Sale Hier klicken Jetzt informieren PR Evergreen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle Alexa BundesligaLive



am 21. August 2016
Buch: The Immortal Rules
Reihe: Blood of Eden (Teil 1)
Autorin: Julie Kagawa
Genre: Vampirroman, Dystopie, Post-Apocalypse, Dark Fantasy, Romantasy, Young Adult
Seiten: 457
Sprache: englisch
Deutsche Version: Unsterblich - Tor der Dämmerung

Kurze Zusammenfassung in meinen Worten:

Allison Sekemoto lebt in den Trümmern am Rande einer Vampir-Stadt. Die Suche nach Essen und Angst, von den Vampiren entdeckt zu werden, sind ihr täglicher Begleiter. Sie verachtet nichts mehr, als die untoten Regenten der Stadt, die Menschen wie Tiere behandeln und Blutzoll von ihnen verlangen. Doch als sie von Rabids – Zombie-ähnlichen Wesen – angefallen wird, ist ihre einzige Chance zu überleben, in einen Vampir verwandelt zu werden. Kann sie sich damit abfinden, nun zu den Wesen zu gehören, die sie über alles hasst? Wird sie selbst zu einem Monster und fällt sogar ihre Freunde an oder kann sie sich zumindest einen Teil ihrer Menschlichkeit bewahren?

Klappentext:

englisch:

To survive in a ruined world, she must embrace the darkness…

Allison Sekemoto survives in the Fringe, the outermost circle of a walled-in city. By day, she and her crew scavenge for food. By night, any one of them could be eaten. Some days, all that drives Allie is her hatred of them—the vampires who keep humans as blood cattle. Until the night Allie herself dies and becomes one of the monsters.

Forced to flee her city, Allie must pass for human as she joins a ragged group of pilgrims seeking a legend—a place that might have a cure for the disease that killed off most of civilization and created the rabids, the bloodthirsty creatures who threaten human and vampire alike. And soon Allie will have to decide what–and who–is worth dying for…again.

deutsch:

Nur sie kann die Menschheit retten.

Unsere Welt ist in Dunkelheit getaucht. Die Menschen sind zu Gefangenen geworden. Nur wer sich an die Regeln hält, hat eine Chance zu überleben. Doch die junge Allison will sich nicht mehr an diese Regeln halten. Sie fordert das Schicksal heraus und lehnt sich gegen ihre Unterdrücker auf – mit ungeahnten Folgen.

Grenzen, Mauern und Verbote gehören zum Alltag der 17-jährigen Allison, seit sie denken kann. Denn sie wächst in einer Stadt auf, in der die Menschen von den Vampiren regiert werden, grausamen Fürsten der Nacht. Sie haben sich eine Luxuscity errichtet und lassen ihre Gefangenen, die ihnen regelmäßig Blutzoll schulden, für sich schuften. Jeder kleinste Verstoß gegen die Regeln wird geahndet, und Allison erfährt schon früh, dass ihr Leben nicht viel wert ist. Als sie vor die Wahl gestellt wird, zu sterben oder ihren Unterdrückern gleich zu werden, entscheidet sie sich für den Weg der Unsterblichkeit – und hoff t, nun endlich unangreifbar zu sein. Doch vor den Toren der festungsartig abgeriegelten Stadt lauert etwas, vor dem sich sogar die Vampire fürchten …

Beide Klappentexte klingen interessant und machen mich neugierig auf das Buch.

Schreibstil/Text:

Die Geschichte wird aus Allies Sicht in der Ich-Form erzählt. Man erhält einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Außerdem bleibt der Vampir Kanin dadurch mysteriöser, was ich in diesem Fall sinnvoll finde.

Der Schreibstil ist flüssig und gefällt mir. Es gibt nur wenige Wortwiederholungen, was mich besonders gefreut hat.

Was Fehler angeht, hat, glaube ich, 1-2x ein Wort gefehlt. Für ein ganzes Buch ist das nicht viel.

Charaktere/Beziehungen:

Allison ist eine Protagonistin nach meinem Geschmack. Durch ihr hartes Leben ist sie abgehärtet und wurde zu einem starken Charakter. Sie traut sich einiges und gibt nicht auf. Ich konnte nicht alle Entscheidungen, die sie getroffen hat, nachvollziehen, aber die meisten schon.

