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Die Stadt der verkauften Träume. Taschenbuch – März 2009

4.1 von 5 Sternen 5 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

David Whitley wurde 1984 geboren, studierte englische Literaturwissenschaft in Oxford und träumte schon immer vom Schreiben. Bereits mit siebzehn Jahren wurde er für den "Kathleen Fidler Award" nominiert, und mit zwanzig gewann er den "Cheshire Prize for Literature". Neben der Literatur fasziniert David Whitley aber auch das Theater, und er tritt außerdem immer wieder als Sänger in verschiedenen Produktionen auf. Seine auf drei Bände angelegte Serie um die beiden jugendlichen Helden Lily und Mark und die geheimnisvolle Welt Agoras wurde begeistert aufgenommen.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Tot zu sein war kälter, als Mark erwartet hatte.
Wenn seine Mutter ihm all die Geschichten vom Nachleben erzählt hatte, hatte sie ihn fest in ihre wollenen Röcke gezogen und ihm das Bild einer anderen Stadt gemalt, einer Stadt, in der immer Sommer war. Einer Welt, in der der Fluss hell und sauber funkelte, eines Landes, in dem alle Schulden bezahlt waren. Mark hatte jedem einzelnen ihrer Worte geglaubt, bis er in seiner steinernen Zelle erwacht war, zitternd und in ein Laken gehüllt.
Seine Mutter war die Erste gewesen, die gehen musste. Wenigstens hatte sie so noch vor ihm erfahren, wie sehr sie sich getäuscht hatte. Sie war grau wie Stein geworden. Dann war der Schnitter gekommen. Er hatte ausgesehen wie ein Mann in einem schwarzen Umhang, bis Mark ihm ins Gesicht geblickt hatte: glatt und weiß, ohne Mund und Nase, aber mit zwei riesigen schwarzen Augen. Mark hatte sich in einer Ecke zusammengekauert, als er an ihm vorüberging. Die anderen Kinder hatten gesagt: Wenn man ihn berührt, zerfällt man zu Staub.
Er kam drei Mal. Das erste Mal holte er seine Mutter, dann seine Brüder und Schwestern. Und jedes Mal hörte Mark seinen Vater etwas murmeln und dann die tiefe, grummelnde Antwort des Schnitters, gerade so leise, dass er nichts verstehen konnte. Nur ein Mal war die Stimme seines Vaters so laut geworden, dass er etwas hörte, da hatte er etwas wegen des
Wassers gerufen, dass es kein anderes Wasser zum Trinken gäbe. Da war der Schnitter mit langsameren Schritten gegangen, als wüsste er, dass er wiederkommen würde.
Danach kamen die Müdigkeit und die Gleichgültigkeit. Mark sah zu, wie seine eigenen Handrücken grau wurden. Er wusste, dass es nicht mehr lange dauern konnte. Dann gab es nur noch Gefühle. Das Gefühl eines brennenden Mundes, das Gefühl, gestoßen zu werden, vorbeigetragen an wirbelnden Formen und lauten Geräuschen. Und schließlich eine letzte, glückselige Losgelöstheit, die ihn restlos ausfüllte.
Als er erwachte, fror er. Es war klar, dass er tot war. Alles kam ihm anders vor. Das Grau war von seiner Haut gewichen, der Lärm aus der Luft. Im Leben hatte sich der Gestank des Flusses mit dem scharfen Geruch nach Fisch vermengt und sich in seinen Haaren und seiner Kleidung festgesetzt. Das Nachleben roch nach Staub mit einem Hauch von Essig. Er schloss eine Weile die Augen und zog die Laken fester um sich, schütze sich gegen den kalten Zug, der ihm um die Füße strich. Doch es half nichts. Er sah sich um. Der Raum, in dem er sich befand, war nicht groß. Wände und Boden waren aus grauem Stein. Er erkannte einen Kamin, in dem es noch ein bisschen unter der alten Asche glomm. Und daneben - eine Tür.
