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Steve Jobs: und die Erfolgsgeschichte von Apple Taschenbuch – 1. April 2007

3.8 von 5 Sternen 43 Kundenrezensionen

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Im Silicon Valley schlug die Geburtsstunde der digitalen Revolution. Hier wurden die ersten Computer zusammengelötet, hier entstanden die ersten Firmen, die auf die neue Technologie setzten, als ihre elektronischen Maschinen nur lange Zahlenreihen addieren und Lämpchen blinken lassen konnten. Das Silicon Valley und diese Gründerzeit der Computertechnologie sind auch die Geburtsstunde eines Unternehmens-Mythos: der Garagenfirma. In Vaters Garage, so will es die Legende, löteten und schraubten nickelbebrillte Highschool-Studenten nach Vorlesungsende an ihren Heimcomputern, nicht ahnend, dass sie damit den Grundstein für einen kometengleichen Aufstieg legten.

Diese Version mag für den Rechtsanwaltssohn und Privatschüler Bill Gates zutreffen, nicht aber für seinen ewigen Konkurrenten, den Apple-Gründer Steve Jobs. Dessen Geschichte ist ungleich wilder, unangepasster. Sie verbindet den Mythos des Outlaws mit dem des Computerrevolutionärs, denn Steve Jobs’ Karriere begann nicht in der väterlichen Garage, sondern bei Drogenexperimenten in den Hippie-Hochburgen Kaliforniens, bei New-Age- und Zen-Begeisterung und mit einem ausgedehnten Indientrip im Bettelgewand. Jobs kokettierte nicht mit dem Image eines Hippies, er war einer. Langhaarig, zottelbärtig, barfuss und in zerschlissenen Jeans nahm er seine ersten Geschäftstermine wahr, von seiner Idee besessen bis zur Renitenz. Nicht nur einmal hatte Jobs allein deswegen Erfolg, weil er sich weigerte, das Büro seines Gesprächspartners zu verlassen, bevor der nicht seinem Anliegen zugestimmt hatte. Zusammen mit seinem kaum weniger verschrobenen Kumpel Steve Wozniak gründete Jobs das Unternehmen Apple, das nicht zuletzt deshalb so hieß, weil man im Telefonbuch vor Atari stehen wollte. Wozniak war der besessene Bastler, Jobs aber der eigentliche Kopf des Unternehmens, nicht zuletzt seiner Begabung wegen, situativ, aus der Kraft des Augenblicks heraus, weitreichende Entscheidungen zu treffen.

Das Buch von Jeffrey Young und William L. Simon erzählt die Geschichte eines außergewöhnlichen Unternehmens, vor allem aber die eines außergewöhnlichen Menschen, der charismatisch und willensstark, hyperaktiv und egomanisch seinen Weg ging. Ein Sturschädel, der die boomende Firma Apple verließ, um sein neues Unternehmen NeXT zu gründen, der damit grandios scheiterte, um mit einer weiteren Hippie-Firma namens Pixar das Filmgeschäft neu zu definieren: digital. Und der, als Interims-CEO wieder zurück bei Apple, dann selbiges mit dem Musikbusiness tat: Mit sicherem Gespür dafür, was der Kunde wollte – nämlich die größtmögliche Freiheit beim Musikhören -- entstand unter Jobs ein Produkt, das Kult wurde, aber eigentlich das materielle Back-end einer Vertriebskette ist, die bei iTunes beginnt: der ipod.

„What’s next?“, das ist die große Frage, die das Buch aufwirft -- für welche Revolution wird der Name Steve Jobs als Nächstes stehen? Young und Simon erzählen die Lebensgeschichte dieses außergewöhnlichen Mannes mit Gespür für seinen Nonkonformismus und seine rastlose Getriebenheit. Trotzdem erscheint es dem Leser, als bliebe der Macher Steve Jobs ein Geheimnis, als würde ihn niemand so richtig kennen, auch die beiden Autoren nicht. Das Buch erzählt ein Märchen von begnadeten Technikern, glücklichen Zufällen und wahrer Überzeugungskraft. Vor allem aber von dem Feuer, das in Menschen brennen kann. -- Winfried Kretschmer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

All Age. Universal. Genial! (Christine Paxmann Eselsohr 2016-02-01)

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Mio am 23. Februar 2006
Format: Taschenbuch
Irgendwie nachvollziehbar, dass Apple dieses Buch nicht promotet - und irgendwie auch nicht.
Denn die Autoren zollen Steve Jobs gebührenden Respekt als jemanden, der drei Branchen (Computer, Musik, Film) revolutioniert hat, sie zeichnen detailliert nach, was Jobs entweder selber geleistet oder in die Wege geleitet hat.
Sie zeigen allerdings auch, dass der junge Jobs ein genialer Tyrann bzw. ein ziemliches Ekelpaket war, der Menschen hart rannahm, nicht immer fair behandelte und sich mit allen Tricks durchzusetzen wusste.
Dennoch handelt sich um kein unfaires Buch. (Jobs soll sich inzwischen auch besser im Griff haben ;-)
Es führt einem nochmal vor Augen, wie Apple mit (und zeitweise auch ohne) Jobs erfolgreich wurde. Gleichzeitig wird deutlich, was Steve Jobs mit seiner Zweitfirma Pixar in der Computeranimation vollbracht hat, und warum nur einer wie er mit dem Doppelpack iTunes/iPod die Musikindustrie verändern konnte.
Für Apple ist dieses Buch sicherlich ein zweischneidiges Schwert, für den Leser aber ein eindrucksvolles Porträt eines Menschen und einer Ära. Am meisten hat mich erstaunt, wieviele Einzelerfolge Jobs inzwischen auf seiner Liste hat, und vor allem, wieviele erfolgreiche Pixar-Blockbuster-Filme darunter sind.
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Format: Taschenbuch
Inhaltlich ist das alles - nicht nur für Apple-Fans - äußerst interessant bis hochspannend.

