Sale70 Sale70w Sale70m Hier klicken Sonderangebote studentsignup Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ BundesligaLive Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedEcho BundesligaLive longss17

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
1
4,0 von 5 Sternen
5 Sterne
0
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 12. Dezember 2012
Es ist schon eine schlimme Sache für den Gun-Club: Der amerikanische Sezessionskrieg ist vorüber. Was sollen die ganzen ehrenwerten Herren nun mit ihren Kanonen machen? Der Ausbruch des Friedens führt die gesamte Rüstungsindustrie in die Krise. Doch der Präsident des Gun-Clubs, Impey Barbicane, will nicht die Fehler der heutigen Musik- und Verlagsindustrie vorwegnehmen und nur in der Vergangenheit leben, sondern sucht nach zukunftsträchtigen alternativen Einsatzmodellen für die bombigen Produkte seiner Clubmitglieder. Und er wäre nicht Präsident, wenn er nicht eine ausgesprochen amerikanische Idee hätte - wir schießen mal einfach nicht aufeinander, sondern auf den Mond!

"De la Terre à la Lune" gehört gewiss mit zu den bekanntesten Werken Jules Vernes. Gleichzeitig ist es auch seine ambitionierteste Idee, die alles andere, wie etwa in Meerestiefen zu tauchen oder Erdmittelpunkte zu erreichen in den Schatten stellt. Wie in seinen anderen Werken wird hier nie fantasiert oder wegdiskutiert, sondern jeder Fakt wissenschaftlich unterlegt, soweit, dass es stellenweise schmerzt. Die Entfernung und Bewegung des Mondes, die Menge und Beschaffenheit von Materialien, alles ist fein säuberlich recherchiert. Dass am Ende vieles davon in den Apollo-Flügen in den 1960er Jahren verblüffend ähnlich wiederverwendet wurde, wundert den Leser Vernes dann nicht mehr: Tampa in Florida als Startpunkt (nur ca. 200km entfernt vom heutigen Kennedy Space Center), leichtes Aluminium als Hauptmaterial sowie Lufterfrischungssysteme für die Raumkapsel und vieles mehr hat Verne schon vorgedacht.

Voller lakonischem Humor liest sich diese Geschichte ungemein spannend und mitreißend. Dass das Ende offen ist, und der Nachfolger Autour de la Lune natürlich direkt mitgelesen werden muss, sollte hoffentlich nicht als Spoiler bewertet werden.

Zur eBook-Aufbereitung: Beinahe 90 Anmerkungen sind als Endnoten verlinkt im Text untergebracht. Typografisch habe ich nichts auszusetzen - also eine durchweg gelungene Präsentation.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken