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am 20. August 2010
Vorweg: ich bin auf einem bäuerlichen Familienbetrieb, der heute nicht mehr existiert, aufgewachsen, habe eine landwirtschaftliche Lehre und danach ein Landwirtschaftsstudium absolviert. Derzeit beschäftige ich mich beruflich als Berater v.a. mit der Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in Ländern außerhalb der EU. Ich kenne das Buch im englischen Original und habe es nun auch in Deutsch gelesen. Ich war noch nie in meinem Leben Vegetarier, bin es auch heute noch nicht und werde es wahrscheinlich niemals wirklich werden.

Anders als in der Presse und z.T. von meinen Vorrezensenten dargestellt hat der Autor mit seinem Buch zu keinem Zeitpunkt die Absicht verfolgt, den Leser zum Vegetarismus zu bekehren, auch wenn er selbst mittlerweile Vegetarier ist. Dies wird an mehreren Stellen im Text klar zum Ausdruck gebracht. Es geht ihm einzig um die Klärung der Frage, was "Fleisch" - inklusive Fisch - eigentlich ist und wo es her kommt. Die sich daraus ergebende Schlussfolgerung jedoch bleibt am Ende jedem einzelnen Leser überlassen - auch wenn Foer keine Zweifel daran lässt, dass für ihn selbst "Tiere essen" nicht länger eine Option ist.

Die genannte Fragestellung, die sich heute viel zu wenige Menschen stellen, wird angesichts einer weiter steigenden Bevölkerung sowie weiter fortschreitendem Umweltverbrauch immer dringlicher. Daher kommt das Buch zur richtigen Zeit.

Als Mensch vom Fach wird man beim Lesen schnell feststellen, dass der Autor eben nicht Fachmann ist, sondern das Buch als Journalist bzw. Geschichtenerzähler geschrieben hat. Das bedeutet, dass einige Darstellungen im Buch für Fachleute laienhaft bis eher naiv daher kommen. Das macht die getroffenen Aussagen jedoch nicht falsch. Die Wirklichkeit ist, nüchtern betrachtet, in Wahrheit sowohl komplexer als auch in nicht wenigen Fällen eher schlimmer als dargestellt, was die Auswüchse der modernen Massentierhaltung betrifft.

Auch geht das Buch m.E. gar nicht weit genug, denn es endet sozusagen am Schlachthof und greift die danach einsetzenden Produktionsprozesse in der modernen Lebensmittelindustrie gar nicht mehr auf. Auch unser in der Wohlstandsgesellschaft verschwenderischer Umgang mit Lebensmitteln, welche als tote und für viele im Überfluß zur Verfügung stehende Materie gedankenlos entsorgt werden, wird nur sehr kurz angerissen.

Es bleibt zu hoffen, dass das Buch eine breite Leserschar findet, die sich dann wirklich die Zeit nimmt, über die Herkunft ihrer Lebensmittel und deren Produktionsumstände nachzudenken und entsprechende Konsequenzen zu ziehen (Stichwort etwa: Regionalität, wer will und kann: Bio, oder eben Vegetarismus). Nicht nur, was "Tiere essen" angeht, sondern ebenso was "Pflanzen essen" oder "Pilze essen" betrifft. Moderne Massenproduktion von Nahrungspflanzen ist, was verursachte Umweltschäden betrifft, z.T. nicht weniger kritisch zu sehen als modere Massentierhaltung (Stichworte z.B. Saatgut, Düngung, Pflanzenschutz, Rückstände, Wasserverschwendung und -verschmutzung, Bodendegradierung, Gentechnik, Biodiversität, Eigentumverhältnisse u.v.m.). Wäre doch ein Thema, Herr Foer?
2626 Kommentare| 1.098 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Jonathan Safran Foer, Amerikaner jüdischer Abstammung, hat, um dieses Buch zum Abschluss zu bringen, einige Jahre Recherchearbeit betrieben und sich hier vor allen Dingen auf das Thema Massentierhaltung konzentriert. Er traf sich mit Tierschützern und Tierrechtlern, traditionellen Farmern, Schlachtern u.v.m., um einen abschließenden Bericht in Form von "Tiere essen" zu präsentieren. Dieses Buch ist kein Roman, keine Autobiografie, sondern ein Sachbuch, das es ziemlich genau auf den Punkt bringt für Menschen, die noch nie von Massentierhaltung gehört haben, nur weniges hierüber wissen oder noch schlimmer: Es in ihrem Bewusstsein zu verdrängen suchen.

