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am 11. Dezember 2005
Das Buch von Penrose ist genial. Deutlich besser als "Computerdenken", da es m.E. einen roten Faden besser erkennen läßt und die zugrundeliegende und nötige Mathematik besser entwickelt. In meiner Rangliste steht es hinsichtlich Originalität auf einer Stufe mit "Gödel, Escher, Bach".
Penrose braucht 16 Kapitel, um die notwendige Mathematik auf "seine Art" zu erklären. Dies geschieht sehr, sehr anschaulich aber streng und tief.
Er macht auch nicht bei der Schulmathematik halt, sondern versorgt den Leser mit der höheren Mathematik, die bis ins 4. Semester eines Physikdiplomstudienganges reicht. Hierbei täuscht sich auch Penrose, denn der Stoff ist ohne entsprechendes Vorwissen wohl eher nicht zu verstehen. Man sollte schon im Studium ein wenig von der Materie gehört haben. Ich habe es jedenfalls genossen, vieles, was in meinem Physikstudium trocken und unmotiviert rübergekommen ist, nochmal sehr anschaulich beschrieben zu bekommen (gerade Funktionentheorie kann man sehr anschaulich erklären).
Penrose Hinweis, bei Mathematiklöchern des Lesers einfach über die Formeln zu lesen, muß man wohl mit seiner Genialität entschuldigen. Ein normal Sterblicher wird bei der Formeldichte und den Abhängigkeiten zwischen den Formeln arg ins schleudern geraten.
Aber dieses Buch ist bisher "das einzige" populärwissenschaftliche mathematische Physikbuch, das bis an die derzeitigen Wissensgrenzen stößt. Populärwissenschaftlich ist auch der falsche Ausdruck. Es ist eher ein neues Genre, das Penrose generiert hat: mathematisch korrekt und in aller nötiger Tiefe und doch an den aktuellen Fragen dran.
Wer ernsthaft an der vordersten Front mitdenken will (Strings, Loops, etc.), aber nicht 10 Jahre Zeit hat, sich bis dort in aller Gründlichkeit hinzukämpfen, dem bietet dieses Buch die Gelegenheit in einer Art Schnelldurchlauf auch mathematisch zu folgen.
Populärwissenschaftliche Bücher über die moderne Physik gibt es ja mittlerweile häufiger als Sonnenaufgänge und manchmal hat man den Eindruck, dass der Autor die dahinterliegende Mathematik selbst nicht verstanden hat und sein Thema bei irgendeinem anderen populärwissenschaftlichen Autor abgeschrieben hat.
Das kann einem beim unkonventionellen Penrose nicht passieren.
Resume: Für eine bestimmte Klientel stark empfehlenswert. Für jemanden, der noch nichts von Riemannscher Zahlenkugel, Residuen, Fouriertransformierten und 1-Formen gehört hat, ist es keine Schande auf der Hälfte des Weges stecken zu bleiben; aber vielleicht reicht ja schon diese erste Hälfte für viele Aha-Erfahrungen.
Es ist ein Buch, das man auf eine einsame Insel mitnehmen möchte oder vor einer Naturkatastrophe retten möchte.
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am 26. Februar 2005
It's a delicate balance for book: Encyclopedic vs well focused on a unifying theme!
Penrose succeeds admirably. It's not boring! Books like this are few and far between. Indeed, there are preciously few authors who manage to successfully guide beginning students into serious scientific topics; and even fewer who can see the big picture, and do it all. And then keeping our attention through more than 1000 pages! Penrose's book is inspiring, informative, exciting; and at the same time it's honest about what math and physics are. It is modest when modesty is called for. You are not cheated. You do get the equations (not just hand waving!), but you are gently prepared in advance, so you will want the mathematical formulae. Penrose's book is likely to help high school students getting started in science; and to inspire and inform us all. There is something for everyone: for the beginning student in math or in physics, for the educated layman/woman (perhaps the students' parents), for graduate students, for teachers, for scientists, for researchers; and the list goes on.
It is one of the very few books of this scope that is not intimidating. Not in the least!
I can't begin to do justice to this terrific book. Get it, and judge for yourself. I will also not give away the ending, other than saying that the title of the book is a good hint. And you will be able to form your own take, and your own ideas on the conclusion. Like with all good and subtle endings, they can be understood and appreciated at several levels.
I came across Penrose's book in my bookstore by accident, and I was at first apprehensive: The more than 1000 pages, and the 3.3 pounds are enough to intimidate anyone. But when I started to read, I found myself unable to put it down. And I didn't: Bought it; and I had several days of enjoyable reading. I am not likely to put it away to collect dust either. It is the kind of book you will want to keep using, and to return to.
It will not surprise that one of Penrose's unifying themes is the compelling and pleasing geometric images that underlie both the mathematics (roughly one third of the book: modern geometry, Riemann surfaces, complex functions, Fourier analysis, visions of infinity), and the physics: Cosmology (the big bang, black holes), gravity, thermodynamics, relativity (classical and modern: loop quantum gravity, twisters), and quantum theory (wave-particle duality, atomic spectra, coherence, measurements).
The pictures: In fact, this semester, I was just teaching a graduate course, and I had a hard time presenting of Riemann surfaces in an attractive way. It's a subject that typically comes across as intimidating in many of the classical books: Take Herman Weyl's book, for example. I also found it refreshing to see that Roger Penrose gave the many illustrations his own personal and artistic touch; as opposed to having flashy pictures generated by the latest in color-graphics and special effects. I think readers will relate better to Penrose's own illustrations: They isolate and highlight the core ideas and they are not intimidating: We sense that we ourselves would have been able to make similar pencil sketches. Or at least we are encouraged to try!
The common theme in the pictures serves to bring to life the underlying and fundamental ideas;--- another attractive feature of the book! It is otherwise easy to get lost in some of the equations, and in the encyclopedic panorama of topics. Review by Palle Jorgensen, February 2005.
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am 8. Februar 2007
In diesem Buch gibt Penrose einen Überblick über die moderne Physik mit besonderem Schwerpunkt auf Kosmologie, Relativitätstheorie und Quantenmechanik. Die dafür erforderlichen mathematischen Kenntnisse werden auf den ersten fast 400 Seiten des Buches vermittelt.

