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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
3
4,7 von 5 Sternen
The King Is Fat'N'Old
Format: MP3-Download|Ändern
Preis:8,99 €

am 9. Oktober 2010
"You smile at me from portraits
omnipresent. Your brand in every gadget
supported by your fans
serene they talk to me
with calm of who is beyond all
without he knows anything

things go strange
the avalanche swells
what an unexpected success
when you invented the story we know
you were just trying to save your ass"

(Auszug aus "Neverending Mary")

Man stelle sich diesen lyrischen gestreckten Flugtritt in die Eier eines beliebigen gläubigen Christen nun vor dem inneren Ohr süßlich pathetisch im Stile von Killswitch Engage gesungen vor.
Das hilft entschieden, den Brocken zu verstehen, den die italienische Band Destrage uns hier mit ihrem zweiten Album "The King Is Fat'N'Old" vor die Füße spuckt.
Menschliche Selbstüberhöhung heißt das Ziel und Destrage nehmen es mit heftigen Geschützen aufs Korn und beschränken sich dabei mitnichten auf den Aspekt der Religion.
Hinter den ironischen, teils kryptisch metaphorischen Texten lauern beißende sarkastische Kommentare auf jeden Teil der Gesellschaft, deren giftige Aussage gekonnt musikalisch inszeniert und ironisch konterkariert wird.

Gerade musikalisch macht der Fünfer keine Gefangenen... und das ist für die potentiellen Gefangenen vermutlich auch besser so.
Ohne Rücksicht und stets mit einer gewissen Prise Selbstironie in Timing und Kontrast der Stilmittel schwenken die Recken zwischen Neo Thrash, Death Metal, Metalcore, Alterna Metal und Cock Rock hin und her. Je nachdem, was gerade inszenatorisch sinnvoll ist, die bissigen Zeilen am besten stützt aber teilweise auch je nachdem, was gerade am unpassendsten scheint. Das Wirrwarr hat Prinzip, einen klaren Aufbau, der sich erst nach mehreren Durchläufen erschließt.
Bestes Beispiel ist "Smell You Later Fishy Bitch", eine biestige Ode auf die Instrumentalisierung von Menschen zur Befriedigung "niederer" Instinkte. Was mit ein paar Takten Death Metal mit tief grollenden Riffs und rasendem Blastbeat anfängt, wird kurz darauf zu Sikth-eskem Progressive mit schneidenden atemlosen Screams auf synkopiertem Stakkato, nur um dann in den akustischen Refrain überzugehen, dann eine Passage frenetischen Post Hardcores aufzufahren und das Schema zu wiederholen und anschließend den Refrain zu einer nachdrücklichen Rockballade auszubauen. Verziert, nach kurzem Jazz/Death Gefrickel, mit Meshuggah-eskem Tiefstimm-Geholze in einem absurd platzierten Breakdown, um das Lied schließlich mit einem Showoff-Gitarrenlauf abzuschließen.
Der Song folgt einem nachvollziehbaren Schema, wobei jedoch jeder Part einen anderen Stil auffährt und der Refrain in einem geradezu bösartig hintersinnigen Kontrast zum textlichen Inhalt steht.
Jeder Song hat seinen ganz eigenen Stilmix und sein eigenes Thema, was das Album streckenweise anstrengend aber auch sehr abwechslungsreich macht.

Die fünf Musiker schultern den Stimix (wenn denn dieser Begriff das Vorgetragene noch ergreifen kann) dabei ohne Makel. Die Gitarristen Gioia und Salati frickeln, holzen, grinden, schroten und rocken was das Zeug hält, Drummer Paulovich trommelt seelenruhig zwischen Blastbeat, Offbeat und südländischen Rhythmen, Bassist Pignata stützt die Vorstellung mit dynamischen Linien und Sänger Colavolpe schreit, growlt, rotzt und singt aggressiv, sicher und nachdrücklich seine hintergründigen Zeilen dazu.
Präsentiert wird all der musikalische Wahn in erdig rockiger aber auch sehr differenzierter Produktion.

Verpackt in einem Potporee kontemporärer Metalstile, das die Songs aufs erste Hören fast klingen lässt, wie Medleys, zelebrieren Destrage mit "The King Is Fat'N'Old" das Einreißen erstarrter Mauern. Hinter scheinbar wirrem Stilhopping verbergen sich systematische Irritation und Kontrastierung und, dadurch transportiert, beißender Sarkasmus; was es letztendlich auf eine hinterhältige Weise direkt und extrem offensiv macht.
Lediglich einige tatsächlich allzu zerfahren geratene Passagen schmälern das durchgehende Hörerlebnis etwas, was dem Album jedoch auch nicht den Status des Geheimtipps für aufgeschlossene und nervenstarke Metaler nehmen kann.
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am 5. September 2011
Für mich sind Destrage definitiv die größte Metal-Hoffnung dieses Jahr! Als großer Fan von Disarmonia Mundi hat mich die zweite große (persönliche) Entdeckung aus Italien echt umgehauen.
Endlich mal eine Band die es nicht nur versteht gerade heraus auf die Fresse zu spielen, sondern auch vor äußerst vertrackten Melodien, frickeligen Solos und getragenen Akustik-Parts nicht halt macht. Und das alles mit einem Spaß am Spielen, der sich ohne Zwischenstop auf die Zuhörer überträgt.
Einfach genial: Ich bin gespannt, was die Mailänder Melodic-Death-Metal-Frickler von Destrage uns noch bescheren werden!

Endlich mal wieder Metal mit Ideen, Herz und handwerklicher Finesse!
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am 3. Dezember 2015
Ich finde die CD wirklich gut, man muss sich allerdings erst einmal reinhören..die Lieder sind technisch auf sehr hohem Niveau und allesamt sauber eingespielt.
Destrage kombiniert viele Musikstile in den Liedern und schafft daraus einen eigenen wiedererkennbaren Sound.
Dabei benutzen sie sämtliche Rythmus Variationen.
Ich denke die Band ist wirklich einzigartig und alleine schon für das Talent aller zu hörenden Musiker überzeugt.
Von mir gibt's ne klare Kaufempfehlung!
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