Jugend kommt Gustav von Aschenbach nach Venedig. Doch durch die Straßen streift schon der Tod. Aschenbach ist depremiert, die Faszination dieser Stadt bleibt ihm verschlossen. Und die Erinnerungen an seine Jugend bringen keine Befreiung, sondern lassen seine Verzweiflung noch größer werden. Plötzlich kommt es zu einer Begegnung, die sein Leben verändert. Eine Begegnung, die den sehnlichen Wunsch in ihm hervorruft wieder jung zu sein. Er trifft Tadzio. Einen blonden Jüngling. Doch als sein Leben anfängt, beginnt in Venedig das Sterben...

Amazon.de

1911 -- Der deutsche Dichter Gustav von Aschenbach (Dirk Bogarde) flieht vor seinem bürgerlichen Dasein in München an den Lido. In einem venezianischen Edelhotel will er auftanken, die geistige Stagnation überwinden, die seine Werke befallen hat. Doch alles kommt anders: Der Künstler begegnet Tadzio, einem Knaben von "wahrhaft gottähnlicher Schönheit", dem er in platonischer Liebe verfällt. Die Zucht seines früheren Lebens wandelt sich in innere Zügellosigkeit. Schließlich erleidet er in der von Cholera geplagten Stadt einen moralischen und physischen Zusammenbruch.

Aus Thomas Manns Novelle von 1912 schuf Regisseur Luchino Visconti eine subtile und suggestive Studie des Untergangs. Während Aschenbachs rastloser Reise durch das Labyrinth der Lagunenstadt wandelt sich die Kulisse langsam zur expressiven Seelenlandschaft. Die Atmosphäre von Verfall, welche die Palazzi und Plätze ausstrahlen, sind allgegenwärtige Metaphern für Aschenbachs Ende. Jede Gondel erinnert den Dichter "an Bahre und düsteres Begräbnis und letzte, schweigsame Fahrt".

Wie auch zwei Jahre später Nicolas Roeg in seinem Thriller Wenn die Gondeln Trauer tragen macht der italienische Regiemeister die Aura des Todes sichtbar, die Venedig umgibt. Jede Szene trägt den Schleier all jener Seelen, die dort im Lauf der Jahrhunderte von Cholera, Pest, Malaria und dem modrigen Dunst der Lagune hinweggerafft wurden. Die melancholische Musik Gustav Mahlers, nach dessen Vorbild Thomas Mann die Figur von Aschenbachs schuf, untermalt und verstärkt das morbide Szenario. Dirk Bogarde als Dahinsiechender in der dekadenten Gesellschaft der Stadt am Lido ist ebenfalls ein Erlebnis. Viscontis Meisterwerk erhielt 1971 in Cannes einen Spezialpreis. --Carola Feddersen