Kanin ist ein interessanter Charakter. Ich habe zwar schon früh vermutet, was es mit ihm und seiner Vergangenheit auf sich hat, aber das fand ich nicht schlimm. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie die Geschichte um ihn im 2. Band weitergeht.

Zeke ist ein liebenswerter Kerl. Ich mochte ihn gleich. Es ist wahrscheinlich auch schwer, ihn nicht zu mögen. Trotzdem habe ich es irgendwie nicht geschafft, so richtig mit ihm und Allison mitzufiebern und zu hoffen, dass sie zusammenkommen. Ich mag sie als Paar, aber ich bin nicht restlos begeistert. Naja, mal abwarten, was in den nächsten Teilen passiert.

Von den Nebencharakteren mochte ich ein paar, einige waren mir ziemlich egal, andere konnte ich nicht ausstehen, aber solche braucht man ja auch. :-))

Handlung:

Die Handlung und vor allem die Welt, in der Allison lebt, finde ich sehr interessant und mal etwas anderes. Die Vampire ähneln zwar denen aus den meisten Geschichten, aber die Rahmenbedingungen sind ungewöhnlich für einen Vampirroman. Eine Krankheit hat einen Großteil der Menschheit ausgerottet und Zombie-ähnliche Kreaturen erschaffen. Vampire sind an die Öffentlichkeit gegangen und haben die Vorherrschaft in einigen Städten übernommen. Es ist ein Mix aus Vampirroman und post-apokalyptischer Dystopie. Sehr interessante Idee.
Obwohl ich ein paar Dinge vermuten konnte, gab es auch Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. An manchen Stellen hat sich die Geschichte ein bisschen gezogen, aber meistens war es spannend. Für mich war es schwierig, das Buch wegzulegen, da ich immer wissen wollte, was als nächstes passiert.

Ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

Fazit:

Ein wirklich gutes Buch mit einer tollen Protagonistin und einer interessanten Handlung. Leider konnte ich mich nicht ganz für die Liebesgeschichte begeistern und hätte mir teilweise gewünscht, dass mehr passiert, deshalb gibt es einen kleinen Punkt-Abzug von mir.

Ich empfehle das Buch allen Liebhabern von Vampirgeschichten und Dystopien.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 7. August 2014
Ich habe ehrlich gesagt nichts besonders Gutes erwartet und mich mit dem Inhalt im Vorhinein nicht besonder vertraut gemacht. Gerade darum hat es mich positiv überrascht. Endlich mal kein 200 Seiten TeenieFantasy Roman, in dem alles gleich abläuft. Es gibt zwei Parellelen: Zun den AshesBüchern (weil veränderte Welt, in der es kaum noch Technik gibt, dafür verseuchte Zombies, die vor den Städten und in dunklen Wäldern warten) und zur AmorTriologie (wegen den verwahrlosten Unregistrierten und anderen Einzelkämpfern, die versteckt in den Stadträndern bzw. außerhalb der Städte leben und um ihr Überleben kämpfen). Allerdings geht es eben um Vampire, also doch irgendwie etwas anderes.
Achtung Spolier!: Was mich etwas überrascht hat, war dass die Liebesgeschichte nicht zwischen Kanin, Allies Vampirschöpfer und Allie selbst entsteht, sondern zwischen Allie und einem menschlichen Jungen, den sie nach ihrer Flucht aus N.C. trifft. Auch ist es keine glatte, schöne Liebesgeschichte - sondern durchzogen von vielen Tiefen. Es fließt sehr viel Blut (wie in Ashes) und Allie entwickelt sich zu einem starken Vampir - sie beschützt Zeke (den Jungen) und nicht umgekehrt. Zumindest meistens. Die Persönlichkeiten sind gsd nicht nur schwarz und weiß und manche Monster werden im zweiten Teil sogar recht symphatisch.
Das einzige, das mich stört, ist diese Rückradlosigkeit der ganzen Menschheit in dieser Geschichte. Ja - die meisten Menschen sind wohl so - aber eine Bande, die außerhalb der ganzen Vampirmeute lebt und sich trotz des ständigen Hungers und der Kälte wehrt, sich diesem System unterzuordnene - denen traue ich doch mehr zu, als sich ständig gegenseitig auszuliefern (dann könnten sie auch gleich zu den Vampiren gehen). Und - wo sind die ganzen Kinder? Im Prinzip kommen nur zwei Kinder vor - diejenigen, die mit Zeke reisen. Aber es muss doch auch andere geben? Babies? Familien? Wenn es kaum noch Nachwuchs gibt (was verständich wäre), wäre es trotzdem gut, ein zwei Worte darüber zu verlieren. Denn im Prinzip besteht die Welt nur aus halbwüchsigen Fringeleuten und älteren Vampiren. Ahja - nicht zu vergessen, die ganzen Rapids (Zombies), die ja eigentlich einmal Menschen waren - also müssten auch da Kinder dabei sein?
Nunja - das ist in Wahrheit kein wirkliches Problem. Die Geschichte ist auf jeden Fall wirklich gut und hat Potential, das sie hoffentlich nicht verspielt. Bin schon in der Mitte des zweiten Teils - absolut empfehlenswert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 26. April 2014
Das Buch hatte ich schon für eine längere Zeit auf meinem Radar und irgendwann habe ich dann einfach zugeschlagen und auch gleich angefangen zu lesen. Leider muss ich sagen, das sich nicht ganz so begeistert war, wie erhofft.

