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Kundenrezensionen

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am 4. Februar 2013
Ich glaube, ich werde mit diesem Autor nicht warm.
Nach dem 2. Buch um Henning Juul habe ich nun also auch das 1. gelesen, und komme wieder zu dem gleichen Schluss: gute Geschichte, aber nicht gut erzählt.

Ein Mädchen wird tot aufgefunden, grausam ermordert, die erste Theorie, Ehrenmord, liegt nahe. Doch natürlich ist alles anders als gedacht und Juul, ein Journalist, der 2 Jahre nach einem Brand in seiner Wohnung und dem damit einhergehenden Tod seines kleinen Sohnes wieder beginnt zu arbeiten, löst den Fall.

Das Ganze wirkt mir zu konstruiert, es gibt einige Unstimmigkeiten und ein Erzählstrang erschließt sich mir irgendwie überhaupt nicht.

Die Charaktere bleiben bis auf Juul eher blass. Juul hingegen ist meiner Meinung nach gut gelungen, seine Ängste werden detailreich und authentisch dargestellt, seine (Schuld-)Gefühle bezüglich seines Sohnes sind ergreifend – sprachlich gesehen das einzig wirklich Schöne.

Vor allem am Anfang kam ich mir von der sexuellen Gier einiger Charaktere regelrecht erschlagen vor und wusste damit nicht viel anzufangen.
Insgesamt scheint der Autor gern mit Vorurteilen (gegen Ausländer, gegen Schwule, gegen Frauen, …) zu spielen, für mich leider oft zu plump.

Die Geschichte aber ist spannend, mit vielen überraschenden Wendungen. Mein Anfangsverdacht wurde erst erhärtet, nur um kurze Zeit später wieder entkräftet zu werden.

Auch dieser erste Band endet wieder mit einem fiesen Cliffhanger, Juuls eigene dramatische Geschichte zieht sich sicher durch alle Bände und ich bin sehr gespannt, wie sich am Ende alles aufklären wird.

Trotzdem leider nur 3 Sterne.
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am 30. September 2011
Thomas Engers Debüt Roman ''Sterblich'' ist der Beginn einer Reihe um den Online Journalisten Henning Juul, dem noch fünf Romane folgen sollen, deren Titel auf der Internetseite des Autors schon veröffentlicht sind. Dies lässt hoffen, dass er sich ein großes Ganzes ausgedacht hat und die Entwicklung des Titelhelden und einige angefangene Stränge in der Handlung weisen auch deutlich darauf hin.

Zunächst einmal werden wir tief in die Gedankenwelt des Journalisten Hennig Juul hineingezogen, der nach zwei Jahren wieder seinen ersten Arbeitstag hat, nachdem er bei einem Brand seinen Sohn verloren und selbst schwer verletzt wurde.
Noch immer traumatisiert von dem Brand, versucht er wieder ein normales Leben anzufangen, aber sein erster Blick beim Betreten eines jeden neuen Gebäudes geht zu den Feuermelden oder Brandlöschgeräten, in seiner eigenen Wohnung wechselt er manisch die Batterien der Feuermelder aus und wir ahnen schon, dass noch ein weiter Weg vor ihm liegt.

Aber Juul ist auch ein Top Journalist und gleich am ersten Arbeitstag bei einer Online Redaktion wird er mit einem brutalen Mord konfrontiert, eine Filmstudentin wurde gleichzeitig gesteinigt, ausgepeitscht und verstümmelt. Ausgerechnet mit dem neuen Freund seiner Ex-Frau, für die er immer noch einiges empfindet, muss er nun zusammen arbeiten, was ebenso demütigend ist, wie die Tatsache, dass eine ehemalige Praktikantin jetzt seine Chefin ist. Tapfer schluckt er alles herunter und schafft es dennoch aufgrund seines Instinkts und mit Hilfe eines mysteriösen Informanten aus den Reihen der Polizei, mit dem nur über das Internet Kontakt aufnimmt, den Täter ausfindig zu machen.

Trotz der Brutalität des Mordes, ergeht sich der Autor nicht in seitenlangen, detaillierten Beschreibungen, gewalttätige Szenen werden relativ dezent dargestellt, kein perverser Serientäter ist am Werk, es ist ein Krimi eher nach klassischem Strickmuster und ebensolchem Motiv.
Am Anfang gerät ein zu offensichtlich Verdächtiger ins Visier der Polizei, es geschehen weitere Morde, bald merkt man, dass mehrere Verbrechen miteinander verflochten sind und nachdem Hennig Juul die Stränge entwirrt hat, bietet die endgültig Auflösung angesichts der relativ beschränkten Zahl der beteiligten Personen durchaus noch eine Überraschung.