Alle Produktbeschreibungen

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: DVD
Der Film ist ein mustergültiges Beispiel für eine perfekte Filmadaption und der zugrundeliegenden Erzählung Thomas Manns mindestens ebenbürtig, wenn nicht gar überlegen. Visconti macht aus einem Sprachwerk eine mit Mahlers Musik unterlegte visuelle Symphonie. Wohlüberlegt sind die verbessernden Kürzungen wie ein orgiastischer Traum, der Prolog in München und das unverfilmbare philosophierende vierte Kapitel. Einige Änderungen sind dem Medium Film geschuldet wie die Änderungen des Protagonisten vom Schriftsteller zum Komponisten, andere Ergänzungen aus Manns "Doktor Faustus" fügen sich nahtlos in die Geschichte ein. Das Resultat zieht den Zuschauer mit einem hypnotisierend langsamen Rhythmus in seinen Bann und führt den schrittweisen Zusammenbruch der Selbstkontrolle eines Menschen vor, der sich einer verbotenen Liebe hingibt. Auch die Besetzung mit Dirk Bogarde, der Mut zur Lächerlichkeit aufbringt, Silvana Mangano in einer eleganten Nebenrolle und dem außergewöhnlich schönen Björn Andresen ist makellos. Die einzige Achillesferse des Films sind die schwerfälligen Dialog-Flashbacks mit Alfred, die teils ganz ernst die Philosophie des Films transportieren sollen, teils sowenig wie alle anderen Dialoge in diesem Film wichtig sein sollen und leider letzten Endes einfach nur in ihrer Schwülstigkeit nerven. Davon abgesehen ist "Der Tod in Venedig" mit seinem detaillerten Dekor und der visuellen Pracht, die mit einer brillanten Kamera eingefangen wird, eines der Meisterwerke der Filmgeschichte schlechthin.
Die 2-DVD Special Edition ist dem Rang des Films angemessen, neben einem tadellosen Transfer gibt es 3 Trailer und verschiedene Kurzdokus.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar 80 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: DVD
Morte a Venezia (Luchino Visconti, 1970)
1970 verfilmte der italienische Meisterregisseur Luchino Visconti Thomas Manns berühmte Novelle „Der Tod in Venedig", die den Tod des alternden Schriftstellers Gustav von Aschen-bach im untergehenden Venedig und das Dekadenzproblem in Thomas Manns Werk in extrem zugespitzter Form behandelt. Das Ergebnis gehört ohne Zweifel zu den besten Literaturverfilmungen, die es gibt. Vor allem weil es dem audiovisuellem Medium gelingt, die Atmosphäre der Textvorlage mit den eben nur ihm eigenen und zur Verfügung stehenden Mitteln kongenial (erwähnt sei hier vor allem die Musik aus Gustav Mahlers 3. und 5. Symphonie) einzufangen. Der schmale Grat zwischen unangemessener Verfälschung und nur reproduzierender Kopie ist perfekt gelungen.
In ruhig-bedächtigen, eng an die Erzählung von Thomas Mann angelehnten symbolträchtigen Bildern erzählt Visconti von Aschenbachs (sehr überzeugend: Dirk Bogarde) schicksalhafter Verstrickung an die Lagunenstadt, deren schon vom Tode gezeichneter Schönheit er sich ebenso wenig mehr rechtzeitig entziehen kann wie dem zwar kränklich-dekadenten, aber gleichsam die Schönheit verkörpernden Knaben Tadzio. Überdeutlich werden die Stationen auf dem Weg des unaufhaltsamen Verfalls der Künstler- und Fin-de-siècle-Figur sichtbar gemacht, immer wieder unterlegt und vertieft mit Rückblenden auf Aschenbachs Lebensgeschichte. In Anlehnung an Szenen aus Thomas Manns Roman „Doktor Faustus" deutet Viscontis Film den berühmten Schriftsteller in einen gescheiterten Komponisten um, der an einem sinnenfeindlichen, die absolute reine Schönheit darstellen wollenden Ideal scheitert.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar 60 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: DVD
Thomas Manns Opus Magnum (neben dem Zauberberg und den Buddenbrooks) wird wohl ohnedies fast jeder kennen.
Biologisch - und geistig! - deutlich vorgealterter Komponist, an seinen eigenen hehren Maßstaben gescheitert, begibt sich aus den Bergen Bayerns nach Venedig, um dort "auszuspannen". Gebrochen an Geist und Gesundheit, lernt er dort Tadzio kennen, einen schönen "Jüngling" aus adeligem Hause. Nach und nach steigert sich des Meisters Verlangen, der wieder zu leben lernt; nur: wird es erfüllt werden?

Vorweg: ein meisterhaftes Stück Film.

Visconti kann's einfach, ist man versucht zu sagen: derart fesselnde, schwelgende Bilder hat man selten gesehen. Konzis, aber nie voyeuristisch, begleitet die Handkamera die Genese des alten Narren, die Werdung des nochmaligen Menschen, und dessen Fehlen. Mit sparsamsten Mitteln wird auf das Wesentliche reduziert.

Dies gilt auch für Schauspielleistungen - meisterhaft gibt Bogarde den Desillusionierten, Wiedererwachenden; unnachahmlich wird der androgyne Hermes dargestellt - und Musik (Mahlers Dritte und Fünfte reichen zitatweise völlig aus, um sprachmächtige Bilder nicht zu illustrieren, nein, zu verstärken).

Und, zurück zur Story: Die Entwicklung nimmt ungemein gefangen.
Am Ende stellt sich die Frage: hat sich der nunmehrige Daseinszweck für den Titelhelden erfüllt? Das Absterben, versunken in des Jünglings Abbild - Ideeverwirklichung oder (nur) ein Vorgschmack auf Erhofftes? Raum für Gedankenreisen bleibt genug. Ein Meisterwerk.

Kurzum: Anspruchsvolles Cineastenvergnügen auf höchstem Niveau. Zehn von Fünf.
Kommentar 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden

Die neuesten Kundenrezensionen



Kunden diskutieren


Ähnliche Artikel finden