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Terrorismus-Lügen: Wie die Stasi im Untergrund agierte Gebundene Ausgabe – 18. Juli 2012
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- Seitenzahl der Print-Ausgabe336 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberF. A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH
- Erscheinungstermin18. Juli 2012
- ISBN-103776626984
- ISBN-13978-3776626988
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Produktinformation
- Herausgeber : F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH; 1. Edition (18. Juli 2012)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 336 Seiten
- ISBN-10 : 3776626984
- ISBN-13 : 978-3776626988
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 355,865 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 44,104 in Politik & Geschichte (Bücher)
- Nr. 49,010 in Film, Kunst & Kultur (Bücher)
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Also: lesen lesen lesen. Ein grandioses Buch.
nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Die Autorin ist dem
von ihr gewählten Stoff in keiner Weise gewachsen, die von ihr
"ausgewerteten" Quellen kann sie mangels Sachkunde nicht korrekt
einordnen oder bewerten, die von ihr aufgestellten Behauptungen
kann sie an keiner einzigen Stelle belegen - dieses Machwerk ist
eine einzige Katastrophe.
Die Autorin belässt es durchweg bei Andeutungen, verschwörungs-
seligem Geraune, dreisten Unterstellungen, ohne irgendwo
konkret zu werden. Will man an irgendeiner Stelle zupacken,
fasst man nur in heiße, oder besser lauwarme Luft. Die Kern-
these, nämlich eine "dauerhafte (...) Steuerung des deutschen
und internationalen Terrorismus (...) von Anfang an durch die
Stasi" (S.7), kann die Autorin nirgends belegen.
RAF-Terroristen, die von der HVA observiert werden, erhalten
behördenintern Kenn-Nummern? Das "könnte ein Indiz für IM-
Tätigkeit sein" (S.53). Auslagen und entstandene Kosten in
HVA-Kassenbüchern werden zu "ausgezahlten Summen" (S.111) an
die Observationsobjekte.
Der Jargon, dessen sich die Autorin bedient, spricht dabei für
sich, kein Wunder, daß die "Junge Freiheit" begeistert von dem
Machwerk ist: da ist es "aufschlussreich", daß Personen "aus
einer jüdisch-kommunistischen Familie" stammen (S.112), da
agiert der "ägyptisch-jüdische Kommunist" Curiel (S.135), da
hat eine Person "möglicherweise [sic] antifaschistische, wenn
nicht kommunistische Familienwurzeln", stammt also aus einer
"möglicherweise [sic] kommunistischen Familie" und lebt zudem
(hört hört!) "in einem Haus mit unklarer Finanzierung" (S.222).
Da mutiert der MfS-Informant Kurras zum "Schläfer" (S.241),
der die "Militanz anzuheizen" hatte (S.19), da ist die RAF-
Strategie "reine SED-Linie" (S.56) bzw. "Stasi-Linie pur"
(S.91), die Friedensbewegung "Element einer sowjetischen
Langzeitstrategie" (S.59), und auch die ominöse Miltärorgani-
sation der DKP wird wieder bemüht (eine Organisation, die so
geheim war, dass niemand je von ihr gehört hat oder Mitglied
in ihr war...). Zum Schluß "steuert" das MfS auch noch die
westdeutsche Neonaziszene und steckt wohl auch hinter dem
Oktoberfestattentat (S.261) - drunter tuts Frau Igel nicht.
Vollends bizarr wirkt es denn nur noch, wenn sie die
INPOL-Dateien (S.184ff) der westdeutschen Polizei (Nachfragen,
ob es sich bei kontrollierten Personen um gesuchte Terroristen
handeln könnte) für TATSÄCHLICHE Bewegungsmuster der Gesuchten
hält - dass so auch Tote wiederauferstanden sein sollen? Für
die Autorin ein Hinweis, dass man uns etwas verheimlicht!!!
