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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
11
4,0 von 5 Sternen
Sputnik
Format: Amazon Video|Ändern
Preis:7,99 €


am 4. April 2014
Ich muss sagen, heutige deutsche Kinderfilme möchte ich nicht mehr unbedingt meinem Kind zeigen. Zu blass bleiben diese Filme bzw. sind diese für mich nicht mehr wirklich hochwertig und kindgerecht geeignet. "Sputnik" ist da eine wirklich lobenswerte Ausnahme. Endlich mal ein Kinderfilm der diesen Namen auch verdient.

Regisseur Markus Dietrich inszeniert mit "Sputnik" einen wirklich reizenden Kinderfilm. Der Cast passt hier wie die Faust aufs Auge, als Darsteller wurden durchaus auch nicht ganz unbekannte Schauspieler engagiert. Yvonne Catterfeld und Maxim Mehmet verkörpern die Eltern und Jacob Matschenz den Onkel der kleinen Rika. Aber auch die Nachwuchsdarsteller Flora Thiemann, Finn Fiebig und Luca Johannsen machen ihre Sachen richtig gut, glaubwürdig und herzerfrischend ist ihr Spiel. Nicht zu vergessen ist natürlich auch Devid Striesow.

Die Story selbst ist sehr lustig und einfach unglaublich stark. Als Hauptthema könnte man für die Story ”Das Leben in der DDR” nennen. Vor allem die jüngeren Zuschauer lernen durchaus auch einiges über die DDR. Die Charaktere werden zudem sehr einfühlsam und mit einer schönen Charaktertiefe in die Handlung eingeführt, so dass der Zuschauer auch etwas über die Figuren herausfinden kann, z. B. über die Kindheit der Eltern.

Als Bonusmaterial liegen u. a. verschiedenste Interviews, ein umfangreiches Making of, "Outtakes", "Deleted Scenes" sowie der Kinotrailer bei.

Fazit:

"Sputnik" ist für alle, die in der DDR geboren sind oder einfach auch die, die Astronaut werden wollen, bestens geeignet. :-) Oder einfach für Fans richtig gut gemachter kindgerechter und hochwertiger Kinderunterhaltung. Absolut zu empfehlen!
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am 20. Mai 2016
Meiner Meinung nach überhaupt nicht zu empfehlen! Eigentlich wollte ich den Kinder mal zeigen wie das Leben in der DDR war.... aber sie werden ihn nicht anschauen.... einfach zu langweilig! Ich bin eingeschlafen! Schade, ich hab mir sehr viel davon versprochen!
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am 24. Mai 2014
Na ja... so ähnlich jedenfalls. Ich habe sie geliebt; die Pippi Langstrumpf Verfilmungen oder die Abenteuer von Skrollan und Bootsmann. Halt echte, gut gemachte Kinderfilme. Jetzt sind zwar ein paar Jahrzehnte vergangen und Astrid Lindgren schaut aus dem Himmel auf uns herab, doch gute Kinderfilme gibt es immer noch. Markus Dietrich hat so einen Streifen auf die Filmrolle gebannt: Sputnik! Der Film ist nicht nur witzig, melancholisch, unterhaltsam und gut besetzt, nein, man kann auch noch ein bisschen etwas über die deutsche Geschichte lernen. Schlichtweg genial.

November 1989. Im kleinen beschaulichen Malkow, inmitten der ehemaligen DDR steht das Dorffest an. Die 10jährige Frederike Bode(Flora Li Thiemann), Fabian(Finn Fiebig) und Luca(Jonathan Reinhardt) wollen einen Sputnik bauen. Die drei sind Kosmonauten-verrückt. Ihr Anleiter ist Frederikes Onkel Mike(Jacob Matschenz). Kurz vor der Fertigstellung erfährt der, dass sein Ausreiseantrag genehmigt wurde. Mike muss noch am selben Tag die DDR verlassen. Für Frederike bricht eine Welt zusammen. Sie weiß: Mike muss zurück. Zusammen mit Luca und Fabian versucht sie die Beam-Maschine aus der West-Fernsehrserie "Raumschiff Interspace" nachzubauen. Damit will sie Mike zurück nach Malchow beamen. Bevor das jedoch klappt gibt es einige Hindernisse zu überwinden. Da ist zum einen der Volkspolizist Mauder(Devid Striesow), der Frederikes Nachschubbeschaffer Herrn Karl(Andreas Schmidt) einsperrt. Und dann muss Frederike noch feststellen, dass ihre Eltern in den Westen flüchten wollen. Die Zeit drängt also. Allerdings: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg...

Wunderbar gemachte Kinderunterhaltung. Aber auch für Erwachsene sollte ein Plätzchen vor dem Bildschirm frei gelassen werden. Zu gut ist die Geschichte und deren Umsetzung. Auch die schauspielerische Umsetzung ist klasse. Von Yvonne Catterfeld bis Maxim Mehmet spielen die Akteure mit jeder Menge Herzblut. Die Stars in Markus Dietrichs kleinem, feinen Film sind jedoch Flora Li Thiemann als burschikose Frederike und Devid Striesow als Abschnittsbevollmächtigter Mauder. Wenn Mauder gegen Frederike mal wieder den Kürzeren zieht und lauthals "Bode!" schreit, sind die Lacher auf seiner Seite. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen. Sollten sie also eine Schar Kinder kennen, denen sie einen unterhaltsamen Filmabend bereiten wollen, lege ich ihnen -Sputnik- ans Herz. Aber vergessen sie bitte nicht, selbst mit zuzuschauen. Wer weiß, vielleicht werden Erinnerungen wach...
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HALL OF FAMETOP 50 REZENSENTam 7. Mai 2014
Sputnik

Am 9. November 2014 jährt sich zum fünfundzwanzigsten Mal der Fall der Berliner Mauer. Für viele ein Tag, welchen sie mit ganz besonderen Erinnerungen verbinden. Andererseits nimmt auch die Zahl derer zu, die zum damaligen Geschehen keine unmittelbaren und persönlichen Erinnerungen haben, sondern die Darstellung der Ereignisse nur aus Filmen, Serien und anderen Medien kennen. Dabei richtete sich deren Aufzeigen der Geschichte größtenteils an ein erwachsenes Zielpublikum. Der nun hier von der "MFA+" im Vertrieb von "Ascot Elite" auf DVD und Blu ray an den Start gebrachte Film "Sputnik" nimmt sich in kindgerecht umgesetzter Art dieses Themas an und vermittelt es mit viel Witz und liebenswerter Frische in einer sehr fantasievoll erzählten Filmgeschichte.

Für den 1979 in Strausberg bei Berlin geborenen Regisseur Markus Dietrich, der zugleich auch das Drehbuch zu dem Film schrieb, war dieser zugleich ein Rückblick zurück in die eigene Kindheit und seine Erinnerungen zum damaligen Geschehen. Wie die vier Hauptdarsteller in dem in einer Koproduktion der "Ostlicht Filmproduktion" und "Hamster Film" entstandenen Produktion war Markus Dietrich in jenen Tagen auch um die zehn Jahre alt. Diese persönliche Nähe ist dem Film, trotz aller Überdrehtheit in seiner herrlich abstrusen Story, anzumerken. So schafft er es dann auch, neben seinem eigentlichen Zielpublikum, den Kiddies, auch die etwas älteren Zuschauer leicht für sich zu gewinnen.

An der Seite der jungen Hauptdarsteller in Person von Finn Fiebig, Luca Johannsen, Flora Li Thiemann und Emil von Schönfels sind u. a. zudem Schauspieler wie Devid Striesow, Yvonne Catterfeld, Maxim Mehmet, Jacob Matschenz, Andreas Schmidt und Bernd Stegemann zu sehen.

Der in den ganz im typischen "DDR-Schick" und mit vielen netten Details ausstaffierten Kulissen abgedrehte Film nimmt sich der Geschichte der letzten Tage der DDR mit einem gehörig kräftigem Augenzwinkern an. Die zehnjährige "Friederike" (Flora Li Thiemann) lebt und wohnt mit ihren beiden Eltern (Yvonne Catterfeld, Maxim Mehmet) in dem kleinen und beschaulichen Örtchen "Malkow" vor den Toren Berlins.

"Friederike" ist ein aufgewecktes Kind, das aber auch gerade deswegen immer wieder mit ihrem Schuldirektor (Herbert Olschok) oder auch schon mal dem ABV (Devid Striesow) zusammenrasselt. In ihrer Freizeit ist sie ein großer Fan der im "verbotenen Westfernsehen" laufenden Serie "Raumschiff Interspace". Auch sie träumt davon, einmal zu den Sternen fliegen zu können. Ihr Onkel "Mike" (Jacob Matschenz) bestärkt sie in ihren Träumen und baut zusammen mit ihr und ihren beiden Freunden "Jonathan" (Luca Johannsen) und "Fabian" (Finn Fiebig) sogar einen Heißluftballon, um ihren "Sputnik-Marke Eigenbau" abheben zu lassen.