Allie ist an sich eigentlich ein ganz sympathischer Charakter, aber irgendwie fand ich sie etwas langweilig. Sie ist zwar eine sehr starke Person, jedoch trotzdem sehr typisch. Sie jammert sehr viel und bedauert ihr Vampir-Dasein. Das fand ich auf die Dauer etwas nervig. Ich hätte mir gewünscht, dass sie grausamer gewesen wäre. Das hätte sie wirklich von anderen Protagonisten dieses Genres unterschieden.

Die Handlung an sich hätte ich mir etwas actionreicher vorgestellt. Leider war dem nicht wirklich so. Hier geht es eher um die Gefühlswelt der Protagonistin. Normalerweise mag ich sowas ja auch, aber hier bin ich einfach mit den falschen Erwartungen herangegangen.

Am besten hat mir Kanin als Charakter gefallen, also Allies Schöpfer. Er ist wirklich eine sehr interessante Persönlichkeit und hat einiges zu verbergen. Ich hätte gerne mehr über ihn erfahre, das geschieht aber wohl erst im Folgeband.

Die Liebesgeschichte fand ich nicht ganz so mitreißend. Ich konnte leider nicht wirklich mitfiebern, obwohl ich den Love-Interest eigentlich ganz sympathisch fand. Jedoch fand ich die Romanze recht unspektakulär.

Insgesamt ein ganz gutes Buch für zwischendurch, jedoch kann ich hier nicht sagen, dass dieses Buch ein Muss für jeden Bücher-Liebhaber ist. Ich finde, es ist sehr gut für zwischendurch geeignet und außerdem scheinen ja sehr viele von dieser Buchreihe total begeistert zu sein.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 26. März 2014
Am Anfang hatte ich so meine Probleme mit diesem Buch. Es begann sehr spannend, etwa in der Atmosphäre von "The Hunger Games" (was ich sehr geliebt habe). Die Charaktere entwickelten sich dann leider für meinen Geschmack zu einseitig. Insbesondere Allisons Sire und Mentor gab sich gähnend langweilig mit seinem von vorn herein heiligen, ewig mit sich selbst hadernden Gehabe. Dass die mutige Allie vor so viel Berechenbarkeit Angst haben sollte, leuchtete mir nicht recht ein, Vampir hin oder her.
Andererseits war die Zukunftswelt, in der das Ganze spielt, insgesamt spannend und in sich stimmig beschrieben (wenn auch ohne den Tiefgang von "The Hunger Games"). Und Allison selbst ist eine sympathische, sehr authentische Figur -- ihr nehme ich die innere Zerrissenheit vollkommen ab.
Allie war es wohl auch, die mich dann doch neugierig darauf machte, wie es weitergeht. Ich hoffe noch immer, dass sich aus dem Pool der vielen (immer nur) guten und (immer nur) bösen Gestalten irgendwann ein wirklich faszinierender Charakter (außer Allie) entwickelt. Der zweite Band (The Eternity Cure), den ich gerade lese, bietet jede Menge Potenzial dafür -- ich hoffe, ich werde nicht enttäuscht!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 24. Juni 2013
The young orphan Allie lives in the "Fringe", the run-down outer districts of the city New Covington - one of the last cities on earth still populated by humans. A terrible disease has almost wiped out humanity sixty years prior. But the humans are not alone in New Covington... Vampires rule the city, the all-powerful Masters whose whims decide over life and death. To them, humans are little more than servants, pets or food.

