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am 7. August 2012
Lang hab ich drauf gewartet, auf das verboten gute Debüt Album dieses Blues Teufels, Lincoln Durham heisst er.
Schon wieder ein Mr ...ham, (Gruss an Tramp69 an dieser Stelle)...
Und da die Amazon Kritik bereits nichts anderes zulässt als diese Scheibe am besten noch per Overnight Express
zu ordern, könnte ich mir es gut sparen meine Fassungslosigkeit zum Ausdruck zu bringen. Dasitzen und fünf
weitere Sterne druntermalen, -wow wow wow- hinschreiben und fertig. Baldriantropfen einnehmen,
damit man vor Begeisterung nicht noch total überschnappt.

Es gibt Alben bei denen das Anschauen des Covers reicht um zu wissen was einen da erwartet, das ist so eines.
Dunkle, hypnotisierende Glutaugen unter Haarsträhnen und Hutkrempe, in Americana-Sepia auf der Front.
Auf dem Back Cover eine X-Ray Aufnahme eines Schädels und Torsos, linker Arm fehlt. Links oben zwei Namen,
Ray Wylie Hubbard, George Reiff - Producer. Nochmal fünf Sterne hinmalen.
Album aufklappen, kein Booklet, keine Texte, in der Mitte ein Bild vom Protagonisten, irre hübscher Kerl,
dunkel gelockt, von anderen Photos weiss ich, dass er Orlando Bloom Augen hat, nicht wie auf der Front like
Johnny Depp. (Anmerkung für die Ladies;-)).
Cd einlegen, erste Takte, Drums, Gitarren, Blues-Rhythmus, erste Vocals. Überlegung. Aus welcher
Hexenkraut-Emulsion ist die Muttermilch der texanischen Mums beschaffen, was träufeln die in die
Nuckelflaschen ihrer Söhne? Legen die rostige Rasierklingen anstatt Tomatenscheiben auf die Steak-Burger?

Der stimmliche Vergleich wurde ja schon gezogen, Howlin Wolf, Ray LaMontagne, Ryan Bingham, Jack White, alles
richtig soweit, besser und überzeugender geht es garnicht. Dreckig, rockig, bluesig UND soulig, einerseits
voll im Saft der Jugend, andererseits könnte die Stimme auf ihren Shouter schon 50 Jahre, konserviert in den
Swamps, gewartet haben.
Besonders Howlin Wolf beisst hier in die Kehle, der hat ja schon die ganz kantigen Steine ins Rollen gebracht.
Ein Ur-Talent, der Typ (hier Grüsse an humblestance); spielte mit vier Jahren Geige, gewann im zarten Knaben-
alter von zehn Wettbewerbe, lernte E-Guitar und schrieb Songs. Und wie ist er bloss an eine Gibson aus Anno
1929 gekommen? Die hing vielleicht in irgendeiner Scheune herum, dunkel geworden vom Schweiss und Herzblut der
Musiker die sie einst bespielten? I don t know. So wie die Stimme hat sie wohl auch auf ihren Meister gewartet,
Body and Strings vollgesogen, getränkt mit den gewaltigen Seelen-Eruptionen der archaischen Blues-Barden, der
Kraft und Virilität so mancher Rock-Röhren.

Blickt man auf das Line Up der Musiker wird einem fast schlecht, nur Götter die diesem neu erkorenen Darling der
der Musen beistehen, Ray Wylie Hubbard, Rick Richards, Jeff Plankenhorn, George Reiff, Derek O Brian, Bukka Allen.
Neben klassischen Americana Instrumenten wie A-Gitarre, Slide, Mandoline, Drums, Fiddle - und natürlich
dem metallgewordenen Spirit des Blues, den Harps, setzt Durham irgendwelche blecherne Teile und Kartons ein,
vom Mississippi angespültes Treibgut, Trashzeugs vom Strassenrand der Route 66...
Die Harmonica spielt er, nein er zwingt sie geradezu dazu durch Mark und Bein zu fräsen, das tut richtig
weh, richtig schön weh...

Die Songs, die Songs, jaaah, das steht noch aus, Anspieltipps -keine-, diesmal nicht, was soll man da tippen?
Unbetippbare Höllen-Nummern, dunkelschwarzer Blues, bis in die Schichten des Kambrium gereichender Roots-Rock,
das ganze Album ein Shout Out, ein Gefühls-Wunder, schreiend von Selbstzerfleischung- bis Zerstörung,
Wahnsinn, Liebe, Verzweiflung und Tod...
Deep, deepest from the bottom, nicht so für -ewig begraben- wie Friedhofsbarde Mark Lanegan dahingrüftelt,
nicht so - schon aufgeschlagen und töter als tot- wie Rob Jungklas in Son House-Gefilden, auch wenn in
bereits so jungen Jahren Lincoln Durham sich selbst als die Schaufel sieht die die heulenden Knochen zuschippt.

Ein ganz persönlicher Dank geht an Ray Wylie Hubbard, selten so einen Musiker und Produzenten erlebt der sich
absolut unmanipulativ verhält, er spürt, akzeptiert. fördert und coacht. -Namaste- an die Kräfte die dieses
Mordswerk hier entstehen haben lassen. Atmosphärisch dicht, grosses Theater in lustvoller Spielfreude und
rebellischer Energie auf kleiner Bühne im verrauchten Club der 60er, auf Whiskey geölten Bretterbohlen im
Saloon der 30er, eine dunkel-süsse verruchte Versuchung - everywhere!

PS. Das Texas-Made Album verkürzt mir nicht die Wartezeit auf die neue Scheibe vom anderen Mr ....ham, sondern
füllt sie aus, und das Goodbye hier -TRUCKERS LOVE SONG- könnte durchaus von diesem stammen, bei
-LOVE LETTERS- kickt John Fogerty aus den Boots, oh yeah.
1616 Kommentare| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. November 2012
This guy got lungs! Saw him live at the Blues Kitchen in London and just HAD to get the album straight away.
Simplistic rock that lives from the absolutely great voice of Lincoln Durham. Buy it! Now!
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