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am 4. Juni 2017
Ich habe die Tintenwelttrilogie als Kind geliebt und wäre auch gerne wie Meggie in ein Buch eingetaucht.
Jetzt als Erwachsene wollte ich die Bücher nochmal Lesen und habe durch Zufall die Hörbücher entdeckt. Die sind super gelesen und die Geschichte nimmt mich nach wie vor ein.
Cornelia Funke ist hier wirklich ein Meisterwerk Gelungen.
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am 16. Oktober 2007
Die Tintenwelt ist ganz schön durcheinander geraten: Erst werden Fenoglio samt Capricorn's Männer hineingelesen, später Mo und die 'Elster', dann folgen Meggi & Farid und anschliessend auch noch das 'Doppelauge' Orpheus.
Da wundert es nicht, dass Fenoglio irgendwann erbost fragt, ob bereits Touristenvisa für seine Geschichte ausgegeben werden - zumal zu guter Letzt die geschwätzige Elinor samt Darius in der Tintenwelt auftauchen. Das Chaos ist perfekt, als zudem noch Staubfinger von den Toten aufersteht. Es wird eng in Fenoglio's Geschichte - und es gibt jede Menge zu tun. Da ist es nicht besonders hilfreich, dass Fenoglio an einer Schreibblockade leidet, die das 'Doppelauge' sich zunutze macht, indem er die Tintenwelt nach seinen Wünschen umschreibt.
Der eigentliche Autor schäumt vor Wut und muss doch tatenlos mit ansehen, wie seine Geschichte einen Verlauf nimmt, den er nie und nimmer dafür vorgesehen hat.

Im letzten Teil der Trilogie, nimmt Cornelia Funke die losen Fäden des Vorgängers auf, webt sie mit diesem Band zusammen und kreiert einen Abschluss, der für mein Empfinden weniger für Kinder gedacht ist, als vielmehr für "Kind gebliebene". Ein Grund dafür ist die anhaltende Düsternis, die die ganze erste Hälfte des Hörbuchs dominiert. Zunächst geht es sehr trostlos in der Tintenwelt zu - ohne Aussicht auf einen kleinen Silberstreif am Horizont - im Gegenteil: Tod und Verderben lauern an jeder Strassenecke von Ombra, einer Stadt in der den Bewohnern das Lachen gründlich vergangen ist.
Nach gut der Hälfte des Buches wird die Geschichte für meinen Geschmack ausgewogener und es kommen auch weniger Gedanken von "Resa", "Elinor", "Mo" & Co. zu "was wäre wenn". Die Figuren malen sich oftmals irgendwelche Situationen aus, die dann nie stattfinden. Das war für meinen Geschmack in der Summe zu viel des Guten und irgendwie überflüssig, da diese "Nebenkriegsschauplätze" meiner Ansicht nach die Story etwas zerfransen.
Zum Schluss wird es dann noch richtig spannend mit überraschenden Wendungen, und das Tempo zieht auch deutlich an.

In diesem Teil haben mir Staubfinger und Elinor besonders gut gefallen. Der Feuertänzer ist diesmal entschlossener und weniger melancholisch, während Elinor dem in Selbstmitleid zerfliessenden Fernoglio ordentlich in den Hintern tritt, damit er seine Geschichte zu einem guten Ende bringt. Auch die neue Loyalität zwischen Staubfinger und Mo gefiel mir gut, und dass die Beiden ein neues, freundschaftliches Verhältnis entwickelt haben.
Ich fand das einen guten Abschluss für die Tintenwelt - vielleicht streckenweise etwas sehr lang - aber insgesamt spannend und intensiv.
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am 23. Januar 2008
Nicht zu unrecht wird Cornelia Funke als die deutsche J. K. Rowling bezeichnet. Sie entwirft auch in diesem Band eine komplexe Fantasy-Welt, die sehr anschaulich beschrieben wird und in der die Handlungsfäden aus den ersten beiden Bänden konsequent zu Ende geführt werden. Um das volle Lesevergnügen zu haben, sollte man diese beiden Bände allerdings auch gelesen haben, um alle Bezüge herstellen zu können.