Ich hatte in der Schule und im Studium (Wirtschaftsinformatik) nur mit "normaler" Mathematik zu tun (einfache Differentialrechnung, Integrale, etwas Statistik und Vektoren, aber keine komplexen Zahlen).Penrose schreibt, dass man die schwierigen Teile im Buch überlesen kann und dann zumindest einen Einblick in die Thematik erhält. Das ist bei mir (nur) zum Teil gelungen.

Die Einführung in die Mathematik fand ich sehr gut, obwohl ich nicht alles verstanden habe (das lag aber nicht an Penrose oder der Tatsache, dass das Buch auf Englisch geschrieben ist). Zumindest kann ich jetzt ein wenig mit komplexen Zahlen umgehen und weiß, was die Begriffe Tensor oder Spinor bedeuten (das wurde in anderen Physikbüchern immer voraus gesetzt). Die Einführung in Gruppen und mehrdimensionale Räume hat mir sehr geholfen. (Es hat also doch einen Sinn gehabt, in der Schule Mengenlehre zu lernen.) Die Konzepte von Hyperfunktionen und die Zusammenhänge von komplexen Zahlen mit Fouriertransformationen waren sehr interessant; eine Fourieranalyse durchführen kann ich aber immer noch nicht. Penrose zeigt stets Verbindungen zur Physik auf: Man liest z. B. in der Literatur häufig, der Spin eines Elektrons sei so zu verstehen, dass erst eine doppelte Drehung um die eigene Achse das Elektron in den Ausgangszustand zurück versetzt. Das war mir unverständlich, bis ich Penroses Erklärung des Spinors gelesen hatte.

