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am 6. Juli 2017
The subtitle of Diamond Age is "A Young Lady's Illustrated Primer: a Propædeutic Enchiridion, in which is told the tale of Princess Nell and her various friends, kin, associates, &c.". I believe it should be required reading for anyone having kids, in particular daughters, or who's interested in education. Nell, among others, is taught how to code by the primer in an playful, constructionist way. A fascinating read, and my overall preferred book.
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am 26. Mai 2016
Das Buch an sich ist nicht schlecht, allerdings finde ich die deutsche Übersetzung ein wenig gewöhnungsbedürftig.
Ich würde empfehlen die englische Ausgabe zu kaufen, wenn man gut genug Englisch lesen kann
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am 21. Oktober 2004
Ich hatte "Snow Crash" gelesen und war begeistert! Mein nächstes Buch war logischerweise "Diamond Age", und ich war... gelangweilt. Der Autor versteht es leider nicht, seine zahllosen Ideen in eine halbwegs glaubwürdige Handlung zu kleiden, und daher versinkt das Buch nach einem doch gelungenen Anfang immer mehr in verschiedene, meist ziemlich unglaubwürdige Handlungsstränge.
Einzig das Mädchen Nell mit ihrem "Buch im Buch" konnte mich bis zum Schluss bei der Stange halten, aber dieser Schluss ist dann das peinlichste überhaupt.
Ich gebe dem Buch zwei Sterne, einen für die Geschichte von Prinzessin Nell und einen für Stephensons grandiose Ideenvielfalt. Daraus könnte man glatt ein Buch machen ;-)
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am 13. August 2014
Stephenson scheint sich nicht entscheiden zu können, ob er einen Roman, mit einer Geschichte, einem rotem Faden und interessanten Charakteren schreiben möchte, oder ob es eher ein Reiseführer in seine Zukunftsvision werden soll.

Personen erscheinen, werden oft sehr detailliert ausgearbeitet und verschwinden sang- und klanglos wieder. Erzählstränge entstehen, werden ein paar Seiten lang verfolgt und dann abgelegt, um nie aufgelöst zu werden.

Großteilig erscheint das Buch eher wie ein Sachbuch, das von einer groben Handlung zusammengehalten wird. Die reicht aber nicht, um die vielen guten Einzelideen zu einem stimmigen Gesamtwerk zu vereinen.
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am 19. Dezember 2005
Die Heldin ist Nell, ein junges Mädchen aus schlechten Verhältnissen. Sie lebt in einer Zukunft, in der die ganze Welt auf Nanotechnologie basiert und die Gegenstände in sogenannten Materie-Compilern aus einzelnen Atomen zusammengesetzt werden.
Eines Tages bekommt sie von ihrem Bruder ein gestohlenes Buch, das sich als interaktiver Nano-Computer heraustellt, der zur Erziehung eines gleichaltrigen Mädchens aus der Oberschicht gedacht war. Dieses Buch, es nennnt sich «Die Illustrierte Fibel für die junge Dame», verhilft Nell zu immensem Wissen und einem Überlebensvorteil in ihrer eigentlich ausweglosen Umwelt, der schließlich sogar zu einem starken gesellschaftlichen Aufstieg führt.
Diamond Age ist unkonventionell, facettenreich und intelligent. Es ist kunstvoll geschrieben, voller Details und guter Ideen. Stephensons außergewöhnlicher Stil verhilft dem Buch zu einer unverwechselbaren Eleganz und Leichtigkeit.
Selten habe ich ein so intelligentes, vielseitiges und - ohne Übertreibung - geniales Buch gelesen. Inspirierend!
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am 28. August 2013
Positiv:
1. Der Autor hat eine große Gabe, denkwürdige Ideen aufzustellen.
2. Seine Wortgewandheit ist phänomenal.
Negativ:
1. Die Charaktere sind keine. Jede noch so natürliche Eigenschaft der Protagonisten geht in einem Redeschwall des Autoren unter. Als ob er verhindern möchte, dass der Leser sich in diesen Protagonisten wiederfinden könnte oder sie sogar für sympathisch befinden könnte. Alle Figuren erscheinen mir irgendwie wie Schemen, mit künstlichen Eigenschaften, mit unverständlichen Motiven. Stets wird alles irgendwie lässig und kühl beschrieben. Mir fehlt einfach die "Wärme".
2. Die oben beschriebenen positiven Eigenschaften des Autors führen, wenn sie wie in diesem Roman exzessiv eingesetzt werden, dazu, dass jede noch so kleine Begebenheit, jedes noch so kleines Handlungsdetail in Beschreibungsorgien und philosophischen Exkursen und Andeutungen mündet. Sicher, der Autor ist anspruchsvoll. Doch weniger wäre hier mehr gewesen.
