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Thomas Mann, Das erzählerische Werk in 12 Bänden: Mario und der Zauberer: Späte Erzählungen Gebundene Ausgabe – 13. Februar 2002

4.0 von 5 Sternen 57 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Thomas Mann, 1875 – 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Gereiztheit, eigentümlich Bösartiges bestimmte von vornherein die Atmosphäre bei diesem Ferienaufent-halt in Norditalien, Mitte der zwanziger Jahre; »diese Leute ... machten soeben etwas durch, so einen Zustand, etwas wie eine Krankheit ..., nicht sehr angenehm, aber wohl notwendig«; das ungute Gefühl wird sich steigern und, nicht nur für die Gäste, durch die alles übersteigernde Gestalt und Wirkung des Zauberers Cipolla, »dieses allzu Sicheren«, zum tragischen, letztendlich jedoch befreienden Ende führen. Mit dem Bemerken, »wer zu gehorchen wisse, der wisse auch zu befehlen, und ebenso umgekehrt; der eine Gedanke sei in dem anderen einbegriffen, wie Volk und Führer ineinander einbegriffen seien, aber die Leistung, die äußerst strenge und aufreibende Leistung, sei jedenfalls seine, des Führers und Veranstalters, in welchem der Wille Gehorsam, der Gehorsam Wille werde«, verlockt und verblendet dieser »Typus des Scharlatans, des marktschreierischen Possenreißers« sein Publikum und hypnotisiert es zu einer »trunkenen Auflösung der kritischen Widerstände«. In Mario, dem jungen Kellner, glaubt er, sich steigernd, schließlich ein Opfer gefunden zu haben, das er aufs tiefste demütigen, ja vergewaltigen kann, ohne mit der Würde des Menschen rechnen zu müssen. Wie stark die »politisch-moralische Anspielung, in Worten nirgends ausgesprochen«, aus dieser Erzählung bereits bei ihrem ersten Erscheinen 1930 wirkte, spiegelt sich in Julius Babs Rezension: »Wenn Mussolini etwas von Kunst verstände, müßte er diese Novelle in Italien verbieten lassen." -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Der Ich-Erzähler verbringt mit seiner Frau und beiden Kindern den Sommer im faschistischen Italien. Dort wird er in den Bann des Zauberers Cipolla gezogen, der sein Publikum immer wieder durch Tricks verblüfft und auch Gedankenübertragung und Hypnose in sein Programm bei der Vorführung bringt. Der Ich-Erzähler ist hin- und hergerissen zwischen Abreise und Neugier für Cipollas Handlungen, die jedoch oft sehr Angst einflößend und abnormal auf die Zuschauer wirken. Als Cipolla den Kellner Mario unter Hypnose setzt und ihn vor den Gästen des Urlaubsorts bloßstellt, entschließt sich Mario mit Cipolla abzurechnen.

