Facebook Twitter Pinterest
  • Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon. Geschenkverpackung verfügbar.
Menge:1
Tauben im Gras. Roman ist in Ihrem Einkaufwagen hinzugefügt worden
Gebraucht: Gut | Details
Verkauft von SDRC
Zustand: Gebraucht: Gut
Kommentar: Prime Versand und Kundenservice durch Amazon
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Alle 2 Bilder anzeigen

Tauben im Gras. Roman Taschenbuch – 6. Januar 1974

3.3 von 5 Sternen 119 Kundenrezensionen

Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition
"Bitte wiederholen"
Taschenbuch
"Bitte wiederholen"
EUR 8,00
EUR 4,50 EUR 0,01
Unbekannter Einband
"Bitte wiederholen"
EUR 8,00
72 neu ab EUR 4,50 72 gebraucht ab EUR 0,01 5 Sammlerstück ab EUR 0,01

Die Spiegel-Bestseller
Entdecken Sie die Bestseller des SPIEGEL-Magazins aus unterschiedlichen Bereichen. Wöchentlich aktualisiert. Hier klicken
click to open popover

Hinweise und Aktionen


Wird oft zusammen gekauft

  • Tauben im Gras. Roman
  • +
  • EinFach Deutsch ...verstehen. Interpretationshilfen: EinFach Deutsch ...verstehen: Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras
  • +
  • Lektüreschlüssel: Tauben im Gras
Gesamtpreis: EUR 18,55
Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Suhrkamp
Suhrkamp-Insel-Shop
Entdecken Sie die Neuheiten des Verlags, aktuelle Bestseller und weitere spannende Titel im Suhrkamp-Insel-Shop.

Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Wolfgang Koeppen wurde am 23. Juni 1906 in Greifswald geboren und starb am 15. März 1996 in München. Nach einem elfjährigen Aufenthalt in Ortelsburg (Ostpreußen) kehrte er 1919 nach Greifswald zurück. Aus finanziellen Gründen musste er vom Gymnasium auf die Mittelschule wechseln, von der er ohne Abschluss abging. Danach versuchte er sich in ganz unterschiedlichen Berufen: in einer Buchhandlung, im Stadttheater in Greifswald. Als Hilfskoch kam er nach Schweden und Finnland, in Würzburg arbeitete er als Dramaturg. 1927 ließ er sich in Berlin nieder, wo er 1931 zwei Jahre als fest angestellter Redakteur beim Berliner Börsen-Courier arbeitete. Er schrieb Reportagen, Feuilletons, auch erste literarische Arbeiten entstanden. 1934 erschien sein erster Roman, Eine unglückliche Liebe. Im selben Jahr siedelte er in die Niederlande über. Hier begann er mit der Niederschrift des nicht vollendeten Romans Die Jawang-Gesellschaft. 1935 erschien der Roman Die Mauer schwankt, der jedoch kaum beachtet wurde. Er kehrte 1938 nach Deutschland zurück und arbeitete ab 1941 für die Bavaria-Filmgesellschaft in Feldafing am Starnberger See, 1945 siedelte er nach München über. 1948 erschien anonym das Buch Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch, zu dessen Neupublikation unter seinem Namen er erst 1992 zustimmte. 1951, 1953 und 1954 erschienen die drei Romane, die als die atmosphärisch genaueste Vergegenwärtigung des Klimas der Adenauer-Republik gelten: Tauben im Gras, Das Treibhaus und Der Tod in Rom. Koeppen verschaffte mit Nach Rußland und anderswohin, Amerikafahrt und Reisen nach Frankreich der Reiseliteratur in Deutschland hohes Ansehen.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Flieger waren über der Stadt, unheilkündende Vögel. Der Lärm der Motoren war Donner, war Hagel, war Sturm. Sturm, Hagel und Donner, täglich und nächtlich, Anflug und Abflug, Übungen des Todes, ein hohles Getöse, ein Beben, ein Erinnern in den Ruinen. Noch waren die Bombenschächte der Flugzeuge leer. Die Auguren lächelten. Niemand blickte zum Himmel auf. Öl aus den Adern der Erde, Steinöl, Quellenblut, Fett der Saurier, Panzer der Echsen, das Grün der Farnwälder, die Riesenschachtelhalme, versunkene Natur, Zeit vor dem Menschen, vergrabenes Erbe, von Zwergen bewacht, geizig, zauberkundig und böse, die Sagen, die Märchen, der Teufelsschatz: er wurde ans Licht geholt, er wurde dienstbar gemacht. Was schrieben die Zeitungen? Krieg um Öl, Verschärfung im Konflikt, der Volkswille, das Öl den Eingeborenen, die Flotte ohne Öl, Anschlag auf die Pipeline, Truppen schützen Bohrtürme, Schah heiratet, Intrigen um den Pfauenthron, die Russen im Hintergrund, Flugzeugträger im Persischen Golf. Das Öl hielt die Flieger am Himmel, es hielt die Presse in Atem, es ängstigte die Menschen und trieb mit schwächeren Detonationen die leichten Motorräder der Zeitungsfahrer. Mit klammen Händen, mißmutig, fluchend, windgeschüttelt, regennaß, bierdumpf, tabakverbeizt, unausgeschlafen, alpgequält, auf der Haut noch den Hauch des Nachtgenossen, des Lebensgefährten, Reißen in der Schulter, Rheuma im Knie, empfingen die Händler die druckfrische Ware. Das Frühjahr war kalt. Das Neueste wärmte nicht. Spannung, Konflikt, man lebte im Spannungsfeld, östliche Welt, westliche Welt, man lebte an der Nahtstelle, vielleicht an der Bruchstelle, die Zeit war kostbar, sie war eine Atempause auf dem Schlachtfeld, und man hatte noch nicht richtig Atem geholt, wieder wurde gerüstet, die Rüstung verteuertedas Leben, die Rüstung schränkte die Freude ein, hier und dort horteten sie Pulver, den Erdball in die Luft zu sprengen, Atomversuche in Neu-Mexiko, Atomfabriken im Ural, sie bohrten Sprengkammern in das notdürftig geflickte Gemäuer der Brücken, sie redeten von Aufbau und bereiteten den Abbruch vor, sie ließen weiter zerbrechen, was schon angebrochen war: Deutschland war in zwei Teile gebrochen. Das Zeitungspapier roch nach heißgelaufenen