Der physikalische Teil des Buches beginnt mit einer Darstellung der Raumzeitkonzepte von Aristoteles, Galilei und Newton, denen nach und nach Einstein'sche Eigenschaften inne wohnen. Durch diese historische Darstellung (in der Grafiken nicht fehlen) gewinnt man einen guten Überblick über Einsteins Raumzeitkontinuum. Weitere Kapitel vertiefen das Thema Relativitätstheorie und gehen auf Minkowskiräume, elektromagnetische Felder sowie Einsteins Feldgleichungen ein. Darauf folgen Quantenmechanik, Elementarteilchen und Kosmologie.

Penrose verschweigt nicht, dass er zu einigen Themen eine abweichende Meinung hat. Das wird besonders bei der Quantenmechanik deutlich (Benötigt der Kollaps der Wellenfunktion wirklich eine unendliche Anzahl von Welten? Überträgt Teleportation Informationen mit Überlichtgeschwindigkeit? Warum verhalten sich Elektronen so, als ob sie aus zwei unterschiedlichen Teilchen zusammen gesetzt wären? Wie geht man mit den Unendlichkeiten in der Quantenfeldtheorie um? Brauchen wir eine quantenmechanische Relativitätstheorie oder eine relativistische Quantenmechanik?). Die derzeitige Theorie der Inflation lehnt Penrose ab. Zur Vereinigung von Quantenmechanik und Gravitation bietet er seine Twistor-Theorie an. Die scheinbar so viel versprechende String- bzw. M-Theorie habe mehr zu mathematischen Fortschritten geführt als zu physikalischen; als mögliche Probleme werden u. a. nicht verschwindende Unendlichkeiten sowie die zusätzlich einzuführenden unsichtbaren Dimensionen und deren mögliche Schrumpfung zu schwarzen Löchern angesprochen. Die im Anschluss daran vorgestellten Ansätze Schleifen-Quantengravitation und Twistor-Theorie sind bodenständiger und näher an der Relativitätstheorie; eine darauf aufbauende Theorie der Quantengravitation erscheint mir deshalb realistischer als die M-Theorie. Noch ist eine "Theorie für alles" aber noch nicht in Sicht. Wo Penrose eine abweichende Meinung hat, wird dies deutlich gemacht und immer ausgiebig (auch grafisch) erläutert. Selbst wenn man mit Penroses Meinung nicht einverstanden ist, bietet die Darstellung stets einen Anlass zum Nachdenken und fördert so das Verständnis.