The registered humans pay with their blood twice a month for food rations and some degree of security. The Unregistereds, like Allie and her gang, have to fight for their lives day after day. Hunger and the vampires are not their only enemies - there are also the Rabids, insane zombies lusting for blood, who lurk in the dark ruins surrounding the city. Only the desperate dare go there, past the wall protecting New Covington, on their search for food and items that can be traded for clothes and other necessities.

Allie is half-starved and desperate enough to brave the ruins... And then she makes the find of her life: a trapdoor, leading to a cellar full of canned food! There's enough to last her and her friends for months... The prospect of such a long time with a blissfully full stomach makes them careless. Even though darkness is fast approaching -and with it the time when the Rabics come out of their hiding places-, they try to carry their treasure back to the city before some other scavenger can steal it from them.

A fatal decision that changes Allie's life in the cruelest way imaginable, within one single night. It's the start of a long, dangerous journey for her.

Pros:
There are more vampire novels than you can shake a stake at, and dystopian novels are popping up all over the place, too - but Julie Kagawa has managed the awe-inspiring feat to mix them together and create something completely new. The world she leads us into is alien and menacing, full of inhuman creatues, but still believable and densely constructed. The author describes everything in such vivid detail that I often felt like I could not only SEE what was happening, but also smell, feel and hear. The action scenes especially felt almost like watching a movie, so easy was it to "see" in my head what was going on.

I liked the writing style a lot: easy and fluid to read, but never predictable.

The story gripped me from the very first page. In my opinion, the suspense was maintained even in the calmer parts of the novel. And I was so happy that the vampires were real vampires who don't sparkle...

In my eyes, Allie is a great main character with some serious flaws and rather sharp edges, who is still likable enough to find her way into your heart. She is brave, intelligent and full of a wild, determined energy. Her difficult life has made her harsh and sometimes even a bit calluous. She's fiercely loyal towards her friends, and willing to risk her life for them - but she has learned over the years that she has better chances of survival if she doesn't care about other people's problems as well.

Most of the minor characters were full of life and three-dimensional. True, you don't learn a lot about Kanin the vampire, but that makes sense for how his character is portrayed: closed-off, guarding his secrets. I hope that we'll learn more about him in the next book!

There is no love triangle, hooray! (I'm so fed up with love triangles!)

Cons:
Umm, there's precious little that comes to mind. I have to admit that I wasn't that fond of Zeke; for a young man who has grown up in such a bleak, dangerous world, he seemed a bit overly naive and soft-hearted.

Summary:
This book had me glued to my Kindle and I read it in one go! I'll definitely pick up the next novel in english rather than wait for the german translation - I can't wait!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 6. Juni 2013
"I really had done the unthinkable. I'd become that which I hated most in the world. A vampire." (S. 75)

Inhalt:

Allison Sekemoto - kurz Allie - lebt in einer Welt in der die Vampire herrschen. Sie halten sich die Menschen als Nutztiere, die regelmäßig Blut abgeben müssen. Zu Beginn des Buches wird die 17jährige Allie - als sie kurz vor dem Sterben ist - aus Angst vor dem Tod auf ihren Wunsch in einen Vampir verwandelt. Nun muß sie damit zurecht kommen ein Wesen zu sein, das sie hasst...

Die Buch-Abrechnung:

+ Weltbild: Die Autorin Julie Kagawa lässt sich Zeit ihr Weltbild zu erläutern und das macht sie sehr gut. Es ist wirklich durchdacht, gut strukturiert und interessant. Bei anderen Büchern, die in der Zukunft spielen, wird die Erklärung einfach oft durch "Virus" oder "Welt-Krieg" abgetan. Auch hier steckt ein Virus dahinter, dass sich die Welt so verändert hat, aber alles ist gut erklärt und die Welt entsprechend darauf aufgebaut.