Ich gehörte auch diesen Menschen. Den Leugnern. Den Verharmlosenden. Ich habe dieses Buch gelesen, als ich schon längst vegan war. Seit Juli 2013 bin ich Vegetarierin (der Beginn meiner Schwangerschaft, ich ernähre seit Geburt meine Tochter ohne Fleisch), seit Oktober 2014 Veganerin. Mich hat dieses Buch etwas angeekelt, schockiert, mitgenommen, jedoch noch lange nicht in dem Ausmaße als wohl bei Menschen, die sich mit diesem Thema nie beschäftigt haben. Ich wusste vieles schon vorher, war abgebrüht und abgestumpft und darum betrachte ich es für mich persönlich als nette, kleine Lektüre nochmals für zwischendurch, die meine bisherige Meinung nur weiterhin bestärkt.

So viel zu mir persönlich und meine Beziehung zu diesem Buch. Zum Buch selbst: Foer trifft sich mit einem Farmer-Ehepaar, das eine Ranch betreibt, die Frau ist Vegetarierin, findet Tiere töten und essen aber nicht unbedingt grundsätzlich falsch. Ein andermal redet Foer mit Schlachtern, die in diversen Bereichen des Schlachthauses arbeiten und die Tiere betäuben, zerlegen, aufschneiden, anketten/-haken, ausweiden etc. und stößt hierbei zwar nicht persönlich auf Sadisten, jedoch auf Menschen, die mit der Zeit abstumpfen, Tieren keine Gefühle mehr zeigen können, wie am Fließband kontinuierlich durcharbeiten und das Tier als Sache, als letztendliches Produkt betrachten. Foer bringt ab und an auch den Grund mit an, warum er sich entschlossen hat, dieses Buch zu schreiben, nämlich weil er Vater wurde und es für ihn eine plötzlich essentielle Frage wurde, was er seinem Sohn zukünftig zu essen geben würde. Er geht auch auf seine jüdischen Traditionen, die Kochkünste seiner Großmutter und das Entstehen von Massentierhaltung 1923 durch eine Amerikanerin näher ein. Von den insgesamt 308 Seiten, die dieses Buch an lesbaren Stoff hat, sind vielleicht nur etwa 6-8 Seiten schockierend und kaum erträglich zu lesen, nämlich Seiten, in denen Foer über Sadisten in Schlachthäusern schreibt, die beispielsweise einem Schwein ein Stück Nase wie ein Stück Mozzarella mit dem Messer abtranchieren, nur um zu sehen wie es danach "dumm guckt" und ihm anschließend Salz auf die Nase und in den Anus zu reiben etc. Derlei Gräueltaten stößen einen Leser natürlich ab und verhelfen vielleicht auch dazu anzuerkennen, dass man aus vielerlei Gründen vielleicht doch vegetarisch, wenn nicht vegan, werden sollte.

Dieses Buch hat ja angeblich die Vegetarismus-Debatte in Deutschland ausgelöst. Zurecht. Jeder, egal welche Stellung er in der Gesellschaft hat, welchen Beruf er ausübt, wie viel Einkommen, was für Hobbys, welche Hautfarbe, welchen religiösen und kulturellen Hintergrund er/sie hat, sollte sich einfach die Frage stellen: Soll/Darf/Kann ich Tiere essen? Ist es moralisch wirklich vertretbar? Wenn ja, warum genau? Und sind diese Gründe nicht nur Scheingründe? Usw.

Im Großen und Ganzen finde ich das Buch relativ informativ, leicht zu lesen, etwas philosophisch und dennoch realitätsnah, gut recherchiert, doch hat mich als deutsche Leserin etwas gestört, dass es so amerikanisiert ist, man bekommt also als deutscher Leser nicht so richtig einen Draht zum Autor und seinen vorgestellten Firmen, Personen und Traditionen. Mir sind jüdische Traditionen nicht ganz geläufig, noch weniger Thanksgiving, ich kenne Tyson Foods nicht, genauso wenig Smithfield, es geht oft um KFC (Kentucky Fried Chicken) und amerikanische Gesetze usw. Es hat also etwas Distanz geschaffen zwischen mir und diesen Tatsachen und ich fühle mich diesem Buch nicht "so nahe", ich habe mich nur dann nahe gefühlt, wenn es konkret um Zustände in der Massentierhaltung ging, da diese auf der ganzen Welt gang und gäbe sind. Überall gibt es irgendwie irgendwo den Einsatz von Gewalt, Antibiotika tonnenweise, multiresistente Keime, Dioxin oder in der abgeschotteten, mit künstlichem Licht und ebenso artifizieller Heizung und Belüftung geschaffene Massentierhaltungsfarmen mit darin beinhalteten grotesken Mutantenvögeln, die so wie sie kaputt gezüchtet sind, in der Natur nicht überleben, den Witterungsbedigungen, natürlichen Trieben nicht standhalten bzw. entwickeln könnten.

Solange die Nachfrage nach tierischen Produkten da ist, so lange wird es auch diese große Produktion, Umweltverschmutzung, Tierleid, vermehrte Krankheitsfälle der Menschheit, Hunger in Entwicklungsländern geben. Und das alles nur für uns, für unseren Gaumenkitzel, unseren Geschmack, unsere Gewohnheit, Bequemlichkeit oder Tradition. Muss das wirklich sein? Ein Vegetarier bewirkt nichts. 10 auch nicht. Aber es gibt von ca. 7 Milliarden Menschen weltweit bereits 1 Milliarde Vegetarier, was sehr beruhigend sein kann und zugleich einem zu denken gibt: Damit nicht genug. Ich will auch einer hiervon werden. Lass mich an diesem friedlichen Leben teilhaben und dem Qualvollen persönlich ein Ende setzen.

Ich selbst weiß, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Genug Bücher gelesen, Artikel, Blogs, seriöse Internetseiten, genug grausame, aufklärende Videos gesehen. Es reicht. Ich lebe vegan, bin stolz darauf, kann es nur jedem weiter empfehlen und brauche mich auch nicht weiter hierfür rechtfertigen. Ich wünsche mir einfach nur, dass jeder das selbe wie ich entdeckt.

~Bücher-Liebhaberin~
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TOP 100 REZENSENTam 16. August 2010
Wohl die Wenigsten denken beim Verzehr eines Stückes Fleisch darüber nach, wie und wo es entstanden ist - solange es schmeckt. Der Autor wollte es aber genau wissen und hat nach 3 Jahren Recherche ein Buch darüber geschrieben. Man ahnt schon, dass er nicht nur Gutes herausgefunden hat - die Wirklichkeit ist aber dann doch noch viel schlimmer.

Die Fakten die er nennt, machen in der Tat betroffen. Er beschreibt die heutige Massentierhaltung als profitorientiertes, globales Business mit über 100 Mrd Dollar Umsatz pro Jahr. Für Mitgefühl mit den Tieren ist hier kein Platz mehr. Stattdessen berichtet er von armen Kreaturen, die nie auch nur einmal das Sonnenlicht in ihrem Leben sehen, die sich nicht einmal bewegen können wie Tiere, weil sie so eng zusammengepfercht sind. Seine Schilderungen geben Anlass nachzudenken, ob wir mit unseren bisherigen Konsumgewohnheiten so weitermachen können und wollen.

Und dies nicht nur unter dem Aspekt von Ethik und Moral. Sondern es geht dabei auch um den Erhalt der Umwelt - also unserer Lebensgrundlage. Für den Anbau von Tierfutter werden grosse Teile des Regenwaldes abgeholzt. Die Viehzucht ist für einen viel grösseren Teil der schädlichen Treibhausgase verantwortlich, als bisher angenommen (nach neuesten Studien 51%). Ein Umsteuern wäre also im Interesse des Menschen.

Das Buch ist jedoch angenehm undogmatisch, vermeidet Schwarz-Weiss-Muster. Denn der Autor lässt auch die andere Seite zu Wort kommen. Also die, die dafür sorgen, dass Fisch und Fleisch so billig in unsere Supermärkte kommen - und die, die es konsumieren. Er stellt diese nicht als unmoralisch an den Pranger. Nicht jeder hat das Geld, um ständig in den teureren Bioläden einkaufen zu können. Auch das gehört zur Wahrheit.

Fazit: Das Buch ist frei von jedem missionarischen Eifer. Der Autor weiss auch, dass die dauerhafte Änderung von Essgewohnheiten ein langwieriger Prozess ist, der zunächst einmal ein Umdenken von uns allen erfordert. Sein Buch zeigt aber eindrucksvoll, dass dieses Umdenken wirklich notwendig ist - im Interesse der Tiere, aber auch von uns Menschen.
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am 17. September 2013
...realistisch?! Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil es in einem anderen Buch von der Autorin genannt wurde.
Allerdings ist es harter Tobak und teilweise muss man sich zwingen, weiterzulesen. Zwischendurch sind mir die Tränen gekommen und es kann einem auch übel werden angesichts dessen, was der Autor recherchiert und dokumentiert hat. Die Recherchen erfolgen in den USA, jedoch gibt es im Anhang die Vergleichswerte zu Deutschland und - machen wir uns nichts vor - wer glaubt, dass sich Massentierhaltung und Schlachthöfe in D großartig von denen in den USA unterscheiden, ist blauäugig.
Nüchtern betrachtet sollte jeder Mensch tief in seinem Inneren sowieso wissen, was in der "Fleischproduktion" abgeht, die meisten Menschen (darunter zähle ich auch mich), verdrängen dies jedoch erfolgreich. Klar versuche ich schon lange, wenig Fleisch und Wurst zu essen, und wenn möglich, dann in Bioqualität. Aber das reicht nicht.
Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, werde ich meinen Fleischkonsum einstellen.
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am 19. Dezember 2014
Mir war schon eine Weile klar, dass Lebensmittelproduktion und insbesondere Fleischproduktion im industriellen Stil etwas ist, was ich nicht unterstützen möchte. Schon seit Jahren kaufen wir nur Bio-Produkte und wenn es vorhanden ist und der Geldbeutel es zulässt auch gerne Demeter. Was den Fleischkonsum anbelangt, so sind wir schon in den letzten Jahren mit Sicherheit am unteren Ende der Skala anzusiedeln gewesen - Fleisch gab es maximal am Wochenende und dann auch nur hochwertige Produkte. Ich konnte mir einen Grillabend ohne ein leckeres Steak, eine Pizza ohne Thunfisch oder einen Sonntagmorgenbrunch ohne Eier einfach nicht vorstellen. Zu sehr hatte ich meine Geschmacksnerven auf diese Art des Genusses konditioniert. Das Buch habe ich geschenkt bekommen und es lag erstmal 9 Monate ungelesen im Bücherregal.

Eines Abends nahm ich es aus reiner Langeweile zur Hand - schließlich wusste ich schon alles über Ernährung, glaubte ich. Als ich nach wenigen Tagen mit dem Buch fertig war hatte ich mehrere Heulkrämpfe hinter mir und seither habe ich kein Fleisch mehr angerührt. Eier esse ich nur noch in Ausnahmefällen und dann auch wirklich nur welche aus dem Hofladen unweit von hier, wo ich mir die Hühner auch höchstpersönlich anschauen kann. Fisch kommt mir überhaupt nicht mehr ins Haus. Ich bin Jonathan Safran Foer sehr dankbar für dieses Buch und hoffe, dass es noch viel mehr Menschen zu mehr Bewusstwerdung in diesem Bereich verhilft. Denn fest steht, wer sich der sinnlosen Grausamkeiten und der unfassbaren Nebeneffekte dieser masslosen Industrie wirklich bewusst ist kann diese nicht ernsthaft weiter unterstützen wollen. Deshalb verschenke ich das Buch heute auch gerne mal ;)
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am 6. November 2010
Folgende Ausgangssituation herrschte bei mir vor.

