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Stand Up Import

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Produktinformation

  • Audio CD (14. September 1999)
  • Format: Import
  • Label: Emd/Chrysalis
  • ASIN: B000008H1Z
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen 20 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.851.072 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)
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Titelverzeichnis

Disk: 1

  1. A New Day Yesterday
  2. Jeffrey Goes To Leicester Square
  3. Bouree
  4. Back To The Family
  5. Look Into The Sun
  6. Nothing Is Easy
  7. Fat Man
  8. We Used To Know
  9. Reasons For Waiting
  10. For A Thousand Mothers

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Das Debüt This Was war schon ein ziemlicher Kracher, aber der ´69er Nachfolger Stand Up gräbt seinem Vorgänger bereits mit dem satten Rocker "A New Day Yesterday", dem verspielten "Jeffrey Goes To Leicester Square" und dem unerreichten Instrumental "Bourée" locker das Wasser ab. Jethro Tull haben endgültig ihren völlig eigenen Stil irgendwo zwischen britischer Folklore, moderatem Hardrock und inspiriertem Artrock gefunden und gehen in kompositorischer wie spieltechnischer Hinsicht bis an die Grenzen des Machbaren. Ian Andersons markantes Organ kommt um einiges besser zur Geltung als auf This Was, während Neu-Gitarrist Martin Barre sich nahtlos in die Band einfügt und den zehn Songs eine gesunde Portion Härte aufdrückt. Sein sehr variables Spiel gehört zum Besten, was in den 60ern mit E-Gitarren angestellt wurde und dürfte nicht nur Ikonen wie Queens Brian May nachhaltig beeinflußt haben. Am auffälligsten ist jedoch Andersons brillante Querflöte, die mit dafür verantwortlich gewesen sein dürfte, daß Stand Up bis auf Platz eins der britischen Charts stieg. Und die Tatsache, daß Songs wie "Fat Man" und das o.g. "Bourée" immer noch zur Live-Setlist dieser ewig jungen Kapelle gehören, dürfte erahnen lassen, wie großartig diese Scheibe auch nach 30 Jahren noch ist. --Michael Rensen

Rezension

Der Tip vorab: Schließen Sie die CD vor neugierigen Kindern weg. Und frönen Sie mal wieder Ihrem eigenen Spieltrieb: Lassen Sie die Herren Ian Anderson, Martin Lanncelot Barre, Glen Cornick und Clive Bunker aufstehen - als Pappkameraden, wie dereinst beim Cover des Orginals. Der nette Gag allein ist es natürlich nicht, der diese Neuauflage zur Sammler-Pretiose kürt: Das zweite Tull-Album Stand Up ist - neben Aqualung (1971) - das herausragende Werk des Flötenderwischs Ian Anderson. Sein unverkennbarer Singsang schwebt über neun Vokalstücken von immenser Stilbreite, stets begleitet von den feurig bis klassizistischen Flötentrillern. Die Songs sind als Blues eingefärbt, als furioses Rockspektakel (For A Thousand Mothers) inszeniert oder gar als Minnesang-Ballade (Look Into The Sun) getönt; nie reinrassig, sondern stilistisch durchsprenkelt. Das Highlight ist indes ein Instrumentalstück: Bouree, die Adaption von Bachs Lauten- Suite Nr. 1 e-moll. Die MFSL-Techniker leisteten saubere Arbeit, konnten allerdings ein leichtes Grundrauschen nicht ganz eliminieren. Dennoch: Diese Golg-CD ist die klanglich glänzendste Stand Up-Aufnahme.

© Audio -- Audio

Mit dem zweiten Album "Stand Up" wurde Jethro Tull als die Band des Jahres 1969 gefeiert. Ian Anderson hatte sich in der Tat zu einem vorzüglichen Songschreiber entwickelt, doch die Tontechnik (Andy Johns) wies leider kein vergleichbar hohes Niveau auf. Und wo verschwommene Mitten und hart konturierte, aber wenig füllige Bässe aufs Originalband geschrieben wurden, kann auch die beste Überspielung nichts retten. So unterscheidet sich der MFSL-Goldtaler klanglich nur minimal von der seit langem erhältlichen Standard-CD (Chrysalis 252 657). Das Luxusstück wartet aber als Bonus mit dem originalen LP-Aufklapp-Cover im Miniformat auf.