Der rote Faden des Buches liegt in der Herleitung des Zeitpfeils mit Hilfe des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik (= ständig steigende Entropie). Der Zeitpfeil verläuft vom Urknall (niedrigste Entropie) zu endzeitlichen schwarzen Löchern (höchste Entropie). Man benötigt also eine Vereinigung von Relativitätstheorie und Quantenmechanik, welche die niedrige Entropie des Urknalls erklären kann. Demnach verursacht nicht die Messung eines Quantenzustandes den Kollaps der Wellenfunktion, sondern die Schwerkraft.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl ich nicht die gesamte Mathematik verstanden habe. Penrose erklärt beinahe alles auch in Form einer Zeichnung (besonders bei Themen, die irgendwie Geometrie betreffen, sind diese genial); so kann eigentlich jeder einen Einblick in die moderne Physik und deren mathematische Grundlagen erhalten. Allerdings ist das Buch natürlich nicht so einfach zu lesen wie Hawkings populärwissenschaftliche Bücher ("Die illustrierte kurze Geschichte der Zeit" oder "Das Universum in der Nussschale"). Wenn ich zukünftig in anderen Büchern etwas nicht verstanden habe oder eine tiefer gehende Darstellung benötige, werde ich den Penrose gern wieder hervor holen. Dies ist das informativste Physikbuch, das ich bisher gelesen habe.
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am 3. August 2005
"The road to reality" gibt einen faszinierenden und breiten Überblick über die mathematische Physik des 20. Jahrhunderts. Sympathisch beginnt das Buch mit einem Vorwort, in welchem Professor Penrose versucht, Lesern die Angst vor dem Buch zu nehmen, welche meinen, sie könnten es nicht verstehen, da sie schon die Bruchrechnung nicht beherrschen.
Penrose schreibt, er habe nicht davor zurückgeschreckt, mathematische Formeln zu verwenden, obwohl es schreckliche Warnungen gab vor der absehbaren und ernstzunehmenden Abnahme der Leserzahl.
Er hat recht damit. Diese Inhalte sind letztlich nur verstehbar, wenn man die Mathematik dazu kennt. Er gibt daher in den ersten 16 Kapiteln eine Einführung in die benötigten modernen mathematischen Konzepte. Dieses geschieht so klug, daß ein abgestuftes Verstehen von "Ahnen was die Idee des Konzepts ist" über "Lernen wie die Mathematik funktioniert, und das zum Teil nicht nur ansatzweise, sondern vertieft" bis hin zur "Freude des Kundigen über die Schönheit des Dargestellten und der Darstellung" möglich ist. Letztere ist z.B. durchgängig von einem dezenten, aber anregenden Humor geprägt, welcher auch den der Mathematik ferner stehenden Lesern die Lektüre zur Freude werden läßt. Man kommt aber auch nicht umhin, die Freude des Autors an seinem Fach und der Schönheit seines Gegenstands mitzufühlen. Das Lernen wird erleichtert durch Aufgaben in drei Schwierigkeitsgraden.
In den folgenden 18 Kapiteln baut er auf diesem Fundament die Ideen der modernen Physik auf. Beginnend mit der Entwicklung der Geometrie von der Aristotelischen Physik zur Allgemeinen Relativitätstheorie folgt über die klassische Feldtheorie die Quantenphysik. Im Buch wird deutlich, daß diese didaktisch sinnvolle Reihenfolge auch seine Präferenzen widerspiegelt. Denn im Anschluß werden die Probleme dieser Theoriegebäude erläutert und die daraus resultierenden Probleme für die Herleitung der bislang nicht existenten, alles beschreibenden physikalischen Theorie abgeleitet. Er verheimlicht nicht, daß er eine Minorität vertritt, wenn er persönlich nicht glaubt, daß die Quantelung der Einsteinschen Feldgleichungen die Lösung liefern wird. Er führt aber in objektiver Detailliertheit zunächst die Konzepte der Quantengravitation, der Stringtheorien und des Einsteinschen Loop-Quantengravitations-Ansatzes vor. Danach stellt er seinen Twistoren - Ansatz dar.
Das Buch endet mit einem zusammenfassenden Ausblick und erst durch dieses Enden nach 1050 Seiten in der gebundenen Fassung von 2004, bei welchem man sich eigentlich noch eine lange Fortsetzung wünscht, bemerkt man, wie spannend die Wissenschaftsgeschichte des vergangenen Jahrhunderts verlief und welche spannenden Fragen Physik und Mathematik auch in Zukunft noch zu beantworten haben.
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am 12. Dezember 2004
The road to reality ist ein einzigartiges Werk.
