Gebraucht kaufen
9,00 €
Lieferung für 21,74 € Mittwoch, 25. Dezember. Bestellung innerhalb 18 Stdn. 32 Min.
Oder schnellste Lieferung Samstag, 14. Dezember
Gebraucht: Gut | Details
Verkauft von super-buecher
Zustand: Gebraucht: Gut
Hinzugefügt zu

Es ist ein Fehler aufgetreten.

Es gab einen Fehler beim Abrufen deines Wunschzettels. Versuche es noch einmal.

Es ist ein Fehler aufgetreten.

Liste nicht verfügbar.
Bild des Kindle App-Logos

Lade die kostenlose Kindle-App herunter und lese deine Kindle-Bücher sofort auf deinem Smartphone, Tablet oder Computer – kein Kindle-Gerät erforderlich.

Mit Kindle für Web kannst du sofort in deinem Browser lesen.

Scanne den folgenden Code mit deiner Mobiltelefonkamera und lade die Kindle-App herunter.

QR-Code zum Herunterladen der Kindle App

Sternstunden: Große Texte deutscher Sprache Gebundene Ausgabe – 1. März 2018

4,5 4,5 von 5 Sternen 10 Sternebewertungen

Ohne ihre Sprache wären die Deutschen nicht das Volk der Dichter und Denker. Die deutsche Sprache mit ihrem riesigen, ausdrucksstarken Wort-„Schatz“, ihrer ganz eigenen Grammatik, ihrem ganz eigenen Satzbau, ihrer ganz eigenen Rechtschreibung war und ist das Denk-Zeug ihrer großen Sprecher und Schreiber, mit dem sie gewaltige Werke der Dichtkunst und der wissenschaftlichen Erkenntnis geschaffen haben und noch heute schaffen. Dieses Buch präsentiert sachkundig erläuterte Dokumente aus über tausend Jahren dieser Sprachgeschichte – belletristische, aber auch Sachtexte, die den überwältigenden Gestaltungs- und Formenreichtum der deutschen Sprache sichtbar machen. Sie zeugen besonders klar von ihrer Zeit, haben die Literatur, die Wissenschaft, vielleicht sogar die Welt bewegt oder haben es ihrer Schönheit und Eleganz zuliebe verdient, statt in der literarischen Abstellkammer wieder mehr im Rampenlicht zu stehen. Hinter jedem Dokument, jedem Gedicht, jedem Theaterstück, jedem vorgestellten Roman stehen zehn weitere Dokumente, Gedichte, Dramen und Romane, die mit gleichem Recht hätten vorgestellt werden können. Also auf und los!
Beliebte Taschenbuch-Empfehlungen des Monats
Jetzt durch unsere Auswahl beliebter Bücher aus verschiedenen Genres wie Krimi, Thriller, historische Romane oder Liebesromane stöbern Hier stöbern
Sicherheits- und Produktressourcen

Sicherheits- und Produktressourcen

Bilder und Kontakte

Produktinformation

  • ASIN ‏ : ‎ 3942409747
  • Herausgeber ‏ : ‎ IFB (1. März 2018)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 466 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 9783942409742
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3942409742
  • Abmessungen ‏ : ‎ 15.8 x 3.3 x 21.8 cm
  • Kundenrezensionen:
    4,5 4,5 von 5 Sternen 10 Sternebewertungen

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
10 weltweite Bewertungen

Spitzenrezensionen aus Deutschland

Bewertet in Deutschland am 2. April 2018
Alle Jahre wieder befängt ein schlechtes Gewissen den Bildungsbürger in der Ära der Neuen Medien, wenn er wieder einen Kanon nach dem Motto zu Gesicht bekommt: Werke deutscher Literatur, die man gelesen haben sollte! Wer hat noch so viel Zeit zum Lesen, und ich habe noch so viel vor mir!
Dem Gewissen hilft diese Sammlung von knapp hundert Rezensionen. Daraus stelle ich meinen eigenen Kanon zusammen. Der Band enthält nicht nur die üblichen Verdächtigen (Dichter und Schriftsteller, die schon fällig waren, auch solche, die ich mir auch weiterhin schenke). Zu meiner Freude finde ich Zeugnisse der Zeitgeschichte, der technischen Entwicklung, der Wirtschaft vorgestellt. Etwa wie sich Konrad Röntgen „über eine neue Art von Strahlen“ äußerte; Auszüge vom Gründungsmanifest des Deutschen Werkbundes, oder wie Bismarck die Gesetzliche Krankenversicherung der Arbeiter ausformulierte. Man muss ja nicht mit allem einverstanden sein, was trotzdem lesenswert ist. Auch der Humor kommt zu seinem Recht, etwa mit den Verweisen auf Wilhelm Busch und Robert Gernhardt. Was mich am diebisch freut: Mit diesem Sammelband landet ein Politiker auf dem Nachttisch, dersagt, wie es ist: Norbert Lammers mit seinen Dankesworten anlässlich der Verleihung des Kulturpreises Deutsche Sprache: „Die Landessprache ist Deutsch“. Einer, der von rechts und links angefeindet wird: Auch das macht das Buch schätzenswert.