Ob die Arbeit eines Journalisten realistisch dargestellt wird, vermag ich nicht zu beurteilen, aber sie kommt sehr authentisch und glaubwürdig herüber, etwas befremdlich hingegen fand ich dagegen die wenigen Passagen aus der Perspektive des ermittelnden Kommissars, dessen Gedanken nur darum zu kreisen scheinen, wie er seine attraktive Kollegin ins Bett bekommen könnte.

Thomas Enger versteht es Spannung durch klassische Ermittlungsarbeit, bedrohliche Situationen, Cliffhanger und sogar die eine oder andere Verfolgungsjagd zu erzeugen, ohne dass er eines dieser Stilmittel überstrapaziert, allerdings kann er auch nicht vermeiden, dass die inneren Monologe des Titelhelden die Spannung wieder ausbremsen und manchmal etwas langatmig sind.
Meine größten Schwierigkeiten hatte ich aber mit Hennig Juul selbst, der so von Unglück und Traurigkeit überschüttet, in seinem Leid baden muss, dass der Autor es mir schwer gemacht hat, etwas anderes außer Mitleid und Verständnis für Juul zu empfinden und ihn um seiner selbst willen zu mögen, obwohl natürlich an mehreren Stellen sein nobler Charakter offensichtlich wird, er überlässt zum Beispiel die Lorbeeren für seine Recherchen seinem Partner.

Am Ende bleiben einige Fragen offen, die genug Stoff für die weiteren Romane liefern und auch Henning Juul hat in seiner Trauerarbeit eine entscheidende Stufe genommen, so dass die Serie einiges an Potential zu bieten hat, das in dem Auftaktroman noch nicht völlig ausgeschöpft wurde, der trotzdem ein spannender und intelligenter Krimi geworden ist.
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TOP 500 REZENSENTam 1. September 2011
Bei diesem Buch lohnt sich ein zweiter Blick. Ein sehr interessanter Ermittler und ein außergewöhnlicher Plot bestimmen den Beginn einer neue Krimiserie aus Oslo.

Auf einem Hügel in Oslo wird in einem Zelt eine bizzare Szene vorgefunden. Eine junge Frau ist bis zum Hals in der Erde eingegraben, man hat ihr eine Hand abgeschnitten und sie zu Tode gesteinigt. Wer tut so etwas und hat die Todesart etwas mit der Scharia zu tun. Die Ermordete, eine junge Studentin, hatte einen pakistanischen Freund.Hat sie ihn betrogen und wurde seinem Kulturkreis entsprechend bestraft?.Die Polizei tappt im Dunkeln.
Der Journalist Henning Juul, der nach 2 Jahren Pause seinen Dienst wieder bei der Onelinezeitung 123nyheter antritt, beginnt zu recherchieren.

Dieser Krimi einer neuen skandinavischen Serie ,hat mir ausnehmend gut gefallen. Der Fall ist spannend und gut konstruiert und führt nicht nur Henning Juul immer wieder auf falsche Fährten, sondern ist so geschickt aufgebaut, dass alle Fäden am Ende zu einen einleuchtenden und überraschenden Ende führen. Der Journalist Henning Juul ist eine mehr als interessante Figur,der in diesem Roman auch noch viele Baustellen im privaten Bereich überwinden muss. Sein Sohn ist bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen, bei dem Juul schwer verletzt wurde.Seine Ehe ging darüber in die Brüche und nun muss er sich auf der Arbeit mit dem neuen Lover seiner Exfrau Nora herumschlagen, für die er immer noch Gefühle hegt.Juul ist ein eher introvertierter Typ,der seine Recherche höchstens mit seinem ehemaligen Klassenkammeraden Brogeland, der Polizist ist und an diesem Fall arbeitet, teilt.Er verhilft der Polizei zu wertvollen Informationen, die er auch z. T. seinem Internetinformanten verdankt, dessen Identität dem Leser nicht offenbart wird.
Die Geschichte beginnt gemächlich und steigert sich nach und nach,sodass man immer neugieriger wird,wie sich dieser Fall auflösen wird.Das Ende ist sehr überraschend und ich finde sehr gelungen.

Das Ende des Buches verspricht noch wenigstens einen weiteren Band , auf den ich mich jetzt schon freue.
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am 17. November 2013
Vor knapp zwei Jahren, im September 2007, verlor Henning Juul das wichtigste in seinem Leben. Bei einem Brand in seiner Wohnung starb sein kleiner Sohn Jonas, er selbst erlitt schwere Verbrennungen, die ihn entstellten. Auch sein Gesicht ist durch den Brand gezeichnet worden, er jedoch hat überlebt, im Gegensatz zu seinem Kind. Was jedoch am schwersten wiegt ist die Ungewissheit: Hat er das Feuer, in dem sein Kind zu Tode kam, selbst verursacht?

Es dauerte lange, bis Henning sich von seinen Verletzungen erholt hat, aber im Juni 2009 ist er soweit wieder hergestellt, dass er seiner Tätigkeit als Journalist wieder nachgehen kann. Sein Arbeitgeber [...] hat trotz seiner langen Auszeit an ihm festgehalten. Ein ruhiger Einstieg ist Henning jedoch nicht gegeben, denn sein Nachrichtenredakteur schickt ihn gleich zu einer Pressekonferenz. Eine junge Frau wurde tot in einem Zelt aufgefunden - allem Anschein nach wurde sie gesteinigt. Handelte es sich hierbei um einen sogenannten "Ehrenmord"?

Bei dem Opfer handelt es sich um die 23-jährige Studentin Henriette Hagerup und auch wenn alles nach einem Ehrenmord aussieht, glaubt Henning von Anfang an nicht an diese Theorie. Sein Spürsinn sagt ihm definitiv, dass mehr dahinter steckt, als es den Anschein hat. Mit Hilfe einer "Quelle", von der Henning selbst nicht genau weiß, um wen es sich handelt, findet er tatsächlich heraus, dass es ein anderes Motiv geben muss. Aber wer hatte einen Grund, die überaus begabte junge Frau so grausam zu ermorden? Henning ermittelt auf eigene Faust und kommt dem Täter gefährlich nahe ...

Der 1. Band der Henning-Juul-Reihe! Der Plot wurde abwechslungsreich und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass es sich bei dem Protagonisten nicht um einen typischen Helder bzw. Ermittler handelt, sondern um einen schwer traumatisierten Journalisten, der mit seinem Verlust nicht abschließen kann bzw. den die Zweifel fast zerfressen, ob er selbst Schuld an dem Unglück war, dass ihm das liebste auf der Welt genommen hat. Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei mir hier besonders gut gefallen hat, dass einige Figuren sich im Laufe des Buches als ganz anders herausstellen, als sie auf den ersten Blick sind. Diese Wandlungen sind dem Autor sehr gut gelungen. Mein Herz habe ich allerdings an den Journalisten mit dem gebrochenen Herzen verloren, der trotz seiner Zweifel und seines Verlustes, den Dingen auf den Grund geht, obwohl er es nicht vermag, das Rätsel um seinen eigenen Verlust zu lösen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, auch wenn ich, wie nicht anders zu erwarten, mit den norwegischen Bezeichnungen einiger Orte so meine Liebe Not hatte und ich hätte mir an einigen Stellen doch etwas mehr Thrill gewünscht. Dennoch handelt es sich hierbei um einen sehr gelungenen Auftakt und ich freue mich jetzt schon auf den 2. Band der Reihe "Vergiftet", der sich zum Glück bereits in meinem Besitz befindet.
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am 23. Januar 2014
Ich mag Krimis aus Dänemark, Schweden, etc. Es wird nichts beschönigt, detailliert das Verbrechen beschrieben, aber trotzdem sind die Geschichten ruhiger, als andere. Das ist so, als würde man einen schwedischen mit einem amerikanischen Film vergleichen. Der Schwedische kommt ohne dieses Effekt-heischen aus. Und dieser ist wieder toll geschrieben mit unterschiedlichen Handlungsstränge und einem überaschenden Ende.
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HALL OF FAMEam 10. September 2006
Der neue Roman von Sandra Brown hat mir deutlich besser gefallen, als "Envy - Neid" (der Roman, den ich als letztes von ihr gelesen habe), allerdings muss ich sagen, dass ich trotzdem mittlerweile deutlich bessere Romantic Suspense Autorinnen kennelernen durfte (Karin Slaughter, J.D. Robb, etc.). Sandra Brown zeichnet sich zwar durch einen sehr flüssigen und angenehmen Sprachstil aus (deswegen liest man ihre Romane auch trotz kleinerer oder auch größerer Mängel weg wie nichts), aber leider ist auch "Rage - Zorn" zu vorhersehbar. Zwar führt einen die Autorin ein wenig aufs Glateis, da sie im Laufe des Romans gleich mehrere Verdächtige ins Rennen schickt, aber es ist trotzdem nicht schwierig die Lösung zu erraten.