Es stellt den Leser zwar teilweise vor harte Aufgaben(v.a. der mathematische Teil), die jedoch mit Matura(Abitur-)niveau überwindbar sind. Auch ohne Matura ist es mit Sicherheit kein Ding der Unmöglichkeit dieses Buch zu lesen und zu verstehen, da es auch in die notwendige Mathematik einführt. Es sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass Penrose' Stil mit dem von Hawking nichts gemeinsam hat. Im gesamten Buch gibt es kein Bild, aber dafür viele erklärende Skizzen. Die sprachlichen Vorraussetzungen sind weit unter den Naturwissenschaftlichen. Ein Wörterbuch ist allerdings empfehlenswert, jedoch bleibt dem Leser wohl kaum eine andere Möglichkeit als die Sprachbarriere zu überwinden, da es im deutschen Raum nichts vergleichbares gibt. Ich kann dieses Buch v.a. den Lesern empfehlen, denen normale populärwiss. Bücher zu oberflächlich sind und Lehrbücher zu anstrengend. Bevor man dieses Buch ließt sollte man schon andere populärwiss. Bücher gelesen haben. In Punkten wie Vollständigkeit und Sachlichkeit kenne ich kein besseres. Trotz seiner 1100 Seiten erweckt es keineswegs den Eindruck eines Nachschlagewerks, sondern den einer zusammenhängenden und aufbauenden Einführung in die vielfältigen Aspekte der modernen Physik.
Abschließend ist zu sagen, dass es sich lohnt etwas Zeit und Anstrengung in dieses beinahe konkurrenzlose Meisterwerk der Physik zu investieren. Daher 5 Sterne von mir für Penrose' Mut die Dinge beim Namen zu nennen und nicht um den heißen Brei zu reden.
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am 26. Februar 2005
It's a delicate balance for book: Encyclopedic vs well focused on a unifying theme!
Penrose succeeds admirably. It's not boring! Books like this are few and far between. Indeed, there are preciously few authors who manage to successfully guide beginning students into serious scientific topics; and even fewer who can see the big picture, and do it all. And then keeping our attention through more than 1000 pages! Penrose's book is inspiring, informative, exciting; and at the same time it's honest about what math and physics are. It is modest when modesty is called for. You are not cheated. You do get the equations (not just hand waving!), but you are gently prepared in advance, so you will want the mathematical formulae. Penrose's book is likely to help high school students getting started in science; and to inspire and inform us all. There is something for everyone: for the beginning student in math or in physics, for the educated layman/woman (perhaps the students' parents), for graduate students, for teachers, for scientists, for researchers; and the list goes on.
It is one of the very few books of this scope that is not intimidating. Not in the least!
I can't begin to do justice to this terrific book. Get it, and judge for yourself. I will also not give away the ending, other than saying that the title of the book is a good hint. And you will be able to form your own take, and your own ideas on the conclusion. Like with all good and subtle endings, they can be understood and appreciated at several levels.
I came across Penrose's book in my bookstore by accident, and I was at first apprehensive: The more than 1000 pages, and the 3.3 pounds are enough to intimidate anyone. But when I started to read, I found myself unable to put it down. And I didn't: Bought it; and I had several days of enjoyable reading. I am not likely to put it away to collect dust either. It is the kind of book you will want to keep using, and to return to.
It will not surprise that one of Penrose's unifying themes is the compelling and pleasing geometric images that underlie both the mathematics (roughly one third of the book: modern geometry, Riemann surfaces, complex functions, Fourier analysis, visions of infinity), and the physics: Cosmology (the big bang, black holes), gravity, thermodynamics, relativity (classical and modern: loop quantum gravity, twisters), and quantum theory (wave-particle duality, atomic spectra, coherence, measurements).
The pictures: In fact, this semester, I was just teaching a graduate course, and I had a hard time presenting of Riemann surfaces in an attractive way. It's a subject that typically comes across as intimidating in many of the classical books: Take Herman Weyl's book, for example. I also found it refreshing to see that Roger Penrose gave the many illustrations his own personal and artistic touch; as opposed to having flashy pictures generated by the latest in color-graphics and special effects. I think readers will relate better to Penrose's own illustrations: They isolate and highlight the core ideas and they are not intimidating: We sense that we ourselves would have been able to make similar pencil sketches. Or at least we are encouraged to try!
The common theme in the pictures serves to bring to life the underlying and fundamental ideas;--- another attractive feature of the book! It is otherwise easy to get lost in some of the equations, and in the encyclopedic panorama of topics. Review by Palle Jorgensen, February 2005.
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am 22. Januar 2007
Als faszinierter Leser von Penroses früheren Weltbestsellern "Computerdenken" (1991) und "Schatten des Geistes" (1995) wartete ich auf sein neues Buch "The Road to Reality" (2005) mit gespannter Vorfreude. Nach der Lektüre des Buches kann ich nur sagen: ein Meilenstein wissenschaftlicher Literatur!