+ Böse Vampire: Nach einer Welle der netten Vampire (hallo Twilight), sind die Blutsauger in "The Immortal Rules" / "Unsterblich - Tor der Dämmerung" erfrischend böse. Das war für mich erstmal eine willkommene Abwechslung, wenn auch nichts komplett Neues. Warum das Konzept für mich jedoch nicht ganz aufging, werde ich im weiteren Verlauf der Buch-Abrechnung erläutern.

+ Toller Einstieg: Der Beginn des Buches hat mir recht gut gefallen. Wie schon erwähnt wird man in die Realität von Allie eingeführt. Auch Allies Verwandlung und damit einhergehende Lebensumstellung waren so weit ganz interessant zu lesen.

- Liebesgeschichte: Erstmal möchte ich positiv hervorheben, dass es in diesem Band kein Liebes-Dreieck gibt - anders als in so vielen anderen Büchern dieses Genres. Dafür hat mich die Liebesgeschichte ansich nicht wirklich überzeugt. Der männliche Part ist einer von der Sorte "zu nett für diese Welt" und so konnte ich den ersten Anreiz zwischen den beiden nicht spüren (außer man steht auf die Kombination, dass beide ja sooo nett sind). Zwar treten irgendwann Schwierigkeiten auf, aber dies habe ich recht emotionslos gelesen, da ich einfach nicht in die Gefühle der beiden abtauchen konnte. Es gab für mich keine Leidenschaft zwischen den beiden, keine prickelnde Chemie und keine Anziehung.

- Entwicklung von Allie: Leider hat es mir nicht so recht gefallen wie Allie sich entwickelt hat. Da ist man froh über etwas bösere Vampire, aber hey: Die Protagonistin will eben nicht ein solcher sein. Sie war mir viel zu oft menschlich, zu nett, zu gut. Richtige Probleme hat sie auch nicht. Sie muß vielleicht mal kurz gegen etwas ankämpfen, hat sich aber ständig unter Kontrolle, schlägt nie über die Stränge. Ja, sie findet sogar eine Menschengruppe, denen sie sich anschliesst, die praktischerweise nachts durch die Welt wandern. Das war mir alles zu glatt. Selbst in extremen Situationen reagiert Allie nicht nach ihren neuen Vampirinstinkten, sondern menschlich, brav und langweilig *gähn*! Das fand ich echt schade.

- Etwas zu lang: An manchen Stellen fehlt einfach Tempo und Spannung. Teilweise war es für mich zu zäh und ausführlich, so dass ich zwar nicht oft, aber dennoch stellenweise, geneigt war, einige Seiten nur zu überfliegen. Hier hätte doch ein bißchen was gekürzt werden können und nicht jede Szene hätte so ausschweifend sein müssen. Das hätte der Geschichte nicht geschadet und wäre sogar positiv gewesen, um die Aufmerksamkeit der Leser (oder zumindest meine) zu halten.

- Die Story: Leider ist auch der Plot ansich für mich zu schwach. Nachdem die Autorin eine tolle und glaubwürdige Welt erschaffen hat, habe ich mir von der Geschichte mehr erhofft. Doch diese ist recht lasch und besteht aus Allies Verwandlung und der damit verbundenen Umstellung ... und danach erfolgt ziemlich ziel- und planloses Rumwandern in der Welt (natürlich gibt es hier eine Geschichte, die dahinter steckt - die ich jedoch nicht erzähle, da ich nicht spoilern will). Mir hat der Pfiff und das gewisse Etwas gefehlt. Ich habe mir einfach mehr erwartet.

FAZIT: Ein durchwachsener erster Band. Julie Kagawa punktet - wie auch bereits in ihrer Iron-Fey- / Plötzlich-Fee-Reihe - mit ihrer wunderbar ausgearbeiteten Welt. Doch die Story, die Charaktere und auch die Liebesgeschichte haben in diesem Buch teilweise deutliche Schwächen. Der Start in den ersten Band ist toll, doch dann lässt es nach. Alles in allem ist der Auftakt leider nicht so überragend spektakulär wie erwartet. Aber zumindest lässt das Platz für eine Steigerung im zweiten Band?! (Hoffentlich!).
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 10. Januar 2013
Ich glaube, die meisten von euch werden mir zustimmen wenn ich sage, dass das Vampir-Genre schon ziemlich "verbraucht" ist. Ich hatte lange genug von schlechten Twilight-Abklatschen und denselben, sich wiederholenden Geschichten. Als ich dann erfahren habe, dass eine meiner Lieblingsautorinnen an einer neuen Geschichte schreibt, war ich natürlich gleich Feuer und Flamme, bis ich mitbekommen habe, dass es eine Vampir-Geschichte ist. Vampire in einem dystopischen Setting? Ich war skeptisch, aber auch gleichzeitig hoffnungsvoll, denn wenn das eine schafft, dann doch wohl Julie Kagawa.