1. Ich esse sehr gerne gut
2. Ich esse sehr gerne Fleisch

Nun hat dieses Buch mindestens das letztere stark ins Wanken gebracht. Ich hätte nicht gedachtd as mir so etwas mal passieren würde. Aber die Fakten sind einfach schlimm. Viel schlimmer aber eigentlich als das hier mundgerecht aufgearbeitete MAterial ist eigentlich die Tatsache das ja sicher jeder weiß das es diese Art von Tierhaltung gibt ... keiner kann das bestreiten, nur wurde mir persönlich, das noch nie so bewusst wie beim lesen dieses Buches.

Ich betrachte solche "Sachbücher" immer sehr objektiv und habe mich auch neben dem Buch informiert über diese Themen ... das schlimme ist und bleibt ... es ist einfach so. Auch wenn es hier in dem Buch um die USA geht, so geht es bei uns in Deutschland hier nicht anders.

Ich habe mein Essverhalten grundlegend überdacht. Es würde bei mir nicht zum Vegetarier reichen, dennoch. Ich kaufe kein Fleisch und keine Wurst mehr im Supermarkt. Ich werde solche Dinge, nur noch in geringen Mengen, bei ausgesuchten Biohöfen, direkt kaufen. Höfen wo ich mir sicher bin wie die Tiere gelebt und gestorben sind.
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am 6. Januar 2016
Ich möchte keinen überreden Vegetarier zu werden. Ich fänd es jedoch schön, wenn mehr Menschen dieses Buch lesen würden, einfach um sich dann selbst eine Meinung zu bilden. Ich hatte überhaupt nicht vor Vegetarier zu werden und hatte nur Interesse an dem Buch, weil es mir empfohlen wurde. Im Anschluss habe ich ca. 3 Jahre kein Fleisch mehr gegessen (ganz zwanglos) und würde mich jetzt als ein Zwischending (Flexitarier/Vegetarier) bezeichnen. Ich denke, dass es wichtig ist, mal einen Gegenpool zur mächtigen Fleischindustrie zu haben. Das Buch ist meines Erachtens auch gar nicht belehrend oder mit Fingerzeig.
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am 8. Januar 2015
Seit 16 Jahren vegetarisch,seit 2 Jahren vegan, hab ich mir dieses Buch einverleibt und ich war begeistert davon, obgleich schockierende Wahrheiten über die Massentierhaltung aufgezeigt werden. Vorwiegend geht es um die Massentierhaltung Amerikas, die aber unserer Massentierhaltung sehr ähnlich ist, da Deutschland und Österreich oder auch die anderen Länder Amerika diesbezüglich als Vorbild hatten. Die Auswirkungen der Fleisch-und Milchindustrie auf die Umwelt , auf uns Menschen und Fragen wie : "Ist es notwendig Fleisch zu essen?" werden in diesem Buch behandelt....weiters gibt der Autor mit deutsch jüdischen Wurzeln persönliche Einblicke in seine Familie, wie er aufgewachsen ist und wann er sich entschieden hat, keine Tiere mehr zu essen.
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TOP 100 REZENSENTam 15. Oktober 2010
Inhalt:
Jonathan Safran Foer beschreibt in 'Tiere essen' einerseits seinen eigenen Weg als temporärer Vegetarier und seinen (bisher) endgültigen Entschluss, auf Fleisch zu verzichten, andererseits die Ursachen, die Fakten sowie die komplexen und weit reichenden Konsequenzen der Massentierhaltung.