Nein, dies ist ein Buch, das in seiner Hysterie und Unsach-
lichkeit nur ärgerlich ist. Die Autorin sollte nicht über Themen
schreiben, denen sie nicht gewachsen ist. Ich habe das Buch in die
Mülltonne geworfen, und dort gehört es auch hin.
Igel belegt in ihrem Buch anhand bisher kaum beachteter Stasi-Unterlagen, wie die Stasi im Westen Links- wie Rechtsterroristen unterstützte und auch Verbindungen zu internationalen Terroristengruppen pflegte. Diese enge Zusammenarbeit sei bis heute nicht ausreichend betrachtet oder aufgeklärt worden. Niemand scheint Interesse an einer Aufarbeitung zu haben, möglicherweise gab es entsprechende Deals bereits kurz nach der Wende, um den Deutsch-Deutschen Annäherungs- und späteren Wiedervereinigungsprozess nicht zu gefährden.
Viele Akten der Stasi seien vernichtet worden, nicht unbedingt alles, was dokumentiert wurde, muss logischerweise die Wahrheit sein, da Geheimdienste dafür bekannt sind, Desinformation zu streuen, allerdings können Spesenabrechnungen und andere Dokumente, manchmal über Umwege, doch wieder entlarvend sein. Insbesondere dann, wenn in den Hauptakten Informationen über wichtige Persönlichkeiten gar nicht oder nur in sehr ausgedünnter Form vorliegen, was nach Igel ein ziemlich sicherer Beweis für eine Geheimdiensttätigkeit für einen oder mehrere Geheimdienste sprechen würde- in Ost wie West.
Für meine Amazon-Bewertung ist klar: Solch ein Werkt verdient 5 Sterne, allein schon auf Grund der akribischen Recherche, welche Frau Igel in der Stasi-Unterlagenbehörde betrieb.
Igel hat bereits zwei Bücher zum italienischen Blickwinkel auf Gladio und Andreotti publiziert, daher ist sie gut im Bilde, was speziell die Frage nach staatlich verdeckt organisierten Terror angeht.
Beginnend besonders im Blickpunkt steht bei Igel nun die Gründungszeit der RAF. Mit Peter Urbach, Horst Mahler und Dieter Kunzelmann werden drei Personen genauer betrachtet, bei denen Igel Anhaltspunkte für eine Stasi-Zusammenarbeit sieht. Weiter geht es über die Verflechtungen der Stasi zum internationalen Terrorismus hin zu gleichen Verdachtsmomenten bei der 3. Generation der RAF. Dabei wird die Nähe von Verena Beckers Schwester, Annelie Becker, zur Stasi entlarvt, was durchaus brisant für Frau Becker sein dürfte. Als vorletzten großen Themenkomplex versucht Igel aufzuzeigen, dass auch Rechtsradikale Terroristen von der Stasi unterstützt wurden, da denen jedes Mittel zur Destabilisierung und Unterwanderung und Beobachtung im Westen recht war.
Mit den Erkenntnissen aus "Terrorismuslügen" von Regine Igel steigen meines Erachtens nach von der Stasi gedeckte Personen zu den Hauptverdächtigen hinter den Morden an Herrhausen und Rohwedder auf, wobei unser feiner Staat davon wusste, dass die RAF-Terroristen mit der Stasi kooperierten und in unser Land ein- und ausreisten und die DDR als Ruhe-Rückzugsraum benutzten, wie es ihnen beliebte. Das geht aus Stasi- Funkverkehr-Abhörprotokollen hervor, in denen Anfragen in unserem Westdeutschen-Polizeinetz INPOL zu Reisebewegungen selbst unter Tarnnamen reisender RAF-Verdächtiger gemeldet und dokumentiert wurden. Diese Protokolle sind das brisanteste Material in Igels Buch. Denn sie beweisen einwandfrei, dass unsere Behörden im Westen wussten, wann die angeblichen DDR-RAF-Aussteiger mal wieder im Westen waren. Und dabei erstaunliche Parallelitäten zu Terroranschlägen vorkamen. Und dennoch dazu schwiegen.. Klar, die Stasi hatte ein Motiv, verdeckt Terror im Westen zu begehen. Aber warum schwiegen unsere Behörden? Solche Fragen - und erst recht mögliche Antworten darauf - sind wie immer verstörend.