"Tintentod" ist, ähnlich wie seine Vorgänger, wieder ein Band über das Bücherschreiben und die eigenen Realitäten der Geschichten geworden, in welcher aber die herbeigeschriebenen Erzählungen und Figuren beileibe nicht immer so agieren, wie man sich das vorstellt. Das muss auch Fenoglio feststellen, der eigentlich nicht mehr schreiben will, seitdem er den Reinfall mit Cosimo erlebt hat. An seiner Stelle schreibt Orpheus und übernimmt an weiten Strecken die Regie über die Handlung. Auch sonst sieht es in Ombra, der Stadt der Tintenwelt, düster aus: der Natternkopf herrscht und nur der schwarze Prinz, der Eichelhäher und seine Bande leisten auf eher verlorenem Posten Widerstand... Aber auch Meggie, Mo, Resa, Elinor und Darius und ihre Schicksale sind wieder in die Handlung mit einverwoben.

Die Sprache von Cornelia Funke ist bildhaft und anschaulich wie immer, vermag den Leser zu fesseln und entfaltet oft einen ganz eigenen Zauber. Die Geschichte steckt voll überraschender Wendungen und nimmt oft einen ganz anderen Weg als vermutet.

Zwei kleine Kritikpunkte habe ich dennoch: Einerseits werden mir manche Sachen einfach zu ausführlich erklärt... die Handlung setzt erst richtig nach etwa 300 Seiten ein, ist aber ab da dann spannend zu lesen. Andereseits erscheinen mir manche Szenen etwas zu blutrünstig für Kinder, an die sich die Lektüre ja auch richtet.

Nichtsdestotrotz bleibt die Tintenherz-, -blut und -tod Trilogie einfach das Beste, was aus deutschsprachiger Richtung an Fantasy in den letzten Jahren gekommen ist, darum auch souverän die Bestnote.
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am 4. April 2017
Gestaltung:
Ihr kennt nun meine Meinung zu den ersten zwei Teilen und es ist auch hier nicht anders. Mir persönlich gefällt die Gestaltung nicht wirklich, jedoch passt sie zu dem Buch.

Inhalt:
In Tintenherz könnte es wirklich schön sein, wäre es nicht so das jemand hinter Maggies Vater her wäre…

Meine Meinung:
Auch dieser Teil konnte mich nicht für sich begeistern obwohl ich hier sagen muss das er doch interessanter ist als seine Vorgänger.
Mich konnten die Protagonisten leider nicht begeistern und ich hatte immer das Gefühl außen vor zu stehen und als Leser möchte ich selber Mitten in der Geschichte sein, ein Teil der Geschichte und das hat leider keiner der Teile…
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am 5. März 2012
Um Farid zu helfen, hatte Meggie am Ende des letzten Bandes Orpheus in die Tintenwelt gelesen, damit er Staubfinger retten kann, da Fenoglio sich weigerte weiter zu schreiben. Dieser ist jedoch so selbst verliebt, dass er nicht einmal glauben will, dass es Meggie war, die ihn in die Tintenwelt brachte, sondern fest davon überzeugt ist, es selbst gewesen zu sein.

Da Staubfinger aber schon immer seine Lieblingsfigur aus Tintenherz war, will auch er ihn zurück bringen - allerdings nicht ohne dabei seine eigenen selbstsüchtigen Ziele zu verfolgen. Nachdem er sich dafür das Buch von Farid zurückgeholt hat, schreibt er sich immer wieder Schätze um wie ein reicher Mann zu leben und lässt sich dafür bezahlen, allerlei neue Geschöpfe zu erfinden, wie Zwerge, kunterbunte Feen oder sogar Einhörner. Da kommt es ihm natürlich äußert gelegen, dass Fenoglio im Selbstmitleid versinkt und deshalb nicht selbst an seiner Welt weiter schreiben kann.

Mo, der immer mehr zu Fenoglios Eichelhäher wird, hat sich den Räubern angeschlossen und kämpft mit ihnen gegen die Männer des Hänflings, der nun über Ombra regiert und nur Ungerechtigkeit walten lässt. Er geht dabei so sehr in seiner Rolle auf, dass er, der Meggie immer davon abhalten wollte in diese gefährliche Welt einzutauchen, sie selbst nicht mehr verlassen will, obwohl Resa ihn immer wieder darum bittet.

In ihrer Verzweiflung bittet sie sogar Orpheus um Hilfe, der als Gegenleistung jedoch verlangt, dass Mo die weißen Frauen ruft, damit Orpheus sie nach Staubfinger fragen kann. Dies ist jedoch nur ein Vorwand. In Wirklichkeit sieht Orpheus' Plan vor, Mo im Austausch für Staubfinger dem Tod zu übergeben.

So leicht lässt sich der Tod aber nicht von Orpheus beeinflussen, schließlich ist er kein Produkt der Tintenwelt und hat ganz eigene Pläne für Mo: Entweder sorgt er für den Tod des Natternkopfes, dem er das Buch für dessen Unsterblichkeit nie hätte binden dürfen, oder er und seine Tochter werden sterben. Mo hat natürlich keine andere Wahl, als auf diesen Handel einzugehen. Die Hilfe von Staubfinger darf er dabei jedoch in Anspruch nehmen und so kehren beide von den Toten zurück um den Auftrag auszuführen ...

Tintentod ist wirklich gelungener Abschluss einer fantastischen Trilogie, die die Herzen von Fantasy-Fans höher Schlagen lässt.

Es steht den vorherigen Bänden in keiner Weise nach und ist vor allem zum Ende hin sehr spannend und auch überraschend.

Cornelia Funke versteht es, den Leser in einen Bann zu ziehen und ihn für eine gewisse Zeit so zu verzaubern, dass er die Welt um sich herum vergisst.

Man begleitet die Charaktere auf ihrem Weg, fühlt mit ihnen und hofft das Beste für sie.

Die Tinten-Trilogie hat mich definitiv überzeugt und wird somit sicherlich nicht das einzige Werk der Autorin bleiben, das ich gelesen habe.
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am 12. Mai 2009
Tintentod bekommt in einigen Rezensionen ziemlich sein Fett weg, was auch berechtigt sein mag, wenn man bedenkt, dass es als Jugend- bzw. Kinderbuch gedacht ist. Ich würde es meiner Tochter auch nicht vor dem 15ten lebensjahr empfehlen.
Als Erwachsener, mit einem Hang für fantastische Geschichten, entfaltet es aber eine ungeheure Spannung, die gerade durch die düsteren und teils sehr blutigen Szenen unterstützt wird.
Alles in allem steigert sich die Trilogie von Band zu Band und findet hier einen würdigen Abschluss.
Da schon mehrfach der Vergleich zu Tolkien gezogen wurde, sollte man dazu bemerken, dass auch Tolkien diese Entwicklung in seinem Werk vollzog. Während die ersten Kapitell des Herrn der Ringe noch an den Kleinen Hobbit gemahnen, wird später die Sprache sehr viel düsterer und schwerer. Das aber nur am Rande, da mir weder der Vergleich zu Tolkien, noch zu Rowling gefällt.
Funke ist ein Buch gelungen das zu fesseln vermag, trotz mancher Unstimmigkeiten in der Handlung. Am Ende zählt die Spannung, die erzeugt wird und die ist gerade im letzten Band enorm.
Also: erwachsene Leser, denen fantatstische Geschichten gefallen, können bedenkenlos zugreifen, Kinder solten sich an den ersten Band halten und mit der Lektüre der Fortsetzung warten.
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am 19. Januar 2012
"Tintentod" knüpft nahtlos an das Ende von Tintenblut an und zeigt die Gemeinschaft der Räuber, denen sich Mo, Resa, Meggie und Farid angeschlossen haben, unter dem Eindruck des Todes von Staubfinger, der sich den Weißen Frauen, den Dienerinnen des Todes, zum Tausch für Farid angeboten hat. Weil Farid sich mit dem Verschwinden Staubfingers nicht abfinden konnte, hat er Meggie überredet, Orpheus aus der realen Welt in die Tintenwelt zu lesen, damit er tut, was Fenoglio, der immer noch in Ombra lebende Erfinder der Tintenwelt, nicht mehr will oder kann: Sätze schreiben, die in der Tintenwelt Wirklichkeit werden. Er könnte so Staubfinger (wie zuvor Cosimo) aus dem Totenreich zurückschreiben. Orpheus, der rasch sesshaft in Ombra wird, nutzt seine Fähigkeiten jedoch ganz anders als erwünscht: Er nutzt Farid als billigen Diener aus und bereichert sich an Schätzen, die er in die Geschichte hineinschreibt und ausgräbt. Zwischen Resa, die inzwischen schwanger ist, und Mo gibt es Streit, weil sie die Tintenwelt verlassen möchte, Mo jedoch mit seiner Rolle als Eichelhäher, als Retter der Rechtlosen, immer mehr verwächst und seine Aufgabe noch nicht für erledigt hält. Gegen seinen erklärten Willen versucht sie Orpheus zu einem Text zu bewegen, der sie alle in ihre alte Welt zurückbringt. Doch Orpheus liegt nur daran, Staubfinger zurückzuholen. Da Farid das Gespräch zwischen Resa und Orpheus belauscht hat, überbringt er Mo Orpheus' Angebot und der willigt in den Versuch ein, Staubfinger mit Hilfe von Orpheus-Worten von den Weißen Frauen zu holen. Als Gegenleistung hat Orpheus zugesagt, Meggie und Resa in ihre alte Welt zurückzulesen, was er aber nicht tut. Auf dem Friedhof der Spielleute kommt es, ein erster Höhepunkt in dem Roman, zu einer gespenstischen Szene, die in Mos Verschwinden gipfelt: Er wird von den Weißen Frauen in die Totenwelt geführt, wo er tatsächlich auf den schlafenden Staubfinger stößt. Mo kann die Totenwelt zwar anschließend gemeinsam mit Staubfinger verlassen, doch der Tod hat zur Bedingung gemacht, dass Mo den Betrug rückgängig macht, der ihm die Zugriffsrechte auf den Natternkopf streitig macht. Die Rede ist von dem Buch, das Mo im zweiten Teil hergestellt und das den Natternkopf unsterblich gemacht hat. Sollte es Mo nicht gelingen, den Natternkopf zu töten, muss er mit Staubfinger in das Totenreich zurückkehren und als zusätzliches Opfer Meggie mitbringen.

Der Pfeifer, Herold und rechte Hand des siechen Natternkopfes, lässt fortlaufend Kinder entführen, um sie als Zwangsarbeiter in den Silberminen einzusetzen. Durch eine List des Rußvogels bringt er fast alle Kinder von Ombra in seine Gewalt und fordert als Gegenleistung für ihre Freilassung die Auslieferung des Eichelhähers, der sich daraufhin freiwillig in die Gewalt des Pfeifers begibt. Mo, der Eichelhäher, wird im Kerker gefoltert, gerät dann aber in die Obhut von Violante, der Schwiegertochter des verstorbenen Herrn von Ombra und Tochter des Natternkopfes. Sie hat ihm bereits einmal zur Flucht aus der Festung verholfen, in die sich Mo freiwillig begeben hatte, um die Bücher ihres Buchmalers Balbulus in Augenschein zu nehmen.

