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Kundenrezensionen

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am 29. Juni 2013
Das Buch "The Unwinding", leider noch nicht in deutscher Übersetzung erhältlich, ist ein richtiger Augenöffner für unsere Gegenwart.

Natürlich wissen wir durch Fernsehen und Zeitungen, was sich in den letzten 30 Jahren in den Vereinigten Staaten an wirtschaftlichen und politischen Krisen abgespielt hat und wie diese Krisen von den Amerikanern mit einer immer größeren Liberalisierung der Wirtschaft und mit einem immer geringerem Einfluss der Politik und der Behörden beantwortet wurden. Demzufolge kennen die Vereinigten Staaten jetzt eine so große Kluft zwischen Reich und Arm wie noch nie zuvor und einen Verlust der sozialen Sicherheit und der öffentlichen Infrastruktur.

Georg Packer hat diese Veränderung in den Vereinigten Staaten porträtiert anhand der Lebensgeschichten von vier Amerikanern (einem Silicon Valley Millionär, einem politischen Wirtschaftsberater, einem mittelständischen Kleinunternehmer und einer (schwarzen) Arbeiterin). Er erzählt mit einer Direktheit und Detailschilderung, was es bedeutet, keine Sozialhilfe zu empfangen, wie die Liberalisierung der Wirtschaft nur kurzfristig einzelnen Großinvestoren dient und wie das Versagen der Politik die gesellschaftliche Solidarität vernichtet.
Neben diesen vier Lebensläufen hat Packer auch noch weitere Berichte dazu gefügt, darunter eine ausführliche Beschreibung aus Tampa, wie die Immobilienkrise um sich gegriffen hat und pensionierte Amerikaner in den Ruin gedrängt hat.

Es ist kein Geschichtsbuch im klassischen Sinne mit klar getrennten Fakten und Analysen, sondern ein Buch, das einem bewusst macht und mitfühlen lässt, was die Bürger in den Vereinigten Staaten mitgemacht haben, wie sich die Krise auf sie ausgewirkt hat und wie sie sich immer wieder mit unvorstellbarem Lebensmut durchgeschlagen haben, weil es sonnst keinen Ausweg gab.
An inner history of the new America, Amerika von innen, ist der Untertitel. Es sollte Pflichtliteratur für jeden sein, der sich in diesem Land beschäftigt mit Politik, Wirtschaft oder Sozialem. Wir können aus diesem Buch lernen, wozu bestimmte Entwicklungen führen und wie man sie noch ändern und vermeiden könnte.
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George Packer erzählt von einer Nation im Umbruch. In nüchternen, unaufgeregten Sätzen beschreibt er den Wandel einer Solidargemeinschaft zu einer Gesellschaft, in der jeder auf sich selbst gestellt ist. Er beschreibt, was es bedeutet, wenn das Geld nicht mehr in Firmen verdient wird, die tatsächlich Werte erzeugen, indem sie etwas produzieren, sondern in Banken, Anwaltskanzleien und anderen "Dienstleistern", deren Gewinne stets gleichzusetzen sind mit den Verlusten anderer - nicht selten ihrer eigenen Kunden und Geschäftspartner. Und er beschreibt, was es bedeutet, wenn der Begriff der Freiheit missbraucht wird für eine Politik der reinen Verweigerung, in der es stets um die Macht und nie um die Sache geht.

Das Schöne an Packers Analyse ist die Abwesenheit jeglicher Polemik. Er lässt die Tatsachen für sich sprechen, und die Tatsachen sind in diesem Fall die Schicksale von Menschen, die diesen Umbruch durchlebt haben. Und es sind beileibe nicht nur Opfer - viele haben (ich bitte diese inzwischen furchtbar abgenutzte Formulierung zu entschuldigen) den Wandel als Chance genutzt, oder haben es zumindest versucht. Aber das hat schließlich auch dazu beigetragen, dass die Vermögensverteilung immer grotesker auseinanderklafft.

Interessanterweise macht Packer diesen Umbruch aber auch an Industrien fest, denen man nicht unbedingt nachweint: Dem Tabakanbau, der Stahlindustrie mit ihrer katastrophalen Umweltverschmutzung, oder den Autozulieferern mit ihren beinahe ausbeuterischen Arbeitsbedingungen. So überlässt er es dem Leser, zu seinen eigenen Schlussfolgerungen zu gelangen, auch wenn unterm Strich nicht zu verkennen ist, auf wessen Seite er steht.

