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Spielen: Roman (Das autobiographische Projekt 3) von [Knausgård, Karl Ove]

Spielen: Roman (Das autobiographische Projekt 3) Kindle Edition

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das literarische Abenteuer aus Norwegen, das autobiographische Projekt von Karl Ove Knausgård geht weiter: Nach Sterben und Lieben nun Spielen – ein Roman über eine Kindheit, der eine Welt beschreibt, in der Kinder und Erwachsene parallele Leben führen, die sich nie begegnen. Alles beginnt mit einer traditionellen Familie: Vater, Mutter und zwei Jungen, die nach Südnorwegen ziehen, in ein neues Haus in einer neuen Siedlung. Es sind die frühen Siebzigerjahre, die Kinder sind klein, die Eltern jung, die Zukunft scheint offen und verheißungsvoll. Aber irgendwann beginnt sie sich zu schließen, irgendwann wird das, was mit großen Hoffnungen begann, klein und festgelegt. Was ist passiert? Wie konnte es dazu kommen?


»An einem milden und bewölkten Tag im August 1969 fuhr auf einer schmalen Straße am äußeren Ende einer südnorwegischen Insel, zwischen Wiesen und Felsen, Weiden und Wäldchen, ein Bus. Er gehörte der Arendal-Dampfschifffahrtsgesellschaft und war wie alle Busse des Unternehmens hell- und dunkelbraun. Er fuhr über eine Brücke, an einer schmalen Bucht entlang, blinkte rechts und hielt. Die Tür ging auf, eine kleine Familie stieg aus. Der Vater, ein großer und schlanker Mann in einem weißen Hemd und einer hellen Polyesterhose, trug zwei Koffer. Die Mutter, in einem beigen Mantel und mit einem hellblauen Kopftuch, das um die langen Haare geschlungen war, hielt an der einen Hand einen Kinderwagen und an der anderen einen kleinen Jungen. Als der Bus weitergefahren war, hing seine dicke, graue Abgaswolke noch für einen Moment über dem Asphalt.«


Über den Autor und weitere Mitwirkende

Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als wichtigster norwegischer Autor seiner Generation. Die Romane seines sechsbändigen, autobiographischen Projektes wurden in Norwegen zur Sensation und sorgen nun auch international für Furopre. Sie sind in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt. Karl Ove Knausgård lebt mit seiner Familie an der schwedischen Südküste.

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, KjellWestö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1281 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag (11. November 2013)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00FO4DU9K
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen 14 Kundenrezensionen
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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
'Spielen' ist der dritte Band von Karl Ove Knausgards groß angelegten Romanprojektes 'Min Kamp', das aus gutem Grund in Deutschland nicht im Originaltitel sondern unter dem Namen 'Das autobio-grafische Projekt' erscheint. Im Unterschied zu 'Sterben' und 'Lieben' ist 'Spielen' eine zusammen-hängend Erzählung, die im Wesentlichen linear und chronologisch verfährt.

Die erste Szene des Romans beschreibt, wie ein Mann und eine Frau mit einem viereinhalbjährigen Jun-gen und einem acht Monate alten Baby an einer Haltestelle in Südnorwegen aussteigen, um ein Haus zu beziehen. Der Mann ist der Vater des Autors, eine überaus herrische Erscheinung, der das Leben des kleinen Karl Ove von Anfang an überschattet und der bereits im Mittelpunkt des Romans 'Sterben' stand. Die Frau ist die gütige Mutter, die von diesem Mann später verlassen werden soll, der Junge ist Yngwe, der Bruder des Autors, und das Baby ist Karl Ove Knausgard selbst.

Damit beginnt eine Kindheitserzählung, wie ich sie noch nie gelesen habe, eine lückenlose Aufarbeitung der persönlichen Erinnerungen von den nebelhaften Anfängen der Kleinkindzeit bis in die gleißende Gegenwärtigkeit des beginnenden Jugendalters, wenn jede Wahrnehmung zugleich von sich weiß, dass sie eine Wahrnehmung ist. Die Quelle dieser Kindheitssaga ist die Erinnerung des Autors, die nicht einem Buch sondern eher einem Gestalter gleicht: 'Das Gedächtnis ist keine verlässliche Größe im Leben, aus dem einfachen Grund, dass für das Gedächtnis nicht die Wahrheit am wichtigsten ist. Niemals ist der Wahrheitsanspruch entscheidend dafür, ob das Gedächtnis ein Ereignis richtig oder falsch wiedergibt. Entscheidend ist der Eigennutz.
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Von Gospelsinger TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 13. Januar 2014
Format: Kindle Edition
„Das Gedächtnis ist keine verlässliche Größe im Leben, aus dem einfachen Grund, dass für das Gedächtnis nicht die Wahrheit am wichtigsten ist. Niemals ist der Wahrheitsanspruch entscheidend dafür, ob das Gedächtnis ein Ereignis richtig oder falsch wiedergibt. Entscheidend ist der Eigennutz.“

Umso schwieriger ist es, sich an die eigene Kindheit zu erinnern. Im Gedächtnis bleiben meist nur einzelne Episoden und generelle Gefühle, wie zum Beispiel Angst.

Letzteres wird wohl der Grund sein, warum Karl Ove Knausgård sich so genau an seine Kindheit erinnern kann. Denn sie war geprägt von der Angst vor dem Vater, wie schon im ersten Band des auf sechs Bände angelegten autobiografischen Projekts zu lesen war.

Als Kind war Karl Ove dem Vater völlig ausgeliefert. Einem Vater, der irrsinnige Regeln aufstellte, die streng befolgt werden mussten. Es durfte niemand mit nach Hause gebracht werden, im Haus durfte man sich nicht schnell bewegen, selbst der Ablauf des Essens war streng reglementiert, kurz, es herrschte eine ständige Kontrolle, und Verstöße hatten übermäßig harte Auswirkungen. Das Familienleben war völlig anders als das der Nachbarsfamilien. Eine schöne Kindheit war es nicht.

Karl Oves Alltag war ein ständiges Flüchten vor den Launen und vor allem vor der Wut des Vaters. Das ging so weit, dass er einmal in Anwesenheit des Vaters eine Schüssel Cornflakes mit sauer gewordener Milch ganz aufaß. Er traute sich einfach nicht, etwas zu sagen.

Eine im Schwimmbad verlorene Socke kam da einer Katastrophe gleich. „Und was meinst du eigentlich, wie viel Geld wir haben?
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Von la Gila TOP 100 REZENSENT am 23. November 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Der Norweger Karl Ove Knausgard nimmt den Leser mitten hinein in sein Leben.

Schonungslos berichtet der Autor in seinem ersten Buch "Sterben" über seine schwierige Kindheit, den lieblosen Vater und dessen Suff. Er berichtet vom Auffinden des toten Vaters mit ekligen Gerüchen und der Befreiung, dass er nicht mehr im Leben der Familie weilt. Bei mir als Leser dieses Buches blieb Beklommenheit zurück.

In seinem zweiten Buch "Lieben" erzählt der Schriftsteller von dem Leben selbst als Vater. Die fast gleichen Tagesabläufe in der Familie mit Frau und Kindern, die gleichen Fehler und Streitigkeiten, die Hektik, die schreienden Kinder und die vielen Selbstzweifel. Dabei wollte er alles besser machen. Die Vergangenheit seiner Kindheit holt ihn ein und daraus entsteht Unsicherheit. Seine innere Ruhe findet er nur vor seinem Schreibtisch sitzend beim Schreiben seiner Biografie.

Negativ erlebte Kindheitserinnerungen und Jugendjahre bleiben hängen, verwischen nie und ziehen andere familiäre Schwierigkeiten nach sich.

In seinem Buch "Spielen" ist es eine Suche nach der verlorenen Zeit als kleiner Junge und Jugendlicher. Jetzt ist die Zeit in seinem Leben als Familienvater und er will es anders machen, nicht die gleichen Fehler begehen die seine Eltern gemacht hatten. Karl Ove Knausgard erinnert sich an verschiedene Begebenheiten seiner Kinderzeit, vom Schwimmunterricht, wo seine Mutter ihm zu seiner Scham eine geblümte Badekappe gekauft hatte statt einer für Jungen. Er erzählt von verrückten Mutproben, von seiner Angst vor Gespenstern, Hunden und Füchsen und von stundenlangen Fahrten im Auto der Familie und den ständigen Ermahnungen und Zurechtweisungen.
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