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Terror von rechts: Die Nazi-Morde und das Versagen der Politik Broschiert – 10. Oktober 2012

3.5 von 5 Sternen 4 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Er [Patrick Gensing] … legt mit seinem neuen Buch … eine gute und sachliche, aber schonungslose Untersuchung über die Mordserie des neonazistischen NSU vor.« (Amadeu Antonio Stiftung, Newsletter, Ausgabe 91, Oktober 2012)

»Über weite Strecken liest sich Gensings Buch wie ein Manifest.« (Ralf Julke, Leipziger Internet Zeitung, 24. September 2012)

»Wer sich für die Geschichte des NSU interessiert, […], wer sich angesichts des Versagens von Politik und Sicherheitsbehörden empört und wer sich schließlich im Kampf gegen Rechtsextremismus engagiert und engagieren will, dem sei das Buch von Patrick Gensing sehr empfohlen.« (Prof. Dr. Wolfgang Frindte, socialnet.de, 15. April 2013)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Patrick Gensing, geboren 1974, arbeitet für tagesschau.de und realisierte Fernsehbeiträge für Panorama und andere ARD-Sendungen. Er kommentiert in der taz und betreibt darüber hinaus seit 2006 ein namhaftes Blog, das für mehrere Preise nominiert war; zudem wurde er mit dem Axel-Springer-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien sein Buch »Angriff von rechts. Die Strategien der Neonazis - und was man dagegen tun kann« (2009).


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Broschiert
Das Buch macht nicht den Eindruck, als sei es an allen Fakten interessiert. Über manches wird recht elegant hingweg gegangen. Interessant dazu einige Zeitungsveröffentlichungen: Der Schwarzwälder Bote hat einen seitenlangen Artikel über die Geschehnisse im NSU-Wohnwagen verfasst. Vieles scheint merkwürdig anders als in der Version des Buches.
Offenbar waren Mundlos und Böhnhardt auf ein mögliches Feuergefecht mit der Polizei eingestellt. Beide hatten Pumpguns zur Hand. Auf der Sitzecke lag eine Maschinenpistole mit ausgeklapptem Schulterstück, auf dem Boden im Bad eine der beiden beim Polizistenmord in Heilbronn geraubten Dienstpistolen. Die andere, die der ermordeten Polizistin Michelle Kiesewetter gehörte, lag griffbereit auf dem Tisch in der Sitzecke. Auf dem Herd lag ein Revolver, mit dem die beiden schon bei einem Bankraub in Zwickau 2006 auf einen Angestellten geschossen hatten. Schließlich befand sich auch noch auf dem Bett im Heck des Fahrzeugs eine Pistole. Sieben Waffen, alle waren durchgeladen.
Schußbereite Waffen im Überfluß! Und dann Selbstmord? Sollte das die Autoren nicht wenigstens ein wenig misstrauisch machen?
Außerdem hat man im Wohnwagen laut Zeitung noch andere Schußlöcher gefunden, die in den Selbstmord nicht passen. Auch die Autoren eines Buches müssten doch da eigentlich stutzen. Ein weiteres merkwürdiges Detail laut Schwarzwälder Bote: Auf dem hinteren oberen Schlafplatz lagen mehrere Bekleidungsstücke und darauf ein nagelneuer Tourenrucksack.
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
"Terror von rechts" gibt detaillierte tief-braune Einblicke in die Neo-Naziszene rund um den NSU bis NPD und zu deren staatlichen Beschützern seit 1945. Wer sich bisher von der breiten medialen Debatte blenden hat lassen, V-Leute wären für den Verfassungsschutz unabdingbar und ein NPD-Verbot nur deshalb unmöglich, wird nach dieser Lektüre griffige Argumente dagegen haben. Verlässliche Zusammenarbeit mit vorbestraften und aktiven Neonazis kann nämlich nicht funktionieren. Ihnen ist nämlich mit keiner Faser des Grundgesetzes zu vertrauen. Vielsagend dazu ist das Zitat eines ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiters des Verfassungsschutzes aus "der Mitte" der akademischen Gesellschaft. Armin Pfahl-Traughber, der "evolutionäre Humanist" und, ebenso wie Joachim Gauck, Mitglied des "Veldensteiner Kreis zur Erforschung von Extremismus und Demokratie", versucht Kritik am Verfassungsschutz zu den NSU-Morden abzumildern indem er hilflos argumentierte: "Weder Antifa-Gruppen und Fachjournalisten noch Terrorismusforscher und Verfassungsschützer gingen von einer realen oder theoretischen Existenz einer solchen Gruppe aus." Zu einem ganz anderen Ergebnis kamen FBI-Profiler aus USA. Sie haben die Ceska Morde 2007 untersucht und, ohne rechts-blindem Auge, sogleich ein fremdenfeindliches Täterprofil erstellt. Was bringt also ein kostspieliger staatlich finanzierter Verfassungsschutz, der nicht einmal den Sachstand von engagierten ehrenamtlichen Antifa-Gruppen erlangen kann? Gerade die Extremismus Klausel grenzt dieses wichtige zivilgesellschaftliche Engagement gegen rechts aus, exotisiert gleichzeitig Neonazis und ermöglicht "der Mitte" sich der Kritik und Mitverantwortung zu entziehen.Lesen Sie weiter... ›
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Format: Broschiert
Jüngst hat Innenminister Friedrich beschwichtigend erklärt, die Aufarbeitung der NSU-Morde seien noch nicht zu Ende. Friedrich will den Verfassungsschutz retten, dessen Beamten-Aktivitäten zuweilen nicht von denen seiner V-Leute zu unterscheiden ist. Ihm schmeckt zwar die öffentliche Aufregung um die Nazi-Morde nicht, aber zugleich ist ihm die Beschränkung auf den NSU recht. Diese Blickverengung auf die Spitze der Nazi-Gewalttaten macht Patrick Gensing mit seinem Buch "Der Terror von Rechst" nicht mit: Er fragt nach dem gesellschaftlichen Umfeld in dem diese und weit mehr als hundert andere Morde möglich waren, abgetan als private Schlägereien, als Einzeltaten, oder eben als Auseinandersetzung im "Ausländermilieu". Gensing weist auf eine deutsche Öffentlichkeit, die Rassisten wie Sarrazin und Buschkowsky feiert und den Berliner Bezirksbürgermeister, unmittelbar nach den Morden, als Experten zum Rechtsterrorismus zu den Talkshows einlädt, um über Migranten zu reden. Ganz wesentlich begreift der Autor zudem, dass die NSU-Morde nur Teil eines braunen Netzes sind, ein Netz, das "keinen Wandel der etablieren Strukturen (anstrebt), sondern deren komplette Vernichtung."

Alle Welt gibt sich erstaunt über den NSU, aber neben der koordinierten Anti-Ausländerkampagne, wie "Das Boot ist voll" (Der Spiegel) und den "Asyslbetrügern" (Bildzeitung), die den ideologischen Hintergrund für die Morde abgibt, findet Gensing frühe Botschaften zum NSU: "Vielen Dank an den NSU", war bereits 2002 in einem Nazi-Musik-Magazin zu lesen und noch bevor der Name der Terror-Gruppe die Medien füllte, war in der rechte Szene ein Lied zu den "Döner-Killern" populär.
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