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Tierrechte: Wider den Speziesismus Taschenbuch – 25. Mai 2016

5,0 5,0 von 5 Sternen 10 Sternebewertungen

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So wie wir erkannt haben, dass Hautfarbe und Geschlecht für die Gewährung grundlegender Rechte belanglos sind, so sollten wir auch erkennen, dass die Spezies hierfür belanglos ist: Warum sollte man jemanden ausbeuten und quälen dürfen, weil er zu einer anderen Art gehört? Gleicher Schmerz ist gleich schlecht, egal ob er von Weißen, Schwarzen, Männern, Frauen, Kindern oder Tieren erlebt wird. Die Ausbeutung und Diskriminierung aufgrund der Spezies, der Speziesismus, ist genauso falsch wie Rassismus und Sexismus.
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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Helmut F. Kaplan, geboren 1952 in Salzburg, ist Philosoph und Autor. Seine Arbeit hat wesentlich zur Einführung der neueren Tierethik bzw. der Tierrechtsphilosophie in den deutschen Sprachraum beigetragen. Sein Buch Leichenschmaus: Ethische Gründe für eine vegetarische Ernährung wurde unter anderem ins Japanische übersetzt und gilt als wichtigstes deutschsprachiges Tierrechtsbuch.

Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ BoD – Books on Demand; 1. Edition (25. Mai 2016)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 288 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3741222259
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3741222252
  • Abmessungen ‏ : ‎ 12.7 x 1.65 x 20.32 cm
  • Kundenrezensionen:
    5,0 5,0 von 5 Sternen 10 Sternebewertungen

Informationen zum Autor

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Helmut F. Kaplan
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Helmut F. Kaplan ist Philosoph und Autor und zählt zu den Pionieren der Tierrechtsbewegung. Seine Bücher haben wesentlich dazu beigetragen, die Philosophie der Tierrechte im deutschsprachigen Raum bekanntzumachen.

Die Schrift "Leichenschmaus - Ethische Gründe für eine vegetarische Ernährung" gilt inzwischen als Klassiker und wurde unter anderem ins Japanische übersetzt. Dazwischen befaßt sich Kaplan, der auch Psychologie studiert hat, immer wieder auch mit psychologischen und philosophischen Aspekten des Lebens allgemein (etwa im Aphorismenband "Leben, Lieben, Leiden") sowie der Liebe im besonderen (etwa in "Schopenhauers Pudel").

Zuletzt erschienen:

"Tierethik: 10 Gründe für einen anderen Umgang mit Tieren"

(Neuauflage des Buches "Ich esse meine Freunde nicht oder Warum unser Umgang mit Tieren falsch ist")

Homepage: www.tierrechte-kaplan.org

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Spitzenrezensionen aus Deutschland

  • Bewertet in Deutschland am 28. September 2016
    Die vegane Lebensweise liegt im Trend, über die Tierrechtsphilosophie und die Tierethik, die dahinter stehen, ist allerdings leider wenig bekannt. Alle, die sich in dieses Thema einarbeiten wollen, finden in dem neuen Buch des langjährigen Tierrechtsphilosophen Helmut Kaplan eine ideale Lektüre, und auch Leser, die die vorangegangenen Bücher des Autors kennen, werden viel Interessantes und auch Neues entdecken.
    Gut verständlich, detailliert und eindringlich vermittelt der Autor alle Aspekte des Themas.
    Im ersten Teil werden anhand anschaulicher und interessanter Beispiele objektive und subjektive Ähnlichkeiten zwischen Menschen und Tieren dargestellt.
    Dann werden verschiedene Konzepte zum Tierrechtsbegriff vorgestellt und verglichen, und die konsequenten Folgen und Forderungen daraus abgeleitet.
    Anschließend wird der Begriff des Speziesismus, dessen Überwindung die logische Fortsetzung anderer Befreiungsbewegungen (Überwindung von Rassismus, Sexismus) ist, ausführlich erklärt.
    "Wider den Speziesismus" ist meiner Meinung nach ein außerordentlich wichtiges Buch, das jeder Tierrechtler lesen sollte, und das hoffentlich dazu beiträgt die Tierrechtsbewegung zu stärken, was angesichts des milliardenfachen, unermesslichen Tierleids auf der Welt dringend erforderlich ist.
    5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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  • Bewertet in Deutschland am 7. September 2016
    Die Tierrechtsbewegung versteht sich als Fortsetzung anderer Befreiungsbewegungen, wie die Befreiung der Sklaven oder die Frauenrechtsbewegung: »So wie wir erkannt haben, dass die Hautfarbe für die Gewährung grundlegender Rechte belanglos ist und dass die Geschlechtszugehörigkeit dafür belanglos ist, so erkennen immer mehr Menschen, dass auch die Spezieszugehörigkeit diesbezüglich belanglos ist: Warum soll man jemanden ausbeuten und quälen dürfen, weil er zu einer anderen Spezies gehört?«, fragt der Tierrechtsphilosoph Dr. Helmut F. Kaplan.

    Mit Tierrechten ist - so wie bei Menschenrechten – das Recht auf eine bestimmte Behandlung gemeint, die sich nach den Interessen und Bedürfnissen der Betroffenen richtet. Denn was für den einen extrem wichtig ist, hat für einen anderen keine Bedeutung. »Der Zweck von Rechten ist stets der gleiche: den Rechtsträgern ein soweit als möglich angemessenes, das heißt ihren Interessen und Bedürfnissen entsprechendes Leben zu gewährleisten«, erklärt Helmut F. Kaplan in seinem neuen Buch »Tierrechte – Wider den Speziesismus«.

    Der traditionelle Tierschutz fordert eine »Reformierung« oder »Humanisierung« der Ausbeutung von Tieren: Sie sollen mehr Platz bekommen, am besten artgerecht gehalten werden und die Schlachtung soll möglichst schmerz- und stressfrei erfolgen.

    Die Tierrechtsbewegung fordert dagegen die Beendigung der Ausbeutung: »Eine ‚Humanisierung’ etwa der Schlachtung ist schließlich bei Lichte besehen, ein ebensolches Unding wie die ‚Humanisierung’ von Sklaverei oder Folter oder die Zulassung von ‚sanfter Vergewaltigung’. Verbrechen kann man nicht ‚humanisieren’, man muss sie verbieten.«

    Doch während Tierrechte längst Gegenstand philosophischer Vorlesungen und Seminare auf Universitäten in der ganzen Welt sind, sieht die Praxis ganz anders aus: Nie war die Ausbeutung von Tieren in der industriellen Massentierhaltung - sowohl was die Qualität als auch die Quantität angeht – dramatischer als heute. Die Zahl der jährlich so ‚gehaltenen“ und geschlachteten Tiere übersteigt jegliche Vorstellungskraft, und auch das individuelle Leid jedes einzelnen Tieres können (und wollen) wir uns nicht vorstellen.

    Vor diesem Hintergrund geht es Helmut F. Kaplan nicht darum, in der Philosophie der Tierrechtsbewegung neue Theorien zu schaffen, sondern vielmehr den Blick auf das Offensichtliche zu schärfen, Naheliegendes wieder erkennbar und fühlbar zu machen: »die Ähnlichkeit, Einheit und Verbundenheit von Menschen und Tieren«.

    Konrad Lorenz, Zoologe und Medizin-Nobelpreisträger, formulierte es so: »Ein Mensch, der ein höheres Säugetier, etwa einen Hund oder einen Affen, wirklich genau kennt und nicht davon überzeugt wird, dass dieses Wesen ähnliches erlebt wie er selbst, ist psychisch abnorm und gehört in die psychiatrische Klinik, da eine Schwäche der Du-Evidenz ihn zu einem gemeingefährlichen Monstrum macht.«

    »Schmerzen sind wohl jene bewussten Erlebnisse, von denen es am offenkundigsten ist, dass sie auch Tiere haben«, so Helmut F. Kaplan. »Tiere erleben nicht nur physischen Schmerz, sondern auch psychische Leiden: Angst, Trauer, Verzweiflung, Trennungsschmerz, Kummer, Hoffungslosigkeit...«. Gleicher Schmerz sei gleich schlecht, egal ob er von Weißen, Schwarzen, Männern, Frauen, Kindern oder Tieren erlebt werde.

    »Nun behauptet natürlich kein vernünftiger Mensch, dass Menschen und Tiere in einem faktischen Sinne gleich wären«, erklärt der Tierrechtsphilosoph. »Menschen und Tiere haben - wie auch die Menschen untereinander - unterschiedliche Interessen. Deshalb wäre es auch völlig verfehlt, Menschen und Tiere gleich zu behandeln, denn unterschiedliche Interessen rechtfertigen und erfordern eine unterschiedliche Behandlung.« So bräuchten etwa Hunde und Katzen im Unterschied zu Menschen keine Religionsfreiheit und kein Wahlrecht - weil die damit nicht anfangen können. Und Männer bräuchten im Unterschied zu Frauen keinen Schwangerschaftsurlaub - weil sie nicht schwanger werden können.

    »Was das Gleichheitsprinzip fordert ist schlicht dies: Wo Menschen und Tiere gleiche bzw. ähnliche Interessen haben, da sollen wir diese gleichen bzw. ähnlichen Interessen auch gleich berücksichtigen«, bringt es Helmut F. Kaplan auf den Punkt. »Anders formuliert: Tiere haben das Recht, dass ihre Interessen gleich berücksichtigt werden wie vergleichbare menschliche Interessen.«

    Beim Beispiel Fleischessen werde sofort erkennbar, dass die involvierten tierlichen Interessen (nicht eingesperrt sein, nicht in Panik zu sein, nicht grauenvolle Schmerzen zugefügt zu bekommen usw.) auch nicht ansatzweise gleich berücksichtigt werden wie vergleichbare menschliche Interessen.

    »Leiden ist das Übel, Leidensfähigkeit die moralisch relevante Eigenschaft und die Verminderung von Leiden die Forderung der Moral«, so der Tierrechtsphilosoph. Wir brauchen also keine neue Moral. Es ist an der Zeit, die moralische Sphäre so weit auszudehnen, dass sie auch die Tiere umfasst.
    2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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  • Bewertet in Deutschland am 15. August 2016
    Helmut F. Kaplan, geboren 1952, Studium der Philosophie und der Psychologie (Mag. phil., Dr. phil.), zählt zu den Pionieren der Tierrechtsbewegung. Ich kenne gerade im deutschsprachigen Raum keinen anderen Autor, der sich seit so vielen Jahren konsequent für das Thema Tierrechte einsetzt! Seine Bücher haben wesentlich dazu beigetragen, die Philosophie der Tierrechtsbewegung im deutschsprachigen Raum bekannt zumachen. Sein Buch "Leichenschmaus - Ethische Gründe für eine vegetarische Ernährung" gilt inzwischen als Klassiker.

    “So wie wir erkannt haben, dass Hautfarbe und Geschlecht für die Gewährung grundlegender Rechte belanglos sind, so sollten wir auch erkennen, dass die Spezies hierfür belanglos ist: Warum sollte man jemanden ausbeuten und quälen dürfen, weil er zu einer anderen Art gehört? Gleicher Schmerz ist gleich schlecht, egal ob er von Weißen, Schwarzen, Männern, Frauen, Kindern oder Tieren erlebt wird. Die Ausbeutung und Diskriminierung aufgrund der Spezies, der Speziesismus, ist genauso falsch wie Rassismus und Sexismus.“

    Besser kann man es nicht ausdrücken! Kaplan schafft es, philosophische und moralische Fragestellung einfach auf den Punkt zu bringen. Wir benötigen für Tiere keine neue Ethik, wir müssen nur endlich aufhören, die Tiere aus der vorhandenen Ethik bewusst auszuklammern. In den ersten Kapiteln geht es um Bewusstsein, Schmerz, Leiden, Intelligenz, Sozialleben usw. Kaplan zeigt anhand vieler Beispiele, dass Tiere ähnlich fühlen und leiden wie Menschen. Eindrucksvoll sind auch die Schilderungen, die moralisches Verhalten bei Tieren zeigen. Im dritten Kapitel erfolgt u.a. eine kritische Betrachtung der Philosophie von Peter Singer, Tom Regan und Gary Francione, die zu den bekanntesten Vertretern im englischsprachigen Raum zählen.

    In weiteren Kapiteln geht es um Fragestellungen zum Thema Leiden: Was ist Leiden? Welcher Stellenwert kommt dem Leiden zu? Was ist Speziesismus? Was steckt hinter diesem sperrigen Wort? Wie kann dieser überwunden werden? Wo liegen die damit verbunden Wahrnehmungs- und Denkstörungen?

    Ich beschäftige mich jetzt seit 20 Jahren mit der Tierrechtsphilosophie und habe alle möglichen Bücher zum Thema gelesen. Dieses hier gehört zu den besten und ist uneingeschränkt empfehlenswert! Durch die Umsetzung in der Praxis hat jeder die Möglichkeit direkt Leid zu verringern und diese Welt zu einem besseren Ort zu machen!

    "Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu verändern!" (Anne Frank)
    4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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