Das Werk von Igel hat leider meines Erachtens nach nur einen eklatanten Schwachpunkt. Sie hält offenkundig viel von Claire Sterling, die mehrmals im Buch als wichtige Quelle herausgestellt wird, die über den Einfluss Moskaus beim Terrorismus gute Arbeit geleistet hätte. Dabei war Claire Sterling ein Vorläufer-Modell von der NYT-Lügenfrau Judith Miller, mit US-Geheimdienstlügen gefüttert, damit man sie anschließend zitieren konnte. Diese Information ist von CIA-Mitarbeitern veröffentlicht und bekannt gemacht worden, es steht sogar im englischen Wikipedia-Eintrag über sie drin, und David A. Yallop hatte diesen Sachverhalt in seinem Buch Verschwörung der Lügner" detailliert dargestellt. Dieses Buch von Yallop kennt Igel augenscheinlich nicht, würde sie es kennen, dann würde sie die Rolle von Carlos auch differenzierter sehen. Das bedeutet natürlich im Umkehrschluss nicht, dass es keinen Moskauer Einfluss auf den Terror gegeben haben kann, nur ist halt die vorgelegte Beweiskette mehr als fraglich.
Was mir in den letzten Wochen, insbesondere beim Studium des Terrors in Deutschland aufgefallen ist: Mit all dem, was in Prozessen, linken Publikationen etc. immer zwischen durch mal wieder gemutmaßt wurde, was der Staat in diesem Feld alles verbrechen würde, hatten Schily, Ströbele und Co. nicht nur immer recht, die tatsächlichen Verbrechen waren immer noch schlimmer als selbst in der Fantasie dieser damaligen RAF-Verteidiger beschrieben. Also sollten wir als Arbeitshypothese uns dran gewöhnen: Man hat die RAF erst gegründet / inszeniert, nicht nur über den S-Bahn-Peter-Urbach, der Waffen und Radikalität lieferte in der Anfangsphase, als diese gebraucht wurden, man hat staatlicherseits Terrorgruppen nicht nur unterwandert, sondern auch für eigene Interessen benutzt, man hat bis heute jede Aufklärung darüber hintertrieben, die Verbrecher sind immer noch unbehelligt, teilweise in Rente, teilweise noch immer an dem Trögen der Macht. In Ost wie West.
Wegen der Lektüre dieses Buches habe ich mir zeitgleich noch mal die Beweislage im Fall Oktoberfestattentat angeschaut. Der Anschlag, über den die Stasi außerordentlich gut im Bilde war. Meine Eindrücke hatte ich ja schon publiziert. Es riecht an allen Fronten nach Terror mit Geheimdienstbeteiligung. Was auch der Grund sein dürfte, warum bis heute jede Neuuntersuchung abgelehnt wird, trotz den beim Spiegel nun vorliegenden Akten, die eine engere Beziehung des Attentäter Köhlers in rechtsradikale Kreise belegen und damit die Einzeltätervariante als unglaubwürdig entlarvt. Insbesondere die Rolle von Heinz Lembke wäre von Bedeutung, handelte es sich bei dem Sprengstoff, welcher beim Oktoberfestattentat in München verwendet wurde, um welchen aus seinen Beständen, und falls ja, waren das Gladio-Waffenlager? Solche Fragen darf die deutsche Staatsanwaltschaft anscheinend nicht stellen...
Ich glaube, dieses Buch von Regine Igel stößt in ganz neue Dimensionen vor und erfordert zwingend eine gesellschaftliche Debatte. Hoffen wir mal, dass es dazu kommt. Und dass im Anschluss unsere Rechtsstaatlichkeit wieder ernst genommen wird. Zeit wird es.

