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Stadtnatur: Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen Taschenbuch – 27. April 2007

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Klappentext

Füchse im Englischen Garten in München, Wildschweine im Berliner Villenviertel, Waschbären auf Kasseler Dachböden – die Meldungen über ungewöhnliche Gäste in den Städten häufen sich. Dass dahinter mehr steckt, als eigenartige Zufälle, belegt dieses Buch: Für Tiere und Pflanzen wird der urbane Lebensraum zunehmend attraktiv. In einem Umland der Monotonie – geschaffen durch die moderne Landwirtschaft – werden Städte zu Inseln der Artenvielfalt: So leben in Berlin mittlerweile mehr Nachtigallen als in ganz Bayern. In einigen Städten finden sich doppelt so viele Wildpflanzenarten wie in ihrem Umland. Während die Städter raus in die „Natur“ fahren, flieht die Natur in die Stadt. Hier ist sie inzwischen vielfältiger und weniger bedroht als jenseits der Stadtgrenzen.

In Streifzügen durch unsere nächste Umgebung erschließt dieses Buch dem Leser ein bislang unbekanntes Terrain: die „Stadtnatur“. Über unsere Mitbewohner, die Tiere und Pflanzen, erzählt es überraschende Geschichten und liefert das neueste Wissen. Zahlreiche farbige Bilder und ein ausführliches Register machen das Buch zu einem praktischen Führer durch einen uns nahen und doch bislang fremd gebliebenen Lebensraum.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Josef H. Reichholf ist Zoologe und Abteilungsleiter an der Zoologischen Staatssammlung München. Als Autor zahlreicher Bücher und Publikationen und durch viele Fernsehauftritte wurde er einem breiten Publikum als Evolutionsbiologe und Ökologe bekannt.

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Format: Taschenbuch
Wer von der Stadt aufs Land fährt, um sich an den Reizen der Natur zu ergötzen, sitzt mitunter einem verbreiteten Vorurteil auf. Er findet dort zwar vielfach unverbaute Ausblicke, kühle Gewässer und üppiges Grün. Wer den Kontakt zu seltenen oder exotischen, aber auch unspektakulären heimischen Tieren und Pflanzen sucht, sollte lieber Augen und Ohren in Berlin, München, Köln oder den vielen anderen Städten offenhalten. Denn während die Städter in den Ferien oder an den Wochenenden hinaus „in die Natur“ pilgern, die vielmehr eine vom Menschen geformten Kulturlandschaft ist, haben sich die Wildpflanzen und Wildtiere längt in die Gegenrichtung aufgemacht: Sie sind geflüchtet aus einem Meer der Monotonie auf die städtischen Inseln der Vielfalt.
Mit einer Vielzahl genau beobachteter, wissenschaftlich analysierter und unterhaltsam beschriebener Beispiele führt er seine überraschende These aus: In den menschlichen Siedlungen liegen Artenreichtum und Individuenhäufigkeit deutlich über den Werten der freien Natur. Und je größer die Stadt, desto größer die Artenvielfalt.
Denn viele Tiere könnten durchaus in der Menschenwelt leben, wenn man sie nur ließe. So traue sich der Fuchs in den Städten anders als auf dem Land wieder am Tage aus seiner Gartenlaube oder Garage, da er sich hier nicht mehr vor den Jägern verstecken müsse und der Tag seine natürliche Wachzeit ist. Auch viele andere Tiere lernen, dass ihnen die Städter nichts anhaben wollen. Und wie zur Belohnung nimmt Reichholf Naturfreunde wie auch überzeugte Städter auf eine unterhaltsame und erkenntnisreiche Exkursion in einen nahen, oftmals fremd gebliebenen Lebensraum gleich vor unsere Haustüre.
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Format: Taschenbuch
Als ich Kind war, sprach man noch von der Verstädterung der Amsel. Heute singt in unserem Grundstück in einer Großstadt-Vorstadt im Frühjahr eine Singdrossel und brüten Jahr für Jahr Ringeltauben. Beim Nachbarn brütete dieses Jahr auf einem winzigen Teich erfolgreich eine Stockente. Bis in unseren Garten kommen Füchse, und im nahegelegenen Auwald trifft man auf Rehe und Wildschweine.

Mit großer Sachkenntnis nimmt sich Reichholf dieser Entwicklung an und erläutert ihren Ablauf, ihre Ursachen und Folgen. Für den interessierten Laien oder Schüler ist das ein wunderbares und auch gut bebildertes Buch, das man sehr empfehlen kann.

Der Biologe wird hingegen kaum etwas Neues erfahren. Es fehlen, wie in anderen Reichholfschen Büchern auch, völlig die Fußnoten und die weiterführenden genauen Literaturhinweise. So etwas schreibt sich dann natürlich schnell. Wer tiefgründigere Informationen sucht, sollte zu Büchern greifen wie z. B. "Biologische Invasionen" von Ingo Kowarik und Siedlungsvegetation -.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Dieses Sachbuch hat mindestens 7 Sterne verdient. Falls Sie Naturliebhaber, Umweltschützer, Tierschützer o.ä. sind, dann lesen Sie dieses Buch - es wird Ihre Sicht auf die Natur und den Naturschutz verändern.
Erfahren Sie, was wirklich die Artenvielfalt bedroht und wie man sie fördern kann.
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Format: Taschenbuch
Es ist doch bekannt, unsere Städte sind lebensfeindliche Betonwüsten, allenfalls noch von Tauben und Ratten bewohnt! Dagegen steht die bäuerliche Kulturlandschaft mit ihren wogenden Feldern und üppigen Weiden. In seiner unnachahmlichen Art räumt Josef Reichholf mit dieser Ansicht auf. Es werden keine Behauptungen aufgestellt oder ideologisch gefärbte Thesen verkündet, sondern nüchterne Tatsachen aufgezählt. Dies anhand von Zählungen und exakten Beobachtungen, immer spannend lesbar. Der engagierte Naturfreund muss es hinnehmen, dass viele seiner Ansichten zerstört werden, doch steht am Ende ein erleichtertes "Aha!". Demnach ist unsere Artenvielfalt - noch - nicht ernsthaft bedroht. Wetten, wenn Füchse, Marder, Wildschweine und sogar Wanderfalken in unsere Stadtlandschaften eindringen, werden wir uns mit diesen Immigraten auseinandersetzen müssen und mancher brave Naturfreund wird sogar den ungeliebten Jäger herbeisehnen. Doch wie Josef Reichholf überzeugend darlegt, ist ein Zusammenleben mit vielen verschiedenen Tierarten möglich - wir brauchen uns nicht auf das Füttern von Tauben (verboten!)im Park beschränken!
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Dieses Buch ist wie alle anderen Bücher von diesem Autor ein MUSS zum lesen. Sehr gut! Hervoragend geschrieben. Kann bestens empfohlen werden.
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