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Der Tangospieler: Erzählung Taschenbuch – 26. August 2002
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Leipzig 1968. Der Historiker Dellow wird nach 21 Monaten Haft aus dem Gefängnis entlassen. Sein Vergehen: Er war als Klavierspieler in einem Studentenkabarett eingesprungen, und der Text, den er dort mit einem Tango begleitete, erregte Anstoß. »Vergiß die dumme Geschichte«, wird ihm nun geraten. Dellow vergißt nicht. Er flüchtet sich in Zynismus und Gleichgültigkeit, und auch das Eingeständnis der anderen, daß ihm Unrecht geschehen ist, berührt ihn nicht. Doch sein Versuch, sich seiner Umwelt zu verweigern, gestaltet sich zunehmend schwieriger.
»Das Werk von Christoph Hein setzt diese große Tradition fort, eine Welt, die untergeht, aufzubewahren für die Nachwelt. Aus Der Tangospieler werden künftige Generationen sehen, wie man in diesem Land gelebt, gelitten, gelogen hat«, urteilte Hans Mayer anläßlich der Verleihung des ersten Erich-Fried-Preises 1990 an Christoph Hein.
Christoph Hein, geboren 1944, hat Romane, Novellen, Erzählungen, Theaterstücke, Essays und ein Kinderbuch veröffentlicht. Für sein Werk ist er mit zahlreichen renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet worden.
- Seitenzahl der Print-Ausgabe192 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberSuhrkamp Verlag
- Erscheinungstermin26. August 2002
- Abmessungen10.8 x 1 x 17.8 cm
- ISBN-103518399772
- ISBN-13978-3518399774
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Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren. Nach Kriegsende zog die Familie nach Bad Düben bei Leipzig, wo Hein aufwuchs. Ab 1967 studierte er an der Universität Leipzig Philosophie und Logik und schloss sein Studium 1971 an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Hein als Hausautor an der Volksbühne Berlin. Der Durchbruch gelang ihm 1982/83 mit seiner Novelle Der fremde Freund / Drachenblut.
Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und Stefan-Heym-Preis. Seine Romane sind Spiegel-Bestseller.
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Produktinformation
- Herausgeber : Suhrkamp Verlag; 9. Edition (26. August 2002)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 192 Seiten
- ISBN-10 : 3518399772
- ISBN-13 : 978-3518399774
- Abmessungen : 10.8 x 1 x 17.8 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 394,262 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 6,385 in Sprachunterricht Allgemein
- Nr. 25,049 in Gegenwartsliteratur
- Nr. 42,307 in Literatur (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren. Nach Kriegsende zog die Familie nach Bad Düben bei Leipzig, wo Hein aufwuchs.
Ab 1967 studierte er an der Universität Leipzig Philosophie und Logik und schloss sein Studium 1971 an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Hein als Hausautor an der Volksbühne Berlin. Der Durchbruch gelang ihm 1982/83 mit seiner Novelle »Der fremde Freund / Drachenblut«.
Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und Stefan-Heym-Preis.
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Hans-Peter Dallow, Leipziger Historiker, promovierte und Spezialist für die Geschichte der frühen Arbeiterbewegung, ein Mann des akademischen Mittelbaus, wie man heute sagen würde, bekommt eine Haftstraße, weil er – eine Lappalie – ein missliebiges Kabarett-Programm auf dem Klavier begleitete. Ein Pianist war ausgefallen; weil man ihn bat, sprang Dallow etwas widerwillig ein: „Ich war einfach der Tangospieler!“
Aber die DDR-Staatsorgane sind 1968, im Jahr des Prager Frühlings, hochnervös und regieren über: Dallow kommt für zwei Jahre in den Knast. Und ohne dass dort etwas Brutales geschehen würde, ist er danach zunächst ein gebrochener Mann.
„Er war nicht ins Gefängnis gekommen, weil er kriminell, aufsässig oder mutig gewesen war; einer Dummheit wegen hatte man ihn verurteilt und in eine Zelle gesperrt, auch wenn das Urteil etwas anderes sagte und der Richter von etwas anderem überzeugt war. Das Gefängnis blieb ein Unfall innerhalb einer gleichmäßig dahinrinnenden Existenz. Nichts als ein Irrtum. Ein Versehen beider Seiten.“
Das ist zum einen dicht am Mythos des unschuldig Schuldig-werdens, zum anderen zeigt es mitten im DDR-Sozialismus eine existentialistische Verlorenheit, wie wir sie ganz ähnlich in Heins „Der fremde Freund“ und in Variation in „Horns Ende“ lesen. Dallow leidet nicht bewusst; er kühlt runter, reduziert sein Dasein, scheidet sich von der Umgebung und sowieso von der Politik ab. Er dissoziiert. Mag sein, er ist traumatisiert, ohne es zu spüren. So wird er insofern asozial, als dass er zu keinen echten Beziehungen mehr fähig ist. In Begegnungen mit Frauen etwa sucht er isoliert das sexuelle Erlebnis, weil es offenbar das einzige ist, über das er noch Nähe und Wärme zu erleben vermag. Anderseits ekelt ihn die eigene Promiskuität. Regen sich jedoch tiefe Gefühle, wie gegenüber der sanften Buchhändlerin Elke, verstummt er und findet dafür keinen Ausdruck, der die Frau erreicht.
