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Mit "Heldentod", dem vierten Band der "Next Generation"-Serie, werden die Ereignisse um die Borg weitergeführt, die in den vorherigen Bänden begonnen haben. Peter David, der als Autor der "Star Trek"-Buchreihe "Die Neue Grenze" tätig ist, zeigt mit der vorliegenden Story, warum er zu den beliebtesten Autoren im "Star Trek"-Kosmos zählt. Mit Admiral Janeway, Seven of Nine, Botschafter Spock und Captain Calhoun sind nur einige der Gastcharaktere erwähnt, die einen Auftritt absolvieren und der Geschichte deutlich an Tiefe verleihen. David schreibt schnell, fesselnd und spannend.

Die Story entwickelt sich an mehreren Schauplätzen parallel, bevor sie zu einem furiosen Finale verknüpft wird, das tragische Folgen mit sich bringt. Hier wird erstmals die ganze Tragweite und Gefährlichkeit, der neuen, veränderten Borg deutlich. Auch die Differenzen zwischen den Protagonisten auf der Enterprise, die bereits in den vorherigen Folgen der Reihe aufgebaut wurden, werden weitergesponnen und entladen sich in einem bedrohlichen Konflikt. Gut in Szene gesetzt handeln alle Mitglieder der Besatzung ihrem Charakter entsprechend und entwickeln sich im Verlauf des Bandes weiter.

Zudem beweist der Autor sein enormes Wissen über das "Star Trek"-Universum, indem er immer wieder kleine Verweise in den Text einbaut, die an die Fans der Serie gerichtet sind. So sinniert der Chefingenieur über die Computerstimme der Enterprise nach, die ihn jedes Mal aufs Neue an die Mutter von Deanna Troi erinnert. Star Trek Fans wissen, dass Majel Roddenberry, die in der TV-Serie die Mutter von Troi verkörperte, dem Hauptcomputer der Enterprise in der Serie und den Filmen tatsächlich ihre Stimme lieh.

Fazit:
Ein Roman, der mit einer ordentlichen Portion an Action und Spannung aufwarten kann. Die Story wird zügig aufgebaut und die Unterhandlungen miteinander verknüpft. Es gibt ein Wiedersehen mit vielen Gastcharakteren und auch der Humor kommt in Form von versteckten Hinweisen, die für Fans sofort ersichtlich sind, nicht zu kurz. Ein Roman, der uneingeschränkt empfohlen werden kann!
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Aller Warnungen zum Trotze begibt sich Vize-Admiral Janeway, ehemaliger Captain der U. S. S. Voyager, mit dem Forschungsschiff Einstein zum stillgelegten Borgkubus (vgl. TNG Relaunchband #2 Widerstand"). Selbst ein mysteriöses Erscheinen von Lady Q, die dringend davon abrät, dass sie sich dorthin begibt, schlägt sie in den Wind. An Bord eingetroffen erfährt sie jedoch die grauenhafte Wahrheit hinter den Warnungen. Der Kubus absorbiert sie.
Auf der Erde kann Prof. Hansen alias Seven of Nine die Schwierigkeiten des Admirals spüren. Sie begibt sich zu Calhouns Nemesis Admiral Edward Jellico (TNG: Geheime Mission auf Celtris III") und bittet, dass man sofort einen Rettungsversuch unternimmt. Zwar kann Seven ihren Verdacht nicht belegen, doch fragt Jellico tatsächlich beim Team nach und erhält auch eine zufriedenstellende Antwort. Was er jedoch nicht weiß ist, dass die Borg trickreich vorgegangen sind und die Crew schonend" assimiliert haben. Die Besatzung der Einstein trägt lediglich am Hinterkopf Implantate. Außerdem übertragen sie ein falsches Bild an den Admiral. Janeway hingegen ist bereits komplett zur Borgkönigin umfunktioniert worden. Da Jellico damit ruhiggestellt wurde, versucht Seven auf eigene Faust zum Kubus zu gelangen und chartert einen Spacejockey ohne ihm den Grund mitzuteilen. Die Thunderchild hält diesen zunächst auf, aber er kann sie trickreich überwinden und gen Kubus fliegen. Als sie einen Albtraum hat, überwältigt sie den Piloten Grim und fliegt einige Zeit weiter. Danach entschuldigt sich Seven auf ihre Art bei ihm und bittet darum, von ihm auf Vulkan abgeladen zu werden. Dort befindet sich die Enterprise. Da Picard bereits Erfahrungen mit den Borg und Befehlsverweigerungen hat, möchte sie von diesem zum Kubus gebracht werden...