Aber hat sie diese äußerst komisch anmutende Mischung auch gut umgesetzt? Ja sie hat :)!

In The Immortal Rules werdet ihr Vampire auf eine Art und Weise erleben, wie ihr sie noch nicht kennt. Ja, auch hier sind die Vampire die Bösen, aber sie leben nicht versteckt oder glitzern vor sich hin - nein, sie regieren die Welt und haben sich die Menschen unterworfen. Das Leben als Vampir-Snack ist für die Menschen nicht schön, aber als ein Unregistrierter, so wie Allison das ist, ist es noch viel schlimmer.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und so bekommt man recht schnell ein gutes Bild von Allie. Anfangs scheint sie etwas herzlos und kratzbürstig zu sein, aber betrachtet man die Umstände, so ist das wohl mehr als verständlich. Dennoch ist sie äußerst sympathisch, denn sie hat ein großes Herz für andere und eine gute Moral. Da sie die Vampire um jeden Preis meidet, bekommt man von ihnen auch gar nicht so viel mit - der erste große Unterschied zu den anderen Vampirgeschichten.

Man wird also in Allies Leben eingeführt, erlebt hautnah mit, wie gefährlich es ist und wie schrecklich sich manche Menschen verhalten können. Es ist mitreißend, aufwühlend und echt schnell wegzulesen. Kaum hat man sich aber an alles gewöhnt, ändert es sich auch schon wieder.

Allie wird selbst zu einem Vampir (und da verrate ich euch nicht zu viel, denn das steht auch im Klappentext). Hier findet sich also der zweite große Unterschied zu vielen anderen Büchern: Das Mädchen ist der Vampir, nicht der unglaublich gut aussehende Kerl. Nach Allies "Verwandlung" flacht die Spannung des Buches erst mal ab. Gemeinsam mit Allie und ihrem "Mentor" lernt man vieles über die Kreaturen der Nacht und die Geschichte des Landes. Allie sieht sich mit einer Seite von ihr konfrontiert, vor der sie sich fürchtet und die sei deshalb zu meistern lernen muss. Da man ihre Gedanken aus erster Hand mitbekommt, fällt es leicht, mit ihr mitzufühlen. Manerlebt hautnah, wie sie sich entwickelt, und das zum Guten hin, obwohl sie doch eigentlich eine "schreckliche" Kreatur ist.

Es folgt ein Abschnitt, der erst mal nicht so spannend, aber dennoch mitreißend ist, weil man darin viel Neues lernt und auch auf neue Charaktere trifft. Denn, wie sollte es anders sein, für eine Liebesgeschichte braucht man ja auch einen männlichen Gegenpart. Zeke ist ein Mensch, und zwar ein von Grund auf ehrlicher und mitfühlender. Dennoch kommt er nicht wie ein "Weichei" rüber, sondern eher wie jemand, dem Respekt gebührt und den man sich als Vorbild nehmen sollte und das finde ich besser als so einen zwielichtigen Kerl, der anderen beim Schlafen zuguckt...

Allie und Zeke sind ein wirklich außergewöhnliches Duo, bei dem mich alles überzeugen konnte. Die Chemie stimmt, das Timing, die Dialoge und sogar die Tatsache, dass es zu wirklich schwierigen Situationen kommt, in denen Entscheidungen gefällt werden müssen. Ja manchmal ist es ein großes Drama, aber das ist mir tausend Mal lieber als Rumgeschmachte oder, noch schlimmer, eine Dreiecksbeziehung.

Nach dem etwas ruhigerem Mittelteil folgt dann der letzte Teil des Buches, der es echt in sich hat! Sowohl liebestechnisch, als auch abenteuerlich. Es wird rätselhaft, aufwühlend, spannend und einfach mitreißend! Allie und Zeke kommen nämlich einem Geheimnis auf die Spur, dass die ganze Welt verändern könnte und um das zu bewahren müssen sie ihr Leben riskieren. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen! Und dann das Ende! Einfach grandios, aber auch gemein... Ich möchte Band 2 am liebsten gleich lesen!