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am 16. Juli 2000
A great cyberpunk fairy tale. Neal Stephenson is the twisted love child of Frances Hodgson Burnett and William Gibson. In the future, due to advances in nano-technology it is possible to grow just about anything out of constituent atoms. Humanity's basic needs are thus pretty much cared for, but there are still privileged sections of society and not so privileged sections. Someone in one of the privileged sections decides that his children were brought up a bit too mundanely and so commissions a "Young Girl's Primer" for his granddaughter. This interactive, artificially intelligent book falls into the hands of a little girl from a not so privileged section of society and stuff happens. It's cool. Read it.
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am 29. Dezember 1999
I found the world of this novel very engaging and vivid. The nanotech is a plausible extrapolation of today's fumbling attempts at atom manipulation, and Stephenson draws out some of the fascinating consequences of this technology (some of which are very disturbing, such as nanotechnological parasites, or "nanosites"). The cultural speculations are also rich and interesting: neo-Victorians, neo-Confucians, and a world organized not by nation-states, but by "phyles." I thought the characterization was a little simplistic, but I didn't mind. I did get a bit annoyed by the leaps in logic in the plot. If you try to figure out the connections, you're going to fail. In Stephenson's defense, I guess he is experimenting with connections that operate on the level of the collective unconscious. This is what's going on in the most bizarre parts of the novel, the scenes set among "the Drummers" -- a phyle that lives in undersea caverns, in a continual state of zombie-like sexual ritual, their minds linked by nanosites. The nanosites carry out computations, exchanging information with every fornication, in what Stephenson dubs "the wet net." A creepy idea.
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am 26. November 2003
Das Buch kommt daher im Techno-Cyberpunk-NewAge-Körper, doch seine Seele ist reine Poesie.
Es ist ein wenig schade: die ersten Seiten mit ihrer Kunst- und Fremdwörterlastigen Fachsimpelei verschrecken eventuell die eigentliche Zielgruppe, während sie bei anderen (z.bsp. Fans von Shadowrun) falsche Hoffnungen wecken könnten.
Diamond Age ist Fantasy im Science-Fiction-Gewand!
Am ehesten läßt es sich meines Erachtens vergleichen mit "G.A.S." von Matt Ruff - wer dieses mochte, wird von Diamond Age begeistert sein.
Ich kam an dieses Buch, nachdem ich Stephensons Cryptonomicon gelesen hatte, und es erstaunt mich, wie unterschiedlich diese Bücher, wie facettenreich der Autor ist.
Ein höchst intellektuelles Vergnügen.
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am 8. Oktober 2008
Der Mensch wächst durch Erfahrungen. Für die kleine Nell, die am Rande der Gesellschaft gefangen in einer Welt von Barbarei und männlicher Gewalt lebt, sieht die Zukunft trübe aus. In einer Zukunft, die sich technisch rasant weiterentwickelt, aber jegliche Ambition kulturellen Fortschritts von sich geworfen hat ergibt sich für Nell Hoffnung in einer Erfindung eines idealistischen Wissenschaftlers, der für seine Ziele seine Existenz und seinen Geist opfern wird. Inmitten dieses Netzes der Entwicklung moralischer Individualität kommt es zu einem Aufeinandertreffen von westlichen und östlichen Werten und des antiken menschlichen Geistes und technischer Intelligenz. Die Handlung ist komplex, voll von ungewöhnlichen Ideen und in vielerlei Hinsicht ausdrucksvoll und spannend verfasst. Gleichzeitig gelingt es dem Autor aber nicht seine Ideen zusammenzuhalten. Etwa ab dem zweiten Drittel des Buches machen sich die Handlungsstränge selbstständig und werden erst gegen Ende mit einem zwar intellektuell durchaus netten, aber dann doch viel zu einfachen Trick wieder zusammengeführt. Diamond Age hat seinen Reiz, wenn man beim Lesen nicht genauer nachdenkt in welchem Zusammenhang die Handlung denn nun genau steht und sich vielmehr alleine auf die originellen Ideen des Autors einlässt. Diese Ideen sind teilweise aber ohne Informatikhintergrund für den einfachen Leser nur schwer nachvollziehbar. Wenn Nell seitenlang im Castle Turing steckenbleibt und Anspielung auf Anspielung auf die Realität folgt stellt sich mir doch spontan die Frage was diese Szene zur Handlung des Buches beiträgt, abseits der Tatsache einige Leser mit entsprechendem Hintergrundwissen zu amüsieren. Diamond Age ist ein grundlegend lesenswertes Buch, aber die Handlung leidet darunter, dass der Autor sich definitiv nicht die Mühe gemacht hat sie einigermaßen stringent zu gestalten.
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