Maschinen, nach Unglücksbotschaften, gewaltsamem Tod, falschen Urteilen, zynischen Bankrotten, nach Lüge, Ketten und Schmutz. Die Blätter klebten verschmiert aneinander, als näßten sie Angst. Die Schlagzeilen schrien: Eisenhower inspiziert in Bundesrepublik, Wehrbeitrag gefordert, Adenauer gegen Neutralisierung, Konferenz in Sackgasse, Vertriebene klagen an, Millionen Zwangsarbeiter, Deutschland größtes Infanteriepotential. Die Illustrierten lebten von den Erinnerungen der Flieger und Feldherren, den Beichten der strammen Mitläufer, den Memoiren der Tapferen, der Aufrechten, Unschuldigen, Überraschten, Übertölpelten. Über Kragen mit Eichenlaub und Kreuzen blickten sie grimmig von den Wänden der Kioske. Waren sie Akquisiteure der Blätter, oder warben sie ein Heer? Die Flieger, die am Himmel rumorten, waren die Flieger der andern. Der Erzherzog wurde angekleidet, er wurde hergestellt. Hier ein Orden, da ein Band, ein Kreuz, ein strahlender Stern, Fangschnüre des Schicksals, Ketten der Macht, die schimmernden Epauletten, die silberne Schärpe, das Goldene Vlies, Orden del Toison de oro, Aureum Vellus, das Lammfell auf dem Feuerstein, zum Lob und Ruhm des Erlösers, der Jungfrau Maria und des heiligen Andreas wie zum Schutz und zur Förderung des christlichen Glaubens und der heiligen Kirche, zur Tugend und Vermehrung guter Sitte gestiftet. Alexander schwitzte. Übelkeit quälte ihn. Das Blech, der Tannenbaumzauber, der gestickte Uniformkragen, alles schnürte und engte ihn ein. Der Garderobier fummelte zu seinen Füßen. Er legte dem Erzherzog die Sporen an. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Bedrohlich ist die Atmosphäre im noch vom 2. Weltkrieg gezeichneten Deutschland. Der Autor zeigt an einem Tag im Leben einer Großstadt, wie die Menschen versuchen, sich mit den schwierigen Gegebenheiten zu arrangieren. 41 Personen begegnen dem Leser im Lauf der Handlung; Junge und alte, Deutsche und Besatzungssoldaten, Männer und Frauen. Vielfältige Beziehungen entspinnen sich, aber oft werden die Fäden gekappt, bevor die Menschen einander wirklich begegnen. Anonymität in der Masse ist eins der großen Themen in diesem Roman. Da sind zum Beispiel Carla und Washington, die von allen Seiten angefeindet werden, weil es sich für eine deutsche Frau nicht gehört, mit einem amerikanischen Soldaten zu leben, erst recht nicht mit einem Schwarzen... Oder Philipp und Emilia, die einander nichts mehr zu sagen haben. Er ist als Schriftsteller gescheitert, sie finanziert ihr gemeinsames Leben, indem sie teure Erbstücke versetzt. Ertragen kann sie die zur Fessel gewordene Ehe nur mit Alkohol, der wiederum Philipp noch weiter von ihr weg treibt. Dann begegnet er Kay, einer jungen Amerikanerin... Fesselnd ist aber nicht nur die Handlung, sondern auch die Sprache. Wie kein anderer Schriftsteller in den frühen 50er Jahren nennt Koeppen Restauration und Verdrängungsmentalität beim Namen, was dem Autor damals harsche Kritik einbrachte. Inzwischen ist die Bedeutung dieses Romans für die deutsche Nachkriegsliteratur offenkundig. Wer die Geschichte dieses Landes ein bißchen besser verstehen möchte, sollte Koeppen lesen. Die Atmosphäre der Stadt wird beklemmend realistisch geschildert. Das bemerkenswerteste an diesem Buch ist zweifellos die Erzählweise.Lesen Sie weiter... ›
1 Kommentar 55 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Wer die Nachkriegszeit bewusst erlebt hat, wird vieles Bekannte finden. Wer sie nicht erlebt hat, sollte den Roman lesen, damit er begreift, wie brüchig und prekär die Existenz vieler Menschen war, die mit dem Nationalsozialismus nichts zu tun gehabt hatten.
Vom Inhalt her eine Pflichtlektüre für alle, die an Zeitgeschichte interessiert sind.
Und von der Erzähltechnik her ein Genuss. Natürlich stand hier Dos Passos Pate, was aber Koeppens Verdienst keinen Abbruch tut, hat er doch die Technik des Amerikaners auf virtuose und überzeugende Weise in die deutsche Literatur eingebracht. Und das Erstaunliche: erzähltechnisch innovativ und gleichzeitig fesselnd, (was ja leider nicht immer der Fall ist.)
