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am 10. Dezember 2009
Was dem Leser dieses Romans schon beim ersten Blättern auffällt, ist die originelle graphische Aufmachung. Die "selected works", von denen im Titel die Rede ist, das sind vor allem Graphiken und Illustrationen, für die der 12 jährige T. S. Spivet in Washington mit einem Preis ausgezeichnet wird und die im Buch zur Illustration der Handlung am Rand neben den Text platziert sind. Ebenfalls am Rand erscheinen - durch gepunktete Linien mit Textstellen verbunden - kleine Exkurse und Randnotizen. Das könnte natürlich einfach eine alberne Spielerei sein. Ist es aber nicht. Mehr noch als die Illustrationen dienen diese Randnotizen nicht nur zur Illustration und als expliziter Kommentar. Sie verweisen gewissermaßen symptomatisch auch darauf, dass der Erzähler zu seiner Geschichte ein gespaltenes Verhältnis hat.

Ja die Geschichte: Da geht es zunächst einmal um die Reise des Jungen aus dem immer noch irgendwie wilden, vor allem aber auch provinziellen, Montana ins entfernte Washington D. C. Im renommierten Smithsonian Institute soll er einen Preis für seine Werke entgegennehmen. Allerdings wissen die Verantwortlichen noch nicht, dass der Künstler erst 12 ist. Weil er kein Geld hat, springt er zunächst als Hobo auf einen Zug, der ihn nach Chicago bringt, und von dort geht es, mittlerweile schwer verletzt, im Truck weiter nach D. C. Soweit ist es eine Art literarischer Roadmovie. Da T. S. als zwar hochbegabter, insgesamt aber eigentümlich unreifer Junge aufbricht und deutlich gereift im Osten ankommt, trägt das Buch auch Züge eines Adoleszenzromans. Ein Kampf mit Messern mit tödlichem Ausgang und einige andere spannende Szenen verleihen der Geschichte Aspekte eines Abenteuerromans. Und eingelagert in die Reisehandlung findet sich auch noch eine Geschichte, die der Protagonist eher zufällig stößt: ein Notizheft seiner Mutter entpuppt sich als eine von der Mutter verfasste halbfiktive Lebensgeschichte einer Ururgroßmutter von T. S., die als erste Geographin auf einer Expedition in den Westen zog, sich verliebte und dort blieb. Ein Schuss spielerischer postmoderner Reflexion auf den Sinn des Erzählens überhaupt und des historische Erzählens im Besonderen also. Ein insgesamt recht weites episches Panorama, das mit viel Liebe zum Detail erzählt und illustriert und kommentiert wird.

Die unbekümmerte Fabulierfreude erscheint hier allerdings gebrochen. Der Strom des Erzählens wird durch die Randnotizen nicht nur ergänzt, sondern oft auch unterbrochen. Während sich der Protagonist in der erzählten Gegenwart wacker in Richtung Osten vorkämpft, wird er immer wieder eingeholt von der traumatischen Erinnerung an Tod des Bruders einerseits und von Einsichten in die fehlende Nähe zu den Eltern andererseits. T. S. ist ein begnadeter Zeichner und ein (etwas überzogen dargestellt) extrem belesener und sprachlich sehr differenzierter junger Wissenschaftler. Vor allem aber wird er verfolgt von Schuldgefühlen und Gedanken an eine Familie, die irgendwie zwar funktioniert, die sich aber unter der Oberfläche als Ensemble isolierter Egozentriker entpuppt. Was den Rest der Familie zwar nicht glücklich erscheinen lässt. So richtig darunter leiden tut aber offenbar nur der Protagonist, weil der das Pech hat, mit leicht autistischen Zügen zu intelligent und etwas sensibler als die anderen zu sein.

Ein Roman, das den Leser oft schmunzeln lässt, aber immer wieder auch anrührt und zum Nachdenken anregt. Ein komisches und gleichzeitig trauriges Buch. Sehr lesenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 3. Januar 2010
Besonders wegen der Aufmachung erhält dieses Buch von mir 5 Sterne. Die vielen Randbemerkungen und Zeichnungen sind liebevoll gestaltet und enthalten Informationen, die die Welt nicht braucht - so denkt man. Aber da hat man sich getäuscht. Jede Karte, die T.S. zeichnet, ist ein Versuch, ein Stück Information für sich hinzuzufügen, um die Welt im Ganzen zu verstehen. Jede Information hat ihren Platz, besonders da es sich um Tatsachen handelt im Gegensatz zur Forschung von T.S.' Mutter, die schon seit 20 Jahren vergeblich auf der Suche nach einem Phantomkäfer ist und daher die Wissenschaft und die Welt nicht weiterbringen konnte. Was die Geschichte selbst angeht, so schwankt sie meiner Meinung nach zwischen 4 und 5 Sternen. Sie hat ihre Längen, ist manchmal etwas überzogen und natürlich im Ganzen völlig unglaubwürdig, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Wer viel Zeit hat, kann sich in dieses Buch fallen lassen und mit T.S. versuchen, die Geheimnisse der Welt und des Lebens zu erkunden. Die wissenschaftliche Reise in die Geheimnisse der Welt wird auf zweiter Ebene durch T.S.' Abenteuerreise gen Osten fortgeführt. Besonders Spaß machen dabei die Stellen, in denen T.S. den Mangel an Kreativität, Verständnis und Forschungsgeist seiner Lehrer entlarvt, die ihm offensichtlich nicht besonders viel beibringen können. Gleich dananch kommt die eingebettete Geschichte seiner Ur-Ur(?)-Großmutter, der ersten Forscherin in seiner Familie. Was aber am meisten berührt, sind die kleinen Anmerkungen zum Leben und Tod seines Bruders, die T.S. fast unsichtbar versucht einzustreuen, denn über seinen Bruder wird nicht mehr gesprochen. Das heißt aber nicht, dass T.S. damit umgehen kann, besonders da ihn starke Schuldgefühle plagen. Sehr bezaubernd und empfehlenswert.
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am 16. Juli 2010
Das Buch schildert die Reise des jungen, hochbegabten T.S. Spivet. Sein konkretes Ziel ist Washington D.C., sein inneres Ziel ist die Versöhnung seiner eigenen, reichlich dysfunktionale Familie. Ein holzschnittartiger Vater, eine ätherische Mutter, eine patente Schwester und ein verunfallter Bruder komplizieren seine Kindheit in der Einsamkeit einer Farm im US-Bundesstaat Montana. Die familäre Dramatik kommt jedoch nicht bleischwer daher, sondern wunderbar humorvoll. T.S. Spivet beobachtet seine Umwelt mit der analytischen Präzision eines begabten Naturwissenschaftlers und gleichzeitig mit großer Wärme und Empathie. Seine vielen liebevollen Illustrationen und die wunderbar klugen Anmerkungen des Jungen öffnen und schulen die Augen des Lesers für die eigene Umwelt. Ein wunderbares Buch, um mal wieder die Perspektive zu wechseln und neue Sichtweisen auszuprobieren. Und ein sprachlicher Lesespass - deutsch wie englisch.
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am 21. August 2010
Reif Larson hat hier ein Buch geschrieben, welches viele erstaunliche Eigenschaften aufweist. Abgesehen von den graphischen Spielereien, die essentieller Bestandteil des Buches sind, schafft Larsen es, innerhalb seiner Geschichte weitere Erzählungen einzubinden und Charaktere unglaublich tief zu beschreiben ohne dabei über sie selbst dabei auch nur ein einziges Wort zu verlieren. Twas derartiges habe ich bislang noch nicht erlebt.
Das vielleicht wichtigste Merkmal des Buches jedoch ist:
Je weiter man sich der letzten Seite nähert, desto weiter entfernt man sich von einem Ende der Geschichte. Nachdem ich feststellen musste, dass nach dem letzten Satz wirklich nichts mehr kommt, konnte ich nur denken "Das geht doch nicht! Komm schon, Reif Larsen, die Geschichte fängt doch grade erst an!" Aber da hilft alles nichts, das Buch liefert nur den bewegenden Auftakt, der Rest spielt sich dann noch wochenlang im Kopf des Lesers ab.
Auch mich wird T.S.S., der kleine hochbegabte, aber wohl auch autistische Junge noch lange begleiten und mit seinen Zeichen- und Messgeräten auf die unscheinbaren Dinge unserer Welt aufmerksam machen.
Den fünften Stern verfehlt das Buch nur deshalb, weil es ein Taschenbuch ist. Leider gab es nur die Taschenbuchausgabe in der Buchhandlung. Solche Bücher wie dieses müssen gebunden sein, das haben sie verdient. Deshalb habe ich jetzt auch die "gute" Version bestellt.
Larsen schreibt derzeit an einem weiteren Buch - man darf gespannt sein.
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am 5. März 2013
Gewoon een heerlijk en onderhoudend boek over een kind in de ban van de wetenschap op reis in zijn eigen (?) wereld. Lekker om te lezen.
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am 16. April 2012
Ich habe eine Rezension im Radio gehört, darauf hin habe ich das Buch gekauft. Nach den ersten 20 Seiten wollte ich aufhören und das Buch weiter verschenken. Dann habe ich versucht weitere 20 Seiten zu lesen und dem Buch noch eine Chance zu geben. Leider hat sich meine erste Meinung verfestigt. Es ist ziemlich trocken und langweilig. Die Geschichte kann einen nicht wirklich in ihrer Bahn ziehen. Schade!
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am 4. Januar 2014
Alles gut, alles toll. Was muss ich noch schreiben? Zehn Worte verbleiben erfoderlich... Brauch ich nicht. Alles einwandfrei verlaufen und so.
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am 23. März 2011
Durch viele positive Rezensionen war ich recht neugierig auf dieses Buch und wußte gleichzeitig nicht so recht, was ich zu erwarten hatte.
Die originelle Aufmachung, d.h. überbreites Format ist interessant. Dadurch ist es möglich, Fußnoten und Skizzen, die den Text "illustrieren" neben dem laufenden Text unterzubringen. Zwar wird der Lesefluß dadurch unterbrochen, aber wirkt trotzdem ergänzend. Das war es an positivem, denn mit diesem Überformat ist es leider nicht möglich, dieses Buch einfach in der Hand zu halten, denn es ist einfach zu unhandlich.
Die Geschichte selbst dreht sich um einen Jungen, der allein quer durch die USA reist. Dazu kommt, dass er eine Mischung aus Harry Potter, Forrest Gump und Rainman ist. Das ist viel zuviel des Guten. Zum einen ist er ein 11jähriger, zum anderen hat er manchmal Gedankengänge eines Erwachsenen. Das wirkt auf mich sehr unausgegoren. Die Geschichte der Urgroßmutter(?) war nett, aber auch hier war für mich kein Spannungsbogen zu entdecken. Dazu kommen teilweise unglaublich Zufälle und Konstruktionen. Trotzdem plätschert die Handlung saft- und kraftlos dahin und deshalb legte ich dieses Buch kurz nach der Hälfte aus der Hand, denn ich wurde bis dahin auf keiner Seite wirklich gepackt...
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