Kritik:
Ich muss zugeben, dass ich ein langjähriger und voreingenommener Peter-David-Fan bin. Heldentod" ist der unumstrittene Höhepunkt des Relaunches. Erneut hat Peter David sein Können erwiesen, dass jeder seiner Romane einschlägt wie eine Bombe. Mit Heldentod" bekommt sein ultimativer Borgroman Vendetta" eine indirekte, aber konsequente Fortsetzung. Fast könnte man der Meinung sein, dass die Autoren von Fernsehepisoden Davids Bücher gelesen und dort geklaut haben! Seven of Nine ist kein Novum. Bereits bei Vendetta" gelang es, eine Frau dem Kollektiv zu entreißen, allerdings mit tragischen Folgen. Das Misstrauen und die Paranoia gegenüber Wechselbälgern hat David bereits ein Jahr vor Einführung des Dominion in Die Belagerung" verwirklicht!
David blufft nicht, er macht. Und wenn es heißt, dass ein etablierter Hauptseriencharakter dran glauben muss, dann ist das so. Es gibt dann keine klischeereiche und unmögliche Rettung in letzter Sekunde. Ist doch ein etablierter Hauptcharakter, wird schon gut gehen... Pustekuchen. Stört ihn die Diskussion, ob ein Himmelskörper jetzt ein Planet oder Zwergplanet ist? Adios Muchachos! Bei ihm ist man sich nicht sicher. Da werden dann auch schon mal Kinder um die Ecke gebracht (TNG: Planet der Waffen"), die so manch anderer Autor durch irgendeine wundersame Aktion gerettet hätte.
Er kennt sich aus im Star Trek Universum wie kein Zweiter und es ist mir bis heute nicht gelungen, nachzuvollziehen, wie das bei den ganzen Folgen, Filmen und Romanen möglich ist. Der Autor bezieht sich ja nicht nur auf Folgen oder Filme, sondern hüpft mal so eben auch durch Stationen von Romanen und Comics, verknüpft Kleinigkeiten zu einem großen Ganzen. Es gibt unerwartete Gaststarauftritte, die das ganze episch werden lassen. Und auch wenn - zugegebenermaßen - die Charakterisierung der Seriendarsteller nicht immer ganz gegeben ist (wer hat Crusher schon mal an einem Andenkenstand erlebt, wie sie nach Schnäppchen giert?), so wirken die Charaktere bei David immer sehr lebendig. Bei jedem seiner Bücher läuft die Handlung wie bei einem Film vor dem inneren Auge des Lesers ab. Dabei wechseln sich Dramatik und (teils alberner) Humor sprunghaft ab. Etwas, was auch beispielsweise Disney-Zeichner und Autor Don Rosa meisterhaft versteht. Die beiden gleichen sich sehr. Selten bekommt man in einem Roman wie bei David eine Gänsehaut in einer Szene.

Es gibt viel zu viele Höhepunkte, als dass man sie alle aufzählen könnte. Imposant ist wohl, wie die selbstgefällige Q es kalt den Rücken herunterläuft, als die Borgqueen ihr droht, dass ihr Kontinuum als nächstes dran ist. Vor allem, nachdem sie obwohl Lady Q" sich zunächst versteckt hielt, die Königin ihre Präsenz dennoch gespürt und jedes Molekül (geht das überhaupt bei einem allmächtigen Wesen? Die Borg machen es möglich!) untersucht hat.
Fazit:
Der Roman erhält von mir die volle Punktzahl und die Bestnote. Wer es noch eine Nummer größer braucht, als einen riesigen Borgkubus gegen die Maschine des Jüngsten Gerichts kämpfen zu sehen, dem ist nicht mehr zu helfen...
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am 28. September 2014
...mit einer neuen noch übleren Technik der Vernichtung durch einen neuartigen Kubus, der alles bisher Dagewesene alt aussehen lässt. Picard, der seit seiner Zeit als Locutus die Stimmen des Borg-Kollektivs hört, und herausfinden will, was die Borg als nächstes vorhaben, widersetzt sich den Befehlen der Admiralität, obgleich er durch sein Verhalten im Band 2 "Widerstand" haarscharf an einem Militärgerichtsverfahren vorbeigeschrammt ist, als er die Gefahr für die Erde und Föderation erkennt. Dabei plant er, eine besondere Waffe zum Einsatz kommen zu lassen, gegen die bereits Kirk und seine Mannschaft gekämpft hatte.

Unterstützung erhält Picard von Botschafter Spock und Seven of Nine, die sich um Admiral Janeway sorgt, da sie sich gegen den Willen ihrer Vorgesetzten auf den Weg zum Borg-Kubus gemacht hatte, als der noch ohne Leben schien. Weniger Unterstützung erhält Picard von einigen neuen Crew-Mitglieder, die einen Aufstand proben, als sich der Captain erneut gegen direkte Befehle des Sternenflottenoberkommandos wendet.

Das Buch wäre als Film ein großrtiger Blockbuster. Teilweise ist es schon zu gut und so voller Dramatik, Action, Spannung, dass es kaum noch zu toppen scheint.
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"Nicht schon wieder die Borg!" war mein erster Gedanke, als ich das Cover dieses Romans zum ersten Mal sah. Bis zum Film "Der erste Kontakt" waren die Borg spannende und bedrohliche Gegner, bis es bei Voyager zu einer wahren Inflation von Borg-Episoden kam. Glücklicherweise konnte mich dieser Roman wirklich positiv überraschen, denn die Bedrohung durch die Borg erhält hier ganz neue Maßstäbe.

Mit der Inhaltsangabe möchte ich mich diesmal zurückhalten, um nicht zuviel zu verraten, denn gleich das erste Kapitel hält eine Überraschung parat. Nur soviel: Die Borg haben sich in der Zwischenzeit technisch weiterentwickelt: Assimilieren oder gar einfach nur zerstören ist Schnee von gestern. Der neuartige Borgkubus, mit dem es die Föderationsschiffe hier zu tun bekommen, bringt für diese wirklich sehr unangenehme Konsequenzen mit sich. Und natürlich hält er direkt auf die Erde zu...

Das klingt vielleicht alles andere als originell und wie der x-te Aufguss alter Borg-Storys. Aber Peter David wäre nicht Peter David, wenn er scheinbar ausgelutschte Geschichten nicht spannend, phantasievoll und bei aller Dramatik auch humorvoll erzählen könnte. Obwohl die Handlung reichlich Potenzial für Raumschlachten epischen Ausmaßes gehabt hätten, halten sich die Actionszenen in Grenzen - zum Glück! Viel spannender sind die Konflikte zwischen den Charakteren untereinander. Im letzten Roman "Quintessenz" hatte ich ja noch den Eindruck, dass die familiäre Atmosphäre wieder zu spüren war, die TNG seinerzeit ausmachte. Nun gut - ich habe mich geirrt. In "Heldentod" kracht es ganz gewaltig zwischen den Crewmitgliedern der Enterprise, und eine tiefe Kluft zwischen den alteingesessenen und neuen Offizieren tut sich auf. Man darf gespannt sein, wie sich die Beziehungen untereinander in den späteren Romanen weiterentwickeln. Neben Seven of Nine haben noch weitere "Gaststars" ihren Auftritt, mit denen ich nun wirklich nicht gerechnet hätte. Dieser Roman beweist uns eindrucksvoll den großen Vorteil der Relaunch-Serie: Im Gegensatz zu den früheren Romanen muss nicht jedesmal am Ende die Ausgangssituation wieder hergestellt werden. So nimmt die Geschichte hier eine dramatische Entwicklung, die in den alten Star Trek-Romanen einfach nicht möglich gewesen wäre. Das Ende war für mich jedenfalls schwer zu verdauen.

Peter David hat mal wieder bewiesen, warum er zur absoluten Crème de la Crème unter den Star Trek-Romanautoren gehört. Kaum ein anderer Autor schreibt so packend, bildreich und unterhaltsam wie er. Wenn ich überhaupt etwas an diesem Roman auszusetzten hätte, dann war es ein Satz, den eine gewisse Person von sich gab und der mich wirklich auf die Palme brachte. Wer wissen will, was ich meine, kann ja mal unten auf Seite 168 nachschauen. Ansonsten ist der Roman wirklich grandios.

