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Sylt [Vinyl LP]

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Produktinformation

  • Vinyl (18. April 2008)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Grand Hotel Van Cleef (Indigo)
  • ASIN: B0014G00HC
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
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Format: Audio CD
Wohl jeder Kettcar-Fan hat sehnsüchtig auf das neue Album der gefühlvollen, intelligenten, nachdenklichen, aber kraftvollen Band aus Hamburg gewartet. Drei Jahre nach Erscheinen des Albums "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen" veröffentlichen die Jungs um Marcus Wiebusch ihre dritte Platte.

Haben sich Kettcar geändert? Ja. Hat die Band krampfhaft versucht, Folgeversionen von "Balu" oder "48 Stunden", "Volle Distanz" oder "Balkon gegenüber" zu schreiben? Nein! Und so kann es sein, dass sich einige, die sich in diesen exzellenten Songs melancholisch und wohlig aufgehoben gefunden haben, das Album nach eben diesen Folgeversionen durchsuchen und zunächst enttäuscht sind. Das Dümmste wäre allerdings, Sylt danach in den CD-Schrank zu stellen und verstauben zu lassen. Wer so denkt, braucht kein neues Kettcar-Album. Wer "Balu" hören will, soll "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen" einlegen und nicht "Sylt".

Das Thema des neuen Albums ist die Auseinandersetzung mit den Härten des Lebens, in dem man fürchtet, angekommen zu sein, weniger die Ambivalenzen des Aufbruchs in selbiges oder die Licht- und Schattenseiten der Liebe. Insofern ist "Sylt" dunkler, läd ein zur Trauerarbeit und stellt doch fest "Wir werden nie enttäuscht werden".

Musikalisch bleibt ein unverkennbarer Kettcar-Sound erhalten, obwohl insgesamt der Eindruck entsteht, dass entsprechend der thematischen Ausrichtung von "Sylt" das Harmonische und das Ruhige der letzten Platte einer größeren Unruhe und Aggressivität weichen mussten (ausgenommen "Am Tisch").
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
"Komt, erhebt euer Glas ..." auf das dritte Album der symphatischen Hamburger Band. Ich habe lange Zeit überlegt, ob ich die volle Punktzahl geben kann. "Sylt" klingt wie Kettcar eben klingen. Sie haben im Grunde genommen alles richtig gemacht. Und doch fehlt so der letzte Funke, der noch überspringen muss. Doch bei den beiden Vorgängeralben ging es mir nicht anders. Ich habe lange Zeit gebraucht, um überhaupt einen Zugang zu Kettcar zu finden.
Schon der Albumtitel ließ es ob seiner ungewöhnlichen Kürze des Namens aufhorchen. Es hat sich einiges getan, aber bei vielen Bands scheint mittlerweile das dritte Album das schwierige zu werden (siehe Coldply, Goldfrapp). Textlich trifft die Band voll den Zahn der Zeit. Und das so sehr, dass es manchmal schmerzt. Sagen doch schon die Songtitel wie "Nullnummernspiel" oder "Geringfügig, befristet, raus" eigentlich schon alles. Textbeispiele hier aufzuführen wäre mühselig. Dann komme ich garnicht zum Ende. Kettcar haben ein zweites Balu vermieden (gut so). Doch "Am Tisch" kommt dem balladesken näher, aber der Text ist so richtig der Hammer. "Ein Toast....", nein, hier geht es nicht um die Rocky Horror Picture Show. Hier geht es um mehr und allein dieses Titels wegen haben Kettcar die volle Punktzahl verdient.
Musikalisch geht es eher zurück in die alte Zeit. Aufregend Neues gibt es nicht, aber will man das bei Kettcar? Sie klingen ein wenig härter, aber damit passen sie sich ihren Texten und der Zeit an, die sie beschreiben. Sie sind eben noch nicht weichgespült. Und so sollte es bleiben.
Irgendwann werde ich "Sylt" ebenso mögen wie die Vorgänger. Kettcar sind nicht massentauglich. Aber ihr Geld allemale wert.
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Format: Audio CD
So, nun habe ich "Sylt" sicher an die 20x gehört. Wie auch die beiden Vorgänger ist es ein Album, das man mehrmals hören muss, in das man sich hineinleben und hineindenken muss... kein einfaches Album, nichts zum einlegen und lossummen. "Anstrengend" sind sie wieder, die Jungs. Man muss sich schon Mühe geben und sich mit ihrer Musik auseinandersetzen... aber plötzlich macht es "Klick" und man hat das Gefühl dabei zu sein. Die Songs sind im Ohr, im Gehirn und im Herz angekommen. Man summt die Melodie mit und denkt gleichzeitig über die im Text beschriebenen Situationen nach.
Inzwischen ist bei einigen Liedern das bekannte Kettcar-Feeling aufgekommen. Erst nach mehrmaligem Hören erkennt man die Genialität, die Hintergründigkeit der Texte, und auch die teilweise perfekt dazu passende Musik.
Songs, die ich inzwischen immer wieder und wieder anspiele, und die mir mit jedem Hören besser gefallen sind z.B. das tiefmelancholische "Am Tisch", grandios inszeniert mit Trompenten ("Ein Toast... auf das Leben... das Glück... nur ich... ich komm nicht mehr mit... mit dem Leben... dem Glück...") ... oder das mitreissende "Wir müssen das nicht tun". Beim 1. Hören ein "lustiges" Mitsinglied... beim 2. und 3. Hören merkt man plötzlich worum's wirklich geht ("...und dann der eine schweigt... der andre weint... und beiden tut es leid...").... Typisch Kettcar eben, bei jedem Durchlauf entdeckt man neue Deutungsmöglichkeiten in den Texten.
Alles in allem also schon ein typisches Kettcar-Album. Für mich haben sie sich hauptsächlich textlich weiterentwickelt. War im 1. Album noch viel jugendlicher Überschwang zu erkennen (egal ob bei der Liebe, den Freunden,...), gab es im 2.
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