Das zeigen auch die kurzen Biographien von großen Movern und Shakern, die Packer immer wieder einstreut und in denen wir einige interessante Blicke hinter die Fassaden tun dürfen: Newt Gingrich, Colin Powell, Sam Walton, Oprah Winfrey oder Jay Z, um nur einige zu nennen, bekommen alle ihre Portion Fett weg, der eine mehr, der andere weniger, meistens aber mehr.

"The Unwinding" ist eine äußerst bemerkenswerte Bestandsaufnahme der amerikanischen Gesellschaft, die den Leser ständigen Wechselbädern zwischen Resignation und Hoffnung unterzieht. Inwieweit wir damit auch einen Blick in die Zukunft Europas tun, möchte ich aber lieber dahingestellt sein lassen. Allein die Tatsache, dass diesseits des Atlantiks der Solidargedanke spürbar lebendiger ist, lässt mich nämlich ein wenig hoffen.
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am 1. September 2013
Dies ist ein erstaunliches Buch. Es ist in Form und Inhalt heterogen. Es liefert keine klaren Thesen und keine klar verfolgbare Argumentation. Es ist nicht wirklich ein Sachbuch und es ist schon gar nicht ein fiktives Werk. Es handelt sich um eine kaleidoskopartige Erfassung der wirtschaftlichen und mentalen Veränderung der USA in den letzten 30 Jahren.
Schon der Titel ist in seiner Aussage ein offenes und wunderbar metaphorisches Bild: The Unwinding, könnte heißen: Der Niedergang, Die Abwicklung, Die Auflösung, Die Rückführung usw. Es handelt sich in jedem Fall um eine Form des Regresses auf eine niederere oder frühere Entwicklungsstufe.
Erzählt wird dieser Niedergang, diese Auflösung anhand der Leben einer Reihe realer Amerikaner. Die Schilderungen ihres Lebens sind so plastisch und greifbar, dass sie fast wiederum ein literarischer Genuss sind. Es handelt sich um Dean Price, Sohn eines Takbak-Farmers des tiefen Südens, der zum Bekenner ökologischer Wege zur Ölgewinnung wird, Tammy Thomas, einer schwarzen Fließbandarbeiterin aus Youngstown, die darum kämpft, nicht mit ihrer Stadt unterzugehen, Jeff Connaughton, ein Biden-Anhänger, der über die Jahrzehnte seinen Glauben an der Politik verliert und der ebenfalls als Wall-Street-Kenner erfährt, wie das politische System den Spekulanten des Finanzwesens ausgeliefert ist. Peter Thiel ist ein Gewinner des ‚Unwinding‘, der auf der Welle der Neuen Technologie zum Silicon Valley Milliardär wird. Konterkariert und ergänzt wird dieses Potpourri amerikanischer Stimmen mit dem biographischen Abriss bekannter Persönlichkeiten wie Oprah Winfrey, Raymond Carver, Sam Walton, Colin Powell usw.
Die Geschichtserzählung beginnt im Jahr 1978. Alternierend wird bezogen auf die Jahreszeiten aus den einzelnen Leben berichtet. Jedem zeitlichen Abschnitt wir außerdem eine Zitatsammlung der Zeit vorangestellt.
Insgesamt ergibt das Buch einen höchst lesenswerten Einblick in die Psyche und die moralische und gesellschaftliche Verfassung der USA der jüngeren Vergangenheit. Was ist der bleibende Eindruck? Es ist folgender: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten geht vor die Hunde. Es ist in seiner moralischen Substanz zerstört. Die großen Ideale Amerikas, der Glaube in die Machbarkeit, den Geist des Unternehmertums und dem Willen zum individuellen Erfolg werden durch den Ausverkauf an die Wall Street und die globalen Finanzriesen unterhöhlt. Kleine Unternehmer haben in der Konkurrenz zu den großen Ketten keine Chance. Die Immobilienkrise hat tausenden Haushalten und Familien die Existenz gekostet.
Die geschilderten Innensichten der Wall Street sind ausgesprochen interessant, aber nicht einfach zu verstehen. In dieser Hinsicht wird dem unkundigen Leser einiges abverlangt und über manches muss man bei fehlenden Kenntnissen hinweglesen.
Aber das Buch erzählt auch von dem ungebrochenen Geist des Aufbruchs. Es handelt sich bei all den geschilderten Personen um Menschen, die ihr Leben in die Hand nehmen und mitunter ungewöhnliche und mutige Wege gehen und dies hat uns auch ein Amerika im Niedergang noch voraus.
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am 2. Februar 2014
Unglaublich intensive Darstellung der zumeist mit Globalisierung bezeichneten Entwicklung in den USA seit dem Crash 2008. Das Buch scheint mir unerlässlich für die Diskussion hier. Es wird z.B. dargestellt, wie sehr die Liberalisierung des Finanzmarktes (vor allem durch Clinton (!)) der US-Wirtschaft in der Weite geschadet, wenigen Nutznießern überaus genutzt hat. Oder Einblicke in die Beziehungsgeflechte in Washington. Ein Senator (z.B. J. Biden) ist eine Millionenschwere Firma, anders kann er sich nicht halten. Markt der Eitelkeiten: Bin ich wichtig genug, dass XX auf meinen Telefonanruf per Rückruf reagiert (das hätte ich bei den sonst doch eher informellen Amis nicht für möglich gehalten). Verquickung von Wallstreet und Washington. Die Trennung von Investmentbanking und sonstigem Bankgeschäft wurde erst vor wenigen Jahren in den USA aufgehoben,- mit den bekannten Folgen.