Gut gefallen hat mir noch die Vergangenheit von Paris und Dean. Die Rückblenden in ihre Vergangenheit waren spannend und haben dem Roman Tiefe verliehen. Wiederum nicht jedermanns Sache dürfte der Fall an sich sein. Sexspiele, Jugendliche und Perversionen dürfte nicht jeder lesen wollen. Die Autorin übertreibt es hier zwar nicht mit Details, aber so manches Mal habe ich das Geschilderte doch als befremdlich empfunden. Vielleicht bin ich naiv, aber das Jugendliche sich in einem Sexclub treffen und dort eigentlich schon mal jeder mit jedem intim gewesen ist, finde ich schon etwas befremdlich. In diesem Zusammenhang habe ich auch Deans Reaktion nicht nachvollziehen können, als er erfährt, das sein Sohn ebenfalls in diesem Club aktiv ist. Ich denke, hier geht es nicht um "zu viel getrunken" oder "mal eine Joint geraucht", von daher fand ich Deans Reaktion ein wenig lapidar.

Nichts desto trotz bietet Sandra Brown mit ihrem neuen Romantic Suspense Thriller nette Unterhaltung, aber leider erneut keinen Volltreffer.
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am 14. Februar 2006
Paris Gibson erhält während ihrer nächtlichen Radioshow einen Anruf, der sie bis ins Mark erschüttert. Ein Mann kündigt an, seine Geliebte, die er entführt hat, in drei Tagen umzubringen, weil die Moderatorin ihr angeblich geraten hatte, sich von ihm zu trennen. Paris wendet sich an die Polizei, auch wenn es keine Anhaltspunkte dafür gibt, wer das Opfer sein könnte, und ob es sich nicht bloß um einen schlechten Scherz handelt. Als ein Polizeipsychologe hinzugezogen wird, erlebt Paris eine Überraschung. Bei dem Beamten handelt es sich um Dean Malloy, mit dem sie und ihr verstorbener Verlobter einst eng befreundet waren. Dean ist aus mehreren Gründen daran gelegen, das Verbrechen rasch aufzuklären. Sein halbwüchsiger Sohn scheint in die Affäre verwickelt, und der Täter scheint Paris sehr nahe zu sein.
Sandra Brown kann mit Fug und Recht als eine Grande Dame des Romantic-Suspense-Genres bezeichnet werden. Seit vielen Jahren liefert sie Unterhaltung, die meist nicht nur handwerklich sondern auch inhaltlich auf hohem Niveau ist. Dieser Roman bildet da keine Ausnahme. Ein spannender Wettlauf mit der Zeit beginnt für die Protagonisten. Das vermeintliche Verbrechen stellt sich rasch als echter Fall heraus, in dem sich Abgründe rund um Sex und Gewalt auftun. Perversitäten und jugendliche Opfer dürften dabei nicht jedermanns Geschmack sein. Die Autorin geht jedoch behutsam mit dem Thema um, wird nicht zu detailliert. Die Liebesgeschichte ist ob der gemeinsamen Vergangenheit von Held und Heldin sehr komplex. Auch dieser Erzählstrang vermag zu fesseln. Ein weiterer Volltreffer der Bestsellerautorin, die Gott sei Dank fleißig weiter schreibt.
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Zwei Jahre hatte Henning Juul, Journalist einer Osloer Internetzeitung, eine Auszeit genommen, um sich von den Folgen eines Wohnungsbrands zu erholen, bei dem sein kleiner Sohn ums Leben kam. Nun ist er an seinem Arbeitsplatz zurück und gleich mit einem brisanten Fall betraut. In einem Waldstück wurde die grausam zugerichtete Leiche einer jungen Frau gefunden. Alles deutet auf Ehrenmord hin, doch Henning kommen bald Zweifel.