Zudem ist er nicht in der Lage, sich einem anderen Menschen zu verbinden; genau darin liegt die Nähe zu „Der fremde Freund“. Besser fortgehen, besser sich verabschieden, besser allein bleiben: „Es ist einfach, wegzugehen, stellte er fest, wenn man nur auf die Worte verzichtet. Worte komplizierten den einfachsten Sachverhalt und erklärten letztlich auch nichts. (…) Dallow hasste Komplikationen. Ein Verhältnis zu einem Mädchen sollte ohne lange Erklärungen und ständige, sich wiederholende Beteuerungen auskommen …“
Dallow ist frei, äußerlich, aber er spürt, dass er – ohne Arbeit, ohne Fortsetzungsmöglichkeiten seiner wissenschaftlichen Karriere – zu seiner Sicherheit in der fremdgewordenen Stadt an sich wieder die vertraute Zelle sucht bzw. sich in seiner Wohnung die eigene Zelle errichtet, weil er nur so ein Minimum von Sicherheit für sich gewährleisten vermag.
„Die Zelle, stellte er nun fest, war auch ein vertrautes Umfeld gewesen, ein Zuhause, in dem er geborgen war, und die Freiheit, so erwünscht und ersehnt auch immer, war ihm fremd geworden und unheimlich. Er begriff, dass er dabei war, sich wieder eine Zelle zu schaffen, abgeschlossen und abgeschieden, ängstlich darauf bedacht, die Zellentür zuzuhalten.“
Er spürt, dass er als entlassener Häftling stigmatisiert ist. Dass das Lied, für das er in den Knast wanderte, nun öffentlich im Kabarett aufgeführt und nicht nur toleriert wird, sondern den wohlwollenden Beifall sowohl seines einstigen Richters findet, der überdies mit seinem Verteidiger verkumpelt ist, führt zu keiner Revision des Urteils und stürzt Dallow ins Absurde: Er ist entrechtet, unverstanden, innerlich sehr verletzt, vereinsamt und allein, da ihn nicht mal seine Eltern, einfache Dörfler, verstehen. Seine Versuche, als Überqualifizierter einen einfachen Lohnerwerb aufzunehmen, scheitern. Als vereinzelter Einzelner streunt er durch Leipzig, ohne noch eine Idee von sich zu haben. Er beobachtet, er sinnt nach, er hofft – alles ergebnislos. Das liest sich, als wäre Christoph Hein von Albert Camus inspiriert.
Zwei Stasi-Mitarbeiter versuchen ihn zu rekrutieren und versprechen, dass damit alles wieder in Ordnung käme. Dallow findet die Typen widerlich und distanziert sich zunächst. Überhaupt ekeln ihn die Rituale und Gepflogenheiten des SED-Staates. Aber wohin soll er sich wenden? Es gibt in der sozialistischen Hermetik für einen wie ihn keine Alternativen oder Gestaltungsmöglichkeiten.
Bleibt eine Art innere Emigration: Kellner auf Hiddensee, passenderweise in der Gaststätte „Klausner“. Leider flacht der Schluss ab, leider wird es etwas rührselig und allzu trivial erotisch. Unpassenderweise ergibt sich sogar ein Happy-End.
Aber ansonsten: Die Lektüre nimmt einen mit und trifft tief, zeigt sie doch genau die Vereinsamung und Kälte, die uns alle anweht, ob nun im übel bleumundeten DDR-Sozialismus oder in der so positiv verklärten freiheitlichen Gesellschaft.
Die Handlung des Romans begleitet den ehemaligen Uni-Dozenten Dallow, der gerade aus einer 21-monatigen Haft entlassen wird. Durch die Zeit seiner Isolation vom gewöhnlichen Leben, findet er sich in einer ihm fremdgewordenen Umgebung wieder, in die es ihm schwerfällt, sich wieder einzufügen.
Der Tangospieler ist stilistisch eine gut geschriebene Geschichte, ich konnte mich leider für die Handlung nicht begeistern. Insgesamt war mir der Protagonist zu unnahbar und was noch entscheidender ist- der Plot findet nicht zu einem wirklichen Höhepunkt. Die Erlebnisse reihen sich ohne besondere Spannungskurven aneinander. Das ist authentisch und beschreibt wie die Tage an dem Protagonisten vorbeiziehen, war aber nicht unbedingt mein Fall. Anderen Lesern mag der realistisch gehaltene Erzählstil von „Der Tangospieler“ durchaus zusagen.