Kommentar 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ich musste dieses Buch für ein Uni-Seminar lesen. Sonst hätte ich es wahrscheinlich nicht zur Hand genommen. Wenn man sich länger damit beschäftigt, hat es durchaus seinen Reiz. Koeppen bietet ein schonungsloses Bild der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Viele Menschen haben aus der NS-Diktatur nichts gelernt, der Rassismus verlagert sich auf die schwarzen amerikanischen Soldaten. Zudem ist das Buch sprachlich sehr interessant. Die Handlung umfasst einen ganzen Tag in München, die einzelnen Szenen sind kunstvoll miteinander verwoben. Keine leichte Lektüre, aber durchaus lohnend.
Kommentar Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch
Wenn von den Nachkriegsjahren die Rede ist, existieren in meiner Generation (Jahrgang 1969) recht holzschnittartige Vorstellungen: Hunger, amerikanische Befreier, beginnendes Wirtschaftswunder... Koeppen zeichnet ein Bild, das der Realität weit besser entsprechen dürfte. Es sind keine glücklichen, befreiten Menschen, die "Tauben im Gras" bevölkern. Gescheiterte, Hungernde, Suchende, aber auch dekadente Prasser treffen aufeinander. Sie alle teilen die Erfahrung des Kriegs, die sie prägt. Dass eine neue Zeit begonnen haben soll, ein frischer Start in eine freie Gesellschaft spürt man kaum. Die Protagonisten irren durch Trümmerlandschaften und Nobelhotels, ohne zu wissen, was nun eigentlich kommen wird.
Doppelmoral, Rücksichtslosigkeit, jeder ist sich selbst der nächste - ein Schicksalsgemeinschaft, die vereint am Wiederaufbau arbeitet, hat man sich anders vorgestellt. Erhellend die Schilderung der Amerikaner und die Reaktion der Deutschen auf diese. Von "Befreiern" zu sprechen, wie es oft in Sonntagsreden geschieht, ist Heuchelei. Sie werden als Besatzer empfunden.
Der Roman schildert diese Schicksale - wie man so gerne sagt - kaleidoskopartig. Oft genug bedeutet das, dass der Autor nicht in der Lage war, seiner Geschichte einen logischen Aufbau, einen roten Faden zu geben. Hier aber spiegelt die zerrissene, unstete Form nur den Inhalt wider. Wer sich ein Bild über die Nachkriegsjahre in Deutschland machen will, kommt an Koeppens nicht immer ganz einfachem, aber stets lesbarem Werk nicht vorbei.
Kommentar 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Gebundene Ausgabe
Insgesamt etwa 20 Protagonisten erleben einen Tag in Berlin, begegnen sich, bleiben zusammen oder entfremden und trennen sich wieder. In diesen - teilweise sehr erotischen - Begegnungen gibt es Liebe und Hoffnung, Neugier und Spannung, Haß und Terror. Es ist ein in seiner schriftstellerischen Kraft zeitloses Roadmovie aus dem Berlin der Fünfziger Jahre. Meisterhaft führt Koeppen die zutiefst empfundene Schmach der Niederlage der Deutschen und die zu Unrecht empfundene, vermeintliche "Besatzung", in Wahheit jedoch Befreiung der Deutschen vor sich selbst im halbzerstörten, noch nach Häuserbrand und Verwesung riechenden Berlin dem Leser vor Augen.

Der glühend verehrte, geliebte Führer der Deutschen, der große Adolf Hitler, sowie die anderen Lieblinge des deutschen Volkes (Göring, Himmler u. v. m.) sind verurteilt oder tot, nicht mehr alle haben noch eine "anständige Gesinnung". In den Straßen von Berlin treibt man ziellos seinem Schicksal entgegen, sieht sich gegenübergestellt, beziehungsweise untergeordnet und so gleichsam ausgeliefert den sich lässig und freiheitlich gebenden Siegermächten.

Fast alle haben ihr altes Leben vor und während des Krieges verloren und versuchen, ihr Leben in der Grauzone der frühen Nachkriegsjahre neu zu organisieren. Das mag etwas nach Deutschunterricht und altbacken klingen, ist es aber in keinster Weise. Koeppen schildert eine Hölle, aus der die Personen dieses Buches sich mühsam freizukämpfen versuchen oder für immer untergehen.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden

Die neuesten Kundenrezensionen


Ähnliche Artikel finden