Beeindruckend auch, dass die Einzelpersonen nie aufgeben zu kämpfen, hier zeigt sich die positive Kehrseite der Art, wie die Gesellschaft dort funktioniert.

Ein einmaliges Portrait der USA, und, insofern dortige Entwicklungen mehr oder minder in Europa zeitversetzt ankommen, enorm wichtig für unsere Diskussion hier in Deutschland und Europa.
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am 17. Februar 2015
The book provides a better understanding of the American Dream and its development during the last decades within the context of globalization, economic and technical/digital "progress" since the late 60s. Easy reading in a way as if it was fiction. Exciting because you "meet" the founders of Apple, Facebook, Paypal and so on with a lot of details about their background. Not to forget all the laughable - sometimes sad - trivia about many politicans of the aera covered by the author. Therefore even more thrilling or scary because the whole "story" appears to be based on well researched "facts" provided by the list of references at the end of the book.
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"In a crisis you realized that society operated without anyone knowing deep down what the hell was really going on" (352). Und doch ist es genau das, was der Journalist George Packer in seinem epochalen Werk "The Unwinding – An inner history of the New America" versucht herauszufinden. Woher kommt dieses allgegenwärtige Gefühl der Krise? Wann und wo ist der Ursprung dieses Gefühls zu verorten? Und ist es eigentlich nur ein Gefühl ohne Fundament in der Realität oder handelt es sich tatsächlich um etwas fundamental Neues in der Geschichte der USA? Vor allem dank seiner erzählerischen Herangehensweise gelingt Packer das, woran all vor ihm gescheitert sind: Eine Erzählung, im Ton stets oszillierend zwischen Tatsachenbericht und Fiktion, die, manchmal brutal ehrlich, ohne falsche Hoffnung zu verbreiten, stets vordergründig neutral klingend, aber doch mit deutlich erkennbarem aufklärerischem Impetus, dem Niedergang der Vereinigten Staaten des 21. Jahrhunderts nachspürt, dessen erste Anzeichen in den siebziger Jahren zu finden seien.

"The Unwinding" ist aufgebaut wie eine Collage, bestehend aus den Lebensgeschichten unterschiedlichster Charaktere, welche abwechselnd in Etappen erzählt werden. Im Zentrum stehen dabei der Silicon-Valley-Milliadär Peter Thiel, seines Zeichens Erfinder von PayPal, der Politikberater und Lobbyist Jeff Connaughton, die mit ihrer Familie stets ums Überleben kämpfende Tammy Thomas und Dean Price, der als innovativer, nie die Hoffnung verlierender und immer wieder neu beginnender Unternehmer vielleicht so etwas wie den mythischen Durchschnittsamerikaner darstellen soll und dessen bewegtes Leben auch mit dem ersten sowie dem abschließenden Kapitel dem Buch seinen Rahmen verleiht. Für alle seine Charaktere wählt Packer die Erzählform der freien indirekten Rede, so dass man als Leser tendenziell dazu neigt, sich mit den jeweiligen Personen zu identifizieren, sei es nun der rechte Rüpel-Republikaner Newt Gingrich, die glühende Tea-Party-Aktivistin Karen Jaroch oder eben die unterprivilegierte hart arbeitende Unterschichtlerin Tammy Thomas. Doch auch wenn Packer seinen eigenen Standpunkt nie deutlich ausspricht, wird zwischen den Zeilen doch recht deutlich, wo für ihn die Schuldigen der Krise zu finden sind. Neutral im Ton, doch voller Wut, legt er da, wie das Gebaren der Finanzindustrie, unterstützt durch kurzsichtige und/oder willfährige Politiker, beginnend mit der Aufhebung des Goldstandards durch Nixon 1971 bis hin zur Aufhebung der Trennung zwischen Normal- und Investmentbanken durch die Aufhebung des seit 1933 geltenden Glass-Steagall-Acts durch Bill Clinton 1999, das Land und die Welt 2008 an den Rand des Abgrunds und darüber hinaus und Millionen von Amerikanern in die Obdachlosigkeit geführt haben. Ebenso distanziert im Ton, aber doch mit deutlich spürbarer Fassungslosigkeit, wird davon berichtet, wie die Tea Party die Einführung eines lokalen Schienennetzverkehrs in Tampa mit der Begründung verhinderte, öffentliche Verkehrsmittel seien unamerikanisch und es sei zudem eine Verschwendung von Steuergeldern, da ja nun einmal nicht alle Menschen solche Transportmittel in Anspruch nehmen würden.