Und in der ganzen Zeit begegnet man vielleicht maximal 10 Vampiren... Allie inklusive. Ihr seht also, es ist kein typischer Vampir-Roman. Was ich viel abschreckender finde, sind die "Rabids", die außerhalb der Städte ihr Unwesen treiben... Das ist so eine Mischung aus Vampir uns Zombie... echt eklig! Aber doch ein wichtiger Bestandteil der Geschichte.

Ich würde euch am liebsten noch viel mehr verraten, aber dann würde die ganze Spannung flöten gehen. Stattdessen gebe ich euch noch einen guten Tipp, wenn ich das Buch noch nicht gelesen habt. Bevor ihr The Immortal Rules lest, greift doch lieber erst zu der Vorgeschichte Dawn of Eden, die ihn in dem Buch 'Til the World Ends enthalten ist. Ich habe sie vorher gelesen und ich glaube, dadurch habe ich viel gelernt. In der Vorgeschichte taucht auch eine Familie auf, die man in The Immortal Rules wiedersieht und ich glaube, hätte ich ihre Vorgeschichte nicht gekannt, dann hätte ich mich nicht so gefreut, sie wiederzusehen und es wären mir wohl zu wenig Informationen über sie gewesen. Aber es ist kein muss. Nur ein Tipp.

Fazit
Vampire und Dystopie in einem Buch vereint? Julie Kagawa macht es möglich und schreibt es auch noch so toll, dass man gar nicht anders kann als lesen, lesen, lesen. Allie ist eine ungewöhnliche Protagonistin, dennoch habe ich sie schnell ins Herz geschlossen und mit ihr gefühlt. The Immortal Rules hat alles, was man sich nur wünschen kann - Action, Spannung, Rätsel, Emotionen, Romantik und absolutes Suchtpotenzial! Ich freue mich auf Band 2 (bei dem man das tolle Coverkonzept leider nicht beibehalten hat...) !
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 5. November 2012
Allison Sekemoto lebt unter erbärmlichen Bedingungen in der Vampirstadt New Covington. Seit dem Ausbruch einer Seuche haben die Vampire die Kontrolle übernommen, um ihre menschlichen Nahrungsquellen zu schützen. Wer unregistriert auf der Straße lebt wie Allison und ihre Gang, kämpft jeden Tag aufs Neue ums Überleben, umso mehr, da auch die wie Tollwütigen "Rabids" immer auf der Suche nach Nahrung sind. Als sich Allison auf der Suche nach Nahrung aus dem befriedeten Stadtbezirk hinauswagt, sieht es zunächst so aus, als würde sich das Wagnis für ihre Gang bezahlt machen. Erst später stellt sich heraus, dass sie damit eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, die ihr Leben für immer verändern werden...

Anfangs habe ich lange gezögert, die Story zu lesen. Derzeit wird der Fantasy-Markt überschwemmt von Dystopien und YA-Vampirgeschichten, die mehr oder weniger unverhohlen Anleihen bei "The Hunger Games" und "Twilight" machen, und von einem Mix der beiden Genres habe ich mir nicht viel versprochen. Hinzu kam, dass ich unterwegs war und parallel eine Geschichte las, die sehr ähnlich anfing und zunächst besser schien. Dann hat mich aber die Story und die Heldin sehr schnell gefesselt, und ich konnte den Kindle kaum mehr aus der Hand legen.

Ausgehend von dem gängigen Dystopie-Szenario wird Allison als Charakter schnell lebendig und sympathisch - obwohl jeder für sich selbst kämpft und die Schwächeren sehr schnell untergehen, nimmt sie noch einen Freund unter ihre Fittiche, der sie eigentlich ausnutzt und ihre mageren Essensrationen bis unter die Überlebensgrenze zusammenschrumpfen lässt. Sie glaubt noch an ihn, als eigentlich schon alles gegen ihn spricht, und würde lieber selber draufgehen, als ihren Glauben an diesen Funken Gutes aufzugeben. Die weiteren Ereignisse führen dazu, dass Allison sich in einer neuen und sehr düsteren Rolle erlebt und wie nie zuvor darum ringen muss, nicht selbst nur als Monster gesehen zu werden. Ihr Kampf um ihre eigenen Werte und das Gute in sich tragen die Geschichte und machen sie spannend bis zum Schluss.