Die TNG-Relauchserie, die nicht sehr überzeugend begann, konnte sich mit jedem Roman steigern. "Heldentod" stellt den vorläufigen Höhepunkt der Reihe dar. Ich bin sehr gespannt, was uns Teil 5 bringt, die Messlatte liegt jedenfalls jetzt sehr hoch.
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am 30. Juni 2012
Nach längerer Buchabstinenz hatte ich mich auf diesen Band gefreut. Was mir nach kurzer Zeit etwas auf den Keks ging, waren schon erwähnten Verweise auf die alten TV-Folgen. Ab und an wäre es ja ganz witzig, aber nicht in dieser Menge. Da gingen mir ein paar farbige Metaphern durch den Kopf. Na ja, davon abgesehnen wunderte es mir kaum, dass es neben Kate Janeway nur zwei Admiräle auf der Erde gibt. Aber ganz ehrlich, zwergplanetenfressende Borgwürfel sind etwas zu sehr since-fiction, oder nicht? Irgendwie war ich froh, als ich am Buchende angelangt war.
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am 27. September 2012
Heldentod ist in einigen Dingen einzigartig, es gibt ein "Wiedersehen" mit Seven, Spok, Lady Q und natürlich auch mit der "Borg-Königin", des Weiteren gibt es mehrere Kämpfe die von kleinen Seven überŽs "Mittlere" (Pride, Enterprise etc.) ins "Große" Sektor 001, Föderation etc. gehen und es wurden die Borg "wiederbelebt" mit durchaus guten Ideen.
Und genau hier liegt die Stärke aber auch die Schwäche des Romans, der Aufbau der Geschichte ist am Anfang wirklich sehr sehr gut und man wird inŽs Buch "assimiliert" aber man bekommt den Eindruck, dass es ab den 2ten 3tel des Buches einfach viel zu schnell geht. Alleine der Kampf um die Enterprise ist meiner Meinung nach einfach viel zu einfach gestrickt worden. Auch hier war der Aufbau super aber dann kommt es mir einfach, einfach vor...
Nach den vielen positiven Rezessionen und nach Destiny bin ich vielleicht auch mit einer viel zu großen Erwartungshaltung an das Buch gegangen und wurde so leider ein wenig enttäuscht weshalb ich wirklich nur 3 Sterne geben kann.
Heldentod hätte (meiner Meinung nach) eine Teilung in 2 Romane einfach besser getan.

p.s. Am Ende steht wieder ein Anfang ... wird man verstehen, wenn man den Roman kennt ;)

Mein Tipp: Destiny 1-3 *****+ ohne Einschränkung :)
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am 17. Juli 2010
Peter David hat mit "Heldentod" eine Borg-Geschichte geschrieben, die den bisher besten Roman in Cross Cults TNG-Reihe darstellt und den Borg eine willkommene, seit Einführung der Borg-Königin in "Der Erste Kontakt" längst überfällige weitere Stufe in ihrer Evolution erklimmen und sie somit endlich wieder uneingeschränkt beängstigend erscheinen lässt.

Die Borg haben sich nach ihrem kleinen, niedergeschlagenen Aufbegehren in "Widerstand" wieder gesammelt und mithilfe von "alten Verbündeten", die sich bislang sehr zurückhielten--diese Mechanik wird hoffentlich in der "Destiny"-Reihe zumindest ein wenig eingehender behandelt--die nahezu garantierte Chance, der Erde den Garaus zu machen. Einem vermeintlich unbesiegbaren Gegner kann die Enterprise nur mit einer vermeintlich unbesiegbaren Waffe entgegnen, und so entscheidet Captain Picard entgegen aller Befehle, solch eine Waffe zu finden.

"Heldentod" lebt natürlich von seiner Action-Story, die im Vergleich zu "Widerstand" weitaus origineller und beeindruckender ausgefallen ist, aber Peter David setzt auch sehr guten Fokus auf verschiedene Konflikte, die bei der Betrachtung sowohl der Borg als auch der Sternenflotte in den Sinn kommen. So geht es um Loyalität und blinden Befehlsgehorsam, Pragmatismus und Idealismus, Logik und Ideologie. Stimmen in anderen Rezensionen, die das (vage ausgedrückt, um keine Spoiler in die Welt zu setzen) tragische Ereignis auf der Enterprise für unlogisch oder unmöglich halten, möchte ich entgegensetzen, dass die gesamte Lebensspanne dieses Ereignisses von diesen personellen und systemischen Konflikten genährt und ausgespielt wird, auch wenn sie etwas unerwartete aber sinngemässe Konsequenzen hat.

Was soll ich zu der neuen Geschmacksrichtung der Borg sagen? Die Borg sind mit ihren neuen Methoden endlich wieder interessant. Obwohl ihre (Weiter?)Entwicklung die Borg wieder näher an den Status des Mysteriums führt, das sie in den ersten beiden Auftritten in der Fernsehserie waren, beschreibt mir David in "Heldentod" zugleich zuviel und zuwenig der neuen Vorgehensweise dieser Rasse. Er hat einen Mittelweg eingeschlagen, der genügend Sinn macht, um die Borg nicht komplett mysteriös erscheinen zu lassen, hält sich mit seinen Ausführungen aber so bedeckt, dass es als Leser ab und an frustrierend ist, die neue Mechanik verstehen zu wollen aber nicht zu können. Für dieses Manko entschädigt hoffentlich die "Destiny"-Trilogie.

Die neuen Offiziere, die im dritten TNG-Band, "Quintessenz", vorgestellt wurden, kommen hier zu guten Einsätzen, wenn ihnen vom Autor auch unheimlich einseitige Ziele verschrieben wurden. Die anderen Gaststars aus zwei nicht-TNG-Serien--Seven of Nine, die nach dem Gerede über sie in "Widerstand" nun tatsächlich eine Hauptrolle spielen darf, und eine andere, sehr beliebte Figur, die für mich einen komplett unerwarteten aber umso bedeutungsvolleren Auftritt hinlegt--sind von Peter David sehr gut gezeichnet und schaffen eine gute Balance zu den Nebenfiguren der Enterprise-Besatzung. Der titelgebende Heldentod steht zum Rest der Geschichte leider etwas im Hintergrund, was für die Figur, die ihn stirbt, aber eine zynische Lehre bedeuten mag.

Trotz kleiner Tücken ist "Heldentod" ein Roman, der mitreisst, und um Längen der bisher beste der TNG-Serie seit dem letzten Kinofilm. Während ich mich beim Lesen von "Widerstand" noch ständig mit dem Hintergedanken "nicht schon wieder die Borg" herumschlagen musste, war ich beim Lesen von "Heldentod" Seite um Seite daran interessiert, was als nächstes passieren würde, und stets von der Weiterentwicklung der Borg sowie von den persönlichen und personellen Konflikten auf der Enterprise beeindruckt.
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am 16. Mai 2010
Nachdem die ersten drei neuen TNG-Romane im "Relaunch" doch eher mittelmäßig waren, habe ich mit gedämpften Erwartungen schließlich zum vierten gegriffen. Dass es diesmal schon wieder um die Borg gehen würde (was im zweiten Roman "Widerstand", der nichts als ein lauwarmer zweiter Aufguss des Films "First Contact" ist, voll in die Hose gegangen war) hat mich zunächst nichts Gutes erwarten lassen. Aber immerhin ist "Heldentod" von Peter David, bekannt als einer der besten Star Trek-Autoren. Und tatsächlich: Diesmal wurde ich nicht enttäuscht!

Gleich von Beginn an fesselt Davids lockerer, kreativer und humorvoller Schreibstil. Liebevoll ironisch zeichnet er nicht nur die bekannten Figuren, sondern auch neue Nebencharaktere und beweist darüber hinaus, dass er mit allen Details des umfangreichen Star Trek-Universums bestens vertraut ist. Außer der um Kadohata, Leybenzon und T'Lana (vgl. Vorgängerroman "Quintessenz") erweiterten TNG-Crew dürfen wir uns diesmal über Gastauftritte von Seven of Nine und Admiral Janeway aus "Voyager" freuen, über die weibliche "Lady Q" und, ebenfalls zentral für die Story, Botschafter Spock. Auch Captain Calhoun aus der Romanreihe "Neue Grenze" tritt kurz auf. Und auch die Borg zeigen sich diesmal von einer tatsächlich erfrischend neuen Seite -- das ständige Wiederaufkochen des ewigselben Assimilierens und Remodulierens hat endlich ein Ende.

SPOILER: Wer nichts über die Handlung erfahren will, um sich die Spannung zu bewahren, sollte diesen Absatz überspringen!