Vor dem Wohnungsbrand war Henning Juul der Enthüllungsreporter bei 123nyheter. Doch nun kehrt er als gebrochener Mann zurück, der noch lange nicht über den Tod seines Sohnes hinweg ist, seine Narben trägt der Journalist nicht nur äußerlich. Hinzu kommt auch noch, dass er gleich am ersten Arbeitstag seiner Ex-Frau bei der Pressekonferenz zu dem Mordfall über den Weg läuft und diese nun mit seinem Kollegen befreundet ist. Umso verbissener stürzt sich Henning nun in den Fall um den Mord auf dem Ekeberg, bei dem die Ermittler von einem Ehrenmord ausgehen. Doch kaum befasst sich Henning intensiver mit dem Fall, kommen ihm erste Zweifel und seine Recherchen gehen in eine vollkommen andere Richtung.

Thomas Engers Debüt-Thriller um seinen Protagonisten Henning Juul ist ein typisch skandinavischer Thriller, er ruhig, düster und nachdenklich angelegt, verbunden mit einer Story, die vielschichtiger nicht sein könnte. Entsprechend lernt man auch erst einmal Henning Juul ein wenig näher kennen. Ein Mann, der innerlich wie tot ist, den Alpträume plagen und der immer wieder die Szenen des Wohnungsbrandes durchlebt. Aber bevor es zu melancholisch werden kann, schwenkt Thomas Enger um und steigt in die Geschichte um den Mord an einer jungen Studentin ein.

Der Tatort auf dem Ekeberg gleicht einem Hinrichtungsort, die junge Frau wurde in ein Erdloch eingegraben und gesteinigt. Dies sieht alles nach einer Strafe nach den Regeln der Scharia aus und Hennings Studienfreund, welcher die laufenden Ermittlungen leitet, bearbeitet den Fall auch in dieser Richtung. Doch Hennings Spürnase hat ihn auch nach dem schrecklichen Schicksalsschlag nicht verlassen und so entwickelt sich der Fall äußerst vielschichtig und wendungsreich.

Die Spannung baut Thomas Enger langsam, dafür aber kontinuierlich auf, zudem legt der Autor auch immer mal wieder falsche Fährten aus, verunsichert einem damit in Bezug auf Mörder und Motiv und reizt hierdurch die Neugier. In einem fesselnden, aber eher ruhig gehaltenen Schreibstil versteht es der Autor sehr gut, einen spannenden wie komplexen Thriller zu erzählen, der zudem mit Charakteren aufwarten kann, die zwar durchaus problembehaftet sind, aber detailreich beschrieben werden und dabei überzeugend und glaubwürdig agieren.

Fazit: Gelungener Auftakt der Thriller-Serie um den Enthüllungsjournalisten Henning Juul.
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am 15. November 2011
Hier stimmt einfach das ganze Konzept. Das Buch ist spannend von Anfang bis zum Ende und die Stimme von Matthias Brandt macht das Hörbuch zu einem Erlebniss. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn dies der Anfang einer Serie is.
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am 28. November 2013
Ich lese derzeit viele Bücher, die es für den Kindle günstig gibt. Nicht alle taugen was. Dieser Krimi hat mich sehr positiv überrascht. Zwar fängt er etwas mühsam an, aber nachdem er erstmal in die Gänge kommt, bleibt er spannend bis zum Schluß. Wer zu früh aufgibt und ihn als langweilig zur Seite legt, verpasst einen sauber und vielschichtig geschriebenen Kriminalroman. Für manchen mögen die norwegischen Namen und Ortsbezeichnungen nervig sein, aber das ist ja bei allen Skandinavienkrimis ähnlich. Da muss man durch (und wenn man mal in Norwegen Urlaub gemacht hat, freut man sich sogar drüber). Mir gefiel auch, dass dieser Krimi mit erstaunlich wenig Brutalität und Widerlichkeiten auskommt, wie das heute sonst so üblich ist. Klar, der Mord an sich ist hässlich genug, aber wenigstens wird man nicht seitenweise mit Beschreibungen aus der Pathologie genervt. Das ist sicher nicht mein letzter Krimi von Thomas Enger. Und beim nächsten bleibt auch zu hoffen, dass er von Anfang an etwas mitreißender wird. Die Handlungspersonen kennt man ja nun.
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