Wohl selten ist eine Symbiose zwischen Lehrbuch und anspruchsvollster populärwissenschaftlicher Literatur so gut gelungen wie in diesem Falle. Der Untertitel "A Complete Guide to the Laws of the Universe" ist Programm. Penrose gelingt es in unnachahmlicher Weise den Leser in 34 Kapiteln auf über 1000 Seiten auf eine Reise durch die verschiedenen klassischen und modernen Errungenschaften der theoretischen Physik mitzunehmen. Eine weitere didaktische Meisterleistung ist hierbei die Fülle der außerordentlich instruktiven Diagramme, die die physikalisch-mathematischen Darstellungen in trefflicher Weise ergänzen und die Anschauung fördern. Wohl selten kam Goethes berühmtes Faust-Zitat so eindrucksvoll zum Tragen wie in diesem meisterhaft geschriebenen Buch:

"Erkennest dann der Sterne Lauf,

Und wenn Natur dich unterweist,

Dann geht die Seelenkraft dir auf,

Wie spricht ein Geist zum andern Geist!"

Dr. Matthias Leinweber, Wettenberg den 22.01.07
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am 12. November 2013
Roger Penrose hat mit „The Road to Reality“ eine Art Kompendium der mathematischen Physik vorgelegt, mit dem ehrgeizigen Ziel das gesamte Rüstzeug zu präsentieren, um die heutigen Theorien der Physik, die eine fundamentale Beschreibung der Realität liefern, – jedenfalls im Prinzip – verstehen zu können.

Theoretische Physik wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts immer abstrakter, d.h. es werden immer komplexere Bereiche der Mathematik nötig, um die fortgeschritten Theorie überhaupt formulieren zu können; dabei haben Relativitätstheorie und Quantenmechanik – beide wurden bereits in ersten Viertel des letzten Jahrhunderts entwickelt – mehr über Raum, Zeit und Materie enthüllt, als es 2000 Jahre Philosophie vermocht haben.

Die 'übliche' Weise moderne Physik einem größeren Auditorium zu vermitteln, sind Sachbücher, wie die von S. Hawking, P. Davis, J. Barrow oder B. Green nur um einige zu nennen, die sich wohl verdienter Weise großer Beliebtheit und Verbreitung erfreuen, leider weichen diese Darstellung – mit unter im entscheidenden Moment – in Metaphern aus, z.B. wird das oft zitierte Gummituch als Gleichnis für die gekrümmte Raumzeit der Relativitätstheorie bemüht. Das ist natürlich keine üble Absicht, um die Dinge genauer zu verstehen, ist ein gewisses Maß an Einsicht in mathematischen Zusammenhänge unerlässlich; aber jeder Formel in einem Sachbuch halbiert die Verkaufszahlen – wie es Hawking in der Einleitung seiner „... kurzen Geschichte der Zeit“ kolportiert.

Aber es gibt sicher ein 'Publikum' für eine differenziertere Sicht, abgesehen von Fachwissenschaftlichern, Leonard Susskind hält seit Jahren Vorlesungs- Zyklen 'The Theoretical Minimum' zu allen Bereichen der Theoretischen Physik im Rahmen des Continuing Studies Program der Stanford Universität, das interessierten Nichtakademikern die Gelegenheit bietet, spezielle Kurse zu hören, die aber durchaus akademischen Ansprüchen genügen. Diese Kurse wenden sich unter anderem an all jene, die bereits einmal ein Studium absolviert haben, dann diverse Jobs ausgeübt haben, um am Ende wieder den faustischen Drang , zu hören “...was die Welt im innersten zusammenhält...“.