Als der Ausreiseantrag ihres Onkels aus der DDR genehmigt wird, bricht für "Friederike" eine Welt zusammen. Sie will sich nicht damit abfinden, ihren Onkel zu verlieren, weil der in den "Westen" geht. Zusammen mit ihren beiden Freunden heckt sie einen verwegenen Plan aus. Ganz nach dem Vorbild ihrer Lieblingsfernsehserie "Raumschiff Interspace" will sie ihren Onkel von West nach Ost mit der ersten "Beammaschine - Made in GDR" durch Raum und Zeit schicken. Am 09. November 1989 ist es soweit und "Friederike" startet zusammen mit ihren Freunden den ersten "Beamversuch". Aber plötzlich geschehen die seltsamsten Dinge, die so keines der Kinder je zuvor für möglich gehalten hätte.

Die eine Blu ray findet sich in einem blauen Standard HD Keep Case. Ein Wendecover lässt auf Wunsch das FSK-Logo verschwinden. Der Film hat laut Cover eine Gesamtlaufzeit von 99 Minuten. Das Bild der Blu ray präsentiert sich im 16:9 Format 2,35, als 1080/25fps High Definition. Die von der DVD zu erlebenden Farben fangen wunderbar die Szenerie und Stimmung jener Tage, zum Ende der Achtziger in der DDR, ein. Sowohl die Einstellungen in der Schärfe als auch im Kontrast der von der DVD gezeigten Bilder bieten gut gesetzte mittige Werte. Mechanische Beschädigungen oder andere Auffälligkeiten fielen mir nicht während der Wiedergabe des ruhig und ausgeglichen wirkenden DVD-Bildes auf.

Die Blu ray-Menüs sind mit Musik und einigen animierten Filmszenen stimmungsvoll und übersichtlich gestaltet. Über "Film Starten" lässt sich mit der Wiedergabe beginnen. Auf Wunsch können in Vorschaufenstern einige "Kapitel" aufgerufen und unmittelbar angewählt werden.

Über "Bonus" gelangt man zu der Auswahl der zahlreich angebotenen Extras. Neben den üblichen Trailern zu weiteren Veröffentlichungen bietet die Blu ray auch den "Kinotrailer" sowie "Outtakes" und "Deleted Scenes" an. Weiterhin gibt es noch ein 13 Minuten laufendes "Making of" sowie den produzierten Einspieler zur Serie "Raumschiff Interspace" zu sehen. Interviews mit Yvonne Catterfeld, Maxim Mehmet und Devid Striesow sowie dem Regisseur sind weitere von der Blu ray aufrufbare Extras.

Tonbewertung:

Die Blu ray bietet einen qualitativ stimmig abgemischten deutschen Ton im Format DTS-HD Master Audio 5.1 an. Die in dem Film zu erlebenden Darsteller sind in deren Wort gut verständlich. Leider zählen Untertitel für Hörgeschädigte oder Gehörlose nicht mit zum Angebot von der Blu ray.

Gesamteindruck:

Ich finde die Idee dieses Films, der sich speziell an Kinder richtet, aber ganz sicher auch vielen Muttis und Vatis sowie Omas und Opas jede Menge Freude bereiten wird, sehr gelungen. Schön ist, dass trotz der mit viel Witz und Augenzwinkern erzählten, fantasievollen Geschichte auch der Platz für authentisch gezeigtes aus dem DDR-Alltag im Film bleibt. Ein Film in Veröffentlichung der "MFA+" und im Vertrieb von "Ascot Elite", welcher mit seiner kecken Fröhlichkeit der kleinen Hauptdarsteller ansteckt und ebenso kurzweilig wie gut unterhält.
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am 22. Juli 2014
Die zehnjährige Rike baut gemeinsam mit ihren beiden Freunden Fabian und Jonathan im Dörfchen Malkow, DDR, 1989 kurz vor dem Mauernfall eine Teleportationsmaschine. Rike möchte mit den Maschine ihren geliebten Onkel Mike aus West-Berlin zurück holen. Unterstützung findet Rike beim Gemischtwarenhändler Karl, der ihr die notwendigen Bauteile beschafft. Der linientreue und argwöhnische Dorfpolizist Mauder ist aber Rike und deren Freunden auf der Spur.