Im Höhlenversteck der Räuber, wo auch die Kinder von Ombra in Sicherheit gebracht wurden, sind unterdessen auch Elinor und Darius eingetroffen, die es alleine in der realen Welt nicht mehr ausgehalten haben. Sie haben Fenoglio aus Ombra mitgebracht, was sich als lebensrettend für den Schwarzen Prinzen erweist, den Mortola in Elsterngestalt mit Trauben vergiftet hat. Fenoglio schreibt Zeilen, die ihm das Leben retten. Mortola ist mit Orpheus und zwei abtrünnigen Räubern im Bunde und hofft durch deren Hilfe Rache an Mo nehmen und ihren Sohn Capricorn aus den Fängen des Todes befreien zu können. Orpheus verabscheut Mortola jedoch insgeheim und wird sie später verraten. Er verfolgt eigene Interessen: Heimlich träumt er davon, Herr von Ombra zu werden und Violante zu heiraten. Der durch Mortola angerichtete Schaden ist immens: Da sie den Aufenthaltsort der Räuber ausspioniert hat, müssen diese Zuflucht in einem Riesenbaum suchen. Doch auch dieser Ort bleibt nicht geheim und wird alsbald von den Soldaten des Natternkopfes angegriffen. Fenoglio muss einen Riesen herbeischreiben, um den Angriff abzuwehren, beschwört damit aber neue Gefahren herauf.

Alles läuft auf ein großes Finale auf der Burg im See hinaus, dem einstigen Heim von Violantes Mutter. Hier hält sich die Tochter des Natternkopfes mit Mo, Staubfinger, ihrem garstigen Sohn Jacopo und ihren Soldaten verborgen und erwartet die Ankunft ihres Vaters, den sie mit Mos Hilfe zu vernichten plant, da der Natternkopf Mos Hilfe braucht, um den Fluch des verrottenden Buches zu bezwingen, das Mo in Tintenblut für ihn gebunden hat. Als gefährlichster und unberechenbarster Gegenspieler erweist sich hierbei erneut Orpheus, weil er sich einen Tod bringenden Nachtmahr herbeigeschrieben hat, der ihm wie ein Hund gehorcht und ihn nahezu unbesiegbar macht. Zwar schlägt sich Resa mit einem der Räuber ebenfalls bis zur Festung im See durch (sie bedient sich dabei der ominösen Vogelkörner, die sie Mortola abgenommen hat), um ihrem Mann zu helfen, doch auch sie gerät dadurch vor allem in tödliche Gefahr. Als sie in der Burg eintrifft, scheint das Spiel für Mo, Staubfinger und dessen Tochter Brianna bereits verloren. Denn Violante hat ihren Vater gefährlich unterschätzt. Während der Pfeifer Mo zwingt, ein neues Buch zu binden, das den Natternkopf von seinen Leiden erlösen wird, geschieht dann aber etwas, das keiner voraussehen konnte, weder Mo, Staubfinger und Violante noch der Natternkopf und seine Verbündeten und am wenigsten: der Leser.

Nach drei Bänden Tintenwelt hat sich der Eindruck verfestigt, dass die Autorin für die (vor allem in der ersten Buchhälfte) vergleichsweise rar gesäten Spannungsmomente in ihrer Romantrilogie grundsätzlich einen viel zu langen Anlauf benötigt. Zwar gelingt es ihr, die märchenhaft-mittelalterliche Welt vor den Augen des Lesers lebendig werden zu lassen, der Preis dafür sind aber den Fortgang der Handlung immer wieder hemmende Beschreibungen und ein erhebliches Maß an Redundanzen, insbesondere bei der Figurencharakteristik. Funkes großes Manko: Ihre Hauptfiguren sind massiv übererklärt. Es hätte doch wirklich gereicht, Resas und Meggies Angst um Mo oder Meggies Unzufriedenheit mit Farid (der Staubfinger mehr zu lieben scheint als sie) - um nur zwei Beispiele zu nennen - einmal unmissverständlich zum Thema zu machen und sie fortan einfach entsprechend handeln zu lassen, anstatt immer wieder darauf herumzureiten. (Mal ganz abgesehen davon, dass die ganze Meggie-Farid-Geschichte redundant ist.) Außerdem fehlt dem Gesamtwerk so etwas wie ein Masterplan, ein großer, alle Teile umfassender Spannungsbogen, zu dem die vielen kleinen Einzelstränge sich vereinigen.
Nach rund 2000 Seiten Tintenwelt lautet meine Bilanz, dass der Funke einfach nicht übergesprungen ist, auch wenn er oft (namentlich im zweiten Band) dicht davor war - immerhin!
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am 8. Mai 2017
Wie alle teile ist dieses Buch wirklich sehr gut gelungen,spannend und interessant geschriebe.
Dieses Buch gehört defenitiv zu meinen favoriten.:)
Ich hoffe das ein neuer Teil,oder ein ähnliches Buch in Zukunft erscheint;)
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am 20. Juni 2017
ich liebe diese trilogie sehr auch der dritte band zog mich an. Meggi und Mo und Staubfinger sind meine Favoriten.