Gerard t'Hooft hat aus ähnlich Gründen eine Webseite zu Thema „How to become a GOOD theoretical physiscist“ zusammen gestellt, mit Material, das zu wissen notwendig ist, wenn man einen 'Fuß' auf das Terrain der theoretisch Physik setzen mag, auch außerhalb des üblichen universitären Umfelds, das ist – nicht zuletzt dank des Internet – keine Unmöglichkeit.

Genau in diese Richtung zielt auch das vorliegende Buch, man darf sich nicht der Illusion hingeben hier ALLES zu finden ist, was man zum Verständnis der theoretischen Physik benötigt, vieles ist angerissen, aber um es tatsächlich zu Verstehen, wird man wohl je nach Topic noch etliche Fachbücher konsultieren müssen; aber das Werk stellt einen wundervollen Leitfaden dar, der den interessierten Leser mit dem notwendigen Überblick und der Zusammenschau der verschieden Themen versieht.

Unter diesem Gesichtspunkt ist das Werk einzigartig, der Autor müht sich um präzisen Darstellungen, ohne sich in unnötigen Formalismen zu verlieren, er ist bemüht die verschieden Konzepte stets zu motivieren, so dass sich für den geduldigen Leser ein roter Faden spannt; die Kapitel sind mit vielen Beispielen versehen, jedes Kapitel wird mit weiterführenden Notes abgeschlossen, und die Bibliographie verweist auf ein Unzahl spezieller Textbooks und Original Papers.
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am 30. September 2006
Hatten Sie als mathematisch leidlich vorgebildeter interessierter Laie in den modernen Naturwissenschaften auch schon mal Fragen wie: Was sollen die komplexen Zahlen in der Quantentheorie? Was macht Einstein mit diesen Tensoren? Was hat es mit den Symmetriegruppen in der Teilchenpysik auf sich? Penrose macht sich die unglaubliche Arbeit, wirklich alle mathematischen Grundlagen zu erklären, und nicht einfach Begriffe hinzuknallen und dann kokett zu behaupten, das Buch setze mathematisch nicht voraus. Und auch inhaltlich diskutiert er unglaublich viel und breit: die Grundlagen moderner Physik, die wichtigsten Gebiete (Quantentheorie, Teilchenphysik, Relativitätstheorie, Kosmologie), die letzten Entwicklungen, die konkurrierenden Ansätze zur Quantengravitation. Und zwar nicht nur seine eigene Twistor-Theorie, sondern auch Stringtheorie und Loop-Quantengravitation. Ich werde wohl so zwei Jahre an diesem Werk zu arbeiten haben. Aber wenn es auch nur ansatzweise so gut ist, wie es bis jetzt aussieht, dann hat es das Zeug zu einem Klassiker. Ich dachte eine Zeit lang, die jüngeren Könnern, speziell Lee Smolin (auch unbedingt zu empfehlen: dessen neues Buch "The trouble with physics"), wären allen anderen davongezogen, aber Penrose holt mit diesem Gewaltschlag noch mal auf.
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am 8. Juli 2007
Dieses Buch ist wirklich hervorragend, es setzt allerdings erhebliche Kenntnisse in Mathematik und Physik voraus. Es gelingt Roger Penrose jedoch, vom "Einfachen" zum "Schweren" zu führen, um Leser und Leserin mit dem heutigen Stand des mathematisch-physikalischen Weltbildes vertraut zu machen. Seine einleuchtenden Erklärungen und didaktischen Vorgehensweisen suchen in der wissenschaftlichen Literatur ihresgleichen. Sein verständlicher Stil und fachlicher Umfang, wenngleich andere Themenschwerpunkte, erinnern mich an sein "The Emporer's New Mind" und an "Gravitation" von Misner, Thorne, Wheeler und "Gödel, Escher, Bach" von Hofstadter, ebenfalls herausragende Bücher. Wenn möglich würde ich 6 Sterne vergeben.
Dr. Bernd Sonne (Physiker)
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