Die Geschichte wird liebevoll erzählt. Dialoge und schlüssige Handlungen feilen an den Profilen der Protagonisten und liefern originelle Charakteren ab. Überraschende Ereignisse sorgen für Aufmerksamkeit. Mäßig ausgestattete Szenenbilder belassen den Fokus bei den Handelnden. Regie und Schauspielern generieren einen kurzweiligen Unterhaltungsfilm.
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am 12. Mai 2014
Eine gut erzählte Story. Zeitpunkt wurde die Zeit des Mauerfalls gewählt und wie Kinder der damaligen DDR diese Zeit Quasi erlebt haben und meinen das sie daran schuld sind das die Mauer fiel. Lustiger und einfallsreicher Film, nicht nur für Kinder geeignet.
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am 2. Mai 2014
der Film hat an einen verregneten Nachmittag für die Familie die Sonne scheinen lassen :) … wozu noch mehr Worte ?
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am 28. August 2014
In dem Dorf Malkow in der DDR bastelt die weltraumbegeisterte zehnjährige Gastwirtstochter Friederike zusammen mit ihren Freunden Fabian und Jonathan an einem Modell des berühmten Satelliten Sputnik. Wenn in wenigen Tagen die Umlaufbahn der sowjetischen Raumstation MIR exakt über Malkow hinweg führen wird, will Rieke ihren Sputnik an einem Ballon in den Himmel steigen lassen, damit er den Kosmonauten einen Gruß aus Malkow funken kann. Ihr Onkel Mike unterstützt als Captain des Teams die Kinder tatkräftig bei dem Projekt. Als der Ballon bei einem Test mitsamt dem Mädchen unkontrolliert wegfliegt und am Ende des Felds eine Bruchlandung erleidet, ist das zwar ein Rückschlag, aber die jungen Weltraumpioniere lassen sich dadurch nicht entmutigen. Der örtliche Volkspolizist Mauder allerdings versteht keinen Spaß. Er läßt die kleine Unruhestifterin jetzt nicht mehr aus den Augen. Das Dorffest steht bevor, und da soll es keinen Radau geben.
Es ist Anfang November 1989. Ganz unerwartet wird Onkel Mikes Ausreiseantrag bewilligt. Er muß sofort die DDR verlassen. Rieke ist todunglücklich. Aber sie hat eine Idee: So wie in ihrer Lieblingsfernsehserie "Raumschiff Interspace" will sie ihren geliebten Onkel Mike aus Westberlin wieder zurück nach Malkow beamen!
Der eilige Bau einer Maschine zum Beamen erfordert von Friederike und den Jungs Fabian und Jonathan vereinte Anstrengung. Allerlei Bauteile sind dafür zu beschaffen. Zum Glück kann der Kramladenbesitzer Herr Karl durch seine vielen Beziehungen so gut wie alles besorgen. Eine riesige optische Linse ist das Herzstück des futuristischen Apparats. Fast hätte alles geklappt, da kommt der diensteifrige Polizist Mauder den Kindern wieder in die Quere. Herr Karl wird verhaftet, und Mauder konfisziert die Linse.
Die Kinder arrangieren ein turbulentes Ablenkungsmanöver, damit sie die unverzichtbare Linse aus Mauders Haus zurückholen können. Jetzt droht jedoch der gemeine Mitschüler Oliver die Drei zu verraten, wenn sie ihn nicht bei ihrem Geheimprojekt mitmachen lassen. Wohl oder übel müssen sie den großmäuligen Olli zum Schweigen bringen. Am Abend des 9. November ist alles bereit. Die für das Beamen nötige Telefonverbindung zu Onkel Mike nach Westberlin steht. Die Maschine fährt hoch, die Energie steigt...
Malkow liegt nach einem großen Knall im Dunkeln, der Strom ist weg. Onkel Mike ist nicht zurück. Statt dessen finden die Kinder ihr Dorf verlassen vor. Sämtliche Einwohner sind verschwunden. Mit Entsetzen erblicken Rieke und ihre Freunde nun im Fernsehen Bilder, wie Bürger aus Malkow wild winkend und rufend, flankiert von bewaffneten Grenzsoldaten, vor der Berliner Mauer versammelt sind. Sie ahnen, was geschehen ist: Ihre Maschine hat alle Menschen aus Malkow in den Westen gebeamt. Nun stehen diese verzweifelt an der Mauer und wollen zurück in die DDR. Aber wer die Grenze überquert, wird von den Soldaten erschossen. Die Kinder müssen die Maschine neu ausrichten, um die Bewohner von Malkow schnell nach Hause zu holen, bevor ihnen etwas Schlimmes zustößt. Wieder lautet das Kommando: Energie......

Jetzt wissen wir also, wie das damals wirklich war. Als am nächsten Morgen die Erwachsenen jubelnd ins Dorf zurückkehren und vom Fall der Mauer berichten, schwören die vier Kinder einen Geheimbund: Niemand soll je erfahren, daß in dieser Nacht ihre Maschine die Grenzen der DDR geöffnet hat!
Die Geschichte vom Mauerfall wurde selten so humorvoll erzählt. Keine Politik und keine Beziehungsklamotten, die Ereignisse um den 9. November 1989 sind hier ganz aus der verspielten Perspektive der Kinder interpretiert. Rieke weiß wohl um das "Gefängnis", in dem sie lebt, doch ihren Alltag im Dorf beeinflußt das wenig. Daß sie mit ihren verrückten Spielaktionen immer wieder mit dem pedantischen Volkspolizisten Mauder zusammenrasselt, ist allein in der Störung der öffentlichen Ordnung begründet.
Die Charakterentwicklung ist insgesamt sparsam. Wirklich klares Profil hat nur die Hauptfigur Friederike. Sie ist ein aufgewecktes Mädchen, das sich noch dazu in einer wilden Aufbruchsphase befindet. Zwischen Spiel, Schule und dem Mithelfen im elterlichen Gasthof sucht Rieke schon mit 10 Jahren zielstrebig ihre eigene Zukunft. Für sie besteht gar keine Frage, daß sie einmal Kosmonautin werden wird. Ihr großes Vorbild ist Juri Gagarin.
Onkel Mike weiß es besser. Auch er hatte als Kind solche Träume, und er mußte erkennen, daß diese sich in dem Knebelstaat DDR nicht verwirklichen lassen. Seine daraus resultierenden Motive für den Auswanderungswunsch kann Rieke jedoch noch nicht verstehen. Ebensowenig bemerkt sie, wie die Stimmung im Dorf und in der ganzen Republik in diesem Herbst 1989 kippt. Geradezu panikartig suchen die Bürger über die geöffneten Schlupflöcher in den Nachbarstaaten aus der DDR zu entkommen. Auch Riekes Eltern kämpfen mit der Entscheidung, sich davonzumachen, und stoßen mit ihren Plänen bei der Tochter auf empörten Widerstand.
Von den Jungen hat Fabian den größten Part. Der von Jungstar Finn Fiebig lebhaft dargestellte umtriebige Abenteurer teilt Riekes Leidenschaft für die Raumfahrt. Auch er möchte später hoch hinaus und nicht wie seine Eltern als Bauer in Malkow bleiben. Dem Olli fällt die Rolle des Fieslings zu, der sich in seiner Überheblichkeit von der schlauen Rieke leicht austricksen läßt.
Die Pluspunkte für die witzige Story und für die guten Kinderdarsteller gehen bei der Bildregie wieder verloren. Wie so häufig im deutschen Film mangelt es an qualifizierter Kameraarbeit. Mit einer Handkamera in Makroeinstellung zwischen Gegenständen und Körperteilen rumzufuchteln, anstatt Handlungsabläufe in spannenden räumlichen Szenarien zu arrangieren, das ist keine Kinokunst. Mit solchen Amateurwerk wird man das junge Publikum kaum an anspruchsvolle Sehgewohnheiten heranführen. Man kann beim deutschen Film nicht alles haben, deshalb bleibt die Empfehlung trotzdem, der originellen Geschichtsschreibung wegen: Anschauen!

Blu-ray mit Wendecover
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am 28. Juli 2016
Dieser Film ist einfach klasse, eine gute Mischung aus Geschichtsunterricht und Fantasie. Nicht nur für Kinder. Habe mehrmals laut lachen müssen.
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am 2. Juli 2014
schöner Kinderfilm . ohne viel Aktion . als netter Zeitvertreib für einen verregneten Nachmittag gut zu bebrauchen . . .
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