Echt empfehlenswert !! :-)
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am 11. April 2016
Bei den vielen Rezensionen lohnt es kaum, eine weitere zu verfassen, aber es ist einfach zu schade, was die Autorin mit dieser ursprünglich brillanten Geschichte angestellt hat. Ich habe alle drei Bände in wenigen Tagen (mehrtägiger Grossputz, Familie verreist, Erkältung gaben Gelegenheit) als Hörbücher hintereinander weg gehört und konnte kaum glauben, wie die erzählerische Qualität immer mehr ab- und die Brutalität der Geschichte immer mehr zunahm. Bei Tintenherz war beides genial, die Idee und die Umsetzung, und eigentlich war die Geschichte doch damit auserzaehlt, oder? Ja, Fenoglio war weg, Resa stumm, aber ich kann es ohnehin nicht leiden, wenn alle Fäden am Ende feinsäuberlich verknüpft sind - wie es in den Bänden oft genug heisst, Geschichten sind ohnehin nie zu Ende...
Tintenblut beginnt mit Staubfingers Rückkehr, für die der Leser sich langatmige, langweilige Beschreibungen der Anderswelt antun muss. Dass Meggie trotz der Begegnung mit Capricorn und seinesgleichen so unbedingt die Tintenwelt sehen will, dass sie sich sogar ohne Rückfahrkarte auf den Weg macht - nun gut, das macht die Geschichte endlich spannend, aber was sie und später auch ihre Eltern an dieser anderen Welt eigentlich so sehr fasziniert, dass sie trotz der sadistischen Grausamkeiten, die irgendwann zum Hauptthema der Bücher mutieren, nicht wieder in ihre eigene Welt zurück kehren wollen, ist mir bis zum Schluss schleierhaft geblieben. Natürlich hat Funke Recht, dass es in der realen Welt schlimmere Waffen gibt als Schwerter, aber soweit ich mich erinnere, kam Meggie damit keineswegs in Kontakt, und dass ein paar bunte Fabelwesen, denen in allen drei Bänden lediglich eine schmückende Rolle zukommt (die Geschichte hätte sich problemlos auch ohne sie erzählen lassen), die permanente Angst und ständige Lebensgefahr vergessen lassen, kommt mir reichlich unglaubwuerding vor. Da braucht man kaum noch über den primär kommerziellen Zweck der letzten beiden Bände zu sprechen (oder wieso sonst ist der zweite Band nicht in sich abgeschlossen sondern nur eine schwache Einleitung zu einem katastrophalen Ende), auch nicht über die unglaublich Fantasielosigkeit des letzten Bandes, in dem permanent gestorben und auferstanden wird, neue Zauberzungen auftauchen, alte starke Charaktere wie Meggie an den Rand gedrängt werden und versucht wird, die fehlenden Spannung mit widerlich detailreichen Schilderungen von Foltermethoden etc. zu überdecken. Ganz offensichtlich steht Fenoglio hier mehr denn je für die Autorin mit Schreibblockade, und der Verlag war zu faul, Funke einen starken Lektor beiseite zu stellen, denn dass die beiden Bände sich bei dem beeindruckenden Auftakt von Tintenherz fabelhaft verkaufen würden, war wohl abzusehen. Schade um die Geschichte, die als unglaublich starkes Loblied des (Vor-)Lesens begonnen und so viele auch ethisch relevante Fragen (Verantwortung des Autors, etc) angesprochen hatte, nur um in einer Selbstmitleidstirade der schreibenden Zunft zu enden... schade, schade.
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