Der in "Widerstand" tot zurückgelassene Borg-Kubus erwach zu neuem Leben. Janeway wird assimiliert und in die neue Borg-Königin verwandelt. Seven of Nine ahnt dies voraus und macht sich gegen ihre Befehle auf den Weg zum Kubus. Die Borg haben inzwischen einen Evolutionssprung gemacht und assimilieren nicht länger Völker und Technologien, sondern "absorbieren" sie -- auf diese Weise vernichten sie etwa auch den Planeten(?) Pluto, als sie sich auf dem Weg zur Erde befinden: Der Borg-Kubus "frisst" die Materie und wandelt sie unmittelbar um, so dass der Kubus wächst. Picard wird klar, das nur eins die Borg diesmal aufhalten kann: Der Planeten-Killer (aus der klassischen TV-Folge gleichen Namens, bzw. dem ebenfalls von Peter David geschriebenen TNG-Roman "Vendetta", der in den 90ern bei Heyne erschien). Deswegen ignoriert er direkte Befehle seiner Vorgesetzten, um zu dem Weltraum-Museum zu fliegen, wo er sich befindet, in der Hoffnung, ihn reaktivieren zu können. Den neuen Crewmitgliedern Leybenzon, Kadohata und besonders Counselor T'Lana schmeckt das gar nicht, so dass sie meutern und das Kommando in ihre Gewalt zu bringen versuchen ... Janeway findet schließlich ihr Ende, als der Kubus schlussendlich doch zerstört werden kann.

SPOILER ENDE.

Kleinere Kritikpunkte mag man an der Story auszusetzen haben: Musste es wirklich wieder so bombastisch sein? -- wieder einmal hängt das Überleben des gesamten Planeten Erde nur an der Enterprise. Und Janeway als Borg-Queen? Auch war Peter David schon kreativer, wenn er sich weniger stark an Vorgaben halten musste. Aber diese kleinen Kritikpunkte ändern nichts daran, es mit einem sehr gut geschriebenen, fesselnden Roman zu tun zu haben. Die Figuren sind sehr gut getroffen, insbesondere Worf, für den der Leser besonderes Mitgefühl aufbringen kann. Der für TNG-Verhältnisse geradezu frevelhafte Schritt, den neuen Teil der Crew gegen Picard meutern zu lassen, ist glaubwürdig dargestellt. Botschafter Spocks Gastrolle wirkt zu keiner Zeit aufgesetzt, sondern trägt das Ihre zur Geschichte bei. Und auch der Rückverweis auf den früheren Roman desselben Autors, "Vendetta", bringt einen interessanten Aspekt mit sich. Nicht zuletzt aber ist es Peter David gelungen, die inzwischen schon reichlich ausgelutschten Borg tatsächlich von einer neuen Seite zu zeigen und somit wieder interessant zu machen.

Zur "technischen" Seite: Der Einband vom Cross Cult-Verlag macht einen gewohnt guten Eindruck und besonders positiv hervorzuheben ist der Umstand, dass sich diesmal Rechtschreib- und Kommafehler, die in früheren Veröffentlichungen des Verlages arg zahlreich waren, diesmal sehr in Grenzen halten.

Also rundum gelungen, absolut lesenswert und der bisher beste der TNG-"Relaunch"-Romane!
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am 12. Juli 2014
Manche Star-Trek-Romane lesen sich ein bißchen mühsam. "Heldentod" hingegen ist ein echter Pageturner. Zur Story möchte ich hier keine inhaltlichen Details anführen, um nicht zu spoilern. Das Titelbild, das Seven of Nine und einen Borgkubus zeigt, sagt eigentlich genug. Wer mehr wissen möchte, möge einfach den Klappentext lesen.

Soviel aber verrate ich: "Heldentod" ist einer der spannendsten Star-Trek-Romane überhaupt (und ich habe die allermeisten, die in den 90ern bei Heyne erschienen sind, gelesen). Die Story entwickelt sich rasant und actionreich, und die Figuren werden so dargestellt, wie man sie aus der Serie kennt. Für echte Trekkies besonders schön: Es handelt sich nicht um eine reine Picard-Story, sondern um einen Crossover-Roman, denn es treten einige "Überraschungsgäste" auf - und zwar die, über die man sich als Star-Trek-Fan ganz besonders freut!

Ich kann daher "Heldentod" uneingeschränkt empfehlen. Man sollte vorher aber Band 2 ("Widerstand") und Band 3 ("Quintessenz") gelesen haben.
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am 30. Oktober 2013
Für Fans der Serien TNG aber auch für alle anderen Trekkies die ideale Lektüre als Ergänzung zur Serie. Denn wer möchte nicht wissen, wie es weitergeht bzw. was alles passierte, von dem man in der Serie nichts erfahren hatte.
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