Die Story zeichnet neben der unglaublich gut in Szene gesetzten Heldin auch ihr überragendes Timing aus; in fünf Kapiteln folgt der Leser Allisons Entwicklung und ihren Erlebnissen, von der Existenz in den Vampirbezirken, einem einschneidenden Erlebnis, ihrem weiteren Weg in die Welt außerhalb der Vampirbezirke in eine geradezu apokalyptisch veränderte Welt, die atmospärisch dicht geschildert wird und neue Charaktere aufbietet. Erfreulicherweise kommt es nicht zu dem gängigen Vampir-Romanzen-Szenario, das man zunächst fast unweigerlich auf sich zukommen sieht; statt dessen gibt es eine Romanze unter schwierigsten Bedingungen, die man nicht erwartet hätte und der man von Anfang an keine Chance geben würde. Allison muss alles, was sie bisher glaubte, hinterfragen, und ihren eigenen schwierigen Weg finden.

Die Folge endet mit einem Cliffhanger, der einen ungeduldig auf die Fortsetzung warten lässt. Ein Veröffentlichungstermin ist leider bisher nicht bekannt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 16. Januar 2013
Nur ein kurzer Eindruck, weil ich sehr positiv überrascht war. Ich mag zwar die Feenbücher von Julie Kagawa wirklich gerne, aber dennoch war ich ein wenig skeptisch, als ich las, dass dieses Buch von Vampiren handelt. Irgendwie hatte ich in letzter Zeit schon mal etwas von Vampiren gelesen, so das eine oder andere Mal, irgendwie...
"The Immortal rules" war eine echte Überraschung, weil natürlich auch hier Vampire tatsächlich Vampire sind (und noch nicht einmal in der Sonne glitzern, sondern ziemlich fiese Killer sind), aber die ganze Geschichte drum herum ist innovativ und absolut spannend.
Ich mag auch den Schreibstil sehr und zusammen mit sympathischen und interessanten Protagonisten, stimmt die Mischung einfach.
Allie ist eine wunderbare Protagonistin, der man ihre Entwicklung gut abnimmt. Als Straßenkind in einer von Vampiren mit harter hand regierten Stadt geboren, hasst sie Vampire aus tiefster Seele. Doch was ist, wenn einem keine Wahl bleibt? Wenn es gilt, zwischen Leben und Tod zu entscheiden? Ihre Entscheidung führt sie auf einen sehr einsamen und sehr schweren Weg, aber trotz Allem bleibt sie sich treu.
Mir hat das Buch sehr gefallen und ich kann es bedenkenlos empfehlen!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 6. August 2012
Eigentlich fast mehr eine Endzeit-Story als eine Vampirgeschichte, aber nur fast.
Die Menschheit wurde vor Jahrzehnten durch einen Seuche dezimiert. Durch Experimente mit, und an, Vampiren sollte eine Heilung gefunden werden.
Ging natürlich schief, stattdessen entstanden die Rabidds, Vampire ohne Verstand die schon durch einfache Bisswunden Menschen infizieren können.
Es enstanden durch die Seuche von Rabidds belagerte Städte die von Vampiren beherrscht wurden mit Menschen die zum Blutspenden genötigt werden.
In einer solchen Stadt lebt Allison genannt Allie.

Hätte mir als Einführung in die Geschichte mehr Zeit mit Allie gewünscht, da kennt man sie erst 2-3 Tage und schon stirbt sie, aber das ist erst der Anfang.
Der Vampir der sie "rettet" gibt ihr auch eine Kurzausbildung zum Überleben als Vampir, bevor sie getrennt werden.
Allie stösst auf eine Gruppe wanderner Menschen denen sie sich, als Mensch getarnt, anschliesst.
Diese Gruppe ist auf der Suche nach EDEN einer Stadt in der Menschen sicher vor Vampiren und Rabbids leben können.

Rest bitte selber lesen.

Ich werde einen weiteren Teil der Serie auf jeden Fall holen, mich jetzt aber mal um die "Iron Fey Serie" der Autorin kümmern ;)

5 von 5 Sternen
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden