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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
4
5,0 von 5 Sternen
Spiele Leben
Format: Amazon Video|Ändern

am 9. Januar 2016
Antonin Svoboda schuf 2015 mit Georg Friedrich als unsympathischem Spielsüchtigen und der überragenden Birgit Minichmayr einen ungewöhnlichen Film, der dem Zuschauer viel Interpretationsspielraum und mehrere Endszenen anbietet. Das sind jetzt keine Euphemismen für ein schlechtes Drehbuch, sondern liegt in der Natur des Themas.
Kurt ist spielsüchtig, was inzwischen als Krankheit anerkannt ist. Er ist ein unsympathischer Faulenzer, der jeden Job ablehnt mit der Bregründung, er sei zu qualifiziert und habe darin zu wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Anpumpen kann er niemanden mehr, Gläubiger sitzen ihm im Nacken, kein Trick ist mies genug, um seinem Vater Geld aus den Rippen zu leiern, wobei ihm seine Freundin im Laufe des Films, die drogenabhängige Tanja (umwerfend Birgit Minichmayr) hilft.
Eines Tages meint er, dass sein Leben eine entscheidende Wende zum Guten, zum Glück im Spiel mit großen Gewinnen nehmen werde.
Eine ältere Frau, der er am Spielautomaten geholfen hat, kann er zum Besuch eines Casinos überreden, und sie gewinnt und gewinnt, nachdem sie die 6 Würfelzahlen für einen bestimmten Einsatz definiert hat.
Mit diesem Würfel zieht Kurt jetzt weiter. aber nicht nur im Spiel , sondern auch für Entscheidungen des übrigen Lebens wird der Würfel zu Rate gezogen, erst allein, dann zusammen mit Tanja. Beide würfeln sich zu Spielsalons, hemmungslosem Sexspielen in diversen Hotels, am Ende wartet Kurt auf Tanja im Wagen vor einem Tankstellenshop, und je nach der Anzeige des Würfels, den Kurt wartend zwischen seinen Fingern dreht, bietet der Film uns mehrere Varianten dessen an, was Tanja darin macht und ob oder wie sie wieder hinauskommt.

Klingt sehr speziell? Ja, Kurt wird von Georg Friedrich, den der Regisseur unbedingt mal in einer Hauptrolle sehen wollte, als unsympathischer Antiheld, dem man nur in den Allerwertesten treten möchte, dargestellt. Neben dem überzeugenden Spiel erleichterte mir das Empfinden der Aversion noch die Tatsache, daß er den allerübelsten, gequetscht-schmierigen Wiener Dialekt spricht, bei dem ich, die Wiener mögen es mir verzeihen, fast körperliches Unbehagen empfinde und ganz selten auch nicht vollständig verstanden habe. Die anderen Österreicher des Filmes sprechen fast hochdeutsch oder nur geringen Dialekt.
Birgit Minichmayr , die schon vorher und auch später hervorragendes Schauspiel zeigen konnte, hatte Regisseur Svoboda auf der Theaterbühne gesehen und war von diesem großartigen Ereignis derart beeindruckt, dass er das Drehbuch erheblich umschrieb.
Wie Friedrich als Spieler, der eine Sucht durch eine andere, das Würfeln ersetzen will und Minichmayr als leichtfertige Drogensüchtige anecken, sich durch den Casinobetrieb würfeln und insbesonders Birgit völlig aus sich herausgeht und rein triebgesteuert und ohne Zukunftsgedanken mit dem Spieler durch den Film trudelt, das ist einfach ungeheuer beeindruckend. Was sie kann, konnte man schon in "Das Parfüm" als auf dem Markt gebärende Fischverkäuferin, Mutter des Grenouille sehen, in "Der Untergang" neben Bruno Ganz und Alexandra Maria Lara als Sekretärin, in "Alle anderen" mit Lars Eidinger. Sie spielt in den renomiertesten Theatern in Wien, Belin, München und Hamburg

"Spiele Leben" ist ein Film, der sehr kontrovers empfunden wird, das liegt für mich daran, dass man einen klaren Handlungsstrang und ein Verständnis für den Spieler vermissen mag. Er verhält sich eben so wie ein Ergebnis von Würfeln, am explizitesten gezeigt in den angesprochenen mehreren Schlußversionen. Die Protagonisten sind Figuren, mit denen man sich absolut nicht identifizieren kann, man sieht keine auch gute Seiten.
Der Film entläßt uns ratlos, wir verstehen die Antihelden nicht, sind frustriert oder sogar wütend - und das ist richtig, denn genau diese Wirkung erzielen solche Menschen wie Kurt und Tanja bei uns.

Doc Halliday
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am 19. Februar 2015
Spiele Leben ist ein Österreichischer Spielfilm aus dem Jahre 2005. Die Hauptrollen sind durch Birgit Minichmayr und Georg Friedrich belegt die durch Ihre schauspielerische Leistung überzeugen. Die grundlegende Idee zur filmischen Handlung bot der Roman von Luke Rhinehart "der Würfler" aus dem Jahre 1971, in dem der Hauptprotagonist aus Frust mit dem Status Quo seines Daseins beginnt alle Entscheidungen seines Lebens dem Würfel zu überlassen. Genauso tut es auch hier unser Hauptdarsteller Georg Friedrich, notorischer Glücksspieler, der ebenso in den Tag hineinlebend und spielend sein Glück versucht und stetig versagt. Die Abwärtsspirale wird perfekt als er die ähnlich gesinnte "Tanja" kennenlernt (Birgit Minichmayr) mit der er um die Häuser zieht und würfelnd sein Glück versucht. Großartige Umsetzung, überzeugende Leistung der Darsteller machen den Film zu einer interessanten Unterhaltung der eigenständigen Art. Sehr empfehlenswert!
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TOP 1000 REZENSENTam 26. März 2014
Was für ein Film: eher ein Höllentrip, mit einem grandiosen Georg Friedrich und einer Birgit Minichmayr in der Form ihres Lebens (die zeigt, wie sehr sie in Maren Ades "Alle anderen" unter Wert verkauft wurde). Diesen Film hier "muss" man vielleicht nicht sehen (was muss man schon?), aber man sollte ihn sich nicht entgehen lassen. Von der ersten Einstellung, wenn Georg Friedrich die Tür aufstößt, bis zur letzten, wenn sich der Zuschauer entscheiden kann, welche Variante des weiteren Verlaufs der Story er für die wahrscheinlichste hält, ist das ein konsequent am Rand des Wahnsinns entlang "nüchtern" durchkomponierter Filmtrip, wie man ihn (international) selten so zu sehen kriegt.
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am 20. Mai 2015
Habe mir den Film gekauft da ich ihn noch nicht kannte und Georg Friedrich einer meiner Lieblings Schauspieler ist.
Der Film hat eine unglaublich Spannende melancholische Stimmung und wie gespielt wird ist Genial. Allen Friedrich Fans sehr zu empfehlen!
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