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Tamalita - Erzählung aus einer wirklichen Welt Gebundene Ausgabe – November 2004

4.3 von 5 Sternen 19 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Klappentext

Christiane Durer, die täglich als Meditationslehrerin, Energy Coach und Seherin Menschen hilft, ist eine der wenigen, die echten Kontakt zur anderen Wirklichkeit hat. In ihrer Geschichte der Traumtänzerin Tamalita lässt sie uns teilhaben an einer phantastischen Reise in ein Universum, das wirklicher ist als die Realität und die Welt des Lesers für immer verändert. Einfach und wunderschoen. Michael Hornstein

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

An einem ganz gewöhnlichen warmen Sommernachmittag spazierte ein Student der Physik durch die Londoner Regent Street, direkt am Picadilly Circus. Autos hupten, Kinder lachten, Verliebte schlenderten Händchen haltend dahin, und Geschäftsleute hasteten im Sonnenlicht durch die Straßen.

Der Name des Studenten war Manuel Goldberg, und er war auf dem Weg zur Universität. Er war schlank, mittelgroß und trug einen Anzug aus feinster Seide. Schon daran sah man, dass er kein armer Student war. Im Gegenteil. Manuel Goldberg genoss das Privileg, Sprössling einer der angesehensten Künstlerfamilien Londons zu sein. Doch das kümmerte ihn wenig. Die Hände tief in die Hosentaschen vergraben, stapfte er gedankenversun­ken dahin und wirkte unter dem tief in die Stirn gezogenen Sommerhut fast ein wenig melancholisch. Dies entsprach auch seinem Gemütszustand, denn Manuel durchlebte soeben die hoffnungsloseste Minute seiner Existenz. Sein Leben erschien ihm nämlich ganz und gar sinnlos, und das obwohl er ein sorgenfreies Dasein führte und sogar einer der beliebtesten jungen Männer der Londoner Universität war.

Ganz ernsthaft fragte sich Manuel in jener Minute, wozu all die Mühen des Lebens gut sein sollten, wo es doch ganz offensichtlich war, dass ständig irgendwel­che Dinge passierten, die man gemeinhin Schicksal nannte. Man musste nur jeden Tag einen Blick auf die Schlagzeilen der Zeitungen werfen, um zu erkennen, dass es das Schicksal gab. Der Gedanke, irgendeiner anonymen Willkür ausgeliefert zu sein, deprimierte Manuel am allermeisten. Was, wenn man gegen das Schicksal wirklich nichts, aber auch gar nichts unter­nehmen konnte? Und was, wenn alles, was geschah, vollkommen sinnlos war?

Er kam an einem Theater vorbei und warf einen Blick auf die bunten Plakate. Auf dem Programm stand "Der Sturm", und in großen handgeschriebenen Lettern war über den Premieren-Fotos zu lesen: "Wir sind aus solchem Stoff, aus dem die Träume sind..."
Vielleicht war dies ja die Antwort auf sein Problem. Manuel betrachtete kurz die Fotos und ging dann rasch weiter. Einen Augenblick lang bedauerte er sehr, dass die Relativitätstheorie Einsteins nicht real erlebbar war – oder die Heisenbergsche Unschärferelation, er fand nämlich, dass dann die Welt gewiss nicht ganz so trist aussehen würde.

Während er seinen Gedanken nachhing, bemerkte er in der Ferne ein junges Mädchen: Ihr langes lockiges Haar war blond; sie hatte es zu einem Pferdeschwanz gebunden, der auf ihrer linken Schulter mit jedem ihrer federnd leichten Schritte auf und ab wippte. Über die andere Schulter hatte sie ein paar rosa­farbene Ballettschuhe geworfen, deren satinglänzende Bänder lustig im Wind flatterten.
Das Mädchen kam ihm direkt entgegen, und während sie fast wie in Zeitlu­pe an ihm vorüberging, blickte sie ihn offen und direkt an. Dies geschah genau in dem Augenblick, in dem sie den winzigen Second-Hand-Musikladen an der Ecke passierten. Eine süße, zarte Melodie erklang. Manuel verlangsamte seine Schritte.

Der Gleichzeitigkeit all dieser Begebenheiten ist es vermutlich zuzuschreiben, dass er genau in diesem Augenblick in Resonanz zu einem Geschehen in der Nicht-Zeit geriet und nun sehr sanft und unendlich be­hutsam in genau die Wirklichkeit hineingezogen wurde, die sich direkt hinter unserer physikalisch messbaren Welt befindet. Dies geschah so unmerklich, dass niemand aus der realen Welt auch nur eine Winzigkeit davon wahrnahm.


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am 14. Dezember 2005
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am 8. Dezember 2005
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am 24. Januar 2010
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am 4. Februar 2009
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