Übrigens ist es von Amazon als Taschenbuch falsch gekennzeichnet. In meiner Hand liegt es leinengebunden, eine Taschenbuchfassung gibt es nicht.
16 Personen fanden diese Informationen hilfreich
Melden
Bewertet in Deutschland am 13. Oktober 2020
Dieses umfangreiche Buch bietet Literatur aus mehreren Jahrhunderten in gut gewählten Ausschnitten. Ohne die beigefügten Komentare ist nicht alles auf Anhieb zu verstehen. Etliche Autoren sind auch akademisch gebildeten Lesern nicht bekannt. Doch ist das Lesen der meisten Texte in unserer schönen Sprache allemal ein Gewinn, wenn es streckenweise auch mühsam wird.
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
Melden
Bewertet in Deutschland am 18. Mai 2020
Die Herausgeber Josef Kraus und Walter Krämer stellen in ihrem Band relevante Texte der deutschen Sprache aus tausend Jahren vor unter dem Kriterium "hat die Welt bewegt". Diese Texte werden jeweils von profunden Autoren kurz interpretiert und in den jeweils historischen Kontext eingeordnet.
Nun können natürlich auch diese "Sternstunden" aus der unendlichen Fülle relevanter Texte immer nur eine (subjektive) Auswahl darstellen zwischen Martin Luther, Friedrich Schiller, Wolfgang Borchert, Juli Zeh und Norbert Lammert. Ob all diese Texte dem Kriterium "hat die Welt bewegt", genügen, das mag jeder Leser für sich entscheiden.
Ohne Zweifel jedoch bleibt diese Textsammlung eine hochinteressante Neuerscheinung.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
Melden
Bewertet in Deutschland am 27. April 2018
Die Entwicklung der deutschen Sprache über einen Zeitraum von 12 Jahrhunderten zu schildern gelingt den Herausgebern und Autoren dieses Werkes meisterhaft. An der Einzigartigkeit der deutschen Sprache hat der Leser nach dieser Lektüre keinen Zweifel mehr. Die Sprache als eine Funktion des Denkens spiegelt unter anderem den Hang der Deutschen zur Genauigkeit und zum präzisen Erfassen des Wesentlichen bis hin zum Faustischen wider.
Auch der historische Kontext der jeweiligen Texte wird anschaulich dargestellt und der Leser erfährt manch interessantes historisches Detail. Wer weiß schon, dass die ersten D-Mark-Banknoten in New York gedruckt worden sind?
Nur wenige Autoren können von sich behaupten, ein Buch geschrieben zu haben, welches es so vorher noch nicht gab. Diese Autoren schon!
Dr. med. B. Voß
12 Personen fanden diese Informationen hilfreich
Melden
Bewertet in Deutschland am 4. August 2020
Ausgehend von der Voraussetzung, die „Orgel unter den Sprachen“ (Jean Paul) werde von vielen ihrer Sprecher nicht geschätzt, setzen Josef Kraus und Walter Krämer als Herausgeber eine ausgewählte Sammlung deutschsprachiger Texte dieser vorgeblichen Mißachtung entgegen. Perlen der Belletristik werden versprochen, diese „zeugen besonders klar von ihrer Zeit, haben die Literatur, die Wissenschaft, vielleicht sogar die Welt bewegt oder haben es ihrer Schönheit und Eleganz zuliebe verdient, statt in der literarischen Abstellkammer wieder mehr im Rampenlicht zu stehen“ und „nicht alle sind Teil des bürgerlichen Bildungskanons“.
Josef Kraus (* 1949) war als Lehrer für Deutsch und Sport und Rektor 1987 bis 2017 Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, kritisierte 1993 in Bonn die Rechtschreibreform und begleitet das deutsche Bildungswesen seit Jahrzehnten mit polternder Kritik, da er mit ehrlicher Sorge auf Spaßpädagogik, Bildungsnotstand, Förderwahn, Verwöhnung und Abdriften durch nachlässigen Sprachgebrauch blickt.
Dr. Walter Krämer (*1948), Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der Technischen Universität Dortmund, verfaßte populärwissenschaftliche Literatur zur deutschen Sprache, darunter das Lexikon der populären Sprachirrtümer (2001). 1997 gründete er den Verein Deutsche Sprache, als dessen Vorsitzender er sich besonders gegen die Verwendung von „Denglisch“ einsetzt.