© Stereoplay -- Stereoplay


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Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
Noch auf ihrem ersten Album war die musikalische Ausrichtung der Band auf den Blues und bestenfalls auf den Jazz fixiert und damit recht eingeschränkt. Nachdem für Ian Anderson aber klar wurde, dass er auch andere stilistische Einflüsse in die Musik einfliessen lassen würde, da er als Kind mit Klassik, Jazz, Folk und ethnischer Musik aufgewachsen ist, und der Rest der Band sich bereit erklärte, ihm zu folgen, feuerte man kurzerhand den Gitarristen Mick Abrahams, der lieber beim Blues geblieben wäre und stellte den etwas weltoffeneren Martin Barre ein, welcher Anderson bis zum heutigen Tage treu geblieben ist. STAND UP ist das eigentliche erste Tull-Album, da es mehr als THIS WAS die
bandtypischen Markenzeichen enthielt. Für Anderson ist dies DAS
Tull-Album schlechthin, immerhin spielte er hier nicht nur die Querflöte, und dies besser als auf THIS WAS, sondern auch Klavier, Hammondorgel, Balalaika, Mandoline und Akustikgitarre. Gesanglich konnte er sich ebenfalls steigern. STAND UP verschmolz daher alle stilistischen Einflüsse, die durch Andersons Kopf geisterten zu einem innovativen und absolut neuen, dennoch aber verträglichen und soliden Sound und landete kurzerhand auf Platz Eins der Charts in England, während Tull mit Led Zeppelin durch die USA tourte. Absolut unvergessen ist die geniale und einfallsreiche Bach-Adaption BOUREE mit seinem jazzigen Grundgerüst und Glen Cornicks dynamischen Bass-Solo in der Mitte, welches sich hervorragend in den Song einfügt, bevor Anderson seine Seele in die Flöte hineinzupusten scheint. Sehr unterhaltsam, dennoch aber glaube ich, dass der gute J.S. Bach sich im Grabe umdrehen würde, wenn er Tulls BOUREE hören könnte.
Weitere unverzichtbare Songperlen sind...
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Von silbertanne4 HALL OF FAME REZENSENT am 25. Februar 2005
Format: Audio CD
"Stand Up" erreichte die Spitzenposition der englischen LP-Hitparade! War auch in Deutschland einflussreich. 1969 schien die erste Generation der neuen Jugendszene / Beatmusik noch jung, frisch und für Neues offen zu sein.
- A New Day Yesterday: Martin Barre eröffnet mit einem harten Gitarrenmotiv die LP, Mundharmonika & der seltsame greisenhaft-verzerrte Gesang Andersons. Der Track erinnert als einziger noch etwas an das stark bluesbetonte Debüt "This Was".
- Jeffrey Goes To Leicester Square: typischer Sound der frühen Jahre; verspielt, folkig, allerlei akustische Percussion und Zupfinstrumente und die Flöte, damals neu in der Beatmusik. .
- Bouree ist am bekanntesten. Die Melodieführung von J.S. Bachs Stück trägt Andersons Flöte. Clive Bunkers Schlagzeug und der Bass von Glenn Cornick bringen feine Soli.
- Back To The Family ist einer der ersten Heavyrock-Stücke der modernen Musikgeschichte, 1 Jahr vor Deep Purple in Rock. Der Text ist eine humorvolle Gegenüberstellung von den Vorteilen bei Eltern und Geschwistern zu wohnen (nobody can ring me in the morning) versus der ersten eigenen Bude. Hier angekommen, merkt der Hörer, daß Jethro Tull mit dem neuen Gitarrenjungen Martin Lancelot Barree einen guten Fang gemacht hatten. Sowohl sein Akustik-, als auch der E-Gitarrestil (an Jeff Beck angelehnt) klingen wie von einem Alten gespielt.
- Look Into The Sun ansprechende akustische Ballade, Gitarren mit dem Flötenmotiv gekonnt verwoben.
- Nothing Is Easy hat überraschende Melodie- und Tempowechsel. Er ist mit "Back ..." der einzige Hardrock-Track, am Schluss eine ausgedehnte Flöten- und Rhytmusorgie.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Das zweite Jethro Tull-Album "Stand up" aus den späten Sechzigern bietet in gleichem Maße anspruchsvollen wie gefälligen Rock, der zwar schon von ausführlichen Solo-Passagen und folkigen Klängen gekennzeichnet ist, jedoch noch nicht mit den komplexen Epen späterer Tull-Alben zu vergleichen ist.
Die prägnanten, zum größten Teil recht schwungvollen Songs sind bescheiden, aber präzise arrangiert (Gitarren, Bass, Schlagzeug und natürlich Ian Anderson's Querflöte) und vermitteln eine erdige und heimliche Atmosphäre. Man fühlt sich gleich "in dem Album zu Hause" und assoziiert die Songs mit dem angenehmen Leben in einer beschaulichen Stadt. Dieses Flair ist noch nicht mittelalterlich zu nennen, aber auf jeden Fall fühlt man sich in eine Welt versetzt, die noch in Ordnung ist, die einem wohlbekannt und vertraut ist und in der "noch alles mit der Hand gemacht wird". Klasse, wie Ian Anderson es immer wieder hinbekommen hat, eine so klar umrissene und zu Wohlgefallen führende Atmosphäre auf seinen Alben zu schaffen.
Die Songs an sich sind durchgehend stark; die Höhepunkte sind der kraftvolle Opener "A new day yesterday" mit seinen prägnanten Kicks und Akzentuierungen, die interessante Bach-Hommage "Bourée", bei der aus meiner Sicht nicht unbedingt Flöten-Solist und Frontmann Ian Anderson, sondern vor allem Bassist Glen Cornick überzeugt sowie die wohl bekannteste Nummer "We used to know", bei der sich Schlagzeuger Clive Bunker mit Recht in den Vordergrund spielt.
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