Die Novelle von Thomas Mann behandelt hauptsächlich die Frage nach der Willensfreiheit eines Menschen, die Mann wie folgt beschrieb: "Die Freiheit existiert, und auch der Wille existiert; aber die Willensfreiheit existiert nicht, denn ein Wille, der sich auf seine Freiheit richtet, stößt ins Leere." Mann bestritt zunächst, dass sein Werk eine Bloßstellung der faschistischen Politik in Italien in den 20er und 30er Jahren darstellen sollte, doch später räumte er in einem Briefe ein, dass es doch einen politisch-moralischen Sinn habe. Manns Werk ist keine leichte Kost für Einsteiger, sein Stil ist sehr verschachtelt, fast schon undurchschaubar und doch sind seine Botschaften sehr intelligent ummantelt innerhalb eines Romans. Genauso wie bei Virginia Woolf (
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Format: Taschenbuch
Die Geschichte von dem häßlichen, aber mächtigen, selbstherrlichen Zauberer Cipolla, der mit seinen hypnotischen Fähigkeiten die Zuschauer zu immer entwürdigeren Taten bringt, bis es schließlich zu einem Eklat kommt, enthält mannigfaltige tiefsinnige Interpretationsmöglichkeiten. Während die Zuschauer zwischen Unbehagen und Faszination untätig schwanken, ist Mario der einzige, der sich schließlich erhebt und letztlich die Würde der Anwesenden rettet. Cipollas Reitpeitsche als Symbol der Macht, seine Theorie von "Autorität und Gehorsam" und schließlich die Übertragung auf "Volk und Führer" lassen viel vom damaligen Zeitgefühl und den Ängsten 1926 anklingen und zeigen Mann's weise Vorausschau und Warnung. So weit von mir, alles andere überlasse ich lieber den Profis und Deutsch-Lehrern mit ihren ergänzenden Werken :-)
Die Novelle ist mit 60 Seiten kurz und ermöglicht ohne große zeitliche Investition einen guten Einstieg in das große Lebenswerk Mann's. Sie eignet sich jedoch nicht nur ihrer Kürze wegen. "Mario" ist auch ein "Werk der Mitte": während Mann vor 1930 eher an der Realität ausgerichtete Literatur schrieb (wie "Buddenbrocks", "Tod in Venedig" oder der bereits beunruhigende "Zauberberg"), wurde er danach entrückter, mythischer (etwa bei "Joseph und seine Brüder" oder "Doktor Faustus"). "Mario und der Zauberer" liegt genau zwischen diesen Phasen: die Geschichte ist realistisch, Cipollas Fähigkeiten jedoch teilweise schon fantastisch.
Mir hat "Mario" viel Spaß gemacht. Manns erstaunliches Vokabular und anspruchsvolle Schreibweise sind auch hier enthalten, und sein Stil ist sehr schön zu lesen. Gerade in dieser Geschichte spricht er den Leser immer wieder direkt an und schafft einen engen Bezug. Der nette "Mario" ist also eine Versuchung wert :-)
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Schon als Schüler habe ich mit Begeisterung die Mann's gelesen, wobei mir Heinrich als der tiefer sehende und "brutalere" in der Art zu schreiben und zu beschreiben in der Entlarvung des menschlichen Charakters erschien. In diesem Buch wird von einem Zauberer erzählt der skrupellos seine Zuschauer zu immer entwürdigenderen Handlungen "verführt". Keiner wagt es sich dagegen aufzulehnen, bis auf Mario. Mit dem Hintergrund unserer unseligen Geschichte des 20ten Jahrhunderts erkennt man erschauernd im Zauberer und dessen Methoden das Denken in den Kategorien von Autorität, Gehorsam, "Führerprinzip". Man musste 1926 kein Visionär sein, um die Entwicklung aufzuzeigen die Deutschland und Europa zu verschlingen drohte, aber man musste Mut haben dies anzuprangern. Die Manns hatten diesen Mut und haben dafür bezahlen müssen, die die den Mut nicht hatten oder gar gläubig und als Täter den "Zauberern" folgten wurden dafür furchtbar bestraft. Ein Buch das unbedingt gelesen werden muss - es macht Spaß, obwohl man mit oben beschriebenem Hintergrund zögert das Wort Spaß in den Mund zu nehmen.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Wenn man die unterschiedlichen Bewertungen von ganz schlecht (1 Stern) bis super (5 Sterne) durchliest, dann erkennt man überdeutlich das Dilemma des Rezensenten. Gut oder schlecht, das ist immer abhängig von der Person des Lesers, seines Wissens, seinen Erwartungen, seinen Erfahrungen. Ich nehme an, dass die geplagten Schüler hier für mehr als nur eine negative Kritik verantwortlich sind. Für 16-jährige Schüler gilt das Buch öfters als langweilig oder als überfordernd; vor allem, wenn es Pflichtlektüre ist.

Aus meiner Sicht muss man „Mario und der Zauberer“ aber als tolles Buch bezeichnen, auch wenn es kein Actionkrimi ist und man sich ein bisschen Zeit nehmen sollte. Es hat zwar nur 100 Seiten, aber mit dem Lesen allein ist es nicht getan. So richtig spannend wird es, wenn man die dahinter stehenden Absichten von Thomas Mann analysiert. Und es hilft, nebenbei auch noch Wikipedia zu konsultieren, um weitere Interpretationsvarianten kennenzulernen.

Thomas Mann beschreibt einen Ferienaufenthalt in einem italienischen Badeort, den Besuch einer Varietévorstellung mit beeindruckenden Hypnosetricks und einem tragischen Todesfall. Die Geschichte ist mit toller Sprache bereits spannend erzählt und die Örtlichkeiten und Personen kann man sich leibhaftig vorstellen. Darüber hinaus geht es Thomas Mann aber um das Verhältnis zwischen freiem Willen und der Macht einer Obrigkeit, der zu widerstehen auch den Besten nicht immer leicht fällt. Und damit kritisiert er die gesamte Gesellschaft am Ende der 20er Jahre, die Zeit des erstarkenden Nationalismus, des aufkommenden Faschismus’, der Führerverehrung und der späteren Gleichschaltung der Massen.
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