Die beiden Herausgeber sind mit sieben (Kraus) und vierzehn (Krämer) Beträgen und einem Vorwort vertreten, dazu stellen vierzig weitere Verfasser in 96 Beiträgen ihre Lieblingstexte kommentierend vor, durch 1227 Jahre chronologisch geordnet vom ältesten poetischen deutschen Text von 790 (Wessobrunner Gebet) bis zu Norbert Lammert 2017 („Die Landessprache ist deutsch“). Dabei gehe es nicht um Werke, an die man als erstes denkt. Der überwiegende Teil der Verfasser stammt aus Germanistik, Literatur- und Sprachwissenschaft, erstaunlicherweise finden sich aber auch eine MTA-Assistentin, Ökonomen, Politiker (Wolfgang Thierse), Unternehmer und sonstige nicht hauptamtlich mit deutscher Sprache beschäftigte Berufe bis hin zum Erfinder einer besonderen Muskelaufbautechnik; posthum wird gar Alfred Kerl (1867-1948) als Verfasser eingebaut. Außerdem sind längst nicht alle Texte neu für dieses Buch geschrieben, es befinden sich etliche genehmigte Nachdrucke darunter.
Bei den Poeten aus der ersten Reihe sucht man vergebens nach Lessing, Rilke, Kafka, Böll, Grass und Ingeborg Bachmann, dafür stößt man auf allerhand Nichtpoeten wie Bismarck, Fröbel, Röntgen, Konrad Lorenz, Günter Schabowski und Helmut Kohl. Und Marx, Engels, Bebel, Carlo Schmid? – Fehlanzeige! Deutlich eher konservativ als liberal oder gar links davon erscheint die Auswahl der nichtpoetischen Texte.
Unmittelbar in den Geist seiner Zeit führt u.a. der anonyme Spruch von 1468
„Ich leb und waisz nit wie lang
Ich stirb und waisz nit wann
Ich far und waisz nit wahjn
Mich wundert das ich so frölich pyn“
in seiner gelassen heiteren Lebensbejahung den Beginn der Neuzeit markierend.
Die „Teutsche Grammatica“ des Valentin Ickelsamer von 1553 diente als Basis für das Lesenlernen, und wer lesen konnte, erschütterte die Stellung der Kirchenoberen.
„Mozarts Briefdeutsch gehört zum originellsten, das man zitieren kann.“ (Rüdiger Görner) Wie wahr, anläßlich der Geburt seines ersten Kindes schrieb er 1783 seinem Vater:
„Mon trés cher Pére! Ich gratuliere, Sie sind Gros-Papa! – gestern früh ist mein liebes Weib glücklich mit einem grossen, Starken und kugelrunden Buben entbunden worden.“
Oder in Heinrich Heines Wintermärchen von 1844:
„Dummheit und Bosheit buhlten hier
Gleich Hunden auf freier Gasse“
Sprachliche Preziosen für das Kinderzimmer bringen die Lurchi-Geschichten einer bekannten Schuh-Marke ab 1937, in (rechnergesetzter) lateinischer Handschrift:
„Alle, die um’s Feuer kreisen,
Lurchis kühne Taten preisen.
Aus dem Busch schltt’s lange noch:
„Salamander lebe hoch!“
Und selbst Günter Schabowskis Spickzettel von 1989, mit dem er die Mauer wegstammelte, fand Eingang in die Sammlung:
„Das trifft nach meiner Kenntnis…ist das sofort, unverzüglich.“
Der geneigte Leser merkt schon: allein schon diese kleine Zitatenauswahl zeigt, wie kunterbunt die Mischung ist. Allein, was fehlt, ist ein roten Faden bzw. ein Gesamtkonzept. Man stößt sich vor allem daran, daß der Umgang mit den Quellen so unterschiedlich gehandhabt wird: während einige Autoren die Quellen-Texte vollständig abdrucken und kurz kommentieren, überwiegt bei den meisten das Gegenteil: es werden nur ganz kurze Zitat-Häppchen angeboten, umrankt von ausführlichsten Anmerkungen.
Was ist also das Buch? Eine Anthologie oder ein Lesebuch wie einst „Dichter des Volks – Für höhere Schulen“ (1960)? Dafür sind die Zitate zu sehr in der Unterzahl gegenüber den Kommentaren. Ein Literaturlexikon? Dafür fehlt Systematik und Drang nach möglichst Vollständigem. Ein neuer Kanon? Dafür scheint die Auswahl zu willkürlich. „Sternstunden“ im Sinne eines Stefan Zweig werden keinesfalls erreicht. Wer einen etwas sprunghaften Gang durch zwölf Jahrhunderte deutscher Sprache mit abwechslungsreichen und überraschenden Zielen mag, vielleicht als Einstieg für tiefere Lektüre, könnte seine Freude am Buche haben.

Stephan Weidauer (in Die deutsche Schrift 2-2018)
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
Melden