Mein Eindruck:
Ich habe vor 2 Monaten - also vor der Lektüre von 'Tiere essen' - den Entschluss gefasst, mich in Zukunft fleischlos zu ernähren. Ich hatte jahrelang darüber nachgedacht, doch da ich Fleisch gern esse, habe ich das Thema 'Tiere essen' stets emotional ausgeblendet. Nach der Lektüre von 'Tiere essen' KÖNNTE ich kein Fleisch mehr essen - nicht weil Foer missioniert und manipuliert, sondern weil er Fakten auf den Tisch bringt, über die sich der Leser selbst Gedanken machen kann und die starke emotionale Reaktionen in mir hervorriefen. Foer bietet sehr plastische Beispiele, die es ermöglichen, dass man sich explizit vorstellen kann, wie viel Platz beispielsweise ein Huhn in einer Legebatterie hat, und bringt den Leser zum Nachdenken über paradoxe Ansichten über Hundeliebe und Massentierhaltung. Zudem zeigt er komplexe Zusammenhänge auf: Vegetarismus ist nicht nur der Verzicht auf Fleisch und auf die Ermordung von Tieren, sondern Massentierhaltung hat auch Auswirkungen auf Armut, auf die Gesundheit der Konsumenten, auf die Umwelt.

Insgesamt kann ich Foer und sein Buch nur bewundern, da er es nicht nur geschafft hat, ein gut lesbares Buch zu schreiben, sondern zudem hervorragend recherchiert und dafür gesorgt hat, wichtiges Wissen auf sachliche (wenn auch berührende, doch nie manipulierende) Art und Weise zu vermitteln.

Mein Resümee:
Mir ist klar, dass eingeschworene Fleischesser wenig Interesse daran haben werden, dieses Buch zu lesen. Wer sich jedoch traut, 'Tiere essen' zu lesen, wird viele erschütternde Informationen zu Massentierhaltung und deren Folgen lesen, die vielleicht eine Verhaltensänderung bewirken - vielleicht aber auch nicht. In diesem Buch geht es nicht darum, den Leser einer Gehirnwäsche zu unterziehen, sondern dem Leser bewusst zu machen, was er isst, was das für ihn und für Millionen von Tieren bedeutet und was man anders machen kann.

Zum Abschluss ein Zitat Foers, dem ich mich bedingungslos anschließen kann: 'Ich liebe Sushi, ich liebe Brathähnchen, ich liebe ein gutes Steak. Aber meine Liebe hat Grenzen.'.
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am 22. August 2014
Wohl eines der besten Bücher die ich über Massentierhaltung und ihre verabscheulichen Machenschaften deutlich und durch Recherche belegt wird.

Du liebst dein Hund? Du würdest nie ein Hund essen wollen? Du tust es....!
Du denkst Biofleisch ist besser als anderes? Bullshit
Dein Hähnchen wird mit Fekaliensuppe bis zu 15% schwerer gemacht.....
Der Beifang bei Fischen ist teilweise 97%
Du bis Mutter oder Vater eines Kindes und besorgt um die Gesundheit des Nachwuchses...

...DANN SOLLTEST DU DIESES BUCH MAL LESEN!!!

Manchmal frage ich mich ob wir aus der Geschichte gelernt haben...? Im zweiten Weltkrieg wurden Konzentrationslager errichtet um Menschen zu foltern und zu töten. Viele haben bei diesen Machenschaften mitgeholfen oder nur zugesehen (was min genauso schlimm war/ist).
Heute im 21. Jahrhundert wo man meint wir Menschen hätten uns geändert stelle ich fest, wir sind noch viel perverser und rücksichtsloser geworden als die Menschen von damals.
Heute leben wir diese Perversitäten nicht mehr an Menschen aus sondern an wehrlose Tiere. Die Politik ist wie damals ganz vorne dabei um uns zu sagen das was wir den Tieren antun sei gut und richtig. Eines Tages erhoffe ich mir, dass die Menschen die heute diese Tiere quälen in der Haltung und beim Schlachten so gejagt und bestraft werden wie die Menschen von damals.
Nicht das ich generell gegen Fleisch essen bin oder Milchprodukte etc. Es geht um das Fleisch was in Fabriken oder Fischfarmen gezüchtet wird und unter den allerschlimmsten umständen billig auf dem Markt geschmissen wird. Für rund 50Cent mehr pro Kg Fleisch könnte man vieles dieser Dinge und Machenschaften verhindern.

Wenn du möchtest, dass deine Kinder noch Tiere kennen die nicht aus Geschichtsbüchern stammen ohne Genanipulierter für den Fleischverzehr designte Machenschaften dann wach auf und informier dich. Dieses Buch öffnet dir hoffentlich ein wenig die Augen...
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