Und so liefert "The Unwinding" anhand einer Reihe von Einzelschicksalen düstere Einblicke in den Zustand der politischen und wirtschaftlichen Kultur in den Vereinigten Staaten, die einen ungläubig und fassungslos zurücklassen. Lässt Packer in diesem Panoptikum des Untergangs noch Platz für Hoffnung auf Besserung oder sieht er das Land unwiderruflich dem Untergang geweiht? In der Tat fallen Politik und Wirtschaft, so der Tenor des Buches, als Keimzelle für eine bessere Zukunft aus. Zu nachhaltig seien in den vergangenen Jahrzehnten die Institutionen des Landes zerstört worden, zu weit hätten sich die politischen und wirtschaftlichen Eliten bereits von der Lebenswirklichkeit der Bevölkerung entfernt. Und doch: Hoffnung bestehe, da es immer Menschen gegeben habe, gebe und geben werde, die voller Idealismus und Gemeinsinn für ihren amerikanischen Traum leben und handeln würden. An dieser Stelle zeigt sich Packer doch als ein wahrer Amerikaner. Es obliegt dem Leser zu entscheiden, ob ein paar idealistische Individuen ausreichen werden, um ein gespaltenes, radikalisiertes und in weiten Teilen völlig verarmtes Land die Hoffnung an das große Versprechen des amerikanischen Traumes zurückzugeben.
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am 1. Januar 2015
Ein sehr schönes Buch, das die letzten Jahrzehnte aus den Augen von vier Protagonisten betrachtet: einem Internet Milliardär, einer Fliessbandarbeiterin, einem Lobbyisten und einem kleinen Unternehmer. Darüber hinaus erfährt man einiges über andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, mir haben Newt Gingrich und Oprah Winfrey gefallen.

Das Buch hat etwas Dunkles und Pessimistisches - soll auch so sein. Also ist es ist nichts zur Aufheiterung.
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am 10. August 2014
Theoretical political theories, mixed with real stories of people's lives male for an excellent and entertaining analysis of the decline of the American empire, the dotcom boom of the nineties, the real estate crisis and last, but not least, the erosion of the American middle-class, fostered by a political class (Democrats and Republicans alike) that has monetarized everything, from public transport to religion. Sadly, the US seem to be trapped in this and will not find a way out of it.
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am 26. April 2015
Besonders im Original eine sehr lesenswerte und erstaunlich kurzweilige Schilderung amerikanischer Lebensgeschichten. Faszinierend an dem Buch ist, dass sich das große Ganze am Kleinen erschließt, so ähnlich wie ein Springsteen-Song. Nur der Titel ist nicht sehr hilfreich. Das ist er bei Springsteen ja auch nicht immer.
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am 26. August 2015
.. für dieses ausserordentlich buch, das ich zwar bei erscheinen (2013) sofort bestellt habe, aber leider (grosser lesestau) erst vor kurzem gelesen habe.
es handelt sich um ein modernes, quasi lebendiges geschichtsbuch, das sich spannender liest als so mancher roman voni vielen dieser jungen autoren mit "creative writing" kursen und übergrossen ambitionen im leichten handgepäck.
george packer hingegen (ein orwellist der ersten stunde) ist zwar auch jung, aber ein begnadeter erzähler mit "substanz" und hat für dieses werk enorm viel recherchiert und es gekonnt in ein mehr als nur lesbares buch umgesetzt, ein buch, das hochaktuell ist und es wohl noch eine ganze weile bleiben wird, ein buch, dass auch einem, der über dieses thema viel weiss und zu wissen glaubt, noch sehr viel wichtiges und relevantes wissen vermittelt.
könnte noch viel dazu sagen, will aber nicht, würde aber auch 6 sterne (wenn möglich) dafür geben.
hoffentlich ist die deutsche version (schon allein der titel "die abwicklung" lässt erste leichte zweifel aufkommen) at par mit der OV, weil ich sie manchem bekannten empfohlen habe u. auch einigen schenken werde.
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