Er wartete, obwohl er nicht genau wusste, worauf. Auf einen Engel? War er dafür überhaupt gut genug gewesen? Er hatte seinem Vater immer beim Ausnehmen der Fische geholfen. Und für seine Mutter und seine Brüder Wasser geholt, wenn sie welches gebraucht hatten. Ob das reichte? Steif schob er die Füße über die Bettkante, stand auf und schlurfte hinüber zur Tür. Sie war alt. Das Holz hatte sich um die Scharniere herum verzogen. Sie sah nicht aus wie eine Engelstür. Mit zitternder Hand drückte Mark sie auf.
Vor ihm führte eine sehr alte, steinerne Wendeltreppe nach oben.
Etwas rührte sich in seinen Gedanken. Etwas, was seine Mutter ihm erzählt hatte, die Legende von einem Mann, der nicht gut genug gewesen war, um in den Himmel zu kommen, und der deshalb eigenmächtig hinaufgestiegen war. In der Ferne, weiter treppauf, glaubte er einen Lichtschimmer zu erkennen.
Er hob einen nackten Fuß und setzte ihn auf die erste Stufe.
Die Treppe war uneben, der Stein an einigen Stellen weggebröckelt. Er kam an Türen vorbei, an dicken Türen aus dunklem Holz. Kein Licht drang unter ihnen hervor. Was, wenn das der Ort war, an den die Verdammten kamen? Diejenigen, die ihre Arbeit unbeendet und ihre Schulden unbeglichen hinterlassen hatten? Mark hatte gesehen, wie sie von den Eintreibern, den Männern in den blauen Uniformen, schreiend aus ihren Häusern gezerrt wurden. Man sah sie nie wieder.
Er ging weiter, höher und immer höher die Treppe hinauf. Sie schien steiler zu werden. Seine Beine waren schwächer als zu Lebzeiten, und er musste sich an die Wand lehnen. Seine Finger spürten, dass da etwas in den Stein geritzt war. Es war zu dunkel, um Genaueres zu erkennen, deshalb versuchte er, es mit den Fingerspitzen zu ertasten. Sechs Formen in einem Kreis. Gezackte Formen. Sterne. Sollte er wissen, was das bedeutete? Er versuchte, sich wieder an die Geschichten seiner Mutter zu erinnern, aber es tat weh, an sie zu denken.
Dann hörte er irgendwo unter sich das Quietschen von Scharnieren.
Er stieg schneller voran. Fast rannte er hinauf, hangelte sich mit Händen und Füßen und mit pochendem Herzen weiter.
Hinter sich hörte er Schritte, langsame und feste Schritte. Aus diesen modrigen Tiefen konnte nichts Gutes kommen, und er hatte das Licht schon beinahe erreicht. Dann sah er es.
Über ihm stand eine dieser alten Türen offen. Aus der Öffnung strömte Licht - rosiges, orangefarbenes und goldenes Licht. Mark fiel auf Hände und Knie, versuchte, schneller voranzukommen, noch weiter hinauf. Dabei warf er einen Blick zurück. Der Schnitter war hinter ihm auf der Treppe, seine schwarze Gestalt verschmolz mit den dunkleren Schatten um sie herum. Nur noch ein kleines Stück, flehte er, nur noch ein paar Stufen. Kein Schnitter konnte in den Himmel aufsteigen. Er war an der Tür angekommen, zog sich keuchend um den Rahmen herum und warf sich in den dahinterliegenden Raum.
Die Helligkeit schmerzte so sehr in den Augen, dass er sie zukneifen musste. Hinter der Tür lag eine Landschaft aus reinem Weiß. Und vor ihm, in gleißendes Licht getaucht, stand eine Gestalt, ein Mädchen, das mitten in den brennenden Glanz hineinblickte. Sie wandte sich um.

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Format: Taschenbuch
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 9. November 2011
Format: Taschenbuch
am 14. Juli 2009
Format: Taschenbuch
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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