Was mich aber extrem genervt hat, ist die schlampige und lieblose Übersetzung, die teilweise vermuten lässt, dass dort nicht ein kompetenter Mensch, sondern eine Software am Werk war. Da finden sich hölzerne, offensichtlich wörtliche Übersetzungen des Originals ohne Rücksicht auf deutsche Satzkonstruktionen, fehlende Satzteile usw.

Absoluter Hammer ist aber, dass in einem Buch, dass sich mit einem Computerhersteller auseinandersetzt, das amerikanische "silicon" mit "Silikon" übersetzt wird und diesen Werkstoff so zu einem wesentlichen Bestandteil von Halbleitern macht. Früher gab es in Verlagen Lektoren, die sich mit den Inhalten von Büchern auseinandergesetzt haben, aber vielleicht ist das mittlerweile zuviel verlangt.

Wer sich an solchen "Feinheiten" nicht stört und keinen Wert auf sprachliche Qualitäten legt, findet ein spannendes Stück Wirtschaftsgeschichte und zum Teil tiefe Einblicke in menschliche Abgründe.
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Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 100 REZENSENT am 10. März 2006
Format: Taschenbuch
Von einem Fan eine neutrale Kritik zu erwarten, ist etwa so unsinnig wie das Ansinnen, Bush die Hauptrolle in Pretty Woman II zu geben. Damit also alles klar ist: Ich mag Heldengeschichten, mag Steve Jobs und mag Apple. Obwohl ich als hartnäckiger Obstverweigerer gelte. Da ich die Applegemeinde ohnehin nicht zum Kauf dieses Buch überreden muss, will meine Besprechung nichts anderes als die Vergrösserung der Glaubensgemeinschaft.
Liebhaber und Liebhaberinnen von Heldengeschichten müssen das Gemeinschaftswerk von Jeffrey Young und William L. Simon kaufen, weil es alles enthält, was eine gute Story ausmacht. So wie Marilyn Monroe ist auch Steve Jobs ein Waisenkind, das bei Adoptiveltern aufwuchs. Doch der kleine Steve löste sich viel früher von der Opferrolle. Und die Geschichten, wie er seinen Willen durchsetzte, sind die Lektüre dieser Biografie schon wert. Aber Jobs wäre kein richtiger Held, wenn er sein Leben geplant hätte, immer nur der Glückspilz gewesen wäre, kein Gespür für die richtigen Helfer gehabt und sich artig wie Heinz Rühmann benommen hätte. Die Biografen von Steve Jobs haben bewundernswerte Recherchierarbeit geleistet, ein kleines Heer von Helfern auf den Weg geschickt und die Materialfülle schliesslich bändigen können. Das war sicher auch möglich, weil sie bereits mit anderen Büchern Erfolg hatten.
Was die bisherige Lebensgeschichte des Apple-Gründers so schön und unterhaltsam aufzeigt, ist die Unplanbarkeit des Lebens.
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Format: Taschenbuch
An Steve Jobs scheiden sich die Geister. Die Apple-Gemeinde verehrt den Mitbegründer des kalifornischen Hightech-Unternehmens als Visionär und geschmackvollen Computerpionier. Etliche Zeitbeobachter und Journalisten halten den Chef von Apple Computer dagegen für einen durchtriebenen Egomanen mit schlechten Manieren, der seine Erfolge fast immer auf Kosten seiner Mitarbeiter erzielt hat. Die Autoren Jeffrey S. Young und William L. Simon gehören zweifelsfrei zu den Kritikern von Steve Jobs.

Als im Frühjahr 2005 in den USA die nicht autorisierte Biografie "iCon" von Young und Simon erschien, entsprach die Reaktion von Jobs dem Bild, dass die beiden Autoren von dem Apple-Boss gezeichnet hatten. Tobend vor Wut verbannte Jobs mit einer persönlichen Anweisung sämtliche Titel des Verlags John Wiley & Sons aus den firmeneigenen Apple-Stores, darunter die populäre "Dummies"-Reihe. Schon der Titel des Buchs empfand Jobs als Provokation. "iCon" heißt zum einen "Ikone", kann als "I con" aber auch "Nein-Sager" sowie als "Hochstapler", "Bauernfänger" oder "Schwindler" gelesen werden.

Der Frankfurter Scherz-Verlag, der rechtzeitig zum 30-jährigen Firmenjubiläum von Apple Computer am 1. April 2006 die deutsche Übersetzung des Buches auf den Markt gebracht hat, will diesen Angriff nicht schon auf dem Buchcover führen. "Steve Jobs und die Geschichte eines außergewöhnlichen Unternehmens" lautet der harmlose Titel der deutschen Ausgabe und zeigt die Silhouette von Jobs vor dem Apple-Symbol. Dabei beschäftigt sich das Buch nicht nur mit Apple, sondern mit drei Unternehmen: Apple, NeXT und Pixar.
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